Auskotzposting. Es ändert sich nichts.....

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von geht nur so 03.03.10 - 10:55 Uhr

Hallo zusammen,

ich weiss Ihr könnt mir auch nicht helfen, aber irgendwo muss ich mich mal auskotzen.

Allmählich habe ich echt keine Lust mehr und würde am liebsten nur noch flüchten. Seit unser Sohn zur Welt kam läuft nichts mehr rund. Nie hätte ich gedacht, das mein Mann so egoistisch wäre. Alles aber wirklich auch alles bleibt an mir hängen. Das nächtliche Aufstehen früher, das frühe Aufstehen am morgen, wickeln, anziehen, Zähne putzen, essen machen. Alles muss ich tun.
Mein Mann ruht sich (seit unser Sohn die Mama Phase hatte) schön aus und ich rotiere:-[
Ich gehe drei Tage voll arbeiten (sprich von morgens acht bis abends sechs). Zu Hause muss ich meinen Sohn dann Bettfertig machen, Ihn ins Bett bringen und dann steht der Haushalt an. Helfen im Haushalt? Pfüh.... Ich darf ja schon hurra schreien wenn er sich Sonntags (wo Grossputztag ist) mit unserem Sohn beschäftigt.

Ok zugute halten kann ich Ihm, dass er zumindest an zwei Tagen wo ich arbeiten bin, das Essen kocht. Ach ja und baden geht er mit unserem Sohn auch (Wobei er das auch schon wieder auf mich abwälzen wollte). Ansonsten lebt er sein Leben wie vor unserem Sohn auch. Er kann schön ausschlafen während ich jeden Tag mit unserem Sohn aufstehe (meistens morgens um sechs).

Jetzt war gestern der Knaller. Wir kommen spät abends nach Hause, essen noch schnell und unser Sohn fiel hin und biss sich die Lippe auf. Es blutete und unser Sohn weinte und das einzigste was meinem Mann einfällt ist mich anzumaulen warum ich Ihm denn keine Hausschuhe angezogen hätte?:-[

Leute ich explodiere hier bald. Was ist der Mann? Vater? Oder doch nur ein geringer Spassfaktor für sein Kind? Seit dem Spruch gestern ist Funkstille zwischen uns. Habe auch momentan keine Lust mehr mit Ihm zu reden.
Ich kann mir den Mund fuselig reden, es ändert sich ja eh nichts. Es wird nur dumm geguckt wenn ich was sage und das wars. Tolle Ehe, echt#aerger...

Ich sage ja, ich flüchte hier bald....

So, sorry fürs Auskotzposting aber zumindest etwas Dampf konnte ich jetzt ablassen.

LG

Beitrag von newlife22 03.03.10 - 11:10 Uhr

Hallo

ich kann dich schon ganz gut verstehen, vorallem auch das du frustriert bist und keine Lust mehr hast.
Ganz genau genommen, würdest du wahrscheinlich besser ohne deinen Mann zurecht kommen..., der eh nur rum liegt und nix machst. Aber es ist nun mal nicht leicht, so einfach so zu trennen. Auch wenn man weiß, dass es viell., der beste weg wäre.
Immerhin hat man sich ja mal geliebt bzw. tut es immer noch!
Vielleicht fühlt sich dein Mann ja auch etwas zurück gestellt, seitdem euer Kind da ist und fühlt sich nicht mehr so geliebt und beachtet, aber auch das ist kein Grund, sich so zu verhalten!
Ich kann dir leider kein Rat geben.., doch wenn du die Kraft hast um dich zu trennen, dann würde ich dir das evt. anraten. Aber spreche auf jeden Fall nochmal Klartext mit deinem Mann, wenn er dir nicht zuhört, schreibste halt ne Mail oder ein Brief!
Und beschreibst, wie es dir geht, dass du ihn liebst, aber es so nicht weiter gehen kann, denn du bist weder seine Hausfrau noch die Nanny von seinem Sohn..Du bist Mama und Ehefrau!!!!
Mein Mann übernimmt auch nicht sehr viel, aber er spielt schon mal mit unserem Sohn und zieht ihn abends auch schon mal um (nachdem ich ihn aufgefordert hab)!!!
Aber ich würde mir auch mehr aktivität und eigeninitaitive wünschen! Ich fühl mich manchmal auch wie ne Putze und Hausmädchen.., aber ich nehm es so hin. Denn ich liebe mein Sohn und mein Mann und im großen und ganzen bin ich glücklich. Alles gute ist nie beisammen!!!


Überlege dir dein Schritt gut und tu' das, was dich am glücklichsten machen wird!!!!

MfG Sandra

Beitrag von geht nur so 03.03.10 - 15:09 Uhr

Hallo Sandra,

danke Dir für deine Antwort.

Trennen will ich mich nicht. Ich will das sich hier was ändert!

Ich versuche es jetzt erst mal mit nem Brief. Vieleicht bleibt so ja was an Ihm hängen. Auf alle Fälle werden wir wohl erstmal was zu bereden haben.

LG

Beitrag von susanatschka 03.03.10 - 11:11 Uhr

vielleicht färst Du für paar tage mit dem kleinen weg? Mal sehen ob der Abstand für ihn klar macht. Versuche es zu organisieren und anschließend wird das Notwendige(mit Ruhe alles zu klären zu besprechen ) leichter. Wenn Du etwas nicht unternimmst, wird sich die Lage nicht ändern, denke ich. Da er ja gewonnt ist, wie Du alles erledigst. Also bei Gelegenheit macht er Dir auch Vorwürfe, denn er weiß so kann er schlechtes Gewissen in Dir wecken, bevor Du ihm fragst, Moment Mal - warum hilfst Du nicht, übernimmst Verantwortung nicht etc. Also er verhält sich so aus eigener Schutz.
Du musst jetzt dringend Deine Grenzen zeigen und ihm klar machen, dass Deine bissherige Schwiegezeiten nur mit Deinem Geduld zu tun hatte und so nicht weiter geht.

Beitrag von geht nur so 03.03.10 - 15:19 Uhr

Hallo,

danke Dir für die Antwort.

Klar Grenzen setzen muss ich. Da hast Du Recht. Nur wie? Im Bezug auf unseren Sohn habe ich schon ganz schlechte Karten, da er total Mama fixiert ist. Da sich Papa ja nie grossartig gekümmert hat schreit er jetzt immer nach mir wenn ich mal sage das mein Mann das machen soll:-[
Von daher sollte ich wohl am besten mal alleine wegfahren:-) Dann müssen Sie miteinander zu Recht kommen.

Ich habe die letzten Stunden dazu genutzt Ihm mal einen Brief zu schreiben. Vieleicht begreift er dann endlich.

LG

Beitrag von rollenverteilung? 03.03.10 - 11:48 Uhr

Hallo!

Ich habe gerade vor ein paar Tagen in einem Buch gelesen, die Männer, die für die Gleichberechtigung sind und sagen, das sie es leben, "übernehmen" Sachen im Haushalt.

Dein Mann übernimmt das Baden mit dem Sohn, er übernimmt das Kochen an manchen Tagen.
Du bist jedoch dafür verantwortlich, wenn er keine Lust mehr hat, die übernommenen Sachen zu erledigen, dann gibt er dies wieder an Dich ab...

Das ist das Grundlegende, was mir auffiel bei Deinem Posting.

Willst Du diese Rollenverteilung weiterbeibehalten?

VG

Beitrag von ändereWas 03.03.10 - 13:15 Uhr

Hallo,

oja, des klingt wie bei mir..... allerdings habe ich etwas geändert!!!

sage deinem Mann, dass du seine Unterstützung brauchst und mach doch an keinem sonntag großputz tag... Sonntage sind Familientage - da unternimmt man gemeinsam was,.. geht spazieren oder sonst was - doch nicht putzen!!!

Vielleicht fehlt ihm das ein bisschen - einfach das Partnerleben und das Familienleben! etwas unternehmen, fang einfach an ihm um kleinigkeiten zu bitten!! nicht befehlen beauftragen sondern,.. .ach schatz könntest du bitte!! oder würdest du doch bitte mal.... während ich,.....

wie alt ist denn euer Sohn? ich habe ihm im Bad beim zähne putzen erklärt, er solle doch heute mit Papa schlafen gehen,... er ist ins wohnzimmer gelaufen und hat gleich gesat " i geh heute mitn papa schlafen" ... so konnte er nicht anders....

dann hatte mein mann urlaub während ich arbeiten musste und der spieß hat sich komplett gewendet.... ich durfte ihn nicht mehr ins Bett bringen..... es gab nur terror - nur noch papa, papa, papa

ich bin jetzt zum 2. schwanger und er unterstützt mich sehr!!

lg

Beitrag von summersunny280 03.03.10 - 13:23 Uhr

komisch ..........vor genau einem jahr hatte ich jeden beschissenen tag das gleiche wie du. diese ewigen auseinandersetzungen mit meinem freund .
1 kind +wohnung+etliche tiere wie hund, katze , schlangen,chamäleon,leguan..........alles blieb an mir hängen. der haushalt sah dementsprechend aus. er nörgelte nur rum wies hier aussieht dabei konnte er nicht mal einen papierschnipsel vom boden aufheben an dem er tausend mal vorbei gelaufen ist.

nach der hochzeit zogen wir in unser eigenheim.............200qm wohnfläche ich hochschwanger + 3 jährigen und zum glück nur die hälfte der tiere.
seit dem wir uns räumlich vergrößert haben und mein mann nun stolzer besitzer ist kann man hier vom boden essen .
wenn ich erzähle was der jeden tag gebracht hat globt mir das keiner . das war noch schlimmer wie damals als er nichts getan hat.
ich hatte genau das gleiche problem jetzt nur mit der sauberkeit.
er schnappte sich tatsächlich sonntags in aller früh ,kaum fünf minuten nach dem aufstehen, den lappen um dann zu wischen und gleichzeitig ganz histerisch nach dem griff vom staubsauger zu greifen, um nicht vor entzugserscheinungen umzufallen. fürchterlich sage ich nur .....er putze was das zeugs hält ,sogar katzentoilette und futterreste bekämpfte er von da an .
ich hörte zum ersten mal meinen mann sagen :" schatz bring mir reiniger mit" #rofl

zu deinem problem weiss ich keinen rat es half auch nichts bis dato, obwohl wenn ich mir das so genau überlege, weiss ich nicht welcher typ von meinem mann mir nur besser gefiel . der schlamper oder der der mir die WÄSCHE EINGEHEN LÄSST WEIL ER MEINT WASCHMASCHINE UND TROCKNER BEDIENEN ZU
KÖNNEN.

lg#zitter

Beitrag von hippogreif 03.03.10 - 13:51 Uhr

Kann Deine Wut gut nach vollziehen.
Aber ich frage mich gerade, seit wann sich Dein Mann so benimmt. Wie war es denn vor der Geburt eures Kindes? Hat er da mit im Haushalt geholfen?
Wahrscheinlich eher nicht, oder?
Du wirst ihn dann kaum von heute auf morgen ändern können. Aber einfach weglaufen (auch wenn sich das verlockend anhört) ist sicherlich keine Lösung. Ihr seid verheiratet und tragt beide Verantwortung für euer Kind. Als ihr geheiratet habt, hieß es ja schließlich: "In guten wie in schlechten Zeiten!" und nicht: "Solange, bis es unbequem wird!"
Also: raff dich auf und vereinbare einen richtigen Termin mit Deinem Mann. Entweder wenn das Kind schläft oder holt euch nen Babysitter und setzt euch wirklich in Ruhe zusammen. Vorwürfe, a la "Du machst nie was!" helfen nicht weiter.
Erklär Deine Situation, beschreib Deine Gefühle und was Dich beschäftigt. Sag, was Du an Deinem Mann schätzt und was Dir auf den Wecker fällt. Aber bleib ruhig und sachlich!
Laß ihn auch zu Wort kommen, frag, was ihn stört und wie er sich das Zusammenleben so vorstellt.
Und dann trefft klare Abmachungen: z.B. er kümmert sich Samstags um das Kind oder er ist für den Einkauf zuständig oder was weiß ich.
Und wenn das nicht hilft, dann empfehle ich eine Radikalkur: nimm Dir ein paar Tage frei und fahr zu einer Freundin oder Deinen Eltern. Und zwar OHNE Kind!
Kann auch ein Wochenende sein.
Überlaß einfach mal den Haushalt plus Kind komplett ihm. Vielleicht hat ja eine entfernt wohnende Freundin Geburtstag oder Du mußt 2 Tage eine kranke Tante pflegen? Irgendwie sowas.
Ich glaube, nach 2 Tagen ohne Dich wird er Dich besser zu schätzen wissen...

Beitrag von geht nur so 03.03.10 - 15:04 Uhr

Hallo,

danke Dir für deine Antwort.

Tja so geht das jetzt schon seit der Schwangerschaft. Als ich im Mutterschutz zu Hause war fing es dann halt an, dass ich den Haushalt alleine machte. Das ist ja auch kein Ding, immerhin ging er noch arbeiten. Dann kam unser Sohn, ich hatte mein Erziehungsjahr und zu Anfang kümmerte er sich zumindest tagsüber um unseren Sohn. Haushalt hatte ich weiterhin alleine. (Ging ja auch mit Kind, darüber beschwere ich mich ja auch nicht)

Und so hat sich das dann eingependelt. Mittlerweile ist unser Sohn knapp 2,5 Jahre alt. Ich gehe seit über einem Jahr arbeiten und noch immer bleibt der Haushalt komplett an mir hängen. Jegliche Versuche Ihn zur Mitarbeit zu bewegen scheitern. Immer heisst es klar mache ich, aber das hält dann nur ein paar Tage an.

Bzgl. unseres Sohnes kam es durch eine starke Mama Phase die er im Urlaub hatte. Da durfte dann nur ich alles machen und nun ruht mein Mann sich auf dieser Phase schön aus#aerger Er versucht nun noch nichtmal mir irgend etwas abzunehmen, und wenn es nur ums Brot schmieren geht.

Ich habe jetzt in den letzten Stunden einen Brief an Ihn verfasst. Mal sehen ob ich damit zu Ihm durchkomme. Wenn das auch nicht klappt weiss ich auch nicht weiter....

LG

PS.: Einfach mal für zwei Tage irgendwohin kann ich leider nicht. Die Option fällt also flach. Wobei es auch nichts nützen würde. Er würde zwar unseren Sohn versorgen aber wenn ich wieder nach Hause käme, wäre dort totales Chaos.

Da fällt mir die Zeit nach der Geburt ein. Mein Mann und Haushalt während ich im KH lag? Püh... Es sah aus als ob ne Bombe eingeschlagen hatte. Nix mit Ausruhen nach der Geburt. Da stand ich dann erstmal und habe meinen Haushalt in Ordnung gebracht damit der Besuch nicht in Ohnmacht fiel#schock

Beitrag von bruchetta 03.03.10 - 23:35 Uhr

Die Tatsache, dass er beispielsweise nichts im Haushalt gemacht hat während Du im KH warst heißt ja, dass er es entweder nie gelernt hat, einen Haushalt zu führen (sprich, erst nimmt Mutti ihm das ab, jetzt Du) oder das es ihm völlig wurscht ist, wie es zu Hause aussieht.

Kennst Du den Spruch: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr?

Du wirst ihn nicht ändern.