Schlechtes Gewissen *SILOPO* LANG

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von regenschein 03.03.10 - 13:54 Uhr

Hallo,

ich habe vorhin mit meiner Mutter telefoniert, sie rief an, weil ich war ja schon ne Woche nicht mehr da und hab mich auch nicht gemeldet. Ich stecke zwar mitten in einem Umzug aber da war das schlechte Gewissen Nr. 1 auch schon da.

Dann sprachen wir von Babynahrung und so. Ich möchte zwar stillen, aber kann ja sein, daß das nicht klappt. Ich sagte dann, daß ich in dem Fall "Milasan" nehmen möchte. Das ist recht preiswert, wir haben das Geld nicht soo dicke und mein Mann und ich haben uns im Laufe unseres Lebens dran gewöhnt auch ab und an was essen zu wollen ;-) Das gab´s ja auch schon zu DDR-Zeiten, also hat mein Mann das auch schon bekommen und lebt auch noch;-) Da sagt sie: "Dann kaufe ich euch halt einmal die Woche das gute "BEBA". Das ist teurer und besser". Ich hab dann gesagt, daß ich das nicht möchte und daß es MEIN Kind ist und ICH es auch ernähre. (im überigen zieht sie mit meinem Vater und zwei Brüdern im Sommer nach Münster, Carepakete wären mir echt peinlich)
Natürlich war sie ziemlich angesäuert. Schlechtes Gewissen Nr.2

Und wir sprachen vom Geschlecht des Kindes, welches ich aber nicht verraten möchte. Auch deshalb ist sie gekränkt, sie kann ja jetzt nichts "vorbereiten". Vor allem Sachen mit Namen und so. Da hab ich auch schon mal gesagt, ich möchte nicht, daß mein Kind wie ein Namensschild auf 2 Beinen rumrennt. Schlechtes Gewissen Nr. 3

Meine Mutter hängt sich gern mal in solche Sachen rein und ich hab das ja auch bei meinem Neffen gesehen. Da wurde mit den Eltern sogar die Namensliste durchgegangen, welcher ok ist und welcher nicht. Das möchte ich unbedingt vermeiden. Überhaupt möchte ich gern mein eigenes Ding machen, ich bin 26, wenn nicht jetzt, wann dann?

Darüber hinaus ist sie furchtbar eifersüchtig auf meine Schwiegermutter. Jetzt schon. (die versteht ein "Nein" übrigens) Das war bei meinem Neffen und seiner anderen Oma auch so. Da wurde aufgerechnet, wer den Kleinen wann auf dem Arm hatte, wer bessere Geschenke macht, usw.

Ich möchte gern mehr Freiheiten. Von der SchwieMu auch, aber da kann ich wenigstens ohne schlechtes Gewissen was sagen. Aber bei meiner Mutter fühl ich mich am Ende doch immer nicht besonders, wenn ich mal Grenzen versuche zu setzen. Wenn ich selber was frage ok, aber dieses "das MUSS unbedingt so gemacht werden und nicht anders" das geht mir auf den Senkel
Aaahhh, warum muss das denn so schwer sein? #augen

#danke für´s Zuhören

Nina mit Krümeline 24+2

Beitrag von kc2009 03.03.10 - 14:01 Uhr

Hallo Nina,

ich geb Dir einen guten Tipp:

Ich kenne einigen denen es so ging wie Dir. Fast die gleiche Geschichte habe ichbei einer Freundin erlebt. Und wir haben es ganz einfach gelöst. Sie hat ihre Mutter zum Gespräch gebeten und dass solltest Du auch machen.
Sag ihr vorher dass Du Dich von einem schlechten gewissen geplagt fühlst und im Sinne der Familie gern etwas mit ihr besprechen möchtest. Sag ihr klipp und klar genau dei Dinge die Du gerade so schön aufgeschrieben hast - genau so. Ich finde das ist nur fair. Und dann sagst Du ihr dass Du ab sofort selbst entscheidest und nicht mehr das Gefühl haben möchtest Dur würde alle vorgelegt.
Ab diesem Zeitpunkt musst Du es dann aber auch genauso machen. Ich schwöre Dir Deine Mutter lässt sich noch erziehen ;-)
Sie will ja auch was von Dir und Deiner kleinen familie haben.

Wichtig ist die Dinge klar zu machen, so wie in jeder Beziehung sonst auch - nicht bösartig, liebevoll. Sag ihr dabei vor allem dass Du sie liebst, aber dass Du eben schon erwachsen bist.

LG #klee

Beitrag von jula77 03.03.10 - 14:04 Uhr

Hallo Nina,

da bleibt dir wohl nix anderes übrig als immer wieder NEIN zu sagen. Es ist und bleibt dein Verantwortuingsbereich.

Beba ist übrigens auch nicht der Burner, schon allein weil es glaube von Nestle ist. Und verschiedene Nahrungen soll man eh nicht geben, kannst du deiner Mutter ja mal sagen. Mal abgesehen davon, dass es bestimmt mit dem Stillen klappt ;-).

Ich wünsch dir Durchhaltevermögen, irgendwann wird sie es schon merken. Sag ihr, dass es noch ganz viele Situationen gibt, bei denen sie Oma sein darf und sogar muss.

LG Jule

Beitrag von binecz 03.03.10 - 14:11 Uhr

So ist das mit den Müttern. Das gehört leider zum Abnabelungsprozess.
Ich habe dieses Gefühl erst sei einem 3/4 Jahr GARNICHT mehr. Und ich bin jetzt 32 #schock
Was geholfen hat war wirklich ein klärendes Gespräch. In dem beide Seiten den Standpunkt klar machen und auch indem man selbst sagt man möchte den anderen NICHT verletzen, aber muss dennoch sein eigenes Ding durchziehen.

Das wird, keine Sorge! #liebdrueck

Bine, die ganz stolz ist das sie Mama sogar zur Geburt "ausgeladen" hat und ihr auch gleich gesagt hat dass Mama den Namen erst nach der Geburt erfährt....mit der weltbesten Mama die alles fast ohne #schmoll ertragen hat und akzeptiert!

Beitrag von nineeleven 03.03.10 - 14:14 Uhr

Ach Schnucki, lass dich mal drücken. #liebdrueck

Einerseits möchte ich dir sagen, sei froh dass du beides hast (Mutter und Schwiegermutter).

Meine Schwiegermutter hat meine Tochter, mittlerweile 3 3/4 erst dreimal im Leben gesehen. Und selbst dann sprach sie von "Komm mal her zur Tante" oder sie war ein Gör weil sie die Heizung angefasst hat :-[#klatsch#kratz Und sie wird meine Tochter auch nicht mehr zu sehen bekommen. Wer so mit meinem Kind umgeht, obwohl man ihr entgegen kommt (sie hatte schon immer was gegen mich, da ich ihr ihren Sohn weggenommen habe), hat auch keinen Kontakt mit meinem Kind verdient. Mein Mann sieht das genauso.

Naja und meine Mutter ist leider schon drei Jahre vor der Geburt meiner Tochter verstorben. Aber wenn ich sie mir so vorstelle, kann ich einige deiner Punkt nachvollziehen.

Ich denke mal, es ist ihr nicht bewusst dass sie dich damit einengt. Du musst lernen, ihr klipp und klar zu sagen, dass du deine eigenen Entscheidungen treffen wirst, jetzt wo du Mutter wirst. Frag sie nach der Zeit als sie mit dir schwanger war oder du grad geboren warst. Wollte sie ständig Tipps und Tricks wissen? Sie war bestimmt genauso wie du grad. Jeder gutgemeinte Ratschlag ist einfach nur noch nervig.

Ich bin selbst schon Mutter, wie gesagt leider nicht als meine Mutter noch lebte. Aber wie hab ich es gehasst, wenn sie mir immer sagen wollte was richtig ist und was nicht. Und jetzt möchte ich meine Tochter manchmal auch am liebsten hinterherflitzen damit ich genau weiß was sie tut, wo sie ist usw. Ich lasse ihr ihre Freiheiten, zumindest was mit fast 4 machbar ist, aber manchmal erwische ich mich dabei, ihr meine Wünsche und meine Vorstellungen aufzudrücken.

Was ich damit sagen will, sie ist immernoch deine Mutter. Sie war es die ganzen 26 Jahre lang. Jetzt bekommst du selbst ein Kind und sie muss loslassen. #schwitz Müttern von Töchtern fällt es glaub ich schwerer als Müttern von Söhnen. Du musst einfach ehrlich sein zu ihr und STOP sagen wenn du dich überrannt fühlst. Sag ihr dass es allein deine Sache ist wie du dein Kind nennst und später ernährst. Übrigens, das kommt auch alles anders als du denkst, nur so nebenbei. :-p

Was anderes kann ich dir leider nicht raten. Aber irgendwann wirst du vielleicht in ihren Fußstapfen vor der gleichen Situation stehen. #zitter#schein

LG und Kopf hoch.

nineeleven

Beitrag von ilka24 03.03.10 - 14:14 Uhr

Hi,

weiß Du, manchen Eltern fällt es einfach schwer los zu lassen.

Ich werde 32, habe 2 Kinder (6 und fast 4) bin verheiratet, arbeite fein meine 30 h, habe Haus und Autos, aber glaube mal nicht, dass meine Eltern sich nicht einmischen.

Ich werde allerdings nicht müde sie darauf hinzuweisen, dass mein Mann (übrigens 40 und damit nur 13 Jahre jünger als meine Eltern) und ich durch aus erwachsen sind und wir unsere Kinder selbst erziehen können.

Sie meinen es auch gar nicht böse und ein schlechtes Gewissen habe ich mir schon lange abgewöhnt.

Irgendwann vor 3,5 Jahren habe ich mal ein sehr deutliches Gespräch geführt und ihnen fast im Monolog gesagt, dass ich mir die permanete Einmischung verbitte und sie sich endlich damit abfinden sollen, dass sie die Großeltern und nicht die Eltern sind.

Seither ist es besser. Aber eben nur besser, nicht vorbei :-p Ich musste z.B. versprechen (wie albern) dass ich unseren Sohn ganz intensiv bei den Hausaufgaben unterstütze, wenn er dieses Jahr eingeschult werde. Als wenn ich das nicht selbst wüßte #klatsch

LG

Ilka

PS: Ich kann dir auch Bebivita empfehlen, die sind auch günstig udn bei der Gläschenkost haben sie sogar vor Hipp gewonnen :-)

Beitrag von regenschein 03.03.10 - 17:13 Uhr

Das mit Bebivita hab ich ihr auch schon erzählt, aber in ihren Augen geht NICHTS über Hipp.#augen

Naja bei Gläschen kann man ja auch mal einen Kompromiss eingehen. Nur das andere möchte ich nicht, denn dann kommt sie für MEIN Kind auf und ich finde das nicht richtig. Wir sind zwar nicht so begütert, aber wir können für unser Kind schon sorgen.

Außerdem weiß ich, es würde mir ein Leben lang "vorgerechnet" werden. Und dann hätt ich gar nix mehr zu sagen, weil ich ja dann undankbar wäre.