Wiedereinstieg nach Elternzeit - wann/wie Kontaktaufnahme?

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Beitrag von giri 03.03.10 - 16:43 Uhr

Ich bin ziemlich ratlos, wie ich am schlauesten vorgehen soll, und hoffe, dass ich von euch ein paar gute Tipps bekomme...

Mitte Mai endet meine Elternzeit. Ich hatte einen Bürojob als Aushilfe auf 800 Euro-Basis und wollte eigentlich nach 2 Jahre Elternzeit wieder einsteigen.

Ich habe mich brav 3 Monate vorher mit der Personalabt. in Verbindung gesetzt, Termin vereinbart und zu meinem Schrecken erfahren,
- dass meine alte Abteilung personell jetzt total gut bestückt ist,
- dass grundsätzlich fast alle Aushilfsjobs inzwischen weitestgehend abgebaut wurden,
- dass man mir, würde ich jetzt auf Wiedereinstieg bestehen, voraussichtlich nach einem Monat kündigen müsste. #schock

Ich habe daraufhin meine Elternzeit auf die vollen 3 Jahre verlängert, dies schriftlich beantragt und mit dem Hinweis versehen, dass ich gerne jederzeit vorzeitig einsetzbar bin, auch in anderen Arbeitsbereichen. Dies hatte ich auch schon in meinem Personalgespräch geäußert.

Blöderweise hatte ich im Vorfeld nicht sonderlich viel Kontakt gepflegt - klar, ich habe mal Baby gezeigt, mal jemanden zufällig getroffen und geschnackt - wusste aber auch, dass mein direkter Vorgesetzter (=Abteilungsleiter) auch ständig unter Strom und Termindruck stand. Ich wollte also auch nicht stören... Grundsätzlich war meine Schwangerschaft aber allseits eher positiv aufgenommen worden.

So, nun frage ich mich, wie ich das jetzt machen soll. Nehme ich nun direkt zur Personalabteilung Kontakt auf? Oder erst zu meinem alten Vorgesetzten?
Ich weiß ja gar nicht, ob man mich dort wieder einsetzen wollte/könnte...#kratz

Und, gibt es irgendwelche Fristen, die ich einhalten muss?
Ich kann ja schlecht einfach mitte Mai am Empfang auftauchen und sagen, da bin ich wieder, was soll ich tun...#gruebel

Dank vorab für eure Antworten
LG giri

Beitrag von jacky 03.03.10 - 19:00 Uhr

Du hast dich hoffentlich vorsorglich arbeitsuchend gemeldet? Sonst droht dir eine Sperre. Ich würde den Personalchef anschreiben. Mit Einschreiben/Rückschein. Oder mir bei ihm einen Termin geben lassen. Im Grunde hast du ja ein Anrecht auf deinen alten Arbeitsplatz zu den alten Zeiten/Konditionen. Wo und wie sie dich einsetzen ist ja grundsätzlich deren Problem. Wobei mir das etwas nach Hinhaltetaktik klingt. Und dass sie dich nach einen Monat dann kündigen wollen, ist ja schon mal gar nicht rechtens. Es gilt eine dreimonatige Kündigungsfrist für AN und AG. Lass dich bloß nicht abspeisen! Notfalls kontaktiere einen Rechtsanwalt und lasse dir alles genau erklären. Und auf keinen Fall das Arbeitsamt vergessen!

Beitrag von giri 03.03.10 - 20:23 Uhr

Hi Jacky,

arbeitssuchend gemeldet bin ich, arbeite parallel schon freiberuflich, kommt bloß nicht so viel bei rum, dass wir ohnehin überwiegend von ALG II leben. Aber da wollen wir schon gerne raus...
Leider kein fester Vollzeit-Job in Sicht trotz aller möglichen Aktivitäten.
Das macht so mürbe, das du irgendwann schon an den winzigsten Kleinigkeiten zweifelst...
Danke für deinen Rat - entspricht tendenziell meinem Bauchgefühl.
Werde mir mal einen Termin bei der Personalabteilung geben lassen.

In meinem Vertrag steht allerdings auch nur 1 Monat Kündigungsfrist. Ist ja auch "nur" ein geringfügige Beschäftigung, wenn auch sozialvers.pflichtig. Außerdem dachte ich, dass wäre ohne die gesetzliche, mindestens?
Ich denke man kann mit denen reden (hoffe ich). Werde es wohl erst mal drauf ankommen lassen...