13 monate,nur stillen,kein interesse am essen...??

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von gisele 03.03.10 - 21:46 Uhr

hallo.
meine tochter(13 monate) wird noch immer sehr viel gestillt.
ist auch ok so,aber 2 mal am tag hätte ich schon langsam gerne mal eine ganze mahlzeit ersetzt#schwitz
sie mag kaum brei(nur etwas apfel und avocado) und auch kein fingerfood,biete es immer wieder an...
ob ich noch 3 jahre stillen muss damit sie satt wird??
nein,im ernst,wer hatte ähnliches und vielleicht einen trick es schmackhaft zu machen??
lieben gruss,nadine

Beitrag von maranoelle 03.03.10 - 22:21 Uhr

Hallo Nadine,

leider habe ich auch keine "Lösung", kann Dir nur von mir berichten, um Dir zu zeigen, dass es nicht nur Dir so geht ;)

Mein Sohn ist 12,5 Monate alt und ich habe 8 Monate voll gestillt, ein Beikoststartversuch mit 6 Monaten schlug fehl, intuitiv dann wieder mal versucht und dann nach und nach immer mehr Mahlzeiten "ersetzt".

Inzwischen isst mein Kleiner tagsüber ca. 5 Mahlzeiten, ernährt sich aber wohl vorwiegend immer noch durch die Mumi, die er abends und nachts trinkt (zweistündlich).

Wenn es nur nach ihm ginge, würde er wohl immer noch voll stillen und allenfalls hier und da anderes Essen kosten. Er knabbert mal ganz gern Brot, Brötchen, Dinkelstange, Keks etc. aber Brei isst er idR nur abgelenkt und auch nur Getreide-Obst-Brei, alles andere würgt er.

Er darf von uns immer mal wieder probieren und hin und wieder überrascht er uns, indem er Linsensuppe isst oder hingebungsvoll an einer Apfelspalte lutscht. Grundsätzlich ist er aber nicht wirklich am Essen interessiert, matscht mehr herum, als dasss was im Mund landet.

Ich denke das liegt daran, dass er noch ausreichend satt von meiner Milch wird. Die Lösung heißt wahrscheinlich abstillen oder zumindest (noch) weniger stillen ... damit tue ich mich zur Zeit aber noch schwer und hoffe auf ein Wunder .. gibt ja immer wieder Kinder, die "plötzlich" viel und alles essen.

LG
Mara

Beitrag von gisele 03.03.10 - 22:26 Uhr

hallo mara.
musste eben herzhaft lachen,du meinst doch meine tochter??
genau das gleiche,ich habe mit 6 monaten angefangen,abgebrochen,mit 8 wieder und dann ging es...
dazwischen ein schlimmer infekt und stillen alle stunde#schwitz
abstillen mag ich nicht;-),wollte eigentlich noch mindestens ein halbes jahr dazustillen,aber ich wäre halt gerne mal etwas flexibel und möchte nicht immer nur stillecken suchen,egal wo wir sind#schwitz
klammert dein sohn auch so doll?mein mann meint es liegt am stillen#schwitz
lieben gruss,nadine

Beitrag von maranoelle 04.03.10 - 10:24 Uhr

hallo nadine,

tagsüber stille ich seit ein paar Wochen nicht mehr, akzeptiert er soweit auch ganz gut, isst deshalb aber nicht unbedingt mehr "Richtiges".

Aber ich muss tagsüber nicht mehr in Still-BHs rumlaufen und mich auch nicht mehr im Park halb ausziehen ;)

Grundsätzlich habe ich auch nichts dagegen, noch 3-4 Monate abends zum Schlagen zu stillen, nur das mit den Nächten wird langsam nervig, vor allem, weil er dadurch ja dann auch tagsüber keinen rechten Appetitt zu haben scheint.

Nja, Mama ist schon wichtig, aber als Klammern empfinde ich es (noch?) nicht. Es ist eher so, dass ich den Eindruck habe, durch die Stillhormone noch extrem an ihn gebunden zu sein. Bei dem Gedanken, ihn z.B. mal in seinem eigenen Zimmer schlafen zu lassen wird mir ganz komisch.

Und dann denke ich auch oft, die Kleinen erleben jetzt tagsüber soviel, fangen an zu laufen, erobern ihre Welt, dass sie nachts (oder generell) bei Mama wieder Geborgenheit und Kraft tanken müssen.

Ihm das zu nehmen fände ich eigentlich schade, andererseits scheint sich aber dadurch so ein Teufelskreis zu entwickeln und es hindert ja auch seine Weiterentwicklung in puncto Essen ... mal abgesehen vom Geschwisterchen, das dann möglicherweise ausbleibt (mein eigentlicher Grund, mittelfristig abstillen zu wollen).

Das mit dem Eisenwert ist allerdings ein interessanter Einwurf, werde ich auch mal checken lassen.

Alles Gute für Euch

Mara

Beitrag von taewaka 03.03.10 - 22:47 Uhr

hi,

mein erstes kind hatte kein interesse an beikost.
es hat ca. zwölf monate voll gestillt, dann kurz etwas beikost zu sich genommen, um dann wieder voll zu stillen. mit fünf zehn monaten habe ich dann sehr deutlich die weichen in richtung beikost gestellt, indem ich das stillen nicht mehr frei zugänglich ließ ;-) und schwupps fing mein kind an abends zu essen. ich stillte langsam nachts ab und mein kind aß mehr und mehr und wurde zu einem wahren genussesser.

ich hatte glück, dass mein kind physiologisch sehr gut entwickelt war (gewicht, größe waren opitmal) und sowohl motorisch als auch kognitiv vorne dabei. letztendlich habe ich mit zwei jahren ihre werte checken lassen (bis dahin hatte ich sie gestillt, danach abgestillt, bis dahin wurde sie vegan ernährt) und sie hatte top werte.
das ist aber wohl nicht die regel und daher - auch aufgrund meiner erfahrungen in vier jahren stillgruppe - bin ich bezüglich einer lockeren haltung hinsichtlich deutlich längerem vollstillen als sechs monate etwas vorsichtig.

wenn dein kind konsequent eher beikost abgeneigt ist würde ich daher den B12 status und den eisenstatus überprüfen lassen. eisenmangel kann zu appettitlosigkeit führen, was dann in einem dauerstillen münden kann.
man muss ganz gewiss nicht hysterisch mit sechs monaten beikost einführen.
und wir ernähren uns z.b. vegetarisch und die kinder haben keine mängel.
allerdings sollte man mMn dennoch verantwortungsbewusst damit umgehen, wenn man hinsichtlich seiner babys / kinder in der wachstumsphase deutlich von dem "basiswissen über die ernährungsphysiologie" abweicht.

wenn die werte o.k. sind würde ich ggf. kuschel-still-einheiten einbauen. gemeinsam abendessen. dein kind kann ja selber essen. wir haben uns bei tisch viel zeit gelassen, gesungen und sie hat dann wirklich gerne gegessen und das wirklich nachdem ich anfing das stillen etwas einzuschränken (sodass es z.b. eine 5-6h pause gab).

lg

Beitrag von gisele 03.03.10 - 22:52 Uhr

hallo.
danke für deine ausführliche antwort.
ja,die werte werde ich mal checken lassen.
sie ißt ja,aber wenig.
und ich gebe z.b. avocado wegen dem eisengehalt darin und das mag sie gerne.
fingerfood will sie gar nicht,dann eher ein paar löffel brei.
sie ist super entwickelt,läuft seit sie 12 monate ist und auch sonst recht helle,vor allem im meckern und streiten mit der schwester#schwitz
lieben gruss,nadine

Beitrag von lastrada 04.03.10 - 07:44 Uhr

Morgen, meine Tochter ist jetzt 14,5 Montate und ich stille auch noch recht viel, hatte aber von anfnag an feste stillmahlzeiten.
Wir haben mit 11,5 Monaten Mittags ersetzt, vorher mochte sie auch nix. Wollte immer das sie selber gekochtes ist, vergiss es die 8 monates Gläßchen hat sie dann gegessen. Seit dem gibt es halt Glas, dann haben wir nachmittagsmit den Obstglas ersetzt, weil sie nicht mehr viel danach gestillt habe ich es ohne probiert und sie wollte ´sie net mehr.
Zz mache ich mich übers Frühstück- Abendbrot versuchen wir schon gute 2 Monate, mit mäßigen Erfolg nur wenn es warm gibt isst sie viel. Naja und frühs mal schauen.
Ich wollte bis sie 1,5 Jahre ist alle Mahlzeiten ersetzt haben und bis 2 die nächtlichen Sachen. Mal schaune ob sie das mitmacht, was ich aber auf jedenfall mitbekommen habe ist: Sie machen das, aber halt wann sie wollen.
Was meine zum Abend super ist ist Grießnockelsuppe, da haut sie richtig rein. Und den Avocadobrei mit Banane mag sie auch und Kartoffelbrei mit Buttermöhren und Zwiebeln.
Lg