Realsplitting auch bei "getrennten Unverheirateten"? Anlage U...

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von 77ena 03.03.10 - 22:24 Uhr

Hallo,

ich bin alleinerziehend mit 2 Kindern (2 und 3 Jahre alt) und bekomme, bis meine Kleine 3 ist, Betreuungsunterhalt von meinem Ex, es sind 1300,- monatlich.

Ich bin zur Zeit in Elternzeit, fange also erst Ende 2010 wieder an zu arbeiten.

Nun möchte mein Ex, dass ich bei seiner Steuererklärung die Anlage U unterschreibe, also dass ich den Unterhalt versteuere, so kann er das glaub ich als Sonderausgaben oder so absetzen kann..
Er gleicht mir meinen Nachteil dann natürlich aus..

Meine Frage: Geht dieses "Realsplitting" bei uns denn überhaupt, denn wir waren ja nie verheiratet (haben aber jahrelang zusammen gelebt, bis Sommer 2008)?
Man liest (auch in Anlage U..) immer nur, dass der "geschiedene oder dauerhaft getrennt lebende EHEGATTE" das versteuern kann.
Ist es also von Bedeutung oder nicht, dass ich immer ledig war?
Wie hoch ist meine "Rückzahlung" wohl in etwa (bei 15.600€ im Jahr)?

#danke an alle, die sich auskennen?!

77ena

Beitrag von mariella70 03.03.10 - 23:59 Uhr

Hallo Ena,
wer BU zahlt, sollte ihn auch steuerlich absetzen können. Da auch nicht verheiratete Partner voll unterhaltsberechtig sind, wenn sie Kinder unter 3 betreuen, müssten sie auch für den Fiskus so behandelt werden. Andererseits kommt man nur durch die Ehe in überhaupt einen Splittingvorteil, nichteheliche Partner haben also keine steuerliche Einbuße durch die Trennung.
Ich würde einen Fachmann/frau konsultieren. Beim Finanzamt muss man euch darüber Auskunft erteilen.
LG
Mariella

Beitrag von 77ena 04.03.10 - 09:24 Uhr

Hallo Mariella,

danke für deine Antwort..

Habe eben mit dem Finanzamt geredet und es geht tatsächlich NICHT, da wir keine Eheleute waren...
NUR wenn man verheiratet war, ist Realsplittung möglich..
Oh man, mein Ex wird `nen Nervenkoller kriegen, er hätte so tausende von Euros zurück bekommen #heul

Ganz LG

77ena

Beitrag von nakiki 04.03.10 - 11:48 Uhr

Hallo!

Für unverheiratete Paare gibt es die Anlage Unterhalt! Die kann er ausfüllen und somit den Unterhalt steuerlich geltend machen.


Gruß nakiki

Beitrag von mariella70 04.03.10 - 12:55 Uhr

Hallo,
ihr solltet euch unbedingt ganz schnell an einen Steuerberater wenden. Wenn es um so viel Geld geht, dann lohnt sich das auf jeden Fall. Unterhalt ist eine außergewöhnliche Belastung, dann ist es halt anders absetzbar.
LG
Mariella

Beitrag von 77ena 04.03.10 - 13:04 Uhr

Nein, in unserem Fall leider nicht, siehe meine Antwort unten.. #schmoll

ERs gibt nur die 2 Möglichkeiten: Realsplittung (geht nicht, da wir nicht verheiratet waren) und als "außetrgewöhnliche Belastung" absetzen (geht nicht, da ich nicht bedürftig war/bin.
Der liebe Herr vom Finanzamt meinte heute, eine "3. Möglichkeit" gäbe es leider in unserem Fall nicht..

Dennoch danke an alle! #liebdrueck

77ena

Beitrag von janavita 04.03.10 - 12:06 Uhr

Hi... da ihr nicht verheiratet wart, kann er das ganze Unterhalt für DICH als außergewöhnliche Belastung unter "bedürftige Menchen" absetzten. Dort gib es Kästchen "Unterhaltsberechtigt als Kindesmutter" ...


Unterhalt für KINDER natürlich in der Anlage U..

Beim Steuerbescheid nacher achten, ob das ganze Unterhalt berücksichtig wurde oder nicht. Wenn du zusätzliche Leistungen wie "Wohngeld" etc erhälst, dann muss der Unterhalt in der Höhe von Finanzamt anerkannt werden, in welche er Dir beim Wohngeld o.ä angerechnet wurde.

Gruß

Beitrag von 77ena 04.03.10 - 13:01 Uhr

Hallo,

danke dir.. Das wussten wir allerdings und wollten es letztes Jahr so machen, aber das geht eben nur, wenn ich wirklich "bedürftig" (gewesen) wäre.. Da ich Ersparnisse habe, geht das leider auch nicht #schmoll

Dennoch danke!

77ena

Beitrag von janavita 04.03.10 - 13:05 Uhr

hi.. schade... da hättest du das Geld auf Name der Kinder lieber angelegt und bis 15.000,- € kannst du ja selber haben...

und da er Unterhalt für Dich zahlt, bist Du dann auch "bedürftig"... aber beim nächsten mal früher reagieren und Geld "verstecken"... ;-)

Beitrag von 77ena 04.03.10 - 13:07 Uhr

Hoffe, es gibt kein nächstes Mal ;-)
Aber hast Recht...

77ena

Beitrag von janavita 04.03.10 - 13:14 Uhr

Na ja... das er an Dich Unterhalt zahlt obwohl Du nicht bedürftig ist- ist dann wahrscheinlich seine freiwillige Sache #kratz Da kann er auch "seine freiwilligen Zahlungen" nicht absetzen. ;-)

Sonst ist alles absetzbar - von Versicherungsbeiträgen für Ex-Partner bis zum Socken-Kauf"...

Bis dahin alles Gute und schade, schon wieder Geld verschenkt... Wäre bestimmt ein Urlaub drin gewesen..

Gruß

Beitrag von 77ena 04.03.10 - 13:30 Uhr

Ja, "quasi" freiwillig, aber notariell festgeschrieben..

Naja, Gott sei Dank habe ICH ja weder nen Vor-noch nen Nachteil dadurch, aber für ihn ist es echt Mist..

LG

77ena

Beitrag von windsbraut69 05.03.10 - 09:04 Uhr

Was hat denn Kindes- und Betreuungsunterhalt mit Bedürftigkeit zu tun?

Beitrag von janavita 05.03.10 - 09:36 Uhr

Hi... von Kindesunterhalt war nicht die Rede, es ist gesetzlich vorgeschrieben. Betreuungsunterhalt hat er freiwillig gezahlt, weil sie diesen nötig hatte - es war notariel vereinbart - also, freiwillig. Gruß

Beitrag von windsbraut69 05.03.10 - 11:51 Uhr

Und warum bitte hatte er es "nicht nötig", Betreuungsunterhalt zu zahlen?

Beitrag von janavita 05.03.10 - 12:04 Uhr

man... einfach mal lesen...#klatsch sie hatte doch gesagt, dass sie nicht bedürftig ist, weil sie für sich selber sorgen kann... und hat auch Ersparnisse- deswegen läßt das finanzamt nichts abschreiben. sie haben es einfach notariel vereinbart... FREIWILLIG... #klatsch

Beitrag von windsbraut69 05.03.10 - 13:30 Uhr

Sie muß doch nicht mittellos sein, um ANSPRUCH auf Betreuungsunterhalt zu haben, wenn sie des Kindes wegen NICHT ARBEITET.

Beitrag von windsbraut69 05.03.10 - 09:03 Uhr

#augen
Was soll die Anstiftung zum Beschiß?

"Unterhalt verstecken" ist eh nicht möglich, der muss notfalls gerichtlich beigetrieben werden und wird eh angerechnet.

Beitrag von janavita 05.03.10 - 09:38 Uhr

#kratz sie sollte Erspartes bei Seite packen, damit er das Unterhalt "zwangsweise" zahlt und von Steuer absetzt...#kratz Unterhalt verstecken??? wo steht das denn??

Beitrag von windsbraut69 05.03.10 - 11:53 Uhr

Was hat denn Erspartes mit ihren Unterhaltsansprüchen zu tun?

Beitrag von janavita 05.03.10 - 12:09 Uhr

#klatsch schon wieder... ES GEHT HIER UM FINANZAMT !!! und um STEUERERKLÄRUNG !!! und nicht um Unterhaltsansprüche ect.pp... Sie wollte nur mal wissen, ob der Ex-Patner den Betreuungsunterhalt in der Steuerklärung geltend machen kann... !!!

Bedürftigkeit für Finanzamt UND für ARGE / Wohngeldstelle etc. sind verschiedene Sachen.. es wird anders berurteilt.

Und spare bitte weitere kommentrare - lese einfach einfach durch...

Beitrag von windsbraut69 05.03.10 - 13:31 Uhr

Soso.
Deshalb sollte sie auch Vermögen verschwinden lassen, um das Finanzamt "Nicht zu bescheißen" :)