Krise - getrennt schlafen - bin traurig

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von *traurig* 04.03.10 - 07:26 Uhr

Guten Morgen,

erstmal #tasse um die Augen aufzukriegen ;-)

Wir stecken momentan in einer naja ist es eine - Krise.

Mein Mann hat leichte Depressionen. (er ist in Behandlung)

... weil er es möchte schlafen wir seit ein paar Tagen in getrennten Zimmern.

Damit komme ich gar nicht zurecht. Ich bin unendlich traurig darüber. Er meint es läge nicht an mir, sondern er will alleine sein.

Ich bin jeden Abend am weinen wenn ich alleine im Bett liege weil mir seine Wärme, seine Nähe und alles drum und dran einfach fehlt #heul

Wie soll ich denn damit umgehen ?

Habt Ihr Tipps für mich ?

Dann noch einen schönen Tag #sonne

Beitrag von pitty29 04.03.10 - 07:32 Uhr

leider wird dir nix anderes übrig bleiben als das zu akzeptieren.
sicher ist es sehr schwer für dich aber vllt geht es ihm bald besser.

gib ihm einfach den freiraum den er braucht um wieder gesund zu werden. ich weiß es ist einfach das zu schreiben.

#liebdrueck

Beitrag von heike74 04.03.10 - 08:27 Uhr

Hast du es ihm schon in der Deutlichkeit gesagt, dass er dir fehlt und du damit nicht zurecht kommst? Mag ja sein, dass er eine leichte Depression hat und seine Freiräume braucht, aber das entbindet ihn noch lange nicht von einer gewissen partnerschaftlichen Verantwortung.
Du sollst für ihn Verständnis haben, zurückstecken, verstehen, das werden dir hier 99% der Userinnen sagen. Ist alles gut und schön, hast du bestimmt bisher auch zur Genüge getan. Es gibt aber bei allem Verständnis eine Grenze, die bei dir erreicht zu sein scheint. Es bringt ja auch nichts, wenn dein Mann sich gut fühlt und du die nächste bist, die eine Therapie braucht.
Mein Rat ist deshalb: Sprich mit deinem Mann darüber. Er als Betroffener sollte einsehen, dass dich das wirklich belastet und findet einen Kompromis. So könntet ihr zum Beispiel vorm schlafen ausgiebig Nähe und Wärme tanken, um dann mit einem guten Gefühl in eure separaten Schlafzimmer zu gehen, wenn er denn darauf besteht.
Wie gesprächsbereit ist dein Mann?

Ich wünsche dir viel Kraft.

LG Heike

Beitrag von gh1954 04.03.10 - 09:23 Uhr

>>>entbindet ihn noch lange nicht von einer gewissen partnerschaftlichen Verantwortung.<<<

>>>Es gibt aber bei allem Verständnis eine Grenze, die bei dir erreicht zu sein scheint.<<<

Was soll das werden? "Zwangskuscheln", obwohl er momentan keine Nähe ertragen kann?

Sich nur wegen ein paar getrennt verbrachter Nächte so anzustellen!

Ich konnte auch nicht erkennen, wo die Krise ist, von der die TE schrieb.

Beitrag von heike74 05.03.10 - 09:01 Uhr

Die TE hat nur einen sehr kleinen Ausschnitt aus ihrem Leben beschrieben. Wenn sie schreibt, sie hätten eine Krise, dann sollten wir ihr das erst einmal glauben. Nicht jeder macht gern einen kompletten Seelenstrip im Forum.

Wenn ihr Mann jetzt auf getrennten Schlafzimmern besteht, dann wird er sicher nicht die ganze Zeit vorher liebevoll und ausgeglichen gewesen sein. Ein längere Zeit andauernder, sich immer mehr steigernder Entzug von Liebe, Aufmerksamkeit und Nähe kann auch dem bislang psychisch gesunden Partner zu schaffen machen.

Du und viele andere sagen ihr, sie solle sich nicht so anstellen. Vielleicht leidet sie ja genau so wie er? Warum ist es okay, ihr das zu sagen, während sein Verhalten nicht mal kritisch beleuchtet werden darf? Eine Krankheit, ganz gleich welche, ist keine Universalentschuldigung.

Um noch deine Frage zu beantworten: Nein, zwangskuscheln soll er nicht. Sehen, dass er die Belastungsfähigkeit seiner Frau arg strapaziert und dies kein Dauerzustand sein kann, aber schon.

Mir ist klar, dass diese Sichtweise der Dinger hier nicht besonders erwünscht ist. Macht ja nichts, mich und meine Meinung muss nicht jeder mögen.

Einen wirklich fundierten Rat könnte sie ohnehin nur erhalten, wenn sie seinen Therapeuten um ein persönliches Gespräch bittet. Alles andere sind nur Laienmeinungen.

Viele Grüße

Heike (ja, ich grüß dich trotzdem, zumal ich deine Beiträge sonst recht gern lese)

Beitrag von frau.mecker 04.03.10 - 08:51 Uhr

Was ist an getrennten Zimmern schlimm!

Dein Mann ist krank und das er in Behandlung ist, spricht doch für ihn.
Es gibt nicht allzuviele Männer die sich ihrer emotionalen Last stellen!

Ich finde es richtig, daß er jetzt an sich denkt und versucht es in den Griff zu bekommen und du solltest ihn unterstützen....anstatt einen kleinen Egotrip zu fahren.

Nimm dir ein paar Kissen mehr ins Bett mit und in 3-4 Tagen hast auch du dich daran gewöhnt!

mfg

Beitrag von sunny42 04.03.10 - 09:55 Uhr

Liebe *traurig*

ich kann verstehen, dass Du ihn vermisst und das es dir schlecht geht.
Sehnst Du Dich nie nach etwas mehr Zeit für Dich?
Könntest Du diese Zeit jetzt, nicht vielleicht nutzen wieder etwas mehr zu Dir selbst zu finden?

Ich denke, dass Vorwürfe an Deinen Partner in dieser Situation wenig bringen. Genauso wie er merkt das es dir mit der Situation nicht gut geht und dies einen Druck erzeugt.

Ich wünsche Euch, dass ihr Beide die Gelassenheit und Euch selbst findet um dann wieder zueiander zu kommen.
Manchmal braucht man erst einmal Kraft für sich selbst und muss lernen auch einmal alleine zu sein, ehe man wieder füreinander da sein kann.
Du genauso wie er, so wie es klingt.

Liebe Grüße
Sunny

Beitrag von *traurig* 04.03.10 - 10:06 Uhr

Hallo,
Danke für Eure Worte.

Ich werde versuchen stark zu sein. Vor allem für ihn. Ich denke es hilft ihm am besten wenn er jetzt weiss und merkt das ich für ihn da bin, aber verstehe wenn er erstmal nicht bei mir schlafen kann.

Und ich bin bestimmt nicht egoistisch, denn wenn man die Vorgeschichte kennen würde, würde anders gedacht werden... nur mal so nebenbei #schmoll

#blume

Beitrag von sunny42 04.03.10 - 11:54 Uhr

Liebe *traurig*

in keinem deiner Worte habe ich herausgelesen das du egoistisch bist.
Aber verzweifelt und es hat den Anschein, dass auch du ein Problem mit dem "Für Dich Allein Sein" hast und das ihr Euch dadurch gegenseitig blockiert.

Liebe Grüße
Sunny
Die es auch sehr üben musste, für sich alleine sein zu können.

Beitrag von *traurig* 04.03.10 - 12:05 Uhr

Hallo Sunny,

ja, leider bin ich glaube ich sehr auf ihn fixiert. Zumindest mache ich nicht wirklich gerne dinge ohne ihn weil es mir dann einfach keinen so richtigen Spaß macht und ich dann ständig an ihn denken muss.
Weis auch nicht warum das so ist. Ich bin echt gerne mit ihm zusammen und habe ihn auch gerne um mich rum.

Aber da er momentan meine Nähe nicht wirklich gut findet, werde ich wohl oder übel auch alleine der Freizeitgestaltung entgegenblicken müssen :-(

Ich bin froh das ich wenigstens wieder ein küsschen bekomme oder er mich in den Arm nimmt #heul

Danke für deine Worte ! #liebdrueck

Beitrag von sunny42 04.03.10 - 13:04 Uhr

Liebe *traurig*

es kann schön sein, wenn man alleine Dinge macht,
nur muss man das erst zu schätzen lernen und dieses
komische Gefühl des leer seins eine Weile aushalten.

Aber ein Nach-Hause-kommen kann einem dann noch viel mehr bedeuten als man vorher, als man nur zusammenhing, je dachte.
Das bereichert eine Beziehung ungemein und ich denke Dein Mann wird sich Dir auch wieder nähern können, wenn jeder seine Mitte wieder gefunden hat.
Es ist halt im Moment bei euch eine sehr schwere Zeit.

Viel Glück!
Sunny