Trennung???

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von Wie stell ich es an?? 04.03.10 - 07:34 Uhr

Guten morgen ihr Lieben!!!

Ich schreibe heute mal in schwarz, möchte nicht so gerne das mein Mann von wem anders erfährt was in mir vorgeht.

Es ist so, ich mache mir jetzt seit einigen Wochen Gedanken was ich will, wie ich mir meine Zukunft vorstelle und vor allem mit wem!!!

Und leider bin ich zu dem Entschluss gekommen das mein Mann wohl nicht dazu gehören wird.
Ich liebe ihn einfach nicht mehr, mag nicht mehr von ihm angefasst werden und küssen will ich auch nicht...

Wir sind jetzt seit 11 Jahren zusammen, 8 davon verheiratet.
Wir haben 2 Kinder und davor habe ich am meisten Angst.
Also es ihnen zu erklären, wie werden sie reagieren, schaffe ich es mit ihnen alleine zu sein??

Und noch mehr Angst habe ich davor es meinem Mann zu sagen, und vor allem wie??

Du, ich muss mal mit dir reden, tut mir leid, aber ich liebe dich nicht mehr???

Wäre ja offen und ehrlich, aber das wird hier im totalen Rosenkrieg enden, und dann die Zeit bis er ne Wohnung hat hier gemeinsam zu verbingen wird eine Tortour...

Naja, musste mir das einfach mal von der Seele schreiben, vielen dank fürs zuhören/lesen...

LG

Beitrag von ich auch 04.03.10 - 07:55 Uhr

Hallo!

Ich bin fast in derselben Situation, nur mit dem Unterschied, dass wir letztes Jahr schon mal getrennt waren. In der Zeit sind ein sehr guter Freund und ich uns sehr nahe gekommen. Wir sind tierisch verliebt und können nicht voneinander los lassen. Uns zu trennen, dazu fehlt uns bisher der Mut.
Nun versuche ich irgendwie noch ein letztes Mal unsere Ehe zu retten, aber es ist natürlich sehr schwer, wenn ein ganz anderer Mann einem den Kopf verdreht.

Auch ich habe Angst vor dem Allein sein, dem allein schaffen. Wir haben auch 2 Kinder. Aber es gibt so viele Alleinerziehende, die das auch schaffen!?

Beitrag von wahrscheinlich silopo 04.03.10 - 09:17 Uhr

Hallo

Mir ging es so wie euch.

Viele Jahre haben mir die Zärtlichkeiten und die Nähe, das Liebenswerte
das was meiner Meinung eine Partnerschaft ausmacht so sehr gefehlt.
(es gab sie einfach nicht, mein Mann konnte/wollte sie mir nicht geben)
Nachdem ich immer wieder "gebettelt" hatte waren auch meine Nerven am Ende und
irgendwann konnte und wollte ich meinen Mann nicht mal mehr küssen.
Ich hatte mich "entliebt".

Dann kam...
kurze Affäre/
meine Beichte/
mein Wunsch der Trennung/
unendliche Wut auf beiden Seiten/
lange Gespräche/
viele Tränen/
die Überlegung alles zu vergessen bzw. verzeihen und einen Neuanfang wagen/
Termin bei Eheberatung/
noch mehr Tränen und
noch mehr Gespräche
(ich musste meine Affäre vergessen)

Das Ende vom Lied......
Ich/wir haben aber das Ruder noch mal rumgerissen!
Wir (eigentlich wars mein Mann) haben unsere Ehe nicht einfach so weggeschmissen. (wir sind schon lange zusammen)
Wir haben beide daran gearbeitet, alles hinterfragt, auch wegen den Kindern und unserer
langen gemeinsamen Zeit (mit dem was wir uns aufgebaut haben).
Wir haben uns zusammengerissen und nicht alles in den Müll entsorgen.

Es war nicht leicht! Nein, das war es bestimmt nicht! (was damals abging war die Hölle)
Aber wenn beide es wollen dann kann es klappen!

In der Zwischenzeit hab ich meine Rosabrille wieder abgesetzt!
Ich kann sagen: Ich liebe meinen Mann (wieder) Es ist ein herrliches Gefühl! (vertraut und doch neu)

Warum wollt ihr nicht für euren Mann und Ehe kämpfen?
Warum schmeißt ihr (oder ziemlich viele) alles so schnell hin?

Meint ihr mit dem Neuen wird alles anders und besser?
Am Anfang gibt es überall die Schmetterlinge im Bauch, aber auch in dieser Beziehung wird
der Alltag einziehen.
Dann muss man auch für den Erhalt "kämpfen" na ja eben etwas für die Partnerschaft tun.

Meine Worte bewirken (wahrscheinlich) nichts. (sprech aus Erfahrung, schreibs aber trotzdem)
Denn man will diese Worte doch eigentlich in der Situation gar nicht hören.
Man ist verliebt und will das das Gefühl bleibt. Weil es leichter zu "ertragen" ist als um die Ehe
und seinen Mann (den man ja mal geliebt hat) zu kämpfen.
Es ist mehr "Arbeit" das Alte zu erhalten , es aufzuarbeiten, zu hinterfragen warum es überhaupt dazu gekommen ist, als etwas Neues anzufangen.

Ich meine und sehe es schon ein, dass es manchmal einfach nichts anderes gibt als die Trennung
aber ich seh halt nun auch, dass wenn es "nur" um die fehlende Liebe geht man es wieder schaffen kann.
(man hat ja diesen Menschen einmal geliebt sonst wäre man damals ja nicht zusammengekommen)
Man muss nur einen Weg finden um diese Liebe wieder wachzuküssen.

Sorry ist eher ein langer silopo Beitrag, aber ich wollte es schreiben und meine Geschichte erzählen.

Wie es auch sei, ich wünsche euch alles Gute #liebdrueck

Liebe Grüße
:-)

Beitrag von sunny42 04.03.10 - 09:47 Uhr

Ich kann mich Dir nur anschließen
und finde Deinen Beitrag überhaupt nicht sinnlos!

Liebe Grüße
sunny

Beitrag von woman66 04.03.10 - 09:47 Uhr

Hi wahrscheinlich silipo,

ich finde Deinen Beitrag gar nicht sinnlos ... ganz im Gegenteil ... ich bin der Meinung, dass wir uns alle ein Beispiel an Dir bzw. Euch nehmen sollten.

Viele Paare (beobachte ich schon seit 20 Jahren) werfen Ihre Beziehung viel zu schnell weg ohne irgendwas zu versuchen, wobei uns ja heute jede Hilfe zur Verfügung steht!


Besonders dieser Satz hat mir gefallen:

<<Weil es leichter zu "ertragen" ist als um die Ehe
und seinen Mann (den man ja mal geliebt hat) zu kämpfen.>>

Genau das ist es, was die meisten Paare scheinbar vergessen haben! Denn man hat sich ja mal geliebt und ich habe das auch schon mal einem Paar gesagt! Sie hatten sich ja auch vor uns allen vor dem Altar versprochen "In guten und in bösen Tagen ... bis das der Tod uns scheidet"! Aber diese Worte scheinen oft nur dahergeplappert zu sein .... was ich sehr schade finde ... denn jede Beziehung kommt mal in böse Tage.

Ich hoffe, dass sich die Threadschreiberin Deinen Beitrag als Anstoß nimmt und das Ruder nochmal herumreissen kann.

Vielen Dank für Deine positiven Worte (dass es nicht leicht war, Eure Beziehung zu retten, glaube ich Dir gerne) und liebe Grüße

Petra

Beitrag von wahrscheinlich silopo 04.03.10 - 10:41 Uhr

Dankeschön, dass ihr das sagt.

Mein Misstrauen im silopo-Beitrag liegt eigentlich darin, das ich schon mal helfen wollte und ich dermaßen verurteilt wurde und mir hier mitgeteilt wurde das es gar nix bringt wenn ich es schreibe. Hab mir nach langer Zeit doch mal wieder gesagt: Probier es, verlieren kannst ja nix.

Ich will meine Geschichte nicht Schönreden, denn es bleibt Vertrauensbruch und ist das Letzte.
Es gibt bestimmt nicht viele derarte Situationen in der eine Rettung möglich ist, aber warum wirft man so schnell die Flinte ins Korn?
(da geht eigentlich der Dank an meinen Mann)

Hätte mir es im nachhinein auch gewünscht wir hätten es anders hinbekommen, aber es ist passiert und keiner kann es mehr rückgängig machen.
(weder meine Dummheit mit dem Seitensprung, er den jahrelangen Liebesentzug, noch die Gleichgültigkeit u. Schweigsamkeit die sich aufgebaut hatte)
Aber es gehören immer zwei dazu und wenn alle beide wieder einen Schritt auf den anderen zugehen, ist es möglich die einstmals große Liebe wieder zu entdecken/entflammen.

Wie schon geschrieben, es bedeutet halt Arbeit und die Schmetterlinge kommen nicht gleich nach dem ersten Gespräch aber sie können wieder kommen. (zumind. war es bei mir so)
(was nicht heißt, dass bei uns jetzt nur Sonnenschein herrscht, nein es gibt auch mal kleine Meinungsverschiedenheiten)

Beitrag von anita_kids 04.03.10 - 10:55 Uhr

Auch ich finde deinen Beitrag alles andere als sinnlos #liebdrueck

LG Anita #blume

Beitrag von frau.mecker 04.03.10 - 08:55 Uhr

Wenn du wirklich denkst, es endet in einem Rosenkrieg, würde ich jetzt erstmal gute Miene zum bösen Spiel machen und alles vororganisieren.
Das heisst:
Wohnung suchen
Papiere (Lohnzettel, Kredite, Versicherungen etc) sortieren und kopieren (wird wichtig für den Anwalt)
Kindergartenplätze falls noch nicht vorhanden suchen
Meinen Arbeitgeber informieren, daß du wieder anfängst zu arbeiten
Einen Anwalt aufsuchen

Ich würde sogar soweit gehen in einer Nacht und Nebel Aktion, die Möbel die du brauchst, aus dem Haus zu nehmen (Kinderzimmer etc).

Damit allerdings setzt du dich in die Nesseln und er wird dir Schwierigkeiten machen, wenn es an den Unterhalt geht.

Es ist natürlich die feine englische Art, aber wenn es die Kinder schützt vor einem fatalen Streit, würde ich so handeln.

mfg