Ich bekomme fast nen Nervenzusammenbruch und er macht sich lustig LANG

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von ich kann nicht mehr 04.03.10 - 09:47 Uhr

Hallo,

ich muss mich mal auskotzen, jammern und auch vielleicht aussenstehende Meinungen hören.

Also fangen wir mal von vorne an:

Seit meiner Teeniezeit nehme ich eigentlich immer nur auf andere Rücksicht. Ich war immer diejenige, die ihr Leben komplett veränderte, damit es die anderen Personen bequemer hatten bzw auch, weil es nicht wirklich ging.

Dazu kamen ein paar schreckliche Schicksalsschläge und das Gefühl, dass ich niemanden mehr habe, der zu mir steht. Am schlimmsten war das Gefühl bei meiner Mutter.

Erst starb mein Stiefvater (den ich eigentlich als meinen Vater ansah) an Leukämie. Über ein Jahr war meine Mutter tagtäglich im Krankenhaus. Vor der Arbeit, nach der Arbeit, bis spät Abends. Wir haben uns maximal gesehen, wenn ich zur Schule musste und sie noch nicht weg war, bzw abends wenn sie nach Hause kam, bevor ich im Bett war. Oder eben im Krankenhaus.
Das war für mich aber vollkommen okay und verständlich. Immerhin wussten wir alle nicht, wie lange mein Stiefvater noch zu leben hat und dass sie dann die restliche Zeit so gut es ging mit ihm verbringen wollte, war auch klar. Ich war ja selbst so oft es ging im Krankenhaus.

Jedenfalls starb er im Januar 96. Mir wurde nicht unmittelbar Bescheid gesagt (ich sass zu der Zeit in der Schule. Ich war 16 Jahre alt). Jeder konnte sich noch verabschieden. Nur mir wurde es untersagt. Als Erklärung meiner Mutter kam irgendwann: Wir dachten, du seist noch zu jung.
Gut, ich muss gestehen, ich sehe immer alles recht pragmatisch. Für mich hiess der Tod meines Stiefvaters auch, dass er endlich von seinem Leiden erlöst wurde. Nicht falsch verstehen, er fehlte und fehlt mir schrecklich, aber es gab für ihn keine Hoffnung mehr. Alle Behandlungsmethoden schlugen nicht an. Selbst eine Rückenmarkstransplantation brachte keine Besserung. Er wollte selbst sterben. Er hat seine eigene Beerdigung geplant und schon vor seinem Tod alles geregelt. Ich habe auch mit ihm über meine Gefühle und Gedanken bzgl. seines Todes gesprochen und er konnte mich verstehen. Er meinte, ihm würde es ja nicht anders gehen.
Jedenfalls war ich auch auf der einen Seite so vermessen und war glücklich, dass ich meine Mutter (ich bin halt ein Mamakind) wieder für mich habe (schwer zu beschreiben, es war eine schreckliche Zeit, keine Frage, aber ich wollte einfach mehr Zeit wieder mit meiner Mutter verbringen).
Im April habe ich Geburtstag. Anfang April ist meine Mutter mit ihrer besten Freundin für eine Woche nach Mallorca gefahren. Um Kraft zu tanken und sich abzulenken. Dort hat sie einen Mann kennengelernt und es fiel ihr nichts besseres ein, als diesen Mann gut 2 Wochen später das erste Mal auf meiner Geburtstagsfeier im Beisein der Familie zu erwähnen. Sie tat es mit den Worten: „Es kommt gleich noch Jemand zu deinem Geburtstag, sein Name ist …. und ich habe ihn auf Mallorca kennengelernt“
Bam, das sass. Nicht, dass sie mir 2 Wochen verschwiegen hat, dass sie einen neuen Partner hatte (denn das hatte sie laut ihrer Aussage), nein sie musste mir diesen Mann auch direkt an meinem 17. Geburtstag vors Auge setzen.
Der Typ war im Nachhinein betrachtet ein Arschloch. Sorry für die harten Worte, aber so war es. Er versuchte meine Sympathie und die unserer Familie / Freundeskreis meiner Mutter mit Dingen zu erkaufen. Handelte jemand nicht nach seiner Meinung, war es ein Arsch und er fing an, schlecht über die Person zu reden und meine Mutter gegen diese Person aufzuhetzen. Auch bei mir hat er das gemacht.
Ich muss gestehen, ich habe mich in der nächsten Zeit nicht wirklich vorbildlich verhalten. Die Aufgaben im Haushalt habe ich nur zögernd erledigt. Naja, jedenfalls wurde mit mir nicht gesprochen, sondern ich wurde nach und nach aus deren Leben hinausgedrängt. Es ging soweit, dass wir getrennte Fächer im Kühlschrank hatten (deren Essen und meins), wir nicht mehr zusammen gegessen hatten und meine Mutter letztendlich ausser Guten Morgen und evtl noch Gute Nacht kein Wort mit mir sprach.
Mir wurde immer vorgehalten, dass meine Mutter ja nur noch wegen mir zu Hause wohnen bleiben würde. Wenn es mich nicht gäbe, wäre sie ja schon längst zu xxx gezogen (xxx wohnte weiter weg, sie führten also eine Wochenendbeziehung). Sie würde nur noch darauf warten, dass ich mein Abitur machen würde und wäre dann weg.
Tja und so kam es auch. Allerdings war ich zur dieser Zeit mit einem Jungen aus einer anderen Stadt zusammen, in die ich dann nach meinem Abitur auch zog.
Es kam wie es kommen musste, der Typ hatte schon mehrere Monate eine andere und liess mich in meiner Wohnung (in die wir irgendwann ein paar Monate später zusammen einziehen wollten) sitzen.
Ich machte aber dennoch meinen Weg und absolvierte eine Ausbildung. Nach meiner Ausbildung brauchte meine Mutter mich plötzlich. Die Eltern von xxx seien Beide pflegebedürftig und sie würde es alleine nicht schaffen. Man sei aber zu geizig für Pflegepersonal, daher müssten WIR das machen.
Achja, damit der Kerl schön vor anderen den tollen Max machen konnte, sollte ich meinen Job aufgeben und alte Herrschaften füttern, oder wie? (Nicht falsch verstehen, ich habe Respekt vor jedem, der in Pflegeberufen tätig ist. Aber für mich war und wird das nie was sein. Ich kann es einfach nicht und es gehört für mich verdammt viel Überwindung dazu).
Ich gab nach. Ich zog mit in das Haus ein und kümmerte mich soweit es ging um das Haus. Die Pflege überliess ich meiner Mutter, ich machte nur alles drum herum, wozu sie keine Zeit mehr hatte. Der Herr (mittlerweile Arbeitslos) tat keinen Handschlag im haushalt, wollte es aber immer top in Ordnung haben. Er sass also tagtäglich vor dem PC oder TV, während meine Mutter und ich beide seine Eltern pflegten, das Haus und den Garten in Ordnung hielten und beide auf 400-Euro-Job noch arbeiten gingen, damit wir wenigstens Lebensmittel kaufen konnten. Dazu gab er uns nämlich nie Geld, die Lebensversicherung meines Stiefvateres ging übrigens auch fast nur für ihn bzw das Haus drauf (neues Dach, neues Bad, Urlaub, Wochenendausflüge von ihm und und und).
Nachdem die Eltern verstorben sind, nahm ich Reissaus. Ich floh regelrecht. Ich zog damals mit meinem damaligen Partner zusammen. Doch diese Beziehung hielt auch nicht lange. Das Ende war schrecklich und er warf mir allehand Dinge vor, die so nicht stimmten.
Dann lernte ich meinen jetztigen Partner kennen. Trotz Höhen und Tiefen klappt es bei uns schon seit fast 5 Jahren.
Allerdings war die Zeit bis jetzt auch nicht einfach. Wir waren noch nicht ganz ein Jahr zusammen, da wurde seine Mutter schwer krank – Herzinfarkt. So schlimm, dass sie sich nicht mehr alleine versorgen konnte. Also zogen wir zu zweit zu ihr – in ein 10qm großes Zimmer, in dem wir uns aufhielten und schliefen.
Ich machte den Haushalt, sie zickte rum. Nichts war gut genug. Sollte ich am Montag erst mit ihr Frühstücken und dann die Küche aufräumen, so sollte ich am Mittwoch erst die Küche aufräumen und alleine frühstücken.
Ehrlich, ich stoss teilweise an die Grenze meiner Belastbarkeit. Wir wohnten mit ihrem Partner (Vollzeitberufstätig) auf einem alten Bauernhof (sein Elternhaus). Das Haus war baufällig und absolut renovierungsbedürfig.
In eigener Arbeit haben wir mehrere Zimmer entrümpelt und renoviert. Ich habe wirklich so gut es ging den Haushalt geschmissen. Ich muss sagen, ich bin bestimmt nicht die perfekte Hausfrau, aber verstecken muss ich mich auch nicht.
Wie gesagt, es gab aber immer was an mir und meiner Arbeit auszusetzen.
Als sie dann leider verstarb, habe ich mit meinem Freund die Beerdigung alleine organisiert. Auf der Trauerfeier hinterher wurde uns (und den anderen Geschwistern meines Freundes) an den Kopf geworfen, dass wir (vorallem die Kinder) Schuld an dem Tod der Mutter wären. Wir hätten ihr ja soviele Sorgen gemacht.
Naja, 2 Monate nach dem Tod entdeckte ich, dass ich schwanger bin und wir zogen aus.
Zwischenzeitlich sind wir öfters bei der Tante von meinem Freund gewesen. Sie warf uns vor, dass wir „es uns ziemlich einfach und bequem“ gemacht hätten und die Lage schamlos ausgenutzt hätten.
Sicher: den ganzen Haushalt schmeissen, einkaufen gehen, Haus renovieren, sich tagtäglich mit den Launen der Mutter auseinander setzen und auch sonst für jeden Furz verantwortlich zu sein, heisst ausnutzen.
Ich kann mich an eine Situation erinnern, in der die Cousine zu Besuch kam. Es war das Wochenende an dem mein Freund Geburtstag hatte. Ich meinte, vielleicht könnte man ja gemeinsam zur restlichen Familie fahren (die Familie wohnte ca 40 km weiter weg). Es wurde abgeschmettert mit den Worten yyyy kommt MICH besuchen, nicht euch oder den Rest der Familie. Wir fahren mit Sicherheit nirgends hin.
Okay, da auch yyyy mit der Mutter ein „ernstes Wörtchen“ sprechen wollte (weil yyyy die Art von der Mutter auch nicht so toll fand) haben wir uns an dem Wochenende zurückgezogen.
Am Samstag hatte mein Freund also Geburtstag. Wir waren für Abends bei unseren Freunden eingeladen. Die einzige Möglichkeit von dem Bauernhof wegzukommen, wäre entweder das Auto vom Lebenspartner der Mutter oder aber einen Bus, der Samstags jede Stunde bis ca 16 Uhr gefahren wäre.
Morgens am Frühstückstisch hiess es noch: ihr könnt das Auto haben.
Mittags dann: wir fahren nur noch kurz weg, dann könnt ihr das Auto haben.
Sie kamen wieder (es war 16:30 Uhr, der Bus also gerade weg), da hiess es von der Mutter: nein ihr bekommt das Auto nicht, es geht mir nicht gut und wenn was ist, muss ein Auto da sein.
Okay, die Cousine ist zwar auch mit einem Auto gekommen und sie hatte bzgl. des Autos nun überhaupt nichts zu bestimmen (was man an der Reaktion des Lebenspartners sah), aber nun gut. Wir fügten uns.
Später erzählte uns der LP, dass er Angst gehabt hätte, der Mutter zu widersprechen. Er wolle sie nicht noch mehr aufregen. Sie hätte sich schon so aufgeregt, weil wir uns so zurückziehen würden. Weil yyyy uns ja auch besuchen wollte …
Naja, jedenfalls wurde uns unser Verhalten an dem Wochenende auch vorgehalten.
Dann gabs Probleme mit den Brüdern meines Freundes. Der eine bekam mitsamt seiner Frau nicht einen Cent von der ARGE, also durften sie bei uns wohnen, essen und auch sonst gaben wir ihnen Geld (für den Hund, den man ja unbedingt behalten musste).
Dann wurde unsere Tochter geboren und soweit lief auch alles ganz gut. Meine Mutter hatte sich zwischenzeitlich von xxx getrennt und wohnte wieder in unserer alten Heimatstadt. Das Verhältnis mit ihr wurde besser.
Kurze Zeit später folgte die zweite Tochter. Während ich Tochter Nr. 1 gerne scherzhaft als „Anfängerkind“ bezeichne (weil sie so herrlich unkompliziert war), ist Nr. 2 das genaue Gegenteil. Die Geburt war schon der Horror, 3-Monatskoliken, absolut unzufrieden mit sich und der Gesamtsituation (so scheint es jedenfalls), brüllt, wenn man ihr nicht 100% der Aufmerksamkeit schenkt, brüllt beim wickeln, trinkt nur 50 ml an einem Stück und nach 10 Minuten brüllt sie wieder, weil sie Hunger hat.
Hat man sie auf dem Arm, will sie runter, ist sie unten, will sie wieder rauf.
Die erste Tochter muss schon komplett zurückstecken und leidet wirklich sehr darunter.
Zusätzlich versuche ich noch so gut es geht den Haushalt zu schmeissen. Ich geb zu, ich schaffe oftmals nicht alles, aber bei uns ist es nicht dreckig oder verkommen. Es liegt vielleicht mal ein wenig saubereWäsche rum oder Spielzeug von den Kindern, aber es ist nur chaotisch.
Gestern dann der Supergau. Ich kam zu nichts. Wirklich nichts. Die Kinder sind momentan beide krank, also sehr fordernd. Normalerweise erledige ich fast die ganze Hausarbeit (fegen, saugen, wischen, aufräumen) wenn die Kinder nachmittags schlafen. Das klappt auch eigentlich ganz gut. Wäsche waschen und anderes erledige ich oftmals eben zwischendurch.
Nur gestern eben nicht. Ich kam zu nichts. Ich hab noch nicht mal geschafft, die saubere Spülmaschine auszuräumen.
Also sah es schon ziemlich chaotisch aus, als mein Partner nach Hause kam.
Tja und da ist er ausgetickt. Was ich faules Stück denn die ganze Zeit machen würde, es wäre ja immer so dreckig hier, dass man sich schämen müsse usw.
Ich habe schon öfters erwähnt, dass ich nicht mehr kann. Das mir alles zuviel wird. Die letzten Jahre hatte ich nie wirklich Zeit für mich. Ich habe mich immer um andere (in der Zeit ausnahmslos um SEINE Familie gekümmert). Die Kinder verlangen viel, aber ich versuche ihnen gerecht zu werden.
Ich merke aber selbst, dass ich an meine Grenze stosse. Seit fast 3 Jahren stehe ich jede Nacht mind. 1x auf, seitdem die zweite Tochter da ist, auch wohl mehrmals. Ich weiss, so geht es vielen Frauen mit Kindern und sie bekommen es alle toll hin – nur ich schaffe es nicht.
Und ich bin auch nicht „die anderen“ ich bin ich und mein Akku ist eben fast leer.

Aber anstatt mir zu helfen und mich einfach nur in den Arm zu nehmen, um mich zu trösten (was vielleicht in der Situation einfach nur gereicht hätte), werde ich mit Vorwürfen überschüttet.
Ich wäre ja faul, ich hätte ja machen können, als die Kinder geschlafen haben (gestern habe ich mir einmal ein Mittagsschlaf gegönnt) und er würde ja auch ständig arbeiten (ja, um 17 Uhr ist seine „Schicht“ vorbei und es wird sich am PC vergnügt) und es wäre ja wohl nicht zuviel verlangt, wenn ich das machen würde, was eine gute Hausfrau eben so macht: Kinder erziehen und den Haushalt erledigen.
Er schrie mich an ich sei nur faul und suche nach Ausreden. Ständig werde ich mit anderen verglichen. Aber das die „anderen“ ganz andere Voraussetzungen haben, das wid verschwiegen.
So hat die Frau seines besten Freundes (mit der er mich am liebsten vergleicht, weil bei denen alles so super toll ist) ihre Eltern und ihre Schwester mit im Haus wohnen. Also hat sie zwischendurch mal Entlastung. Die Tochter von denen ist Vollzeit im Kindergarten, der Sohn bei den Eltern unten. So hat sie natürlich reichlich Zeit die Wohnung auf Vordermann zu bringen.
Das habe ich nicht. Ausser seiner Familie haben wir hier niemanden, der uns mal ein Kind für ein paar Stunden abnehmen könnte. Meine Mutter wohnt gute 3 Std Autofahrt entfernt.
Aber das zählt ja alles nicht.
Ich kann die Kinder zusätzlich noch nicht mal ruhigen Gewissens bei ihm lassen. Er reagiert nämlich genauso, wie er mir immer vorhält: Er schreit sie an und sieht sie als Störfaktor, wenn er in Ruhe am PC sitzen will. So kann ich auch nicht mal Abends für ein paar Stunden weg. Wenn sie dann endlich im Bett liegen, bin ich meist zu kaputt um noch irgendwas großartiges zu machen.
Ich weiss nicht, was ich machen soll. Ich weiss nur, dass es so nicht weitergehen kann. Ich fange schon an, meinen Frust an den Kindern auszulassen. Und das kann ja nun wirklich nicht sein.
Nur wie und was. Ich weiss es echt nicht. Ich komme mir so hilflos vor. Im einen Moment ist mir bewusst, dass ich professionelle Hilfe brauche, im nächsten zweifel ich an mir und denke, er hat vielleicht Recht, vielleicht stelle ich mich auch wirklich an.
Danke an alle, die es soweit geschafft haben.
Vielleicht hat jemand ja einen Tipp für mich, wie ich diese Teufelsspirale unterbrechen kann


Gruß
von ich kann nicht mehr

Beitrag von manavgat 04.03.10 - 10:09 Uhr

den Text kannst Du getrost als Buch herausbringen.


Lang genug ist er jedenfalls.


Gruß

Manavgat

Beitrag von nightwitch 04.03.10 - 10:14 Uhr

Nun, deinen Beitrag bringt die TE wohl nicht wirklich weiter.

Aber hauptsache mal den Senf dazugegeben ;-)

Ich denke auch, am besten ist ihr geholfen, wenn sie sich professionelle Hilfe sucht und ihr Leben strukturiert.

Vorallem würde ich mir überlegen, ob es für mich Sinn macht mit einem Partner zusammenzuleben, der mich anscheinend nicht Ernst nimmt.

Gruß
Sandra

Beitrag von limetta 04.03.10 - 22:27 Uhr

Du hast eher selten ein Buch in der Hand, richtig?

Beitrag von polar99 04.03.10 - 10:11 Uhr

#schock Soviel text!

Eigentlich gehts doch gar nicht soviel um deinen Mann im Text, sondern darum, was in deiner Vergangenheit passiert ist und dass Du daran zu knabbern hast.

Versuch dein Leben zu leben:

Wieso tust Du Dir das alles an? Wieso lässt Du Dich so ausnutzen? Warum sagst Du nicht NEIN?

Versuche dein Leben zu ordnen:

Irgendwie verlierst Du Dich auch in 1000 Dingen, das merkt man auch beim Lesen. Wieso kümmerst Du Dich stets und ständig um alle anderen bis zur Selbstaufgabe?

Strukturiere deinen Tagesablauf:

Hallo, ich würde Dir raten, deinen Tagesablauf aufzuschreiben und zu planen (Putzplan, Zeit für Dich etc). Wichtig sind erstmal Du und die Kinder, dann der Haushalt etc. Denke auch an Dich, wenn andere Hilfe brauchen, dann erst, wenn Du deine Sachen gepackt hast.

Das würd ich als erstes an deiner Stelle machen. Ich denke auch, dass Du unbedingt psychologische Hilfe brauchst, um die Dinge in der Vergangenheit zu bewältigen und dir neue Verhaltenstrategien für die Zukunft zu erarbeiten.

LG polar

Beitrag von scrollan01 04.03.10 - 10:16 Uhr

Och Mann - das ist jetzt aber mal nötig gewesen, nicht wahr?

Ich kann Dich sehr gut verstehen!

Was Du erlebt hast ist einfach summiert viel zu viel!
Du bist mit Sicherheit einfach zu gut für die Welt!

Weißt du, letztendlich hast Du dir ja selber schon die Antwort gegeben: du brauchst Hilfe - und zwar professionelle!

ABER: und das wirst Du sicher nicht ganz so gerne hören - mache Dich frei!

Du hast immer nur für alle anderen gebuckelt und hast jedesmal die Quittung bekommen!

Du hast genau 2 Möglichkeiten:

1) du haust mal ordentlich auf den Putz und wirst mal richtig laut, quartierst alle aus, die bei euch umsonst leben und die euch aushalten! Oder du setzte einen Mietvertrag auf und sicherst dir damit auch monatl. die Ausgaben für Lebensmittel und Wäsche waschen und co!
Du nimmst dir deinen Partner zur Brust und setzt ein Ultimatum: dass du lange genug die Sklavin seiner verkorksten Familie und ihm warst und dass damit jetzt Schluss ist!
Wenn er nicht aktiv mit hilft und sich bei euch etwas ändert, bist Du weg!

2) du ersparst dir den ganzen Stress durch Punkt 1) und suchst Dir Alternativen für Dich und die Kinder alleine!
D.h. Du gehst zum Amt, suchst dir eine Wohnung und bist weg! Sobald du die Möglichkeit hast die Kinder an halben Tagen unter zu bringen suchst Du dir Arbeit ...

Eine andere Wahl hast du leider nicht!

Du leidest am Helfersyndrom und das kann dich völlig fertig machen! Und ich denke, den Weg übr die Psychiatrie möchtest Du nicht gehen, oder???

Mache Dir schriftlich eine Pläne - Liste und zieh es durch! Tu endlich einmal das, was FÜR DICH wichtig ist!
DU bist jung, DU bist Mama, DU hast genug gelitten und dich aufgeopfert!

Jetzt bist DU dran!

Nur Mut - der Weg ist lang, aber du solltest dich langsam eben auf genau diesen begeben!

Alles Liebe!

Scrollan

Beitrag von blahblah 04.03.10 - 10:18 Uhr

Hallöchen!

Also erstmal muss ich dir sagen Mutter hin oder her ich hätte nicht mein Leben für die Eltern des LG meiner Mutter auf den Kopf gestellt.#schock

Und ja du brauchst professionelle Hilfe, das ist ja nicht richtig das du dir alles ans Bein bindest.

Zu der eigendlichen Frage:

Ich hätte deinen Mann gefragt warum er nicht die Frau des Kollegen geheiratet hat wenns bei denen doch immer soooo toll ist.

Mit 2 kleinen Kindern hast du ein Recht drauf von ihm unterstützt zu werden. Und logisch sieht es dann nicht immer aus wie in ner Möbelausstellung (was ich persönlich eh schrecklich finde)

Mein Mann arbeitet jeden Tag außer Sonntags in 12-14 std Schichten und trotzdem hilft er wo er nur kann. Und das obwohl die Kinder nicht mal seine "leiblichen" sind.

Ich wünsch dir alles gute, lass dich nicht unterkriegen #liebdrueck

Ach ja noch was: Man kann den Kontakt zu Teilen der Familie auch gut abbrechen wenn eh nur Vorwürfe und co kommen. Hab ich auch gemacht. Ich muss das Theater nicht haben.

Lg

die#bla

Beitrag von jella87 04.03.10 - 10:31 Uhr

Hallo,

ich kann dir das Buch "Everybody's darling, everybody's Depp" von Irene Becker empfehlen! Es gibt gute Tipps und Strategien, wie man nein sagen kann und seine eigenen Ziele verfolgt.

Viel Glück!
LG Jelena

Beitrag von menschsein 04.03.10 - 17:19 Uhr

Hallo,

ich glaube Du hast nie gelernt Deine Bedürfnisse zu formulieren
Du hast immer das gemacht was andere erwartet haben

solltest Du doch mal Dein Kopf rausgesteckt haben,hat man Dich gleich klein gemacht

Du tust mir leid

Du musst jetzt wissen was das richtige ist
mit einem Partner zusammenleben der ein kleines Frauchen haben will
oder Du findest zu neuer Stärke in dem Du Dich durchsetzt
Du hast eine Menge geleistet ,dafür bekommst Du aber kein Bienchen sonder auch noch einen Tritt
such Dir Arbeit
such Dir Annerkennung und Bestätigung
ob Du das mit Deinem Partner schaffst weiß ich nicht
viell. kann Euch die Familienberatung weiterhelfen

laß Dich nicht als faul bezeichnen
und verbitte Dir Vergleiche mit anderen Frauen

Du bist ein Mensch und als solchen solltest Du auch behandelt werden

LG

Beitrag von limetta 04.03.10 - 22:33 Uhr

Ich verstehe nicht ansatzweise wie man auf die Idee kommt, die Eltern des Lebensgefährten der Mutter zu umsorgen? #kratz

Mir kam auch als erstes "Helfersyndrom" in den Kopf. Wobei ich auch deine Mutter nicht verstehe, dir damit zu kommen.

Und als nächstes fiel mir auf, wie detailliert du diese ganzen Situationen/Stationen deines Lebens wiedergibst. Es klingt so, als ob du viel in der Vergangenheit lebst? Dass es dein 17. Geburtstag war und so weiter, diese ganzen Situationen schleppst du noch immer wie eine tonnenschwere Last mit dir rum.

Die Devise kann nur "freimachen" heißen. Frei von den alten Geschichten und den alten Gesichtern. Mach einfach *nichts* mehr für andere sondern fordere im Gegenteil Gefälligkeiten ein oder aber brich Kontakte ganz ab.

Das ist natürlich nicht so einfach wie es sich schreibt, ich weiß.