Was soll ich denn machen!?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von jimmytheguitar 04.03.10 - 10:38 Uhr

Guten Morgen!

Ich muß mich jetzt hier mal etwas "ausheulen"! Leider habe ich sonst niemanden, mit dem ich wirklich darüber reden kann...

Ich versuche mich kurz zu fassen:

Ich lebe seit einigen Jahren in einer festen Partnerschaft, wir haben zwei gemeinsame Kinder (5 1/2 J. und 8 M.). Im Prinzip läuft unser Leben ganz "normal".
Aber mir geht es schlecht!
Als ich das erste mal (ungeplant) schwanger wurde befand ich mich grade mitten in meiner Ausbildung. Habe dann die gesamte Schwangerschaft im zweiten Ausbildungsjahr gearbeitet (auch auf den Mutterschutz vor Entbindung verzichtet). Als der Kleine auf die Welt kam wollte ich ursprünglich direkt nach dem MuSchu wieder weitermachen, fand aber keine geeignete Lösung für die Babybetreuung. Daher ging ich zunächst in Elternzeit und habe dann als der Kleine 10 Monate alt wurde mit dem nächsten Ausbildungskurs das letzte Jahr der Ausbildung gestartet. Mittlerweile war ich mit dem Vater des Kindes zusammengezogen und seinen Eltern (die noch berufstätig waren). Mein Freund hatte grade eine Umschulung beendet und dann erstmal den "Hausmann" gespielt. Ich habe dieses Jahr viel gearbeitet, war auf Seminaren und habe tagelang fürs Examen gelernt. Mein Examen habe ich dann mit guten Noten gemacht. Bin sofort nach der Ausbildung vom Betrieb (einer Klinik) übernommen worden. Darüber war ich froh, es mußte ja Geld reinkommen. Zwischenzeitig hatten wir für unseren Sohn eine Kita gefunden, in die geht er seit er 1 3/4 Jahre alt ist. Mein Freund hat dann zunächst als Aushilfe hier und dort gearbeitet und dann über eine Zeitarbeitsfirma und ist von dort nach einem Jahr übernommen worden mit einem Jahresvertrag. Darüber waren wir beide sehr glücklich, es war ein toller Job (fast) in seinem Bereich bei einem weltweit erfolgreichen großen Unternehmen. Leider hielt das "Glück" nur kurz, letztes Jahr im Mai lief der Vertrag aus und angeblich wegen der Wirtschaftskrise wurde er nicht verlängert, da sie die Stelle mit festangestellten Mitarbeitern besetzen wollten.
Ich bin im September 2008 erneut schwanger geworden (geplant). Letztes Jahr im Juni kam dann unser zweiter Sohn zur Welt.
Ursprünglich wäre ich diesmal gerne bei meinen Kindern zuhause geblieben, zumindest 1 bis 2 Jahre Elternzeit wollte ich nehmen.
Nachdem mein Freund aber dann seine Arbeit verlor bin ich 3 Monate nach der Geburt zurück zu meiner Arbeit gekehrt. Dort arbeite ich seit dem Herbst letzten Jahres wieder. Ich habe einen unbefristeten Vertrag. Mein Freund passt (noch) auf das Baby auf (der Große ist ja tagsüber in der Kita). Aber ab Mai läuft sein Arbeitslosengeld 1 aus und spätestens ab da muß er wieder arbeiten! Leider findet er in seinem Beruf NICHTS (er schreibt VIELE Bewerbungen), da er nie richtig in diesem gearbeitet hat und auch ZU ALT ist. So wird er wieder irgendwelche Jobs annehmen, vermutlich schlecht bezahlt über eine Zeitarbeitsfirma (welche ja meistens auch nur Fabrikjobs im Schichtdienst anbeiten).
Das schlimme daran ist für mich eben, das ICH ja eigentlich die Kinder bekommen habe, damit ICH sie großziehen kann! Schon beim ersten habe ich darunter gelitten das Kita, Oma und Vater viel mehr vom Kind mitbekommen als ich. Ich habe das erste Krabbeln, das erste Laufen, das erste Wort NICHT MITBEKOMMEN, es waren immer die anderen.
Ich arbeite auch noch im Schichtdienst (in meinem Beruf üblich), wenn ich dann 7 Tage Spätschicht habe sehe ich die Kinder (vorallem den Großen der ja in die Kita geht) nur morgens für 1 bis 2 Stunden, komme ich wieder schlafen sie schon längst. Ich habe meine Stelle schon im Sommer 2008 von einer 100%Stelle in eine 75%Stelle runtersetzen lassen. Dennoch merke ich kaum eine Veränderung, liegt wohl auch daran, das ich mit den 75% oft als (Ein-)Springer fundiere und Überstunden ohne Ende ansammle. Die ich dann mit mal einer Stunde früher gehen (was ja eh fast nie klappt) langsam wieder abbauen soll.
Ich bin einerseits froh, das ich einen zur Zeit sicheren Job habe. Aber diese (Schuld)Gefühle nagen oft an mir. Selten schaffe ich es, mal positiver zu denken.
Mein Freund ist auch eher ein schlechter Hausmann, für ihn ist Aufräumen die Spülmaschine ein-und ausräumen und die Küche durchwischen. Ab und zu wäscht er Wäsche. Das Bad hat er in unseren gemeinsamen Jahren noch nie geputzt. Er sieht es einfach nicht, auch ansprechen bringt wenig, letztlich bleibt es auch noch an mir hängen und dies bedeutet meist Freizeit=Putzzeit für mich. Wenn ich Frühdienst hatte kümmer ich mich um die Kinder. Bin da ja auch froh drum, bin aber meist so geschafft, das ich es nur unter großer Mühe mache. Als ich das zweite Mal schwanger wurde hat mich die Familie dazu gedrängt, das wir uns ein Haus kaufen (es bot sich tatsächlich grad ein "Schnäppchen" an). Zuvor wohnten wir in einer 40qm kleinen Dachgeschoßwohnung. Ich wäre gerne einfach in eine größere Mietwohnung gezogen. Alle (Auch mein Freund) meinten: Mach das nicht, kauf das Haus, sorg vor etc... Ich habe klein beigegeben auch wenn es mich überwiegend ärgert und zusätzlich belastet. Habe also auch noch ein halbes Haus mit halben Schulden an der Backe. Die andere Hälfte trägt mein Partner.
Ich weiß nicht, wenn ich mit meiner (Schwieger)Familie rede, ernte ich für meine Arbeit + zwei kleine Kinder + Haus immer Anerkennung. Das es mir damit aber soooo schlecht geht nimmt niemand für ernst. Klar, ich MUß ja auch arbeiten. Also MUß ich auch zwangsläufig damit zurecht kommen.
Wenn ich dann darüber nachdenke, das es ja durchaus Mütter gibt die sich bewusst dafür entscheiden, schnell wieder beruflich durchzustarten oder Mütter, die in solch einer Situation wie ich stecken, diese aber viel lockerer meistern, geht es mir noch schlechter. Aaaarrrgghh, es ist ein Teufelskreislauf. Wie soll ich das nur durchhalten bis meine Kinder groß sind. Wie soll ich je darüber wegkommen, das ich zu wenig für meine Kinder da bin?
Und kopfschüttelnder Weise habe ich schon mit dem Gedanken an ein drittes Kind gespielt, was natürlich total irrational ist, unsere Situation würde sich nicht ändern, ich würde auch dort bald wieder arbeiten, dann mit drei kleinen Kindern für die ich jeweils noch weniger Zeit hätte. Daher nehme ich seit einigen Wochen auch die Cerazette. Obwohl ich mir generell schon ein drittes wünschen würde! Aber nicht in dieser situation!!!

Sorry für die Länge des Postings!

Ich mußte mich wie oben schon geschrieben einfach mal ausheulen. Jetzt gehts mir schon wieder besser, schnapp jetzt mein Kind und geh bei dem herrlichen Sonnenschein noch ne Runde spazieren bevor ich zum Spätdienst muß.

Vielleicht geht es ja jemandem ähnlich wie mir? Oder hier ist eine Mutter, die den Spagat Kinder--Arbeit besser schafft und mir ihre Motivation mitteilt?

lg
guitar

Beitrag von helena355 04.03.10 - 13:05 Uhr

Hallo Guitar - es erschließt sich mir leider nicht warum ihr dann noch ein 2. geplantes Kind bekommen habt, wenn Dir die Situation schon davor nicht gefallen hat.

und warum ist dein Partner mit 33 Jahren schon zu alt um einen Job zu finden? ich finde es ehrlich gesagt eine Katastrophe,dass Du auch noch die Hausarbeit erledigen musst. entweder er findet einen Job oder er macht den Haushalt - voll und ganz!

und dann kauft ihr auch noch ein Haus - so nebenbei... bei einer 75% Stelle... #schock

ich kann Dich leider grad nicht wirklich aufbauen, da ich finde, dass Du Dich da selbst hineinmanövriert hast. und jetzt heißt es: Ärmel hochkrempeln, Mann in den Po treten, damit er was tut (so oder so) und den Wunsch vom dritten KiInd gaanz weit nach hinten schieben!!!

ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft!

VG
helena

Beitrag von jimmytheguitar 04.03.10 - 22:34 Uhr

Danke für deine Antwort!

Es wäre für mich keine Alternative gewesen kein zweites Kind zu bekommen. Ich wollte nie ein Einzelkind und ich habe mir dieses zweite Kind von Herzen gewünscht!

Außerdem war der Jobverlust meines Partners nicht absehbar, ursprünglich hatte man ihm hohe Chancen für eine Festanstellung ausgesprochen, angeblich kam dann ja die Wirtschaftskrise dazwischen. (Wird wohl auch so gewesen sein, seine direkten Vorgesetzten haben sich noch sehr für ihn eingesetzt leider ohne Erfolg)

Es sind nicht meine Kinder, die mich stressen sondern es ist die Gesamtsituation, welche mich unzufrieden macht. Darf ich mich nur für ein Kind entscheiden wenn ich einen Mann habe, der Alleinverdiener ist und eine ganze Familie ernähren kann? (Was ja in der heutigen Zeit kaum mehr möglich ist bei den vergleichsweise eher geringen Einkommen gegenüber den hohen Lebenshaltungskosten) Oder wenn ich arbeitslos und Harz4-Empfänger wäre und somit für die Kinder da sein kann? Ich finde, hier läuft in DE grundlegend etwas falsch aber das ist ein anderes Thema.

Ich verdiene übrigens sehr gut auch mit der 75%Stelle, und die Zahlungen fürs Haus haben wir vorher natürlich schon durchgerechnet gehabt, wir hätten so etwas ja nie gemacht, hätten wir nicht die Möglichkeit dazu.

Mit meinem Mann das ärgert mich sicherlich auch, aber leider ist er halt ein MANN und diese haben andere Anspüche an Ordnung und Sauberkeit als wir. Er sorgt ja für Ordnung, nur darf ich dann anschliessend alles zusammensuchen was er in irgendwelche Schubladen geschmissen hat damit es nicht rumliegt und erneut sortieren. Er kann es einfach nicht!

Naja, habe mir schon gedacht das mich nicht jeder verstehen wird!

VG zurück

Beitrag von helena355 05.03.10 - 09:35 Uhr

"...Darf ich mich nur für ein Kind entscheiden wenn ich einen Mann habe, der Alleinverdiener ist und eine ganze Familie ernähren kann?..."

nein, natürlich nicht... die Alternative heißt aber dann in Deinem Fall: der Mann macht seinen Job zuhause gut und gewissenhaft und die Frau geht gern arbeiten und hat kein schlechtes Gewissen deswegen

ich lasse nicht gelten, dass Männer andere Ansprüche ans saubermachen haben... den Vorschlag weiter unten fand ich gut: mach ihm nen Putzplan!

"...Er kann es einfach nicht!..." wie sagt meine Oma immer so schön: ich kann nicht, heißt: ich will nicht ;-)

ich wünsch Euch alles Gute!

Beitrag von yvonnechen72 04.03.10 - 13:39 Uhr

Tja, was soll man dazu sagen.
Einige deiner Problem sind schon hausgemacht.Ein Haus zu kaufen, weil andere einen drängen, ist schon sehr naiv.
Aber nun ist das Kind in den Brunnen gefallen.Als erstes solltest du mal das Problem "Hausmann" in Angriff nehmen. Wenn er nicht in der Lage ist, selbständig einen Haushalt zu führen, dann schreib ihm einen Plan, der jeden tag abgearbeitet werden muss( hat ein bißchen was von Kindererziehung, aber wenn es anders nicht geht...).Ich weiß ja nicht wieviele Überstunden du im Monat so machst, aber sag einfach mal "Nein" wenn du mal wieder an einem freien Tag geplant wirst.
Außerdem würde ich darauf bestehen, die Überstunden als freie Tage abzubauen und nicht hier und da mal einen Stunde. Ich denke, die Überstunden kamen ja sicher auch weil du an deinen freien Tagen gearbeitet hast und nicht, weil du mal 'ne Stunde länger geblieben bist.
Ich kann dir auch nur raten den Wunsch nach dem 3. Kind ganz, ganz weit weg zu schieben.Du bist jetzt schon mit der Situation überfordert.Ein drittes Kind macht die Sache nicht besser.

LG Yvonne

Beitrag von jimmytheguitar 04.03.10 - 22:43 Uhr

Ich bin nicht mit der Situation überfordert, ich meister alles und dies gut, sowohl meine Kinder sind gut versorgt, wie auch mein Haushalt ist erledigt, meine Arbeitsleistung ist vollkommen zufrieden stellend.

Nur mein Gewissen frisst mich auf, da ich eigentlich gerne für meine Kinder leben würde, dies aber nicht kann. Zumindest nicht betreuungsmäßig, durch meine Arbeit steuer ich ja auch einen Großteil für ein gutes Leben meiner Kinder bei.

Das Haus hatte ich nur erwähnt, da ich ein Bild der Gesamtsituation geben wollte, im Prinzip ist es das geringste "Übel", natürlich wurde zuvor alles durchgerechnet. Eine Mietwohnung müßte ich ja auch bezahlen und da unser Haus sehr günstig war und auch unser Kredit niedrige Zinsen hat zahlen wir nicht mehr als bei einer Wohnung.

Ein drittes Kind wird es auch nicht geben! Aber dies schrieb ich ja schon!

LG zurück

Beitrag von yvonnechen72 05.03.10 - 21:56 Uhr

Hallo,

nur weil man alles gut meistert, heißt es nicht, dass man nicht trotzdem überfordert sein kann.
Das sind ein paar Sätze aus deinem Posting. Findest du nicht, dass sie nach Überforderung klingen?

>-Ich muß mich jetzt hier mal etwas "ausheulen"!

-Aber mir geht es schlecht!

-Schon beim ersten habe ich darunter gelitten das Kita, Oma und Vater viel mehr vom Kind mitbekommen als ich. Ich habe das erste Krabbeln, das erste Laufen, das erste Wort NICHT MITBEKOMMEN, es waren immer die anderen.

-Aber diese (Schuld)Gefühle nagen oft an mir. Selten schaffe ich es, mal positiver zu denken.

-Bin da ja auch froh drum, bin aber meist so geschafft, das ich es nur unter großer Mühe mache.

-Ich habe klein beigegeben auch wenn es mich überwiegend ärgert und zusätzlich belastet.

- Das es mir damit aber soooo schlecht geht nimmt niemand für ernst.

-Wie soll ich das nur durchhalten bis meine Kinder groß sind. <


LG Yvonne

Beitrag von jimmytheguitar 05.03.10 - 22:02 Uhr

Ja, diese Sätze klingen erstmal nach Überforderung wenn man sie so aus dem Zusammenhang pflückt!

Alles worum es sich dreht ist aber schlicht und einfach: Ich finde es wahnsinnig unfair, gemein, belastend... das ICH meine Kinder so selten sehen kann. Ich bin doch ihre Mutter! Nun ja, die Situation lässt es eben nicht anders zu!

Beitrag von yvonnechen72 05.03.10 - 22:34 Uhr

Ich will dir ja nichts böses und ich kann dich echt gut verstehen.Und ich denke die Situation lässt schon etwas anderes zu!
Wenn dein Mann zuhause ist und du gehst arbeiten, warum solltest du dich dann noch um den Haushalt kümmern müssen? Das ist Zeit, die du mit deinen Kindern verbringen kannst.
Deine Überstunden - das ist DEINE Freizeit, die da Flöten geht. Ich weiß, wie das ist mit dem Einspringen, aber du arbeitest ja ganz bewusst nur 75% und keine 100%
WEnn du daran etwas ändern könntest, würde es dir vielleicht etwas besser gehen!

LG Yvonne

Beitrag von fraz 04.03.10 - 18:20 Uhr

Hallo

Ich war vor 10 Jahren in derselben Situation wie du:
Mein zweites Kind war grad mal drei Wochen alt, da verlor mein Mann seinen Job zum zweiten Mal unverschuldet.
Es ging ihm schlecht damals und er wusste auch nicht, wo er eine neue Stelle herbekommt, er hat einen Beruf, da gibt es ein Mal pro Schaltjahr eine freie Stelle...
Also habe ich mir einen 100% Job gesucht und auch gleich gefunden.
Was als Übergangslösung gedacht war, hat sich über neun Jahre hingezogen: Ich ging 100% arbeiten, mein Mann war Hausmann. Zwar konnte ich mich absolut nicht beklagen, er machte das sehr gut, sowohl der Haushalt wie auch die Kinderbetreuung. Nur die Wäsche blieb an mir hängen.....und dennoch:
Ich hatte dieses Modell nicht gewählt, es war eine Notlösung und ich habe jahrelang gelitten, dass ich meine Kinder nicht öfters um mich haben konnte. Das erste Wort, der erste Schritt meines zweiten Kindes habe ich nicht erlebt.

Meine Umgebung hatte kaum Verständnis, alle meinten nur lapidar, so ergehe es sonst den meisten Vätern....

Dazu hatte ich noch einen Job, der mich emotional total auffrass und der phasenweise eine echte Qual war.

Klar, mein Mann machte immer wieder Anläufe, eine Stelle zu finden, aber er wurde auch sehr wählerisch. Das machte mich mit der Zeit dann doch ziemlich sauer.

Irgendwann kam der grosse Knall, den ich hier nicht weiter ausschmücken möchte. Ich stellte meinem Mann, mittlerweile über 50 ein Ultimatum: Entweder er sucht sich IRGENDEINEN Job, oder ich bin weg.
Ich weiss, das tönt hart, aber ich war am Ende.

So war er gezwungen, sich unter seiner Ausbildung zu bewerben und hat dann auch einen Job bekommen, nach über 100 Bewerbungen. Zwar ist er gar nicht zufrieden damit, aber für mich ist es "geteiltes Leid, halbes Leid".
Wir arbeiten nun seit 1 1/2 Jahren je zu 50% und für mich stimmt das Leben wieder.

Obwohl ich manchmal die Kinderzeit mit meinem Sohn vermisse, er ist jetzt 10, hat alles auch eine gute Seite:
Die Kinder haben ein inniges Verhältnis zu ihrem Vater und er zu ihnen.

Oje, das wurde etwas lang!
Was ich dir damit sagen will: Wehr dich, wenn du dich nicht wohl fühlst, es gibt sicher einen Weg! Und es ist tatsächlich so: Je länger dein Mann weg ist vom Fenster, desto schwieriger wird es, wieder einen Job zu finden!

Alles Gute


Fraz

Beitrag von jimmytheguitar 04.03.10 - 22:52 Uhr

Danke dir für deine Antwort!

Was du beschreibst klingt wie ich mich fühle. Es ist so traurig aber wahr. Solche Situationen gibt es öfter als man denkt.

Ich hoffe inständig, das mein Lebensgefährte sich jetzt nicht darauf ausruht keinen Job zu finden. Zunächst war es ja in Ordnung das er den Kleinen betreut hat, schliesslich war er noch ganz klein. Mittlerweile wäre es sicher ok, wenn er in eine Kita oder zur Tagesmutter ginge. Da sind wir auch grad dran, und wenn es soweit ist wird mein Partner auch einen Job UNTER seiner Ausbildung suchen (müssen), daruf bestehe ich, wenn er so weiterhin nichts findet.

Vielleicht ist es mir dann auch möglich meine Stelle auf 50% zu reduzieren, dadurch würde ich wieder viel mehr Zeit für die Kinder bekommen. Ganz aufhören können mit der Arbeit werde ich aber nie!

LG

Beitrag von frauke131 05.03.10 - 10:50 Uhr

Setz Dichmit Deinem mann erstmal hin und schreibt einen Haushaltsplan, der er einhalten muss, solange er nicht arbeitet.

Schichtdienst ist ja für den Körper nicht das gesündeste, ändern kannst Du es nicht. Versuche aber Deinem Körper Ruhe zu gönnen, wenn es möglich ist!

Mit dem Hauskauf war sicher ein fehler, zumal ihr gebunden seid und nun nicht einmal wegziehen könnt, falls Dein Mann beruflich gar nicht mehr auf die Beine kommt.

Ein schlechtes Gewissen solltest Du wegen der Kinder nicht haben, du musst die Zeit mit ihnen bewußter genießen.