Namensänderung - Wer kann mir helfen?

Archiv des urbia-Forums Jugendliche.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von willow19 04.03.10 - 11:03 Uhr

Meine beste Freundin wurde vor fast einem Jahr von ihrem Mann erschossen. Anschließend hat er sich selbst getötet und das alles im Beisein der gemeinsamen 4 Kinder.
Die Kinder wollen den Nachnamen des Vaters nicht mehr tragen. Die Kinder hatten zu Anfang auch alle erst den Nachnamen der Mutter, bis die Eltern eben geheiratet haben und anschließend getauft wurden.
Kann mir jemand sagen, ob eine Änderung möglich ist und wenn ja, wie das abzulaufen hat?
Ach ja, das Sorgerecht hat inzwischen die Schwester ihres Vaters, sowie der Bruder der Mutter. Allerdings gibt es haufenweise Probleme und auf die Kinder wird leider nicht eingegangen. Die Kids sind 12, 13, 15 und 16 Jahre alt.

Vielen Dank schon mal im Voraus!

Liebe Grüße

Beitrag von willow19 04.03.10 - 11:04 Uhr

Soll natürlich heißen, "die Schwester des Vaters".

LG

Beitrag von manavgat 04.03.10 - 11:15 Uhr

Es gibt die Möglichkeit, all diese Dinge direkt beim Gericht zu erfragen.

Es ist selten, aber passiert: das ist ein Beitrag bei dem es mir eiskalt den Rücken runterläuft.

Die armen Kinder.

Alles Gute

Manavgat

Beitrag von willow19 04.03.10 - 11:23 Uhr

Ich weiß mir momentan absolut nicht zu helfen. Gestern rief mich eines der Kinder an, das übrigens mein Patenkind ist und hat sich endlich mal Luft gemacht. Die Kinder dürfen gar nichts mehr. Sie waren vorher in Vereinen tätig, wurde alles gekündigt und sie hocken nur zu Hause rum. (Sie leben jetzt bei ihrer Tante, also bei der Schwester des Vaters) Ich will dieser Frau nichts Böses, aber ihr geht es nur ums Geld. Ständig will sie an die Spendengelder ran und sie versucht, alle, wirklich alle alten Kontakte der Kinder abzubrechen. Die Kinder haben lange hintern Berg gehalten, was los ist und nun weiß ich nicht, wie ich helfen kann. Ich hab die Kinder seit Oktober nicht mehr gesehen. Als sie noch im Heim waren, war das kein Problem, aber nun dürfen sie nicht, weil sie ja einen Neuanfang machen sollen. Ständig werden sie belogen. Ein Beispiel: Die Familie hatte vor diesem Drama einen Hund. Es hieß immer, der Hund kommt auf alle Fälle mit und letztendlich dürfen sie ihn nicht bekommen, er wäre zu groß. Sie hängen an dem Hund, es ist das einzige "Familienmitglied", dass sie so gesehen noch haben.
Mein Patenkind ging im Heim reiten, die Tante meinte, sie hätte schon dafür gesorgt, dass sie auch reiten gehen kann, wenn sie bei ihr wohnt. Bis heute hat sich nichts getan und wenn sie frägt, was damit sei, heißt es immer nur, später..........
Dies sind ja mehr oder weniger Kleinigkeiten, aber sie werden von der Außenwelt total abgeschottet und ich verstehe nicht, dass das Jugendamt da zu sieht, schließlich kommt da jemand einmal die Woche.
Ich könnte ewig weiter schreiben, weil es ein Fass ohne Boden ist.

Liebe Grüße

Beitrag von manavgat 04.03.10 - 11:55 Uhr

Ich würde mich an das Jugendamt wenden, auch mit dem Hinweis, dass die Spendengelder veruntreut werden könnten. Eventuell ist auch das Vormundschaftsgericht zuständig (ich kenne mich hier zu wenig aus).

Du könntest natürlich auch eine Anwältin fragen, ob es möglich ist, die Kinder zu vertreten und welche rechtlichen Möglichkeiten es gibt.

Gruß

manavgat

Beitrag von willow19 04.03.10 - 12:49 Uhr

Ich bin jetzt beim Versuch, mich mit allen Kindern einmal zu treffen, damit wir richtig miteinander sprechen können. Es ist auch klar, dass die Kinder momentan alles schwarz sehen und ersteinmal muss ich so gesehen einiges wissen, damit ich mich anständig vorbereiten kann. Ich möchte gemeinsam mit ihnen zum Jugendamt gehen. Aber da fängt ja das Problem schon an, weil ich nicht an die Kinder ran komme. Sie sagten schon, sie wollen abhauen, davon riet ich ihnen natürlich ab, es macht ja alles nur noch schlimmer. Dass sie sich erstmal alle zusammen raufen müssen, ist auch klar, nur wie soll das funktionieren, wenn keiner ehrlich ist?
Ein Dankeschön an Dich für die Tipps. Ich hoffe einfach nur, dass sich das alles noch irgendwie zum Guten wandelt.

Liebe Grüße

Beitrag von bambolina 07.03.10 - 01:59 Uhr

Die Kinder werden vieles sicher schwarz sehen, anderst ist es für die Tante sicher nicht einfach plötzlich 4 Kinder zu versorgen - habe auch auf einen Schlag drei Kinder bekommen und es war nicht immer einfach...
Kommst du irgendwie an die Tante ran, um erstmals mit ihr zu reden?
liebe Grüße
bambolina

Beitrag von witch71 04.03.10 - 18:10 Uhr

Sind die Kinder in therapeutischer Behandlung aufgrund der Geschichte? Gäbe es eine Möglichkeit, sich eventuell dort mit den Kindern zu einem Gespräch zu treffen?

Ansonsten sehe auch ich nur die Möglichkeit, die Kinder mittels eines Anwalts zu vertreten. In wie weit das aber als Aussenstehende möglich ist, bin ich völlig überfragt.

Beitrag von willow19 04.03.10 - 18:55 Uhr

Da ist ja das Problem, dass ich von Anfang an außen vor war. Ein Alleingang meinerseits wird wohl wenig bezwecken. In therapeutischer Behandlung sind sie nicht mehr. Ich weiß aber, dass der damalige Psychologe die jetzige Situation ebenso verausgeahnt hat, wie ich. Dass Einzige, was mir noch einfällt, was nützlich sein könnte, ist unser Pfarrer. Er ist von Anfang an mit dem Fall vertraut und weiß auch einiges. Ich will eben versuchen, erst mit den Kindern zu sprechen und dann möchte ich den Pfarrer dazu ziehen, denn ich denke, sein Wort wiegt weit mehr, als meines.
Mit einem Anwalt komm ich so gesehen auch nicht wirklich weiter, da die Sorgerechtsfrage ja schon geklärt ist. Die Kinder wollten ja zur Tante, allerdings auch nur, weil sie einfach aus dem Heim raus wollten. Mir war eigentlich klar, dass es schief geht, aber die hat den Kindern dermaßen Honig ums Maul geschmiert, dass sie dachten, es ginge gut aus. Und nun müssen sie in ihr wahres Gesicht blicken. Nach außen hin kann sie sich extrem gut stellen, nur wenige haben sie durchschaut.

Liebe Grüße

Beitrag von witch71 04.03.10 - 19:03 Uhr

Mit Anwalt war auch eher gemeint, dass die Kinder sich durch einen vertreten lassen, um ihre Rechte einzuklagen. Und dabei Hilfe von einer aussenstehenden (volljährigen) Person bekommen.
Das Jugendamt schaut ja weg, also wird hier nichts weiter unternommen.
Ansonsten fällt mir noch der Kinderschutzbund ein.

Schau mal, dass Du an die Kinder heran kommst (evtl. nach der Schule?) und sprich mal mit ihnen oder wenigstens einem Kind. Danach ist es auch einfacher, den Pfarrer mit ins Boot zu holen.

Beitrag von willow19 04.03.10 - 19:16 Uhr

Ja, ich telefoniere nachher noch mal mit den Kindern und versuche, irgendwie was auszumachen, damit wir sprechen können. Dass mit dem Pfarrer ist eh kein Problem, da ich ihn recht gut kenne. Ich hab schon verstanden, wie Du das mit dem Anwalt gemeint hast, nur hab ich mich falsch ausgedrückt. Die Kinder sind nur schon so untergebuttert worden, dass sie sich nichts mehr trauen zu sagen, bzw, sie haben Angst, dass der Schuss dann komplett nach hinten los geht. Ich will mich also erstmal langsam an die Sache ran tasten und hoffe, dass mir die Kids ihr vollstes Vertrauen schenken.

Liebe Grüße

Beitrag von shorty23 04.03.10 - 21:21 Uhr

Hallo,

bei einem Schüler von mir gab es fast genau das gleiche "Szenario" - furchtbar! Soweit ich mich erinnere, ging es bei ihm und seiner Schwerster mit der Namensänderung erst als sie 18 Jahre waren. War sehr schlimm, da eben viele bei dem Namen gleich "daran" dachten und die Kinder leider noch eine ganze Weile entfernt waren von 18.

LG

Beitrag von willow19 05.03.10 - 11:12 Uhr

Hmm, ich werd mich da einfach noch mal schlau machen. Ich hab ja die Hoffnung, dass es vielleicht leichter geht, da die Kinder ja alle mit dem Nachnamen der Mutter geboren worden sind. Vielleicht ist es dann ein bisschen einfacher. den Nachnamen des Vater abzulegen.

Liebe Grüße

Beitrag von blaue-blume 05.03.10 - 14:34 Uhr

wenn sich eine starke psychische belastung durch das tragen des namens des vaters nachweisen lässt (was ja nicht weiter schwer ist) sollte das eigendlich kein problem sein.

erkundige dich mal beim standesamt, zuständig ist aber jemand anderes, komm nur grad nicht auf den namen des zust. amtes...aber das kann dir das standesamt sagen.
die kosten liegen dann zwischen 250€ und 2500 € je nach auffwand.

lg anna

Beitrag von willow19 05.03.10 - 15:24 Uhr

Vielen lieben Dank für Deine Information.
Weißt Du auch, wie das mit der Kostenübernahme aussieht? Denn wenn die Kosten z.B. von der Tante getragen werden müssen, weiß ich jetzt schon, dass dabei nichts raus kommt.

Im Übrigen ist gestern ein Wunder geschehen. Mein Patenkind darf mich morgen besuchen kommen und sogar bei mir übernachten. Die Tante war stinkfreundlich zu mir, hab aber vorher mit bekommen, wie sie die anderen Kinder gefragt hat, wer auf diese blöde Idee mit dem Besuchen gekommen ist.............
Mal sehen, was die Maus mir alles so erzählt und dann schauen wir weiter, was zu klären ist.

Liebe Grüße

Beitrag von blaue-blume 05.03.10 - 16:37 Uhr

hi!


das weiss ich leider nicht. ich denke mal, der antragsteller wird auch die kosten übernehmen müssen.

das ist ja toll, das dein patenkind dich besuchen darf.
ich würde deinen verdacht, dasdie tante nur hinter geld her ist, und die ansprüche der kinder (hobbys etc.) nicht warnimmt, übrigens auch dem jugendamt vortragen.

ausserdem wäre es evt. eine möglichkeit, sich an einen gemeinnützigen verein zu wenden, zb. irgendwas in richtung familientraumas, kindesmisshandlung, opferhilfe etc. vielleicht kann man dir dort auch wg. den kosten helfen, da gibt es ja oftmals möglichkeiten.

alles gute, und ich finde es toll, das du dich so für die kinder einsetzt...


lg anna

Beitrag von willow19 06.03.10 - 10:46 Uhr

Ja, ich werde auf alle Fälle etwas unternehmen, aber erst will ich mich gut vorbereiten, nicht dass ich dann da stehe, wie der letzte Depp.

Liebe Grüße #blume

Beitrag von kawatina 05.03.10 - 15:47 Uhr

Hallo,

die Kinder sind eigentlich in einem Alter wo sie über ihren Aufenthalt mitentscheiden dürfen.#kratz

Möchten sie also nicht mehr bei der Tante (Schwester des Vaters) oder generell den sorgeberechtigten Verwandten leben, können sie sich beim Jugendamt dahingehend beraten lassen. Gerade wo eines der Kinder bereits 16 Jahre alt ist.

Gerade wenn es um Spendengelder geht, die für die Kinder zweckgebunden sind, sollte jemand ein Auge drauf haben.

LG
Tina