was denkt ihr darüber...Krabbelgruppe

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von mama2012 04.03.10 - 12:42 Uhr

Hallo zusammen,

mich würd mal interessieren wie ihr da seht...versuch es kurz zu erklären...

unser sohn 21 monate geht in einer krabbelgruppe. wir kennen uns alle aus dem geburtsvorbereitungskurs und eigentlich ist es auch ganz schön. nur einige mütter...ja...übervorsichtig halt...

folgendes ist vorgefallen:
unser sohn spielt mit einem spielzeug. ein anderes mädchen kommt her und nimmt es unserem sohn weg. unser sohn holt es sich wieder - reißt es ihr mehr oder weniger aus der hand und meckert - sie nimmt es ihm wieder weg. spätestens beim 3. mal wehrt sich dann unser sohn richtig. die mutter des mädchens schimpft aber nur mit unserem sohn weil er sich ja jetzt wehrt (schuckt oder haut - was natürlich nicht korrekt ist aber er möchte das spielzeug wieder haben was ihm die ganze zeit weggenommen wird). ich hab dann zu der mutter gesagt das er sich eben nicht alles wegnehmen lässt und sich irgendwann auch mal wehrt denn schließlich hatte er das spielzeug zuerst. die mutter hat das nicht verstanden.

anders beispiel:
es geht um das gleiche mädchen mit der mutter...
wir haben meistens ein thema und bringen passende spielsachen mit. die meisten kinder "teilen" ihr spielzeug mit den anderen. das mädchen hatte auch was dabei aber das spielzeug lag nur auf dem boden rum, sie hatte kein interesse daran. unser sohn ging hin und nahm es sich und schon kam das mädchen auf ihn zugerannt und riß es ihm weg. die mutter schaute eine andere an und fragte wie sie reagieren soll. sie meinte das sie da jetzt nichts sagen möchte denn schließlich gehört es ja ihrer tochter und sie soll lernen das es einen unterschied gibt zwischen "das gehört mir und das gehört mir nicht". ich meinte dann nur das sich unser sohn halt irgendwann wieder wehren wird, er lässt sich nicht immer alles von ihrer tochter wegnehmen. da schaute sie mich dann ganz entsetzt an...ich zuckte nur mit den schultern.

seh ich das alles zu eng???
was denkt ihr darüber?

Beitrag von babsie81 04.03.10 - 12:51 Uhr

Weißt du was??? Lass sie doch...ich würd mich nicht drüber ärgern...manche sind einfach der Ansicht, dass nur sie es richtig machen und ihre Kinder die best erzogenen sind. Ich würde an deiner Stelle zu meinem Sohn hingehen, wenn er ein Spielzeug dieses Mädchens hat, und laut sagen: Hör mal Schatz, dass gehört XY und die Mama von XY möchte nicht, dass andere Kinder damit spielen...mal sehen wie sie guckt...:-p

Obwohl...nein, ich würds ignorieren und nicht überbewerten!!!:-p

Beitrag von dani.m. 04.03.10 - 12:54 Uhr

Beim 1. wäre ich wohl schon vorher dazwischen gegangen, bevor sich jemand wehren muss. Spätestens beim 2. Mal hätte ich dem Mädchen (als Mutter!) erklärt, dass sie nicht die Sachen haben kann, mit denen schon jemand spielt.

Das 2. sehe ich ähnlich - wenn die mitgebrachten Spielsachen für Alle da sind gibt es kein Mein und Dein. Da entscheidet für mich, wer es zuerst hat. Wenn die Tochter bestimmte Sachen nicht teilen will, werden die eben nicht mitgebracht.

Kinder unterscheiden in dem Alter noch nicht wirklich zwischen Mein und Dein, sollten es aber lernen.

Beitrag von enni12 04.03.10 - 12:59 Uhr

Hallo,

ich denke, das Hauptproblem ist, dass wir Mütter immer denken, dass wir uns überall in das Spiel der Kinder einmischen müssen :-p

Klar muss man was tun, wenn richtig geschlagen wird und sicher muss man auch immer ein Auge auf sein Kind haben. Aber man ist einfach viel zu sehr dazu geneigt, sich einzumischen :-)

Meine Zwillinge sind das beste Beispiel: Sie haben schon so oft um was gestritten und da gab es auch oft Tränen. Ich habe anfangs immer gedacht, dass ich eingreifen und schlichten muss aber ganz schnell begriffen, dass man es damit nicht besser macht #schein
Die müssen ihre "Hackordnung" unter sich ausmachen und lernen, dass man teilen muss usw.

Das soll nicht heißen, dass hier sodum und gomorra herrschen, im Gegenteil. Wenn sie sich beißen oder schlagen oder so, dann greife ich ein. Mittlerweile (sie sind jetzt 19 Monate) wissen sie, dass man das nicht darf und es kommt sehr sehr selten vor.

Wie gesagt, man denkt immer, dass man sich einmischen muss und das ist so oft gar nicht nötig #schein

LG

Dani

Beitrag von mama2012 04.03.10 - 13:02 Uhr

ich seh es wie du, mich mich auch nicht oft ein...auch daheim, die beiden sollen vieles untereinander klären.

sehe es einfach nur nicht ein das immer unser sohn der schuldige sein soll. er ist sehr temperamentvoll, wehrt sich aber trotzdem erst dann wenn kein ende in sicht ist. es regt mich einfach auf das sie nur ihre tochter in schutz nimmt. wenn unser sohn was mit in die krabbelgruppe nimmt dann dürfen auch die anderen damit spielen, damit hat er kein problem. wenn ich weiß das er das nicht kann dann bleibt das spielzeug daheim.

Beitrag von enni12 04.03.10 - 22:45 Uhr

Da bin ich ganz deiner Meinung. Ich gehöre sowieso zu den Mamas, die zu den eigenen Kindern strenger sind und nicht zu fremden. Ich finde, das gehört sich auch so! Alles andere ist daneben.

Lass dich nicht ärgern, du siehst das schon richtig :-)

Beitrag von tamtam72 04.03.10 - 13:36 Uhr

Hallo,

also ich bin der Meinung, dass Du nicht übertreibst. Spielzeug, das für alle da ist, sollte dann auch geteilt werden. Bei uns läuft das auch so. Daher würde ich zum Fall zwei einfach mal den Kommentar fallen: "Wer nicht teilt, hat auch keine Freunde!" Und ich würde meiner Tochter, wenn sie ständig einem anderen Kind das Spielzeug wegnehmen möchten, einfach ein anderes Spieleangebot machen. Denn schließlich hat Dein Sohn ja damit schon gespielt. Das er sich irgendwann wehrt, ist doch klar.

LG Tamtam72

Beitrag von fbl772 04.03.10 - 14:13 Uhr

Ich würde sagen, ihr Mütter solltet in eurem Spielkreis Regeln für euch aufstellen - ansonsten kommt es permanent zu Mißverständnissen.

Und dass Kinder in dem Alter noch nicht so sozial eingestellt sind, ist doch normal. Schließlich fangen sie gerade erst an es zu lernen.

Deshalb, stellt für euch Regeln auf und handelt danach wie ihr es als Eltern mit eurem Partner auch tut :-)

LG
B

Beitrag von kattich 04.03.10 - 15:18 Uhr

ich bin der meinung kinder sollen das unter sich ausmachen...
mama und papa sind ja nicht immer dabei.deshalb möchte ich das meine tochter sich durchzusetzen weiß...
ich mische mich nicht ein,wenn es dann mal zu tränen kommt,tröste ich natürlich.

Beitrag von mella08 04.03.10 - 21:16 Uhr

Hallo,

zum 1. Beispiel kann ich nur sagen, dass das die Kinder untereinander ausmachen sollten und sich keiner einmischen sollte. Tut das aber eine Mutter, würde ich auch dazwischen gehen und die Situation ruhig und unbemerkt auflösen (soweit es geht).

zum 2. Beispiel kann ich nur sagen, das mein Kind NICHT teilen muss!!!!
Wenn es das Spielzeug von Viktoria ist, dann ist es ihr Spielzeug und auch wenn sie gerade nicht damit spielt, muss sie es nicht herrausgeben.
Wenn man die Kinder zeitweise bei einem solchen Konflikt beobachtet ohne dazwischen zu gehen, dann bemerkt man schnell, wie gut Kinder Konflikte selbst lösen können.

Dazu möchte ich noch sagen, dass wir Erwachsenen am wenigsten Teilen können . Und wir würden auch nie unsere geliebten Sachen mit irgendjemandem dahergelaufenen teilen. Ich würde z.B. auch nicht mit einer guten Freundin mein Auto teilen.
Ausserdem frage ich mich , warum Kinder unbedingt lernen sollten zu teilen? Für mich gibts da garkeine Erklärung.

Ebenso möchte ich aber , dass meine Tochter lernt, dass sie nicht alles haben kann, was anderen gehört und was das andere Kind halt nicht hergeben will. Dazwischen gehen würde ich aber auch in dem Fall nicht. Das lernt sie zwangsläuftig selber.

lg melanie

Beitrag von mama2012 05.03.10 - 11:26 Uhr

Dein Kind soll nicht teilen lernen??? Na dann bin ich ja mal gespannt wie dein Kind im Kindergarten oder in der Schule zurecht kommt. Unsere große ist im Kiga und dort MÜSSEN sie teilen, ob sie wollen oder nicht. Unsere Tochter hat damit allerdings kein Problem, sie hat es frühzeitig gelernt...

Du würdest deiner Freundin nicht in einer dringenden Situation dein Auto leihen? Für mich wär das gar kein Thema...sorry...aber teilen muß ein Kind lernen

Und zum Spielzeug...die Kinder müssen ihr Lieblingskuscheltier oder die Lieblingspuppe nicht mit anderen Kindern teilen. Aber wenn wir ein Thema haben und jedes Kind soll etwas von daheim mitbringen dann ist es so gedacht das alle Kinder mit allem spielen können. Funktioniert auch bei allen Kindern - außer bei dem Mädchen.

Ich stimm dir zu das Kinder Konflikte untereinander lösen sollen. Wenn eine Mutter aber immer nur ihr Kind in Schutz nimmt und mit den anderen Kindern schimpft dann greife ich in dieser Situation ein und nehme meinen Sohn in Schutz.
Glaube leider auch das die Eltern mehr Probleme haben als die Kinder untereinander...sehr schade...

Beitrag von mella08 05.03.10 - 12:24 Uhr

Hallo,

ich glaube Du hast mich da falsch verstanden!

Im Kindergarten gibt es aber Spielzeug, dass dem Kindergarten und somit Allen gehört.
Das ist nicht das eigene Spielzeug des jeweiligen Kindes, das es verteidigt.
Sollte sich aber auch in dieser Situation ein Konflikt bilden, sollten die Kinder das ganz ohne Einfluss von ausserhalb klären. Das geht, sogar mit Lerneffekt.

Ich bin nicht der Meinung, dass man Kindern ständig diese ach so "notwendigen" Regeln reindrücken sollte, die sie von selbst viel viel besser lernen und verstehen.

Und das Mädchen in Deiner Geschichte, ist halt vielleicht noch nicht so weit, unterscheiden zu können, dass es zwar ihr Spielzeug ist, aber sie es trotzdem teilen MUSS. Warum MUSS sie das? Weil es Program ist, das die Erwachsenen jetzt so bestimmt haben, damit ein Thema für die Krabbelgruppe gefunden wird?
Sie will halt nicht, und? Ein Problem machen daraus nur die Erwachsenen , sonst niemand.
Ich persönlich würde halt dann MEINEM Kind erklären, dass das das Spielzeug von dem Mädchen ist und sie noch ein bisschen braucht um es teilen zu können. Du kannst ihr ja mal Dein Spielzeug anbieten wenn du willst, vielleicht tauscht sie ja mit Dir, aber wenn nicht, dann musst du das für den Moment so akzeptieren. So würde ich das meinem Kind erklären. Und das Problem ist gegessen.

Erziehen bedeutet für mich persönlich "Vorleben" und nicht das ständige "Beibringen" von irgendwelchen Regeln.
Das Ausmaß, das Kinder an Teilvermögen brauchen, das lernen sie von selbst.

Und zum Auto......ich habe geschrieben, dass ich mein Auto auch nicht mit meiner Freundin TEILEN würde! Stell Dir mal vor, du würdest beim Kaffeeklatsch sitzen und jeder hat sein Auto draussen geparkt und auf einmal nimmt deine Freundin/Bekannte (wie mans auch nennen mag) deinen Autoschlüssel, steigt ein und fährt los!
Ja wo sind wir denn. Wenn du es ihr erlaubst ok, aber wenn du das nicht magst, dann muss das auch deine Freundin/Bekannte/Schwester oder sonst wer einfach akzeptieren.
Jemandem in der Not mal sein Auto zu leihen ist was anderes, denn Kinder würden es auch selbst verstehen können, wenn ein anderes Kind hingefallen ist und durch das eigene Spielzeug getröstet werden könnte. Dann würde ein Kind, dass das auf natürliche Weise gelernt hat, auch soweit sein, dass es dem anderen Kind zum Trost sein Spielzeug geben würde. Das können sogar schon 2 Jährige.

Lg. Melanie