Eingewöhnung klappt gar nicht

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von napkins 04.03.10 - 13:58 Uhr

Hallo,

meine Sohn ist 20 Monate alt und ich versuche seit Mitte Januar, in 2x die Woche in einer betreuten Spielgruppe ohne Mamas (je 3 Stunden) einzugewöhnen. Er hat noch eine große Schwester und ist an sich sehr kontaktfreudig, aber dort will er mich überhaupt nicht gehen lassen. Ich kenne die Erzieherinnen schon lange, meine Tochter war auch dort, nur er will nicht bleiben. Er spielt alleine mit den Autos oder der Küche, oder fährt auch mal Bobbycar mit den anderen, und isst seine Brotzeit problemlos am Tisch mit den anderen (ich sitze in einem Eck des Raumes), aber auch wenn ich nur zur Toilette gehe ist der Teufel los, richtig Panik. Irgednwie bin ich ratlos, denn schreiend zurücklassen will ich ihn nicht. Hat jemand ähnliches erlebt und kann mir einen Tipp geben ?

Lg

Beitrag von atarimaus 04.03.10 - 14:01 Uhr

Hi,

er muss noch lernen, bzw. verstehen, dass du gehst ABER wiederkommst.

Das müsst ihr vertiefen. Verlasse öfter den Raum, komme wieder. Verlänger die Zeitspanne der Abwesenheit.

Ansonsten ist es normal, dass Kinder in dem Alter eher für sich spielen. Manche können schon zusammen spielen, andere nicht. Das würde ich nicht so tragisch nehmen.


Gruß
beate

Beitrag von mama97 04.03.10 - 18:38 Uhr

Hallo!

Ich kann dir nur die Tips geben , mit denen ich als Erzieherin in einer Kinderkrippe gute Erfahrungen gemacht hab.

-Regelmäßigkeit ist wichtig!!! Könntet ihr öfter als 2 mal die Woche hingehen? Zumindest am Anfang?

- sich verabschieden vom Kind und sagen, daß man gleich wiederkommt! Einfach rausgehen ist sehr schlimm für ein Kind. Es bekommt Panik wenn Mama plötzlich weg ist. Die Abwesenheit ganz langsam steigern. ( 1 Minute, 3 Minuten usw.)

-nach dem Verabschieden wirklich gehen und erstmal schauen ob es sich nicht doch von der Betreuerin beruhigen läßt. Es sit ganz klar, daß es lieber die Mama hätte und wenn Mama dableibt wenn es weint, dann ist es nur verständlich, daß es diese Strategie weiterfährt.

-evtl. etwas von Mama bei dem Kind lassen ( Schal usw.) . So hat das Kind ein Stück Mama bei sich, kann dran riechen, sich damit trösten und weiß, daß Mama wiederkommt.

- als Mutter hinter dem Entschluß stehen das Kind dort zu lassen. Zähl dir und deinem Kind alle Vorteile auf, die es in der Spielgruppe hat: Kontakte, neues Spielzeug,Förderung, Selbstständigkeit, andere Bezugspersonen finden usw.
Wenn man als Mutter dem ganzen skeptisch gegenübersteht, merkt ein Kind das sofort und es fragt sich: Was ist hier gefährlich, daß Mama sich so unsicher fühlt? Dann will ich lieber auch nicht hier sein!

Ich hoffe ich konnte ein bißchen helfen.

Liebe Grüße,Marlen...die schon gefühlte 100 Eingewöhnungen gemacht hat