vaterschaftsurlaub?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von clinical 04.03.10 - 15:41 Uhr

nachdem mein mann weder bei der geburt dabei sein kann noch die 2 monate danach da wäre weil er keinen urlaub bekommt kam er gestern mit der idee das er einfach 2 monate vaterschaftsurlaub machen könnte. den müssten sie ihm ja geben.
ab wann kann er den denn nehmen?
also gleich nach der geburt oder erst nach dem meine paar wochen abgelaufen sind die jeder bekommt?
und wie ist das dann mit dem gehalt?

Beitrag von nadine1013 04.03.10 - 15:45 Uhr

Hi,

er könnte gleich ab der Geburt die Partnermonate nehmen. Er würde dann eben auch Elterngeld in dieser Zeit bekommen, d.h. 67% vom durchschnittlichen Netto.

Aber er muss es 7 Wochen vor Antritt beim AG einreichen! Und da man ja das genaue Datum der Geburt nicht kennt, ist das meines Erachtens nach etwas schwierig.

LG, Nadine

Beitrag von kc2009 04.03.10 - 15:48 Uhr

Spätestens sieben Wochen vor Antritt. Er kann es theoretisch auch schon jetzt einreichen. Das ist ja bei den Mamis auch so. :-)

ich bin in der 14. Woche und habe meinen Antritt schon vor 1 Woche bekannt gegeben.

LG

Beitrag von liebeskruemelchen 04.03.10 - 15:46 Uhr

Direkt nach der Geburt bist Du glaube ich noch im Mutterschutz...

Beitrag von nadine1013 04.03.10 - 15:47 Uhr

Deswegen kann doch trotzdem ihr Mann da die Partnermonate nehmen. Das ist sogar die günstigste Variante in Bezug auf das Elterngeld.

Beitrag von kc2009 04.03.10 - 15:48 Uhr

Stimmt!

Beitrag von kc2009 04.03.10 - 15:46 Uhr

Gute Frage.

In jedem Fall muss er ihm schonmal genehmigt werden. Und ich meine wenn der Vater 2 Monate nimmt habt ihr insgesamt statt 12 Monate Elterngeld Anspruch auf 14 Monate. Was bedeutet dass Dein Mann dann genau wie Du für zwei Monate 67% von seinem Durchschnittsgehalt der letzten 12 Monate bekommt.

Elternzeit muss in diesem fall dann egal ob von Dir oder von ihm in den ersten 14 Lebensmonaten Eures Kindes genommen werden. Also könnte er gleich nach der Geburt für zwei Monate bei Euch sein. Allerdings muss das beim Arbeitgeber immer spätestens sieben Wochen vorher angemeldet werden.

Ich hoffe ich konnte Dir ein wenig helfen! LG #klee

Beitrag von clinical 04.03.10 - 15:53 Uhr

ach super, danke für die schnellen antworten.
er freut sich grad ein loch in den bauch und ich bin beruhigt das ich dann doch nicht gleich von anfang an alleine bin.

meine angst war das ich am ende einen kaiserschnitt machen muss und hab eben schon viel gelesen das es danach schwieriger ist sich um das kind alleine zu kümmern weil der bauch noch weh tut.
zusätzlich hab ich dann noch einen hund der gassi gehen muss usw.
dann die umstellung mit wenig schlaf und einen mann der fast 300km weit weg ist.

oh man bin ich froh das er gleich bei mir ist danach :-)

Beitrag von kc2009 04.03.10 - 16:02 Uhr

Er hat aber auch rechtlich Anspruch auf Sonderurlaub nach der Geburt Eures Babys. Das sollte er mal ansprechen im Job. Schaut mal hier:

http://www.frankfurt-main.ihk.de/recht/themen/arbeitsrecht/urlaubsrecht/index.html

Sonderurlaub
In den meisten Tarifverträgen, Betriebsvereinbarungen aber auch in einigen Einzelarbeitsverträgen sind für bestimmte persönliche Angelegenheiten des Arbeitnehmers wie Hochzeit, Geburt, Todesfälle, Umzug etc. bezahlte Freistellungen konkretisiert.

Bestehen jedoch keine Regelungen zwischen den Parteien, kommt es in solchen Fällen zur Anwendung der allgemeinen Regelung (§ 616 BGB). Danach hat ein Arbeitnehmer bei einer persönlichen Arbeitsverhinderung Anspruch auf bezahlte Freistellung, wenn er unverschuldet für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit durch einen in seiner Person liegenden Grund an der Arbeitsleistung verhindert ist.

Bei der Bestimmung der verhältnismäßig nicht unerheblichen Zeit sollten folgende Umstände mit in die Abwägung einfließen: Verhältnis der Zeit der Arbeitsverhinderung zur Gesamtdauer des Arbeitsverhältnisses und die für die Arbeitsverhinderung objektiv notwendige Zeit.
...
Die Rechtsprechung gewährt regelmäßig Anspruch des Arbeitnehmers auf bezahlte Freistellung pauschal für eine Dauer von 1 – 2 Tagen.

Beitrag von clinical 04.03.10 - 16:13 Uhr

unser problem ist das er polizist ist und die immer zu 4. in der schicht sind. jetzt hat aber der schichführer gebuchten urlaub in dieser zeit. 3 leute müssen immer da sein.
eine vertretung suchen ist scheinbar zu schwierig und so haben sie ihm gesagt das er weder urlaub noch sonderurlaub für die geburt bekommen kann.
er kann an seinen freien tagen ja kommen, aber angenommen ich hab morgens wehen und seine schicht fängt abends an dann ist er ab nachmittag für die nächsten 2 tage weg.

deswegen hat er sich jetzt gedacht das wenn sie ihm nicht entgegen kommen er eben vaterschaftsurlaub einreicht. dann haben sie das selbe in grün.

was mich auch echt nervt ist das er ja eh nur bis mitte september da unten ist, danach ist er versetzt worden, also wieder bei mir dann.

Beitrag von ioba 04.03.10 - 16:07 Uhr

Hallo,

ich stehe gerade vor der gleichen Frage und hab mich gestern auch schon gefreut, wenn das klappt. Aber heute kam die Ernüchterung...
So einfach ist das leider nicht, es sei denn dein Mann hat nen kulanten Arbeitgeber... Da die meisten Arbeitgeber "Elternzeit ab Geburt" nicht akzeptieren. Er muss sich ja entsprechend um eine Ersatzkraft kümmern können. Und wenn dein Mann Elternzeit in Kalendermonate beantragt, dann haut das oft mit dem Elterngeld nicht hin, weil es das nur für Lebensmonate des Kindes gibt - und man eben nicht weiß wann das Kind geboren wird, es sei denn du hast nen geplanten Kaiserschnitt.
Ich hab hier einen (etwas sehr langen ;-)) Link. Vielleicht hilft er dir ein bißchen...
http://209.85.135.132/search?q=cache:l4UfA3LyfnUJ:www.schwanger-in-bayern.de/schwangerenberatung/themen/finanzielle-leistungen/elterngeld/partnermonate-und-elternzeit.html+elterngeld+vater+2+monate+ab+geburt&cd=6&hl=de&ct=clnk&gl=de

LG Ioba
PS: Noch was wenn er ab Geburt des Kindes, z.B. zwei Monate Elternzeit nimmt, gibt es für euch insgesamt nur 10 Monate Elterngeld (das Elterngeld wird bei Frauen immer mit dem Mutterschaftsgeld verrechnet)

Beitrag von kc2009 04.03.10 - 16:15 Uhr

Das ist nicht richtig. Ich habe die Anträge schon gestellt.

Man hat nach der Geburt zwei Monate Mutterschutz. Gleichzeitig beginnt aber auch die Elternzeit und der Anspruch auf 12 Monate Elterngeld. Wenn also die Mutter nun allein zu hause bleibt bekommt sie für die zwei Monate nach der Geburt 67% ihres durchschnittlichen Nettogehalts und 33% Mutterschutzgeld. Es wird also noch volles Gehalt gezahlt aber eben an verschiedene Stellen aufgeteilt.

Die nächsten 10 Monate danach wird normal nur noch 67% gezahlt.

Nimmt der Vater aber nun auch Elternzeit gibt es 14 Monate statt 12 Monate Anspruch. Wenn also der Vater die ersten zwei Monate direkt nach der Geburt nimmt fängt die Erlternzeit für die Mutter erst nach der Zeit des Mutterschutzes an. Das ist so wie eine hier shcon geschrieben hat die beste Variante.

Denn die Mutter bekommt dann für die zwei Monate nach der Geburt 100% Mutterschaftsgeld gezahlt und der Vater 67% seine Nettogehalts.

Beitrag von ioba 04.03.10 - 16:28 Uhr

Wenn es so ist es es genial!
Bleibt halt nur zu hoffen, dass der Arbeitgeber des Vaters mit der Elterzeit mitspielt, da man ja nicht weiß wann das Kind genau geboren wird - oder gibt es da auch einen "Trick"?