Nachmittagszeit, für uns gibt es keine Freizeit mehr

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von inrosa 04.03.10 - 16:58 Uhr

Hallo
seit September bin ich nun auch Schulmutter.
Mein Sohn geht in den Hort und die Schule geht bis 13.10.
Danach ist Essenzeit und die Hausaufgabenzeit geht bis 15.15!
Meist hole ich ihn dann um vier ab, da ich noch arbeite (ausser montags, da hat er Sport).

Aber damit ist es nicht getan.
Kaum sind wir zu Hause geht es weiter.
Uns allen wurde am Elternabend vermittelt, daß wir Nachhilfemuttis zu sein haben.

Das bedeuted die Lehrerin hat deligiert jeden Tag
zu lesen...die Kinder sollen eine DinA5 Seite lesen, die Eltern ebenfalls eine DinA5 Seite und danach Fragen stellen, der 10er Raum sei noch nicht sicher in Mathe und immer wieder Aufgaben stellen und danach soll noch ein Satz ins Heft geschrieben werden.:-[

Das bedeuted, daß mein Kind dann permanent bis abends sechs Uhr damit beschäftigt ist, für die Schule zu arbeiten.

Ganz ehrlich? SO habe ich mir das nicht vorgestellt. Der Junge hat keine Freizeit und unter der Woche läuft nichts nichts mit Freunden.
Ich kenne das ganz anders von meiner Kindheit und bin wirklich erschrocken über den oft unsinnigen und vollen Lehrplan.

Ist es bei euch auch so?



Beitrag von risala 04.03.10 - 17:02 Uhr

Hi,

ganz ehrlich? Ich würde da nicht mitmachen und das der Lehrerin auch ganz klar sagen. Die Kinder müssen noch Zeit zum spielen haben.

Lesen üben kann man z.B. abends vor dem schlafen. Mein Sohn liest die Schulsachen nicht gerne (langweilig), aber seine Bücher liebt er. Deshalb lesen wir mehrmals in der Woche für 10min (wenn er mag auch länger) in seinen Büchern vor dem einschlafen. DAS hat bei ihm das Lesen und schreiben deutlich verbessert.

Rechnen so nebenbei - z.B. beim Kochen helfen, beim einkaufen, etc.

Geschrieben wird nur, was eindeutig Hausaufgabe ist oder wenn ein Diktat ansteht.

Gruß
Kim

Beitrag von zaubertroll1972 04.03.10 - 17:15 Uhr

Hallo,

ich bin geschockt sowas zu lesen.
Sowas kenne ich gar nicht.
Von uns wurde gar nichts verlangt.
Unser Sohn kommt in der Schule gut mit. Die Lehrerein hat nichts von Üben zuhause gefordert.
Natürlich lesen wir oft ( entweder sind es Hausaufgaben oder ich lese abends vor wobei mein Sohn auch meist ein Stückchen liest ) und ich habe hier auch ein paar Übungshefte die wir hin und wieder rauskramen. Ich denke aber nicht daß es erforderlich ist, wir machen`s eher so wenn hier totale Langeweile herrscht.
Hast Du Dich mal mit den anderen Eltern abgestimmt, wie empfinden die das? Was sagt die Klassenpflegschaft dazu? Ich würde schauen daß man sich zusammen tut und ein Gespräch mit der Lehrerin findet.
Bei uns sind die Kinder alle gut dabei und von den Eltern wird nichts erwartet.
LG Z.

Beitrag von inrosa 04.03.10 - 17:24 Uhr

Hallo
auf dem Elternabend wurde allen sehr deutlich vermittelt, daß
wenn die Kinder die 10er Reihe nicht können, sie bei allem anderen nicht mitkommen.
Und das ist jede Menge, was noch ansteht bis zu den großen Ferien.

Es sind viele Kinder in der Schule, die mittags gleich nach Hause gehen und ich ehrlich gesagt nicht weiß, inwiefern diese betroffen sind.
Kommen wir aber erst später heim, dann fängt halt auch alles später an.
Während die anderen fertig sind, fängt meiner erst an!
Dabei hatten sie bereits eine komplette HA-Std.

Ich pers. halte das Konzept und auch den Lehrplan für völlig idiotisch, mein Kind kommt gott sei Dank noch gut mit- aber wer weiß wie lange noch, bei diesem Druck?

Vielen lieben Dank.

Beitrag von baltrader 04.03.10 - 17:32 Uhr

Was wird denn da für ein Blödsinn von der Schule veranstaltet?
Er ist doch schon in der Hausaufgabenbetreuung in der Schule, oder habe ich das falsch gelesen?
Da sollten solche Aufgaben dann doch auch erledigt werden, mehr als eine Stunde Hausaufgaben am Tag in der Grundschule, wo soll denn das hinführen.
Bei uns sind die meisten Kinder sicher im Zahlenraum bis 20, auch ohne stundenlanges Üben am Nachmittag, vielleicht sollte die gute Frau mal über die Qualität ihres Unterrichts nachdenken.
Klar, werden bei uns auch mal gern 2 DIN A 4 Seiten Matheaufgaben aufgegeben, aber nicht täglich.
Ich würde mir die Dame schnappen und die Situation schildern, für einen Grundschüler ist das nicht zumutbar, wann soll er denn noch mit Freunden spielen?

Lg,

Mimi

Schreib doch mal wie es weiter geht.

Beitrag von thalia.81 04.03.10 - 18:34 Uhr

Auf die Gefahr hin, gleich gesteinigt zu werden:

Was ist denn so schlimm daran, jeden Tag mit seinem Kind ein bisschen zu lesen? 10 Minuten reichen völlig, aber gerade im ersten Schuljahr ist das sooo wichtig. Ich denke, wir müssen nicht darüber diskutieren, wie grundlegen Lesekompetenz und vor allem auch sinnentnehmenden Lesen sind. Außerdem kann man diese Lesezeit doch prima vorm Schlafengehen erledigen.

Natürlich ist es eine Frage des WIE und WAS. Das steht außer Frage. Ich sage immer: Egal was, hauptsache 10 Minuten lesen.

Zum Kopfrechnen im Zahlenraum bis 10: Die Zerlegung der Zahlen bis 10 zu können, ist ebefalls sehr wichtig, damit sich das zählende Rechnen nicht manifestiert und die Kinder eine Zahlvorstellung entwickeln können. (Irgendwo wurde heute bereits etwas ähnliches diskutiert). Allerdings muss man dafür nicht stupide Matheaufgaben diktieren, das kann auch wunderbar spielerisch funktionieren und prima in den Alltag integriert werden, ohne dass dem Kind auffällt, dass es gerade etwas *übt*.

Abgesehen davon hat doch dein Sohn in der ersten Klasse sicherlich nicht jeden Tag von 8:00 - 13:10 Uhr Schule. Dann hätte er ja jeden Tag 6 Schulstunden, wo gibt es das denn in der 1. Klasse? Das haben ja hier nicht mal die Viertklässler... Sicherlich wird er schon auch gespielt haben, wenn du ihn um 16Uhr abholst. Wenn er seine Hausaufgaben vor 15:15Uhr fertig hat, wird er bestimmt nicht zum Stillsitzen verdonnert. Es sei denn, er trödelt sooo dermaßen und schaut lieber aus dem Fenster. Dann ziehen sich Hausaufgaben natürlich in die Länge. Davon gehe ich allerdings nicht aus.

Richtwert für reine Hausaufgabenzeit im 1. Schuljahr: knapp 20-30 Minuten. Hat ein Kind große Schwächen, muss natürlich zusätzlich geübt werden oder sollen bestehende Schwächen (sofern vorhanden) noch größer werden?

Und was findest du an dem Lehrplan der ersten Klasse unsinnig? Wohl kaum das Lesenlernen und Rechnen im ZR bis 20...

So, und nun ziehe ich mich wieder zurück und warte auf *Angriffe* ;-) :-p

Beitrag von baltrader 04.03.10 - 18:50 Uhr

Es geht nicht darum, dich anzugreifen, aber so wie ich das verstanden habe, wird das Kind nach der Schule weiter bis ca. 16 Uhr betreut und dann erst abgeholt.
Wenn man dannach noch so "blöde" Übungsaufgaben machen soll, kann ich verstehen, daß man da keine Lust mehr hat, zumal ja auch eine Hausaufgabenbetreuung stattgefunden hat.
Ich lese mit meiner Tochter auch regelmäßig, klar, macht doch auch Spaß, aber nur solange kein Zwang dahintersteht.
Rechnen lernt sie auch ohne zusätzliche Aufgaben und den 10er Bereich beherrscht sie nun auch über normalen Unterricht und Hausaufgaben so sicher, daß wir nicht zusätlich üben müssen.
Es geht ja nicht darum, nicht üben zu wollen, aber ein Kind soll auch noch Kind sein dürfen und das kann es so nicht.

Lg,

Mimi

Beitrag von delfinchen 04.03.10 - 20:20 Uhr

denn ich kann oft sehen, was rauskommt, wenn grundlegende Rechen- und Schreib/Lesekompetenz nicht gelegt wurde. Und Ehrenwort: das ist wirklich kein Spaß, wenn 7. Klässer
- einfache Texte nicht lesen können
- Texte nicht sinngemäß erfassen
- nicht Kopfrechnen können
- das 1x1 nicht beherrschen
- ...

Da steht man dann da und soll
- Prozent- und Bruchrechnen lehren - aber sie können nicht erkennen, dass die 4 in die 100 passt.
- komplexe Sachtexte bearbeiten, und es dauert erst mal 30 MInuten, bis jeder den eine Siten langen Text gelesen hat - vom Verstehen gar nicht zu sprechen
- Englisch unterrichten, dabei stehen nichtmal die Grundlagen der deutschen Sprache, wobei man bekanntermaßen die eigene Sprqche können muss, um eine Fremdsprache erlernen zu können

Demnach zieh ich meinen Hut vor den Grundschullehrern/innen, die es schaffen, in übervolln Klassen Kindern das Rüstzeug mitzugeben, das sie fürs Leben brauchen, denn dass Rechnen und Lesen Kernkompetenzen sind und besonders Lesen in der Wissensgesellschaft eklatant wichtig ist, steht ja wohl außer Frage.
Und Gott nsei Dank gibt es viele Grundschullehrer/innen, denen es nicht nur gelingt, das entsprechende Wissen zu vermitteln, sondern das auch so angehen, dass die Kinder gerne zur Schule gehen.
In diesem Sinne sei mal ganz nebenbei angemerkt, dass ich nicht nachvollziehen kann, warum ein Lehrer am Gym so deutlich besser bezahlt wird, als ein Grund- oder Hauptschullehrer.

Viele liebe Grüße
delfinchen


Beitrag von frau.mecker 05.03.10 - 08:34 Uhr

So Eltern, wie du sind genau diese Mitläufer die das Schulsystem noch braucht @delfinchen.

Da werden Kinder Leistungsbewertet, entwickeln Schulangst und Demotivation in der Schule, aber keiner hinterfragt die Hintergründe, warum soviel Lernstoff an die Kinder weitergegeben wird und warum soviel Druck ausgeübt wird.
Siehe PISA Und SCHLUSSLICHT.

Während in den Norwegischen Ländern von entspannter Atmosphäre, Selbstlernkompetenz und kleinen Klassen die Rede ist, die Pisa mit Bravur abschliessen AUCH OHNE LEISTUNGSBEWERTUNG, beharrt Deutschland, trotz ausgieber Pädagogenkompetenz weiterhin auf einem 3 Schulsystem, früher Aussortierung und Druck.

Na Bravo, wenn die unfähige Eltern als Nachhilfelehrer angestellt werden, die Lernprofis nachmittags boomen (in der Grundschule) und die Pädagogen die Hände falten und sagen, so ist es nun mal????


Darüber kann ich nur den Kopf schütteln.

mfg

Beitrag von barbarelle 05.03.10 - 09:33 Uhr

Da geb ich dir recht. Ich weiss nicht ob ich meinem Kind einen Gefallen tue, indem ich mich dem ganzen verweigere.

Der Druck der auf uns und den Kindern lastet ist enorm.
Von Klassenbeste ist sie zu eine Leistungsverweigerin mutiert und erst seit ich Fünfe gerade sein lasse, geht es wieder aufwärts und die Motivation kommt.

Mein Kind liest gut und gerne. Warum soll ich auf diese täglichen 10 Min. bestehen, nur damit sich ihr Lesepass füllt?

Das Kind von Inrosa ist erst in der ersten Klasse. Da muss es noch nicht flüssig lesen können.

LG
Barbarelle

Beitrag von gismomo 04.03.10 - 18:50 Uhr

Hallo!

Wenn dein Sohn bis 13.10 Uhr Schule hat und du holst ihn um 16.00 Uhr ab, dann hat er von Schulende bis zu dem Zeitpunkt, an dem du ihn abholst, knappe drei Stunden Zeit.
Solange wird er sicher nicht für die Hausaufgaben brauchen! Was auch immer in dieser Zeit macht - reine Hausaufgabenzeit ist das nicht!

Die Übungsaufgaben, die ihr als Eltern zuhause mit den Kindern durchführen sollt, finde ich jetzt nicht furchtbar dramatisch. Man kann entweder alles übertreiben oder sich clever überlegen, wann man Zeit für so was einplant - zum Beispiel direkt beim Insbettgehen einfach gemütlich aneinanderhinkuscheln und noch 10 Minuten lesen, zuerst er ein Stück, dann liest du ihm noch eine Geschichte vor. Das wird er nicht als Belastung empfinden, wenn du ein gemütliches Kuschelritual draus machst.

Und die Zahlen üben - das kann man auch am Wochenende intensiv machen und unter der Woche drei, vier Aufgaben im Auto, während du ihn abholst - oder beim Abendessen, spielerisch, - und gut ist! Mehr brauchst du gar nicht machen.

Natürlich ist es frustrierend, wenn man sieht, wie relativ wenig Zeit Schulkinder zum Spielen haben. Bei meinem Sohn ist es ähnlich. ABER: Und das muss ich hier wirklich betonen: Es liegt wirklich auch mit daran, dass wir berufstätig sind!!! Bei dir sind es immerhin drei Stunden, die vergehen, bis du deinen Sohn abholst. Würde er gleich nach der Schule heimgehen, sähe die Sache ja ganz anders aus. Mit den Hausaufgaben ist er wohl in 30 Minuten bis max. 60 Minuten fertig. Dann wäre er um 15.00 Uhr spätestens mit Mittagessen und Hausaufgaben durch. Und hätte noch genug Zeit bis zum Abend um zu spielen.

Ich mach dir weder einen Vorwurf noch bewerte ich eure Situation in irgendeiner Art und Weise negativ. Ich sage das nur, weil ich in genau der gleichen Situation bin und gemerkt habe, dass das leider die Nachteile sind, wenn man Schulkinder hat und berufstätig ist. Ich bin momentan am Überlegen, was ich bei uns ändern kann, damit das reibungsloser klappt.
Vielleicht könnte dein Sohn einen Tag in der Woche direkt nach der Schule zu einem Freund gehen? Dort kann er dann spielen, und die Hausaufgaben macht er, wenn du ihn abholst? Ich hätte kein Problem damit, der Mutter des Freundes dafür ein sehr großzügig bemessenes Mittagsessensgeld zu geben oder ganz klipp und klar dafür die Bezahlung wie für eine Tagesmutter zu geben.

So ähnlich handhabe ich das ein Mal in der Woche.

lg
K.

Beitrag von haarerauf 04.03.10 - 19:54 Uhr

Hallo,

also unsere Kinder müssen auch jeden Tag 10 Minuten laut vorlesen. Dafür unterschreiben wir Eltern auch im Lesecheck.

Und das ist mehr als eine DiN A 5 Seite.

Und natürlich frage ich, ob mein Sohn das verstanden hat, was er da gelesen hat....

Verstehe Dein Problem nicht.

Es gehen ja auch nicht alle Kinder in den Hort. Die haben natürlich nicht das "Freizeitproblem".

Haarerauf

Beitrag von rosalinde.x 04.03.10 - 21:29 Uhr

Hallo Inrosa,

dein Sohn macht doch im Hort Hausaufgaben. Wieso musst du dann zuhause nochmal anfangen?

Wenn er seine Hausaufgaben ordentlich in der dort zur Verfügung stehenden Zeit erledigt, würde ich kein zusätzliches Pflichtprogramm mehr machen.

Möglichst viel lesen, ist natürlich wichtig. Das sollte aber nicht unter Pflicht-Hausaufgaben laufen, sondern unter Spass. Wenn dann mal 1 Tag nichts spezielles gelesen wird, ist das auch nicht schlimm (außer es ist ein bestimmter Text auf - der wird im Hort gelesen).
Bei meiner Tochter lief das alles "nebenher". Es steht ja überall etwas:
Unterwegs auf Schildern, Lebensmittelpackungen, Zeitung, ... da reicht auch mal ein Satz.

Zum Rechnen in den Alltag integrieren hast du ja schon Tipps bekommen. Es gibt auch Rechen-Spiele (würde ich nur machen, wenn er Spass dabei hat).

Extra üben würde ich nur, wenn er besondere Schwierigkeiten hat (z.B. immer noch nicht richtig Buchstaben zu Wörten zusammen ziehen kann).

Bei so allgemeinen Aussagen am Elternabend musst du prüfen, ob es bei deinem Sohn notwendig ist.

Liebe Grüße

Beitrag von petunia72 04.03.10 - 21:38 Uhr

Hallo,

also ich kenne das von der Tochter meines Freundes nicht so, sie macht die hausaufgaben in der Übermittag-Betreuung und nur, wenn sie es nicht geschafft hat, dann muss sie nachmittags noch ein wenig zuhause machen.

Ist der Hort Deines Sohnes an die Schule angeschlossen? Vielleicht ist der Lehrerin gar nicht bewusst, dass sie Kinder in der Klasse hat, die mittags nicht direkt nach Hause gehen und dort mit den Eltern noch ein bisschen üben können.

Ich finde es gut, dass die Eltern angeregt werden mit den Kindern zu lesen, aber nicht, wenn sie sonst nichts mehr frei mit den Kindern machen können, weil sie keine Zeit mehr haben.

Vielleicht findet man eine Regelung mit dem Hort, falls dort mehrere Kinder einer Klasse sind, könnten die ja zusammen üben.

LG Tina

Beitrag von gh1954 04.03.10 - 21:52 Uhr

Wenn du ihn um 16 Uhr abholst, wird es doch sicher nicht bis 18 Uhr dauern, eine Seit zu lesen...#kratz

>>>der 10er Raum sei noch nicht sicher in Mathe<<<
Das zu vermitteln ist Aufgabe der Lehrerin.

Dass sein Nachmittag so kurz ist, liegt abr auch daran, dass du ihn erst um 16 Uhr abholst, da kann die Schule nichts für.

Beitrag von inrosa 05.03.10 - 08:43 Uhr

na dann schmeiss ich alles hin und H4 lässt grüßen!

Danke für den Tipp, wie ich an mehr Freizeit komme!

Beitrag von babybaer4 04.03.10 - 22:31 Uhr

Hallo,

ich würde es abändern.Zehn Minuten rechnen daraus vielleicht ein Spiel machen indem du ihm unterwegs die Aufgaben stellst und Abends 10 min abwechselnd was vorlesen und Ende.
Irgendwann muss auch ein Kind Feierabend haben.

Lg Sabine

Beitrag von imzadi 04.03.10 - 23:36 Uhr

Mein Sohn (1. Klasse) hat nun einen Zettel bekommen wo ich jeden Tag eintragen muss was und wie lange er gelesen hat. Nicht schlimm genug das wir oft bis 17- 18 Uhr brauchen bis die Hausaufgaben fertig sind, jetzt auch noch das. Wo bleibt da das Kind sein?

Auf der anderen Seite höre ich aber auch immer wieder von anderen Eltern was wir ein Glück haben mit der Klassenlehrerin, sie wäre zwar streng, verlangt viel aber die Kinder können dannach auch viel und tun sich in der nächsten Schule leichter.

Ich denke das sollte jeder selber wissen was er seinem Kind zumutet. Wenn ich sehe mein Kind tut sich wo schwer bin ich die erste wo nachhilft und fördert. Aber ich nerv ihn trozdem nicht jeden Tag mit lesen. Weil mittlerweile ist er da richtig gut, lieber lass ich ihn dann mal den Einkaufszettel schreiben, da braucht er mehr übung.

Beitrag von manavgat 05.03.10 - 07:51 Uhr

habt ihr keinen Elternbeirat?

Gruß

Manavgat

Beitrag von inrosa 05.03.10 - 08:41 Uhr

Es war ja klar, daß es wieder aus dem Ruder läuft.

Um 16 Uhr hole ich ihn ab.
Wir fahren ca 30min heim (Stadt-Berufs-Verkehr)
Danach wird sich gleich hingesetzt und ja, es dauert bis er seinen Satz geschrieben hat, gelesen hat bis mind. 17 Uhr.
An 2 Tagen die Woche hat er auch noch Sport (oh nein welch ein Vergnügen, daß laut Urbia anscheinend verboten ist) und dementsprechend fangen wir später an.
Dann wird geduscht, essen gemacht und um sieben geht es ab ins Bett.
Die Schule fängt übrigens hier um halb neun an und er ist schon ab 7 im Hort!!

Das heisst, das Kind powert einen ganzen Tag.
NAch der Schule um 13.10 gibt es Essen meist gegen halb zwei. Bis alle Kinder eingesammelt sind von den versch. Klassen, dauert.

Nach dem Essen um 14 fängt die HA Std an, die 1) nicht verpflichtend ist und 2) auch nicht korrigiert wird. Also hängt das wieder an den Eltern.
Um 15.15 dürfen die Kinder dann spielen oder laufen direkt los nach Hause.
Mein Sohn wird zwischen 16-16.-30 Uhr abgeholt, je nachdem wie ich es schaffe.

Ja, aber auch berufstätigen Eltern muss die Chance gegegben werden, daß auch deren Kinder Freizeit habe.

Beitrag von barbarelle 05.03.10 - 09:45 Uhr

Hallo Inrosa,

kann dich sehr gut verstehen. Kinder sind keine Maschinen, die man auf Knopfdruck anstellen kann. Gerade in dem Alter brauchen sie das Spiel noch sehr.

Einen so rechten Tipp kann ich dir nicht geben. Nachdem mein Kind eine Blockade entwickelt hatte und wir uns diesem ganzen Stress entzogen haben, geht es uns Eltern und vor allem dem Kind besser.

Was sie nicht schafft, schafft sie numal nicht. Basta.

Dein Kind muss erst noch seinen Rhytmus finden und in der Schule ankommen. Zu viel Druck und Last wirken da kontraproduktiv. So weit bin ich erst gekommen, als ich gemerkt habe, welchen Druck sich mein Kind macht und wie sehr ihre Seele daran zu zerbrechen drohte an den Erwartungen.

Mir sind alle Pisas der Welt nicht so viel wert, wie das wohlergehen meines Kindes. Ich hoffe nur nicht, dass ich durch diese Einstellung den Zorn der Lehrerschafft auf mich ziehe.

Mein Kind ist übrigens jetzt in der zweiten Klasse und es läuft wesentlich besser. Vielleicht tröstet es dich ein wenig, dass sich das auch bei dir noch einspielen wird.
Mach das Theater mit den 10 Min. am Tag lesen nicht mit. Er soll mit Freude ans Lesen geführt werden und nicht Lesen als "Zwang" ansehen. Noch dazu, wenn es ihm schwer fällt.

Als wir diesen Lesepass bekamen habe ich ihn der Lehrerin mit den Worten zurückgegeben, dass mein Kind gern und viel liest und ich sie jetzt nicht verpflichten werden jeden Tag zu lesen, nur damit das Ding sich füllt. Immerhin gab mir unsere Lehrerin recht. Sie hat auch ihre Vorgaben.

LG
Barbarelle

Beitrag von sini60 05.03.10 - 10:05 Uhr

Dein Kind hat ja Freizeit. Zwar nicht zuhause, weil du berufstätig bist, aber dort. Das einzige was du verlangen könntest, das in der 1 Stunde Hausaufgabe gemacht und korrigiert wird. Lernstoff üben und vertiefen ist immer Sache der Eltern.

Beitrag von alfamama33 06.03.10 - 00:24 Uhr

Im Hort zu sein ist nicht Freizeit!
Hort ist viel anstrengender. Zu Hause kann sich das Kind auch einfach mal gehen lassen, im Hort nicht!

Beitrag von sini60 06.03.10 - 08:36 Uhr

Da gebe ich dir vollkommen recht. Aber das das Kind im Hort ist, ist ja die Entscheidung der Eltern.

Beitrag von arthurmama 05.03.10 - 12:18 Uhr

Hallo inrosa!

Willkommen in der realen Welt!

Besonders der Satz: "Ja, aber auch berufstätigen Eltern muss die Chance gegeben werden, daß auch deren Kinder Freizeit habe. " ist absolut richtig - aber die Schule und das Schulsystem in D ist eben nicht auf berufstätige Mütter ausgelegt, sondern auf daheim sitzende Mütter, die zwischen 11:30 und 13:30 schon auf die Kinder mit einem frisch gekochten, vollwertigen Mittagsmenü warten und völlig entspannt und sorgenfrei mit dem ehrenamtlichen Job "Hilfslehrer", "Hilfserzieher", "Taxi" beginnnen können.

Die Sitaution die Du beschreibst ist GANZ NORMAL - leider :-(.

VG, I.

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