Mein Baby hatte wohl monatelang Hunger - SILOPO - Lang

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Beitrag von kiscica77 04.03.10 - 17:32 Uhr

Hallo Ihr Lieben!

Muss mich mal ausheulen... #heul

Mein Sohn wurde am 25.10.09 geboren.
Ich war nur kurz im Krankenhaus, da ich ich eine tolle Hebamme und gleichzeitig Stillberaterin hatte.

Hätte nicht gedacht, dass das mit dem Stillen überhaupt klappt, da ich nicht gerade stillfreundlich Brüste (groß und sehr flache Warzen) habe. #hicks

Aber es hat eigentlich am Anfang super geklappt.
Nach wenigen Tage zeigte sich das (wir wir dachten) ungeduldige und starke Temperament unseres Sohnes, da er sehr gierig aß und auch bald begann sehr an meinen Brustwarzen zu reißen. #schock
Meine Hebamme sagte, das würde sich geben, ich solle durchhalten.

Er war immer sehr leicht reizbar und quegelig, welches auch noch durch die 3-Monatskoliken überdeckt wurde. Habe von der Hebamme Globulis gegen die Reizbarkeit bekommen. :-[

Ich dachte natürlich meine Brustwarzen wären ungünstig, oder ich hätte nicht genug Milch.

Aber meine Stillberaterin meinte mehrfach dies sei nicht so...

Er nahm zwar zu, aber war immer ein sehr dünnes und langes Kind, aber da sein Vater auch so ist, dachten wir uns nichts dabei, und lag ja immer geradeso auf der 50. Perzentlie. #kratz

Er schrie und schlief immer mehr, so dass wir wirklich sehr an unsere Grenzen kamen und nur hofften das sich das verwächst. Er hat aber auch viel gelacht und war sehr aktiv. So dass wir dachten, er schreit halt, weil er nicht in den Schlaf findet oder gertragen werden will. #aerger

Nach 2 Monaten waren die Koliken vorbei und das Geschrei etwas besser, aber immer noch extrem. Wir konnten nirgens mit ihm hingehen, da er alles zusammenbrüllte, sobald mehr los war.

Ich fragte verschiedene Hebammen und den Kinderarzt und wurde zu 2 verschiedenen Ostepathen, Orthopäden und Schreiambulanz geschickt bzw. damit vertröstet, dass ich nunmal ein dünnhäutiges und temperamentvolles Kind hätte, oder es wurde von Schüben berichtet, die bei ihm vielleicht nahtlos ineinander übergingen.

Das Anlegen wurde immer schwieriger, er riss und schrie immer mehr und war nach dem Essen kaum zu beruhigen. Da ich aber zusätzlich abpumpte und nach dem Stillen immer noch viel Milch in der Brust war, dachte ich mir nichts dabei.

Erst vor ein paar Tagen beim KA nachdem er zu wenig zugenommen und dann in einer Woche 60g abgenommen hatte wurde mir vom KA empfohlen sofort zuzufüttern.
Die Hebamme wollte sogar noch weiter abwarten, da Stillkinder nunmal dünner seien und die Waage in der Arztpraxis öfter spinne. #aerger

Ich wollte aber nicht abwarten und füttere nun seit 3 Tage zu...

Und nun habe ich ein super ausgeglichenes zufriedenes Kind, das zwar immernoch schriet wie ab Spieß, wenn er Hunger hat, aber auch nur dann. #huepf

Ich habe jetzt ein fürchterlich schlechtes Gewissen, weil er anscheinend monatelang Hunger hatte. Ich mache mir Sorgen um sein Urvertrauen, er hatte Hunger und ich dachte es ist müder, dabei ist er nur aus Erschöpfung eingeschlafen. #heul
Ich habe Sorgen um seine bisherige Hirnentwicklung, da der KA meinte, sein Gehirn könne nicht reifen, ohne ausreichend Nahrung. #zitter

Soooo das ist lang geworden, aber ich bin wirklcih traurig und auch ein bißchen wütend und hoffe nur, dass er keine bleibenden Schäden davongetragen hat. #schmoll

Danke für´s Lesen

LG

Kiscica



Beitrag von murphymaus1983 04.03.10 - 17:45 Uhr

Hallo,

au wei. So gings uns damals auch. Er schrie und schrie und schrie.

Kaum hab ich zugefüttert, war er das zufriedenste Baby.

Ich kann dir sagen, zumindest bei uns gabs keine bleibenden Schäden. Also mach dir nicht solche Sorgen.

Unser Großer ist ganz klar im Kopf :-) und liebt uns trotzdem, trotz Hungerei in Babytagen .

lg

Beitrag von kiscica77 04.03.10 - 17:49 Uhr

Oh das beruhigt mich...

Wie lange hat Euer denn "gehungert"?

LG

Kiscica

Beitrag von murphymaus1983 04.03.10 - 20:45 Uhr

Hi, sorry eben erst gelesen.

Er hat 14 Wochen gehungert ca. Der Arme. Hab heute noch manchmal nen schlechtes Gewissen, zumal meine Oma damals immer schon meinte, er wird nicht satt, ich hatte es allerdings immer auf 3-Monats-Koliken und ähnliches geschoben.

Dieses Mal ists anders, ich stille momentan schon seit Oktober und die Kleine scheint satt zu werden. Wir haben eigentlich meist 3Stundenabstände und nachts manchmal länger.

glg

Beitrag von kiscica77 05.03.10 - 23:18 Uhr

Oh, das ist ja schön zu hören, dass es beim zweiten nochmal klappen kann.

LG

Beitrag von hope001 04.03.10 - 18:28 Uhr

Wie schwer ist deiner Kleiner jetzt, bei der Geburt und ca. mit 15 Wochen?

Finn ist morgen 16 Wochen und wiegt 5520g.

LG, Hope

Beitrag von kiscica77 04.03.10 - 18:42 Uhr

Mit 18 Wochen wog er 5900. Hatte aber ein Geburtsgewicht von 3910 g.

LG

Kiscica

Beitrag von hope001 04.03.10 - 21:06 Uhr

Meiner wog bei der Geburt 3020g.

Seit Dienstag gebe ich abends ein Fläschchen.

Beitrag von jacky 04.03.10 - 19:12 Uhr

Vorwürfe bringen ja nun auch nichts mehr. Beim nächsten Kind weißt du Bescheid. Denke mal, dass er nun schnell alles aufholen wird. Aber hier glaubt einem sowas ja ohnehin keiner. Jede kann stillen, dass Kinder nicht satt werden ist Quatsch blablabla

Ich stelle mir das mal einfach so vor: Es kommt ja beim stillen auch drauf an, was die Mutter zu sich nimmt. Und das variiert nun mal. Gibt man eine Flasche, so ist dort immer die gleiche Zusammensetzung an Vitaminen etc. drin. Schreit das Kind, gibt man einfach mehr Pulver pro Flasche oder eine Flasche mehr. Es ist doch kein Wunder, dass Stillkinder oftmals so reagieren. Außerdem habe ich es selbst erlebt. Der Kleine von Bekannten wurde eines Wochenendes nicht mehr satt. Die Mutter hatte schlichtweg nicht mehr genug Milch. Außerdem ist sie ohnehin sehr sehr dünn und hatte einen Eisenmangel. Jedenfalls musste ich mit ner Flasche aushelfen und seit das Kerlchen abends seine Pre-Milch hinzu bekam, war er lieb und ruhig und schlief gut.

Meine Hebamme meinte auch, ich solle 6 Monate nur Pre nach Bedarf geben. Habe ich getan.Doch Püppi schrie uns mit 4,5 Monaten die Ohren ab vor Hunger. Habe auf 1er gewechselt und schon war Ruhe...

Mach dir keine Vorwürfe.In einer Gesellschaft, in der nur die Langzeitstill-Mutter eine Ehrenurkunde verdient hat, ist es ja kein Wunder, dass sowas vorkommt.

Beitrag von kiscica77 04.03.10 - 20:39 Uhr

Oh wie wahr!

Aber das die ganzen Professionellen das nicht geblickt haben ist doch echt krass!

Noch gebe ich pre, mal schauen wie lange noch! ;-)

Beitrag von hope001 04.03.10 - 21:05 Uhr

Hallo,

ich glaube, ich habe solangsam auch ein Problem.

Finn wird in einer etwa Woche 4 Monate alt und im Moment glaube ich, dass er abends nicht mehr satt wird. Er trinkt zwei - drei Minuten und weint dann (kein quengeln) und sucht und sucht, dockt ab, dockt an usw., wenn ich dann die Brust wechsel, geht das selbe Spiel los.
Ich merke aber, dass er definitiv Hunger hat. Dienstag habe ich etwa 9x gestillt.
Seit Dienstag gebe ich abends ein Fläschchen, was mir nicht leicht fällt.
Die Stillberaterin/Kinderkrankenschwester aus der Stillgruppe -eine super lieber und kompetente Frau- hat mich da sehr gut beraten und hat mir auch gesagt, dass ich das richtig gemacht habe und kein schlechtes Gewissen haben muss.
Ich möchte nicht, dass mein kleiner hungern muss oder abnimmt. Er ist 5520g schwer mit knapp 16 Wochen, also ein zartes Männlein.
Ich esse gut und reichlich -ca. 3000kcal am Tag- und trinke mind. 2l Wasser + Malz und Stilltee, daran liegt es bei mir nicht.
Man kann zuwenig Milch haben und Abends ist nicht Milch nicht meht so gehaltvoll wie morgens uns fließt auch nicht mehr so viel.

Hope

Beitrag von osdream 04.03.10 - 20:51 Uhr

Hallo Kiscica,

uns ging es genauso. Ich hatte auch eine Hebamme die auf biegen und brechen durchsetzen wollte, dass ich meine Tochte voll stille. Ich hab am Ende nichts mehr machen können, da meine Tochter fast den ganzen Tag an meiner Brust hing. Die schlauen Worte anderer Stillmütter "immer wieder anlegen, dann reguliert sich das alles" halfen bei uns auch nicht. Die Milch reichte einfach nicht aus, damit sie satt wurde. Es wurde auch nicht mehr, obwohl ich sie immer wieder anlegte. Meine Hebamme meinte dann, ich müsse damit umgehen können, mit einem schreienden Kind spazieren zu gehen. Super! Ich hab mich dann gar nicht mehr getraut mit ihr rauszugehen. Irgendwann ging es gar nicht mehr und ich hab aufgegeben und eine Packung HaPre-Milch gekauft. Sie hat die Flasche so schnell ausgetrunken und war dann auf einmal so lieb und zufrieden. Ich konnte mal mit ihr spielen ohne das sie auf der Suche nach meiner Brust war. Das war so schön. Ich hab mir dann auch Vorwürfe gemacht nicht eher reagiert zu haben. Aber man ist wohl als Mutter in manchen Dingen so verunsichert und vertraut auf Hebamme oder Kinderarzt, dass sie einem helfen, wenn er Probleme gibt. Daraus hab ich gelernt, dass man viel öfter auf sein Gefühl hören soll und sich nicht von anderen reinreden lassen soll. Ich finde es ja auf der einen Seite ganz toll, wenn andere Frauen hier in dem Forum den Frauen bei Stillproblemen raten durchzuhalten, aber auf der anderen Seite gibt es eben auch Frauen, bei denen es einfach nicht klappt.

Mach Dir keine Vorwürfe! Ändern kannst Du es eh nicht mehr. Versuch schnell einen Tagesablauf einzuführen, bei dem Du etwas zu essen anbietest und nicht erst wartest, bis Dein Kind Hunger hat. Ich hab mir auch Sorgen gemacht, dass meine Kleine wohl nun alles Essen wird, was ich ihr gebe nur um nicht wieder hungern zu müssen. Aber ich hab es so eingerichtet, dass sie alle drei Stunden eine Flasche bekommt. Tagsüber trinkt sie sie zu 3/4 aus und abends komplett. Sie weiß nun, dass sie regelmäßig etwas bekommt und trinkt nun so viel, wie sie auch braucht. Schreien soll sie nie wieder vor Hunger!!

Wünsch Euch alles Gute weiterhin!

Lg Anke

Beitrag von kiscica77 05.03.10 - 23:16 Uhr

Oh ja, mit einem "schreienden Kind umgehen", wahrscheinlich noch mit nem halben Jahr die Geburt verarbeiten...

Danke für den Zuspruch, meiner ist jetzt auch im "Milch-Schlaraffenland" angekommen...

Euch auch alles Gute!

Beitrag von pta78 05.03.10 - 13:31 Uhr

Hallo,

eigentlich kann ich gar nichts richtiges dazusagen,eil sowas wir nicht hatten.Aber es regt mich sooooooo sehr auf,wie manchmal die Hebammen sind.Okay,man wird gut unterstützt und ich war auch sehr dankbar eine Hebamme zur Nachsorge zuHause zu haben.Geade beim 1. Kind hat man halt keine Ahnung und Erfahrung und macht alles was sie sagen.Hättest du auf dich und dein Kind hören können,wäre das nicht passiert.Und du hättest bald dazu gefüttert.Unsere Hebamme hat wegen den Mengen und Abständen der Mahlzeiten bei uns so ein Theater gemacht.Später habe ich auf die Kleine gehört und auf mei Bauchgefühl und siehe da sie ist auch groß geworden.
mach dir keinen Kopf,man kann die Zeit nicht mehr zurück drehen-aber d hast fürs Leben gelernt.


Lg Sandra und Pauline

Beitrag von kiscica77 05.03.10 - 23:24 Uhr

Oh ja ich habe tatsächlich gelernt...

Ein Baby verarbeitet nicht 4 Monate seine Geburt...

Ein 3. Ostheapath wird auch nicht schlauer sein...

Und nur weil er Temperament hat weint (kreischt) er nicht únunterbrochen mit riesen Kullertränen.

LG

Beitrag von lullaby99 05.07.11 - 11:15 Uhr

hallo kiscica

wollte dich mal fragen wie es deinem kleinen in dem letzten jahr ergangen ist. Ist bei ihm alles in ordnung und hat er sich geistig wie auch körperlich gesund und altersgemäß entwickelt trotz der hungerei? Meine kleine hat auch die brust für 15 stunden komplett verweigert und meine hebi meinte ich solle abwarten- hallo???
Das erste war, dass ich die Hebamme gewechselt habe nachdem ich dann meinem baby nach 17 langen stunden ohne jegliche nahrung die flasche anbot, die ohne probleme genommen wurde. Leider gibt es viel zu viele solcher Hebis, die auf teufel komm raus nur aufs stillen zählen.

wie lange hat dein baby am stück gehungert?
Wäre über infoaustausch glücklich
bg lullaby99