Sternengucker

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von judithuber 04.03.10 - 19:17 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

nächsten Donnerstag habe ich ET, gaaaanz offiziell und ob mein Mäuslein sich dran hält - wer weiß ;-)

Seit ca. einem Monat habe ich einen kleinen Sternengucker. Mein Arzt hat mich diese Woche aufgeklärt, dass es sein kann, dass er sich nicht mehr dreht und er rät dann von einer normalen Geburt ab wg. der Anstrengung und Risiko für Mutter und Kind...tja, es kann also sein, dass es ein Kaiserschnitt sein muss im Falle des Falles. Kennt das jemand bzw. hatte das jemand? Habt ihr da zufällig Erfahrungswerte?

Ich bin zwar total ruhig und mache mir jetzt nicht so dolle Gedanken, aber ich dachte mir, ich frage einfach.

vielen Dank schon im voraus
Judit

Beitrag von superschatz 04.03.10 - 19:45 Uhr

Hallo,

wird es dein erstes Kind sein?

Mein Sohn war ein Sternengucker. Morgens wurde noch ein Ultraschall gemacht, da lag er noch richtig, er hat sich wohl beim vorzeitigen Blasensprung gedreht.
Bei der Geburt merkte es aber keiner, es gab einen lange Geburtstillstand, es musste von außen mitgeholfen werden und letztendlich wurde zum Schluß noch mit der Saugglocke nachgeholfen.
Trotz einer wirklich unschönen Geburt würde ich es immer wieder so machen.

Allerdings war es wirklich sehr großer Stress für mich und den Kleinen. Unsere Werte waren sehr schlecht. Paul kam dann noch auf die Kinderintensiv, da es zu großer Stress war und er massive Anpassungsschwierigkeiten hatte.

Ich rate eigentlich sehr, sehr ungerne zu einem Kaiserschnitt, aber sollte es dein erstes Kind sein, wird es wahrscheinlich wirklich das Beste sein. So schade wie es ist.

LG
Superschatz
http://www.erdnuss-flip.de

Beitrag von mamafant 04.03.10 - 20:36 Uhr

Hallo,

warum soll den bei einem Sternengucker ein KS gemacht werden #kratz

Das höre ich zum ersten mal!
Es ist ja so, dass das Baby in Schädellage, aber eben einfach mit dem Gesicht "nach oben" liegt.

Mein Kleinster hat sich unter der Geburt in diese Position gedreht. Mit ein Paar Bewegungen, die mir die Hebamme gezeigt hat, hat er sich wieder zurückgedreht. Die Drehung zurück ging total schnell, innerhalb von wenigen Minuten war er in der "normalen" Position und dann setzten auch schon die Presswehen ein. Also hat er sogar 2 Drehungen während der Geburt geschafft ;-)

LG

Beitrag von barberina_hibbelt 04.03.10 - 20:42 Uhr

Hallo Judit,

vorab: nie im Leben würde ich aufgrund dieser Diagnose einen geplanten KS machen lassen! Gut, ich bin kein Paradebeispiel, denn beide Kinder waren Sternengucker und beide kamen letztendlich per KS #schmoll Aber ich habe es versucht...

Ja, vorallem die erste Geburt war anstrengend und ging über 21h im KKH (MuMu vollständig nach 18h), verbunden mit Lagerungswechsel, Becken kreisen, Apfelschütteln etc. Er lag dann zwar gerade, rutschte aber nicht runter. Als seine Herztöne reagierten, wurde nicht mehr lange gewartet. Aber nach 21h wäre auch eine Gebärende deren Kind richtig liegt erschöpft... Die Werte meines Kleinen waren trotzdem top!

Die zweite Geburt ging rasend schnell was den Muttermund betrifft und war dementsprechend schmerzhaft. Der Kleine lag bereits bei Ankunft im KKH gerade, aber mit Blick nach oben, in meinem Becken. Ich sollte Pressen, der Arzt meinte, das geht und dann stemmte sich der Kleine ab und wollte partout nicht raus. Letztendlich hatten die Ärzte Angst, dass meine Narbe reisst. In diesem Fall gab es also ein Risiko... Seine Werte waren übrigens auch perfekt.

Ich hatte v.a. bei der ersten Geburt lange daran zu knabbern, versagt zu haben. So viele Frauen entbinden einen Sternengucker spontan. Es mag anstrengender sein (aber s. meine zweite Entbindung), aber es geht!

Wenn du unsicher bist, frag im KKH nach... Ich habe übrigens auch dort entbunden und wurde beide Male während der Geburt wirklich super betreut... Wenn das Risiko zu hoch ist, fackeln die nicht lange...

lg und eine schöne Geburt
B.





Beitrag von tragemama 04.03.10 - 21:57 Uhr

Und Du glaubst nicht, dass durch einen geplanten KS Deinen Kindern viel erspart geblieben wäre? Dir natürlich auch.

Beitrag von barberina_hibbelt 04.03.10 - 22:20 Uhr

Nein, das glaube ich definitiv nicht. Was erspar ich dem Kind bei einem KS? Und mir?

Beitrag von saya82 04.03.10 - 23:05 Uhr

immerhin waren ihre Kinder auf die Geburt vorbereitete. Sprich:sie hatte Wehen.
Sie wurden nicht einfach aus dem Bauch gerissen.

Beitrag von febe 04.03.10 - 20:46 Uhr

Hallo,

ich schließe mich an, ich habe noch nie gehört, dass wegen so etwas ein KS gemacht wird. Wenn Du eine gute Hebamme hast, dann kann sie Dir tricks zeigen, wie Du Dich jetzt noch oder auch unter der Geburt bewegen kannst, so dass sich Dein Baby noch drehen kann. Ich befürchte, der Stress bei einem KS ist für Dich größer, fürs Baby natürlich nicht...

febe

Beitrag von minnie85 04.03.10 - 21:10 Uhr

Was für ein unfähiger, unwissender FA, sorry...denn ein Kind stellt sich oft erst unter der Geburt ein und man kann quasi bis das Kind geboren wirde nicht genau sagen, ob es ein Sternengucker ist.

Meine Tochter zB lag immer normal und kam dann doch als Sternengucker, völlig problemlos, zur Welt. Ich selbst war auch ein Sternenguckerkind, auch problemlos zur Welt gekommen.

Dorsoposteriore Lage ist KEINE KS-Indikation.

Beitrag von windelrocker 04.03.10 - 21:15 Uhr

also mein 1. kind war auch sternengucker ... hat sich vor oder während der geburt gedreht

die ganze geburt verlief ruck zuck

hatte morgens wehen, sind ins KH, dort aufnahme während US, kurzes CTG, ab in den kreißsaal und 4 presswehen später war meine sternenguckerin da!

musste geschnitten werden aber dass wars dann auch!

lg, carina

Beitrag von lilly2511 04.03.10 - 21:22 Uhr

Hallo, 
Also ich habe letzte Woche entbunden und meine Tochter war ein Sternengucker. Es wurde erst am Tag der Entbindung festgestellt und sie hat sich auch nicht mehr gedreht. Die Geburt verlief ohne große Komplikationen. Zum Schluß war es schon sehr anstrengend und echt mühsam. Leider musste ich geschnitten werden, aber es war nicht so schlimm wie ich es mir gedacht habe. Meiner Tochter ging es unter der Geburt sehr gut und auch danach. Die Geburt hat ab Blasensprung 9 Stunden gedauert.

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute - egal wie du dich "entscheidest".

Liebe Grüße

Lilly

Beitrag von yagmur1 04.03.10 - 23:19 Uhr

Meine Freunddin hat im Dezember auch einen Sternengucker entbunden und es wurde leider auch ein Kaiserschnitt.Wahrscheinlich auch weil die Geburt nicht voran ging.

Die Kleine lag aber schon ziemlich tief im Becken.jetzt muss die Kleine angeblich deswegen zur Kankengymnastik, weil sie den Nacken immer überstreckt.

Beitrag von vrublheike 05.03.10 - 00:47 Uhr

Hi,

also mein kleiner war auch ein sternengucker. hat sich dann aber nach der PDA ( die mir extra auch deswegen von der Hebamme empfohlen wurde) gedreht. Leider ist er nicht so richtig in den geb.Kanal gerutscht bzw. immer wieder zurück gerutscht da mussten Sie leider mit der Saugglocke und zu zweit (arzt und hebamme haben auf meinem bauch rumgedrückt) nachhelfen.

Aber mit der PDA hat er sich währen der Geburt gedreht. Also ist das nicht unbedingt nötig deswegen extra einen KS zu machen, lass dir (wenn du es nicht willst) nichts einreden. Spreche mal mit deiner Hebamme darüber, was sie dazu meint.

LG
Heike

Beitrag von willow19 05.03.10 - 15:31 Uhr

Ich hab 2 Sternengucker spontan zur Welt gebracht. (1. und 2. Geburt) Schön waren die Geburten nicht gerade, da beide mit der Saugglocke geholt werden mussten, aber es ist kein Grund, einen KS machen zu lassen.
Oft ist es nicht mal vorher ersichtlich. Meine beiden Großen drehten sich erst während der Geburt in diese Stellung.
Und eines sag ich Dir. Obwohl diese 2 Geburten nicht besonders der Hit waren, würd ich lieber noch einmal einen Sternengucker zur Welt, mit allem drum und dran, als noch einmal die 3. Geburt durch zu machen, wo das Kind richtig lag.

Liebe Grüße

Beitrag von sabrina1980 06.03.10 - 15:53 Uhr

Hallo Judit....

meine beiden Kinder waren bei der Geburt Sternengucker....sie haben sich in der Eröffnungsphase in diese hintere Hinterhauptslage gedreht.

Bei der 1sten Ss musste mit Zange nachgeholfen werden....was nicht unbedingt daran lag das es ein Sternengucker war,sondern weil die PDA viel zu stark eingestellt war.

Vor 7 Monaten bei der 2ten Geburt, hatte ich wieder ein Sternengucker (auch unter der Geburt gedreht) und diesmal lief alles super.....nur ein Dammriss 2°Grades...das war aber wirklich nicht schlimm im vergleich zur 1sten Geburt.

Ich verstehe nicht das Ärzte da gleich einen KS machen wollen???

lg
Sabrina