Frage zu Lebens- und Rentenversicherungen

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Beitrag von tiffysb 04.03.10 - 20:22 Uhr

Guten Abend,

ich habe eine kapitalgebundene Lebensversicherung ein eine kapitalgebundene Rentenversicherung.

Anfang des Jahres habe ich von beiden den aktuellen Kontoauszug bekommen und habe festgestellt, dass der Rückkaufswert im Vergleich zum vergangenen Jahr zurückgegangen ist - hängt wohl auch mit der Wirtschaftskrise zusammen ?

Beide haben einen Monatsbeitrag von ca. 60 Euro.

Wie dem auch sei, ich überlege diese beiden Versicherungen zu verkaufen oder stillzulegen.

Ab Mai werde ich mich selbständig machen und bin ja dann für meine Rentenversicherung selbst zuständig, da werde ich ja wohl mit diesen Mini-Beträgen nicht mehr wirklich weit kommen, da ich ja dann die Rentenversicherung nicht nur als Zusatz sondern als alleinige Rentenversicherung betrachten muß.

Was mach ich nun mit diesen beiden "alten, kleinen" Versicherungen ? Soll ich sie verkaufen ? Nur beitragsfrei stellen ? Mich hat wie gesagt doch etwas geschockt, dass sie im Prinzip an Wert verloren haben ?

Was würdet Ihr damit machen ? Und wer hat schonmal seine Versicherungen verkauft und an wen ? und wie waren die Erfahrungen ?

Vielen Dank und Grüße

Tiffy

Beitrag von manavgat 05.03.10 - 08:01 Uhr

Du siehst das völlig!!!! falsch.

Gerade als Selbstständige musst Du Dich selbst versichern. Alte Verträge haben einen höheren Garantiezins. D. h. Du bekommst bei alten Verträgen immer mehr raus, als bei neuen.

Behalten! und weiterzahlen.

Wir haben alle in den letzten Jahren verloren. Unsere Immobilien sind im Wert gefallen, die Fonds haben an Wert verloren. Auf Tagesgeld gibt es Zinsen, die sind so traurig, da kuckt man besser nicht hin.

Aber: wer etwas besitzt, auch wenn es an Wert verliert, bzw. auch wenn es keine soooo tollen Zinsen erzielt, ist immer noch besser dran, als ein Habenichts!

Du solltest auch nicht alles in eine Versicherung knallen. Man streut seine Anlagen.

Wichtig wäre eine weitere Rentenversicherung, wenn Du aus der gesetzlichen rausgehst. In deinem Alter macht die gesetzliche freiwillige Versicherung keinen Sinn. Allerdings musst Du dann Dein Kind absichern mit einer Risikolebensversicherung mit mindestens 100.000 Euro. Bei der Cosmos gibt es die Möglichkeit, z. B. über 20 Jahre fallend abzuschließend. Z. B. 200.000 Euro und jedes Jahr 20.000 Euro weniger. Macht bei der Absicherung von Kindern Sinn.

Du solltest Dich in einem Existenzgründerseminar informieren bzw. Dich von jemandem beraten lassen, was Deine Absicherung anbelangt.

Viel Erfolg

Manavgat

Beitrag von tiffysb 05.03.10 - 08:29 Uhr

Hallo und Danke für Deine Antwort :-)

Eine Risiko-Lebensversicherung habe ich schon lange, die habe ich damals gleich nach der Lehre abgeschlossen und die Läuft auch bis ich 65 bin. Also dafür gesorgt.

Unsere Tochter ist bei meinem Mann in der Krankenkasse familien versichert, also um den Rest der Sippschaft muß ich mir erstmal keine Sorgen machen :-)

Mir gehts halt nur darum, dass ich ja jetzt erstmal für meine Rente vorsorgen muß und da ist es mit 120 Euro im Monat nicht getan.

Nur ich weiß ja nicht wie die Geschäfte laufen und dann würde ich ungerne alles was ich verdiene in Versicherungen investieren, die mir dann im Alter 15,45 €/Monat an Rente einbringen. Verstehst Du was ich meine ?

Ich muß ja erstmal das Geld für meine Krankenversicherung erwirtschaften + das Geld für eine gescheite Rentenabsicherung.

Ich habe auch noch eine private Krankenzusatzversicherung, die werde ich ja dann wohl auch nicht mehr brauchen... ach Fragen über Fragen

Beitrag von manavgat 05.03.10 - 08:34 Uhr

Kündige blos nicht die private Zusatzversicherung.

Ich habe wirklich den Eindruck, Du weißt nicht wirklich Bescheid.

Am günstigsten ist, wenn Du nennenswert verdienst, die Krankenversicherung freiwillig in der gesetzlichen.

Ich selbst habe seit Jahren eine private Zusatzversicherung und habe letztes Jahr die Diagnose Rheuma bekommen. Keine Versicherung würde mich jetzt mehr aufnehmen. Hinzu kommt: je später du einsteigst, desto teurer!!!!!

Wenn Du Dich privat versicherst, dann kann es Dir passieren, dass Deine Tochter bei Deinem Mann rausfliegt und Du sie auch privat versichern musst.

Melde zunächst Du ein Nebengewerbe an und teil Deiner Krankenversicherung (du bist sicher über Dein Mann versichert) erst mal nichts mit. solange Dein Gewinn (Gewinn ist Umsatz abzüglich aller Kosten) unter 340 Euro/Monat liegt, ist das unschädlich.

Gruß

Manavgat

Beitrag von tiffysb 05.03.10 - 08:38 Uhr

Nein, so einfach ist das leider nicht.

Ich bin selbst versichert, bin bis Ende April noch in einem Angestelltenverhältnis. Im Mai einen Tag arbeitlos und dann selbständig.

Den einen Tag muß ich arbeitslos sein, damit ich in das Existenzförderprogramm vom Arbeitsamt komme.
Bin dann also auch nicht über das Arbeitsamt krankenversichert.

Nebengewerbe funktioniert damit also auch nicht, weil das Arbeitsamt nur "Vollselbständige" finanziert.
Klar ich könnte in der bisherigen Krankenversicherung freiwillig bleiben. Ich muß mir das mal durchrechnen ob ich wirklich bleibe und nur noch ein paar Sachen hinzubuche oder ob ich den Standarttarif nehme und die Zusatzversicherung weiterzahle.

Beitrag von manavgat 05.03.10 - 08:43 Uhr

Klar ich könnte in der bisherigen Krankenversicherung freiwillig bleiben.



Bleib da.


Die Privaten erhöhen ständig.


Bei der gesetzlichen kannst Du den verminderten Existenzgründersatz bekommen. Heißt, statt Einkommen von ca. 1800 Euro ist die Basis 1200 Euro (ungefähr).

Gruß

Manavgat

Beitrag von kirschly 05.03.10 - 08:48 Uhr

Die Privaten erhöhen ständig? NEIN! Meine hatte seit 2004 keine Erhöhung mehr.
Was tun die gesetzlichen? Erhöhen (aktuell durch den Zuschlag) und senken gleichzeitig die Leistungen ab!
Und das findest Du gut?

Zu Deiner LV-Frage: hier werden Sie geholfen ;-) :
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LG, Anja