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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von obelix23 04.03.10 - 20:43 Uhr

Hallo!

Ich habe vor kurzem schon einmal gepostet. Da ging es um unser überzogenes Konto.
So, nun setze ich mich fast täglich mit unseren Finanzen auseinander und frage mich mal wieder: Sind die ganzen Versicherungen eigentlich nötig???

Ich möchte euch mal eben aufzählen, für welche Versicherungen wir unser Geld monatlich "raushauen":

KFZ-Versicherung 46,71 Euro
Hausrat/Unfall/Glas/Haftpflicht 27,19 Euro
Leben/Rente/Riester 230,99 Euro

Hinzu kommt noch eine Rechtschutzvers. und Schutzbriefvers. für jährlich 79,50 Euro.

Von Leben/Rente und Riester haben wir jeweils 2 Verträge. Einen für mich und einen für meinen Mann. Für unsere 2 Kinder haben wir bisher nur eine Unfallversicherung.

Wenn ich sehe, daß monatlich über 300 Euro alleine an Versicherungen weg geht kommen mir fast die Tränen.
Aber man muß doch was für die Altersvorsorge tun... Wohneigentum haben wir (bisher) nicht.

Wie ist das bei euch? Zahlt ihr monatlich auch so viel an Versicherungen?

Ich arbeite zwar bei einer Versicherung, habe aber leider vom Leben-/Rentenbereich gar keine Ahnung.

Sooo, nun wäre ich für eure Meinungen und Tips dankbar!

LG

Obelix

Beitrag von 4mone 04.03.10 - 21:26 Uhr

Hey,

von Riester halte ich halt nicht so viel, wenn man viele kinder hat ist das aber natürlich von der staatlichen förderung her gesehen nicht so verkehrt.
allerdings würde ich mir das mal durchrechnen lassen, ob man mit der bav nicht weiterkommt (geld vom steuerpflichtigen brutto sparen und dadurch weniger sozialversicherung zahlen) - lass dir das mal durchrechnen...riester kann man auch stilllegen und ruhen lassen.

deine anderen versicherungen sind auch sinnvoll. kfz haftpflicht ist ja obligatorisch, hausrat und haftpflicht braucht man auch.aber vielleicht mal schauen, ob man gerade diese verträge woanders hinzieht wo es günstiger ist...

lg simone

Beitrag von r.le 04.03.10 - 21:40 Uhr

Hallo Obelix,

ich bin zwar kein Fachmann, habe aber meine Versicherungen immer nach folgender Priorität abgeschlossen:

1. Existenzbedrohende Risiken ohne wenn und aber abgesichert: Privathaftpflicht, Risikoleben und Wohngebäude

2. Möglicherweise einschneidende Einschränkungen, sobald die Kohle dafür verfügbar war: Berufsunfähigkeits- und Unfallversicherungen

3. Nutzen von Förderungen: Riester-Rente

Kapitalanlage/Altersvorsorge und Versicherung trenne ich (außer Riester, wg. Förderung).

Rechtsschutz und Hausrat ist für mich persönlich weder existenzbedrohend noch einschneidend und damit (noch) verzichtbar.

Gruß

Ralf

Beitrag von tve 05.03.10 - 13:21 Uhr

Was man rät, könnte falsch sein, von daher möchte ich da keine Ratschläge geben.

Allerdings halte auch ich nicht viel vom Riestern und ähnlichem Blödsinn, meiner Meinung nach die größte Verarsche am Verbraucher, gibts übrigens ganze Internetseiten drüber enfach mal nach "Riesterlüge" googeln.

Rechtsschutz würde ich auch alle Fälle behalten, sofern er auf meine gesamten Bedürfnisse angepasst ist.
Schutzbrief für 79 € im Jahr klingt nach dem alten Euroschutzbrief, vielleicht da sofern man nicht immer mit dem Auto in den Urlaub fährt, mal auf Weltgeltung umstellen.

Wenn man sich nur mit dem Auto bewegt und den Schutzbrief nur fürs Auto braucht, gibts auch preiswertere Möglichkeiten über die KFZ Versicherung.

Die Unfall für die Kids finde ich besonders wichtig, sofern sie die entsprechenden Leistungen beinhalten.

Haftplicht ist meiner Meinung nach grade bei Kids im Haus wichtig.

Hausrat brauche ich persönlich nicht und die Versicherung gegen die Dummheit der Hausfrau, sprich die Glasversicherung, hab ich auch noch nie gebraucht.

Aber wenn Du selbst bei nem Versicherungsunternehmen arbeitest, dann decke doch einfach die Verträge zur eignen Gesellschaft um und schließe die dort mit Haustarif ab.
Aus den Verträgen bei anderen Gesellschaften kommst Du unter diesen Umständen ohne Probleme raus, da es, wie Dir sicherlich bekannt ist, ein bekommen unter den Versicherern diesbezüglich gibt.

Bei LV Verträgen muß man hier natürlich genau nachrechnen, ob es sich lohnt, ggfs. stellt man sie eben beitragsfrei und macht bei der eignen Gesellschaft was neues.