Bank, Makler oder Notar?? Wie Haus schätzen lassen??

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von sternchen257 04.03.10 - 21:01 Uhr

Hallo,

demnächst müssen wir uns langsam Gedanken machen bezüglich der Auszahlung an meine Schwägerin.

Wir wohnen im Haus meiner Schwiegereltern, die auch nach der Hausüberschreibung (sonst gibts für uns keinen Kredit) mit uns hier leben werden.

Nun meinte unser Banksachbearbeiter, dass das Haus genausogut (nur billiger) auch von einer Bank geschätzt werden kann.

Was haltet ihr davon???
Mit meiner Schwägerin und Schwiegereltern verstehen wir uns gut, dass ich denke, dass ein selbst aufgesetzter Vertrag sicher reichen würde.

Danke für eure Antworten.

Beitrag von mini-bibo 04.03.10 - 21:13 Uhr

Hallo!

Ich habe im Zuge eines möglichen Kaufes, eines Hauses einen Bausachverständigen angefragt.
Die Schätzung des Hauses hätte mich ca. 500 Euro gekostet.

Das meintest Du doch, oder?
Ich weiss nicht, wieviel die Bank dafür verlangt.

VG mini

Beitrag von r.le 04.03.10 - 21:25 Uhr

Hallo sternchen,

generell ist auch bei intakten Familienverhältnissen eine notarielle/anwaltliche Beratung oder ein notariell beurkundeter Vertrag nicht verkehrt.

Wenn über den Preis Einigkeit besteht, braucht Ihr weder Bank noch sonstwas. Wenn Ihr unschlüssig seid, solltet Ihr ein Sachverständigenbüro hinzuziehen und die entsprechenden Kosten in Kauf nehmen.

Ein Makler hat in der beschriebenen Situation nichts zu suchen.

Gruß

Ralf

Beitrag von mausundbaer 04.03.10 - 22:34 Uhr

Hallo,

man kann ein Haus auch beim Ortsgericht schätzen lassen. Das kostet so ca 1/1000 oder 1 Promille vom Wert des Gebäudes.

Wenn es um viel Geld geht ist eine Absicherung nicht falsch, auch wenn man sich gut versteht. Man weiß ja schließlich nicht, ob man sich morgen auch noch versteht...

Wenn Unterlagen vorhanden sind, wie z.B der Versicherungswert 1914 oder auch die Werte die das Finanzamt zur Grundsteuerbestimmung festlegt, kann auch ein Notar schätzen. Sowie auch die Bank und der Makler. Was die bessere Wahl ist hängt sicher vom Einzelfall ab, also an wen man da so gerät...

Abgesehen davon macht es auch Sinn in der Zeitung oder anderen Medien mal zu schauen, wie Häuser in der Umgebung so angeboten werden.

LG m

Beitrag von manavgat 05.03.10 - 07:53 Uhr

Nun meinte unser Banksachbearbeiter, dass das Haus genausogut (nur billiger) auch von einer Bank geschätzt werden kann

Nichts!


Ich würde ein Sachverständigengutachten machen lassen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von werner1 05.03.10 - 09:47 Uhr

Hallo,

#Mit meiner Schwägerin und Schwiegereltern verstehen wir uns gut,#

Das wird sich noch ändern.
Dann ist es eine feine Sache, wenn du ein Gutachten eines "öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen" vorlegen kannst.
Bei einen Stundenlohn von 100 Euro + MwSt ist das zwar nicht gerade billig, aber bei späteren Erbschaftsstreitigkeiten ziemlich unanfechtbar.

#dass ich denke, dass ein selbst aufgesetzter Vertrag sicher reichen würde.#

Da denkst du falsch. Alle Grundstücksangelegenheiten laufen nur über einen Notar (Hausüberschreibung, Eintragung von Grundschulden etc.)

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von tweety12_de 05.03.10 - 14:22 Uhr

hallo,

unsere etw wird nächste woche von unserer hausbank geschätz. die haben im märz eine aktion laufen, da ist das dann erheblich günstiger.

gruß alex

Beitrag von hopsi2005 26.02.11 - 14:17 Uhr

Die Schätzung der Hausbank ist vor Gericht nicht verwertbar. Es kann evtl. zum Problem kommt, wenn der neue Eigentümer den Vertrag wegen arglistig verschwiegener Mängel anfechten will. Da ist es immer gut, wenn man vorher einen Bausachverständigen durch das Haus jagt. Man kann sich ein Gutachten ausfertigen lassen, man kann aber auch nur den Preis schätzen lassen. Wir habe vor unserem Hauskauf einen Gutachter befragt, ob das Haus konkret den geforderten Preis wert ist und wieviele Kosten in den nächsten 10 Jahren auf uns zukommen werden.

Die finanzierende Bank hat den Wert auch nochmal geschätzt und hat gemeint, der Verkäufer hätte auf Grund der Lage auch noch mehr verlangen können. Aber diese Informationen werden natürlich vertraulich behandelt, also wissen wir jetzt, dass wir ein gutes Geschäft gemacht haben.

Was uns der Gutachter allerdings sagen konnte, dass wir aus energietechnischen Gründen in eine neue Haustür investieren müssen, weil unser Vorbesitzer den Windfang weggekloppt hat und daraus eine Eingangshalle gemacht hat. Siehst zwar schön aus, aber es zieht total. Solche Sachen kann einem die Bank natürlich nicht sagen.

Solche kommenden Umbau- oder Sanierungskosten müsst ihr natürlich auch noch einkalkulieren. Falls ihr das Haus nämlich doch ein paar Jahre später verkaufen wollt oder müsst, dann kann das den Preis erheblich mindern, auch wenn ihr jetzt sagt, dass für euch diese Maßnahmen noch nicht anstehen, weil es euch nicht stört.

Beitrag von felix80 31.03.17 - 07:23 Uhr

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