bestehendes Haus vs. neubau Haus

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von mini-bibo 04.03.10 - 21:30 Uhr

Hallo!

Ich suche ja schon länger ein Häuschen #schein

Nun sehe ich, das eben auch viele neubau-Häuser relativ günstig bei uns verkauft werden.

Von dem einen Haus sind die Grundrisse fest, nicht veränderbar (oder wenn, nur mit Aufpreis?!), beim einen Reihenhaus sind die Grundrisse veränderbar OHNE Aufpreis.

Oder sollte ich lieber ein günstigeres Haus nehmen und das renovieren?

Meine Mutter denkt, das die "alten" Häuser halt schon lange bestehen, man würde die Schäden bezüglich Feuchtigkeit etc eben sehen.
Ich habe natürlich auch Angst, das es mit dem Neubau Probleme geben könnte, andererseits wird nicht so schnell eine neue Heizung, ein neues Dach oder ähnliches benötigt...

Ich bin hin und her gerissen....

Wie habt ihr euch entschieden?

Wie würdet ihr euch an meiner Stelle entscheiden? *g* (Ich weiss, die Entscheidung muss ich schlussendlich selber fällen...)

Dann noch eine Frage, was ist der Unterschied zwischen einem Förderkredit der IB und einem "normalen" Kredit bei einer Bank (Eventuell über einen Bausparvertrag) ?

VG mini

Beitrag von wemauchimmer 04.03.10 - 22:25 Uhr

Wenn Du Dir ein Haus anschaffst, lohnt es sich, sehr langfristig zu denken. Denn Du fährst am besten, wenn Du das Haus auch behältst und nicht irgendwann wieder verkaufst, einfach, weil das tendenziell (Ausnahmen bestätigen die Regel...) mit Verlust verbunden ist.
Wenn Du langfristig denkst, dann sind die Heizkosten das A und das O. Du kannst davon ausgehen, daß in 10, 20 Jahren das Heizmaterial weitaus teurer ist als heute. Und das bedeutet: Du hast dann entweder ein modernes Haus, super gedämmt usw. mit sehr, sehr geringem Heizbedarf. Oder Du frierst.
Du kannst ein älteres Haus kaum wirtschaftlich auf den Dämmstandard eines aktuellen Neubaus bringen. Und Du hast bei einem Neubau 5 Jahr Gewähr, so daß die von Deiner Mutter befürchteten Feuchteschäden dann schon längst zutage getreten sein dürften.

Deshalb würde ich mich, wenn die Frage so gestellt ist, auf jeden Fall für den Neubau entscheiden. Natürlich sind in der Praxis aber oft die Häuser anders (Altbau = großes Grundstück, großer Grundriß, wenige Ebenen, Neubau = Minigrundstück, Minigrundriß, "Turm") und dann ist die Wahl vielleicht nicht mehr so einfach.

Zu Deiner anderen Frage kann ich nichts sagen, ich weiß nichts von einem Förderkredit der IB. Grob gesagt: Die Zinsen sind momentan so dermaßen niedrig, daß Du einfach ein ganz klassisches Annuitätendarlehen machen solltest mit 15 oder 20 Jahren Zinsfestschreibung und gut ist. Und wenn Dir jemand was anderes verkaufen will (Bauspar-Tralala), dann sei mißtrauisch und laß Dir ganz genau vorrechnen, was Du da am Ende bezahlst (nicht nur den sogenannten Effektivzins vergleichen).
LG

Beitrag von dornpunzel 05.03.10 - 08:14 Uhr

Hallo,

wir standen vor ein paar Jahren auch vor der Wahl alt oder neu. Am Ende haben wir uns für 'alt' entschieden. Zum einen war es preislich einfach viel günstiger und zum anderen hat mich das Haus, das wir letztlich auch gekauft haben, einfach sofort begeistert.
Ich bin kein besondes praktisch veranlagter Typ, deswegen war mir der 'Charme' des alten Hauses wichtiger, als die Dämmung eines Neubaus.

Ich hab mich durchgesetzt und mein Mann ist jetzt fleißig dabei, das Haus zu dämmen und so weiter und so fort. Da er vom Fach ist, ist das für ihn das größte Hobby, er ist glücklich und superstolz, wenn er wieder was fertig hat.

Das spielt, meiner Meinung nach, auch eine große Rolle ob du bereit bist, unter Umständen hin und wieder auf einer Baustelle zu sitzen, denn bei einem Altbau ist immer irgendwas, das gemacht werden muss. Bei einem Neubau ällt das natürlich weg.

Finanziert haben wir über Eigenkapital und einen zuteilungsreifen Bausparvertrag. Wir mussten nur noch einen relativ kleinen Betrag aufnehmen, von daher haben ich mich da mit Zinsen etc. nicht verrückt gemacht, war in fünf Jahren bezahlt.

Gruß,
Dornpunzel

Beitrag von mini-bibo 05.03.10 - 09:21 Uhr

Hallo Dornpunzel,

danke Dir auch für Deine Antwort!

Ich habe eher das Problem, das ich keinen Mann an meiner Seite habe, der immer etwas Handwerkelt :-)
Deswegen sollte es eigentlich so sein, dass, wenn wir einziehen, es soweit fertig ist, das auch die nächsten paar Jahre nicht gleich wieder was ansteht... #gruebel

LG mini

Beitrag von mini-bibo 05.03.10 - 09:12 Uhr

Hallo,

danke, für Deine Sichtweise, so habe ich das noch gar nicht angeschaut #hicks

Ich bin nicht böse, wenns kein Riesengrundstück ist, da ich das ja alleine organisieren muss und von daher ist ein kleines Grundstück für mich eigentlich auch absolut ok ;-)

Ich lass mir keinen Bauspar-Vertrag andrehen ;-) Danke, es geht eher darum, das ein Bauspar-Vertrag besteht, vielleicht auch zuteilungsreif ist und ob das dann günstiger ist, als ein IB-Kredit #gruebel

Herzlichen Dank für Deine inputs ;-)

LG mini

Beitrag von frech1995 05.03.10 - 09:15 Uhr

Wir standen vor ein paar Jahren vor der gleichen Wahl.

Wir hatten uns, nachdem wir viele Häuser angeschaut hatten, für den Neubau entschieden.

Entscheidend waren halt die längerfristigen Argumente, wie sie bereits erläutert wurden (Dämmung, Art des Heizens usw.). Außerdem gab es an jedem bestehenden Haus irgendwas zu mäkeln. Unser Grundstück ist zwar auch nicht groß, gerade aml 550 m², aber es reicht.

Finanzierung kann ich mich der Vorschreiberin auch nur anschließen!

LG!

Beitrag von mini-bibo 05.03.10 - 09:22 Uhr

Hallo!

Herzlichen Dank für Deine Antwort, ich werde das nun etwas näher noch betrachten ;-)

LG mini

Beitrag von peterpanter 05.03.10 - 11:26 Uhr

Hi,

pauschal läßt sich das nicht sagen. Pech oder Glück kann man es mit beidem haben. Ich würde nach beidem sehen. Das Problem bei Neubauhäuser bzw. den Angeboten die Du vorliegen hast ist, das es normalerweise dabei nicht bleibt.

Wenn man etwas neu macht, will man es ja "richtig" machen und will nicht die billigste (schlechteste) Ausstattung, also werden hier schon mal in der Regel Aufpreise im 5 stelligen anfallen. Hinzu kommt auch der Leistungsumfang in der Baubeschreibung. Außenanlagen, Garten, Einfriedung, Zuwegung, KFZ-platz/Garage veschiedene Anschlüße z.B. Telefon/TV usw. sind eigentlich niemals mit dabei. Der Innenausbau z.B. Wand- und Boden in den Wohnräumen ebenfalls.

Du solltest bei einem Angebot eines Neubaus wie er normalerweise angeboten wird von einem "ab" Preis ausgehen und mindesten einen Zuschag von 25% mit einplanen. Zuzüglich einen nicht unerheblichen Betrag für Rechtsstreitigkeiten. Denn es wird nirgends mehr betrogen wie hier. Außerdem muss man sich bei den Vertragsverhandlungen proffesionelle Hilfe holen. sonst wird man gnadenlos über den Tisch gezogen.

Bei einem bestehenden Haus gibt es oftmals 2 Probleme zum einen die übersteigerten Preisvorstellungen der Verkäufer und zum anderen bestehender Renovierungsstau. Darum sollte man hier bei einem konkreten Angebot einen Gutachter mit einschalten. Man ist zwar dann auch nicht vor allen Überrschungen sicher, aber vor den meisten. Außerdem hat man dann auch eine realistische Preisbasis.


grüßle

peter