Antibiotikagabe bei RS Virus???

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Beitrag von scura 04.03.10 - 21:42 Uhr

Hallo,
brauche dringend mal Meinungen.
Seit Samstag hat meine Tochter (16 Monate) eine RS-Virus-Infektion.
Die wird mit Kortisonzäpfchen (3 Tage )und inhalieren (Salbutamol) bekämpft. Sie bekommt noch abends Singulair mini.
Unser Kinderarzt wollte ihr von Anfang an Antibiotika prophylaktisch geben um eine anschliessende Lungenentzündung auszuschliessen.
Anzeichen für eine Lungenentzündung waren und sind noch da. (rasselnde Geräusche , aber kein Fieber)
Konnte den Arzt überreden bis heute mit Antibiotikagabe zu warten. Waren dann heute da und er meinte er würde Flüssigkeit in der Lunge hören und er möchte unbedingt die Antib. geben, die Infektion würde schon zu lange dauern.

Hm!

So, nun stehen die Antibiotika hier.

Meine Tochter hat kein Fieber mehr. Ist auch nicht mehr so arg kurzatmig. Sie hat heute wieder angefangen zu essen. Auch sonst ist ihr Zustand auf dem Wege der Besserung.

Bin mir unschlüssig ob ich ihr das geben soll.
Es wäre das 4 !!!!! mal diesen Winter und ich bin überzeugt, das ihre Abwehrschwäche von den vielen Antibiotika kommt.

Was meint ihr?

Beitrag von gaia1976 05.03.10 - 01:12 Uhr

Hallo!

Ich würde das Antibiotikum auf JEDEN Fall geben, unsere Tochter hatte das auch und hat das AB über 2 Wochen bekommen, um eine Lungenentzündung auszuschließen bzw. zu verhindern. Der KA weiß schon was er tut, und wir sind kein Fachpersonal. Stell Dir mal vor, Du täuscht Dich und es passiert etwas, was dann?

LG und gute Besserung!
Gaia

Beitrag von miau2 05.03.10 - 09:02 Uhr

Hi,
du solltest dir, wenn du anderer Meinung bist als der Arzt eine zweite Meinung holen. Aber nicht hier, denn hier bekommst du keine fachliche Ansicht, sondern nur persönliche Meinungen - und diese gehen bei Laien und dem Thema AB nun mal total auseinander, ohne, dass man wirklich Ahnung davon hätte, was man schreibt.

Mein Kleiner war 2 Monate alt, als er RSV hatte, er hatte auch eine Lungenentzündung, allerdings keine bakterielle. Es war für mich nie eine Frage, ob das verordnete (prophylaktische) AB gut oder schlecht wäre, denn so schlecht, wie es ihm ging war mir vollkommen klar, dass jede bakterielle Sekundärinfektion ein wirkliches Problem gewesen wäre.

Bei anderen Dingen - z.B. MOE, oder auch "dicken gelben Schnupfen und Fieber" unterhalte ich mich gerne mit meinem Arzt über die Notwendigkeit von AB (er ist da genau wie ich der Meinung, dass man nicht vorschnell mit der schärfsten Munition schießen muss und probiert es unter ärztlicher Überwachung gerne auf anderem Weg) - da sind wir schon durch einige Dinge ohne AB gekommen, wo vermutlich (wenn man sich hier im Forum mal so umhört) viele andere KiÄ direkt AB verordnet hätten.

Aber bei der RSV-Infektion war es nie eine Frage für mich. Nur war mein Kleiner halt noch sehr klein damals.

Also, hol dir eine zweite Meinung, lass sie von einem anderen Arzt untersuchen - und vielleicht wäre halt für die Zukunft die Frage, ob nicht die Behandlung bei der RSV-Infektion, sondern die anderen 3mal AB evtl. zu früh waren oder wirklich notwendig. Auch etwas, was natürlich hier im Forum niemand beurteilen kann.

Viele Grüße und gute Besserung,
Miau2

Beitrag von 5678901234 05.03.10 - 19:39 Uhr

du weißt aber schon dass AB nur bei bakterien helfen und nicht bei viren?!?!

außerdem ist ein rasselgeräusch kein direktes zeichen für eine pneumonie.
ich liebe kinderärzte die meinen die weißheit mit löffeln gefressen zu haben und eh schon oft unsichere mütter verunsichern.

eine pneumonie lässt sich nur durch ein bildgebendes verfahren und unterstützend durch bluttests nachweisen.

wenn sie auf dem wege der besserung ist würde ich es ihr nicht geben, es ist nicht gut prophylaktisch ständig AB zu nehmen.

vielleichtet solltet ihr mal den kinderarzt wechseln?!

vlg,
5678901234