KS nach Dammriss 4. Grades

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von yagmur1 04.03.10 - 23:39 Uhr

Hallo,

ich möchte mal eure Meinungen wissen- vielleicht auch von Hebammen.

Ich habe 2008 nach einer eingeleiteten Geburt ( wegen Diabetis) einen Dammriss 4. Grades erlitten. Ich war bis zu meiner erneuten Schwangerschaft in Behandlung, da der Schließmuskel trainiert werden musste. Diese Geburtsverletzung hat mir auch 20 % Schwerbehinderung eingebracht.

Mein Sohn war 3700 gr. schwer, 54 cm und 35,5, KU.
Es gab auch Komplikationen während der Geburt, es wurde von oben nachgeholfen, der Kleine hatte grünes Fruchtwasser und wurde sofort abgenabelt und.

Jetzt bin ich in der 35. Woche und habe eine Indikation für einen KS. Ich mache mir schon Sorgen wegen der Zeit danach, zumal ich noch einen 2. Jährigen zu versorgen habe.Ist es vielleicht doch erträglich?

Da ich wieder Diabetis habe, würde auch diese Geburt - bei einer Spontangeburt-eingeleitet werden, somit hätte ich wieder einen unkontrollierten Geburtsbeginn, weil diese künstlichen Wehen viel stärker als natürliche sind, ich habe Angst dass der Damm wieder so reißen könnte und die Folgeschäden sich verchlimmern könnten. Ich weiß ja auch nicht warum es soweit kam, klar wurde vorher geschnitten und ich bin weiter gerissen. Ich mache mir nur immer einen Kopf darüber, ob ich falsch gepresst habe, also nicht den richtigen Zeitpunkt abgewaretet habe- andererseits wurde ja auch nachgeholfen, wegen dem grünen Fruchtwasser. Ich musste mir auch ziemlich schnell eine PDA geben lassen, die ganze Gebrut hat so 9 Stunden gedauert.

Wer hat den trotz Dammriß 4. Grades spontan entbunden?Und wie war es?

Beitrag von saskia33 05.03.10 - 05:58 Uhr

Ich habe keine Ahnung davon aber ich würde bei der Vorgeschichte einen KS machen lassen ;-)

Ich hatte bisher 2 KS gehabt und konnt danach ganz normal mein Kind versorgen #schein

Mir wäre die gefahr zu groß das wieder sowas passiert,zumal du bis vor kurzem noch damit zu tun hattes!
Es kann gut gehen, es kann aber auch wieder nach hinten losgehen!


Viel Glück

lg sas

Beitrag von jacky 05.03.10 - 06:56 Uhr

Die Ärzte raten demnach also zu Kaiserschnitt? Hast du mal mit einer Hebamme darüber geredet?

Ich weiß nicht, welche Verletzungen ich genau hatte. Ich hatte jedenfalls eine Saugglocken-Entbindung mit immensem Dammschnitt und konnte monatelang nicht richtig sitzen, so weh tat alles. Auch heute noch (8 Monate später) spüre ich oft ein Zwicken an den Narben. Ich wurde nach der Geburt eine Stunde lang zusammengeflickt und es war anschließend alles so angeschwollen, dass mehrere Ärzte, Hebammen und Schwesternschülerinnen kamen, um sich das anzusehen :-[ Musste nach der Geburt zwei Mal einen Katheter bekommen, weil ich nicht mal mehr aufs Klo konnte #schock

Bei mir kam es zu dieser Verletzung, weil die Kleine stecken blieb und dann mit einem riesen Schnitt und Saugglocke die Geburt schnell beendet werden musste.

Ich würde wieder spontan entbinden. Sofern mir Ärzte und Hebammen einigermaßen positive Rückmeldungen geben würden, was mein schmales Becken betrifft. Würde die Befürchtung bestehen, dass auch ein weiteres Kind wieder stecken bleibt, würde ich auf jeden Fall einen Kaiserschnitt machen lassen.

Beitrag von qrupa 05.03.10 - 08:40 Uhr

hallo

hast du eine gute Hebamme? Dann würde ich dir raten, laß dir aus der Klinik den Geburtsverlaufsbericht schicken und geh den mit ihr durch um zu gucken an welcher Stelle was schief gelaufen ist (auch wenn du nur wneig schreisbt, aber es klingt als wäre da einiges vermurkst worden) und was man dieses mal anders/ besser machen könnte/müßte um solche Sachen zu verhindern und damit du dir eine spontane Entbindung vorstellen kannst.

LG
qrupa

Beitrag von yagmur1 06.03.10 - 00:39 Uhr

Ich hatte und habe die selbe Hebamme , die ich beim ersten Kind zur Nachsorge hatte. Leider ist sie nicht in der Klinik Beleghebamme, in der ich meinen Sohn entbunden habe.Deshalb werde ich diesmal auch in eine andere Klinik gehen, und hoffe dass die Kleine wenigstens gesund ist, weil die dort keine Kinderklinik haben.

Meine Hebamme ist der Meinung auch nach Rücksprache mit einer anderen erfahreneren Hebamme, dass der Kaiserschnitt am besten wäre. Mann weiß ja leider nie was da raus kommt- Gewicht und Größe werden ja immer nur geschätzt.

Ach es ist schon schwierig die richtige Entscheidung zu treffen.

Beitrag von minnie85 06.03.10 - 18:44 Uhr

Ich persönlich würde wieder spontan entbinden, allerdings dieses Mal darauf achten, dass alles für den Damm getan wird...

1) Fähige Beleghebamme, Dammschutz ist viel wert
2) Geburt im Vierfüßler - belastet den Damm nicht und Verletzungen sind sehr selten - oder im Wasser
3) Dammmasssage
4) Himbeerblättertee trinken
5) Und der absolute GOLDtrick: mit Aku-Nadeln im Damm entbinden. Da reißt NIE was! Allerdings dafür wieder Punkt 1 wichtig.

Ich habe mir mal sagen lassen, dass kein Riss so schlimm sein kann, wie die tiefe Narbe am Bauch...ist ja auch irgendwo logisch.

Beitrag von widowwadman 06.03.10 - 19:03 Uhr

"Ich habe mir mal sagen lassen, dass kein Riss so schlimm sein kann, wie die tiefe Narbe am Bauch...ist ja auch irgendwo logisch.
[Beitrag als unangemessen bewerten"

Ich weiss nicht, ich persoenlich faend ne Faekal-Inkontinenz schlimmer als meine KS-Narbe die recht schnell geheilt ist. Und zu den Aku-Nadeln wuerd ich doch gern erst mal ein paar aussagekraeftige Studien sehen.