Ich brauche dringend einen Rat :( (Sohn 2 1/2)

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von tarnfisch 05.03.10 - 06:38 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich habe momentan sehr schwierige Situationen mit meinem kleinen und weiss nicht mehr, wie ich sie handhaben soll :(

Könnte etwas länger werden, hole weit aus weil einige Probleme den Alltag bestimmt haben ... Aber ich denke das ist wichtig ;)

Bis vor 8 Monaten, habe ich noch mit dem Vater meines Sohnes zusammen gelebt. Ich in Ausbildung und er Arbeitslos (durch faulheit .. also hat gekündigt)

Der Vater hat von daher die Aufgabe gehabt unseren kleinen in die Kita zu bringen, etc. Der ganz normale Alltag eben ;)

Vor etwa 10 Monaten haben sich dann so verhaltensadern bei dem kleinen herausgestellt, weshalb ich mir sorgen gemacht habe ... Der kleine hat morgens nicht nach Mama oder Papa gerufen wenn er wach war oder geweint, er hat einfach angefangen zu wippen und seine Stirn gegen sein Gitterbett zu hauen ... (Wichtige Info, deswegen hat er bei mir kein Gitterbett mehr sondern ein normales)

Der kleine hatte sich sprachlich keinen funken geäußert und war angeblich andauernd Krank (Was ich nach Arbeit nie mitbekommen habe ... also er war da immer top fit)

Ich habe dann herausgefunden, dass mein kleiner 6 Monate einfach nicht in die Kita gebracht wurde, scheinbar bis um 11 alleine im Bett liegen musste, weil Papa so lange WOW spielen musste und auch in der Zeit (obwohl er ja oft Krank war) nicht beim Kinderarzt war ...
(Wenn ich den kleinen in die Kita gebracht habe bei spätschicht, wurde mir nie gesagt, das er lange nicht da war .. und das mit dem Kinderarzt musste ich auch erfragen, weil ich mir sorgen gemacht habe ...)

Der Papa hat lange alles abgestritten, aber am ende doch zugegeben das er ziemlichen mist gebaut hat und ich habe ihn verlassen.
Darauf hin ist er nach Stuttgart abgehaun ... ich saß dann mit einer für mich zu teuren Wohnung, Ausbildung und Kind alleine da ... also hieß es umziehen .. einen Monat lang keine Kita, weil sich das Übergangslos nicht Managen ließ.
Diesen Monat hat mein kleiner eine Woche bei Uhr-Oma verbracht, 2 Wochen bei Oma und musste immer wieder hin und her gereicht werden, weil ich die alte Wohnung machen musste, Arbeiten musste und den Umzug ...

Das hat den kleinen ziemlich mitgenommen (Das war November 09, da haben wir dann in der neuen Wohnng gewohnt). Er wusste nicht, wo er hingehört ... neue Wohnung, neue Kita, alles anders.
Wir hatten hier die eine oder andere Reiberei, weil ich nach dem nix tun von Papa, meine Regeln wieder eingeführt habe (Also sowas wie sitzen beim essen, nicht hauen, normale Regeln eben an die sich jeder halten muss ;) ) Die kennt er auch die Regeln, ich habe ihn ja auch mit dem Papa jeden Tag gesehen und wenn ich da war hat er sich bestens benommen.

Sprachlich und so, hat er sich auch prima entwickelt, seid er seinen geregelten Tagesablauf mit Kita und so hat.

Seid nun .. knapp 3 Wochen haben wir nicht mehr kleine reibereien ... der kleine Lacht mich aus wenn ich ihm was sage (wie z.b. still sitzen beim essen, oder er soll mit dem Bobby car nicht gegen schränke fahren, etc. auch wieder so alltägliche regeln meiner meinung nach)
Er legt dann einen ganz ernsten Blick auf oder schaut Böse, sagt "nein Mama ... (und genau das gegenteil von dem was ich gesagt habe)" oder "Feuer" und ignoriert mich.
Er kann ja durch sein Bett Nachts aufstehen und kommt morgens eigentlich immer kuscheln wenn er wach wird ... seid 2 Wochen kommt er nicht zu mir sodnern nimmt die Wohnung auseinander ... Ich kann leider keine einzige Tür verschließen ...
Heute früh hat er den kompletten Kühlschrank ausgeräumt (Um 4 uhr morgens), hat Grießbrei auf seinem Teppich verteilt, Eier durch die Küche geschmissen und saß mit einer schale Grießbrei in seinem Bett und hat mich wieder so gehässig angelacht als ich reinkahm ...

Gestern bin ich wach geworden, weil um 5 das Wasser im Bad lief und er versucht hat sich sauber zu machen .. da hatte er das komplette Fischfutter ins Aquarium gefüllt und in der ganzen Wohnung verteilt.

Solche erwachen habe ich momentan jeden Tag ... bis heute habe ich immer in manchmal etwas lauterem ton (aber nicht schreiend!!!) versucht ihm zu erklären das er das nicht darf und er zu mir kommen soll wenn er wach ist ... und ich wurde immer beiseite gestoßen und angelacht ..

Gestern hat meine Ex-Schwiegermutter gesagt, ich soll ihm mal den Po versohlen (symbolisch, nicht doll!!!)
Was ich heute versucht habe, woraufhin er mir ins Gesicht geschlagen hat und "Böse Mama" gerufen hat :(:(:(:(

Naja ... ich weiss momentan nicht, welchen Ton ich anlegen muss .. oder ob ich ihn ignorieren soll ... es wird nur mitterweile gefährlich für ihn .. ich habe angst das er nachts mal an die Spülmittel geht oder ähnliches.

Tags über tanzt er mir auf der Nase rum und springt auf der couch rum, obwohl er weiss das er das nicht darf .. wenn ich es unterbinde gibt es böse böcke, tritte und so ... Dabei ist er diesen Montag erst gestürzt und mit der Stirn gegen den Tisch geknallt ... aber er hört immer noch nicht auf.

Auch ein Punkt, wenn ich mit ihm Abends oder vor dem rausgehen sein Zimmer gemeinsam aufräumen will (was wir immer gemacht haben) sagt er mir nun "Mama einräumen, Leonard spielen" und läuft aus dem Zimmer ...

Es sind viele viele kleinigkeiten, die den alltag so aufbauschen, weil ich immer versuche ihm diese Regeln zu übermitteln .. dann gibt es Böcke, dann bin ich irgend wann gereizt .. und nun geht das auch morgens schon los ...

Er versucht halt den Ton an zu geben und keiner von uns lässt nach ^^;

Kennt das einer von euch? Wie gehe ich da am besten an ihn ran? Ich möchte keinen alltag erleben, an dem ich schreiend durch die Wohnung renne oder gott bewahre einen haushalt mit gewalt ... Dieses Po versohlen werde ich auch nicht mehr versuchen ...

Drohungen wie Spielzeugentzug, oder Familien besuche absagen, ziehen leider auch nicht (ich ziehe das zwar durch obwohl ich das eigentlich nicht will, aber es fruchtet leider auch nicht)

Ich habe nur angst, wenn ich diesen "Machtkampf" nicht "gewinne" (man klingt das scheiße ...), das es gerade wenn er älter wird noch schlimmer wird ... oder eben schlimmere dinge Nachts passieren

Er ist so ein liebenswürdiger junge ... das geht nur gerade wenn wir allein daheim sind verloren .. das tut mir weh :(

Naja ^^; wenn ihr Tipps habt, nehme ich sie seeehr gerne entgegen ;) das jeder andere Methoden benutzt oder eben verschiedene ansichtsweisen hat ist klar.

Aber ich muss ehrlich sagen, was ja öfter passiert dieses runterbuttern, weil eventuell ansichten nicht geteilt werden .. spart euch das ;) Ich nehme auch Kritik gerne und dankend an, aber nur in der richtigen Verpackung :P

Ich bin nunmal nur eine sehr junge allein erziehende Mutter, die ihr bestes versucht, aber an ihre Grenzen stößt und von anderen Muttis vielleicht hilfe bekommen kann ;)

Ach ja, sein Papa hat sich seidher nicht mehr gemeldet und interesiert sich nicht für seinen Sohn :( Ich habe ihm lange und oft hinterher telefoniert, aber er will einfach nicht ...

Beitrag von sternchen730 05.03.10 - 08:32 Uhr

Hallo,
die Vorgeschichte ist ja hart...aber Du hast ja alles getan, um die Situation zu verbessern, obwohl ich nicht verstehe, dass Du über so lange Zeit nicht gemerkt hast, dass er krank war und nicht behandelt wurde und dass Du nicht gemerkt hast, dass er nicht in der Kita war...schon komisch.#kratz

Zu dem Benehmen DEines Sohnes: Hört sich an wie ein experimentierfreudiger 2-jähriger.
DEm brauchst Du nicht den Hindern versohlen.
Der braucht Liebe und Konsequenz und DEine Aufmerksamkeit und vielleicht doch noch ein Bett, aus dem er NICHT herauskann.#aha
Er muss erleben, dass Du die Erwachsene bist, die weiß, wo es im Alttag lang geht. Er sucht und braucht deine Souveränität.
Also, gib die Regeln vor und lob ihn tüchtig, wenns gut klappt.
Auf Wutausbrüche und anderes unerwünschtes Verhalten nicht mit großer Aufmerksamkeit deinerseits reagieren, ist auch Aufmerksamkeit für ihn...also einfaches "Nein, so machen wir das nicht!!" sagen und ihn aus der Situation nehmen.
Er ist noch sehr klein...und tut nichts, um Dich zu ägern. :-)
Er probiert aus, wie das Leben läuft und DU bist diejenige, die weiß wie es geht und ihm das liebevoll und konsequent zeigen wird.
Also bleib gelassen, nimm die Launen deines Sohnes nicht persönlich, sei seine Orientierung.
Schaffe eine Umgebung, in der er an keine Schere kommt ohne Dich und räum alles weg, was er nicht haben soll. Und es gibt sehr wohl Möglichkeiten, Türen zu verschließen, damit neugierige 2-jährige nicht reinkommen.
Versuch den Kontakt zum Vater zu halten, das ist sehr wichtig für Deinen Sohn, erinner ihn, dass auch er Verantwortung hat!!!!
Sei stark und erwachsen-für Deinen Sohn!
Sternchen#stern

Beitrag von tarnfisch 05.03.10 - 09:18 Uhr

Nein, der kleine war nicht Krank, der Papa hat immer gesagt er währe es gewesen, wo er mir dann auch gesgat hat das er deswegen nicht in der kita war. Der Papa meinte dann auch das er beim Arzt war.

Ich hätte nicht geglaubt das er mich da so anlügt!!!

Das er nicht in der Kita war, habe ich dann beim Elterngespräch erfahren (was ja einmal im Jahr stattfindet)

Da habe ich dann auch angefangen "nach zu forschen", wie nachverfolgung was er den tag über am pc gemacht hat, ob er beim arzt war, etc.

Da habe ich dann gesehen das er den ganzen Tag immer nur wow gespielt hat, nicht beim arzt war, etc.

Deswegen habe ich das auch beendet!

Ich komme an den Papa nicht ran. Er will nicht und ich werde nicht zulassen das er alle 3-6 monate mal her kommt und sagt "hallo hier ist papa" und dann wieder verschwindet.

Beitrag von hanni123 05.03.10 - 08:38 Uhr

Huhu,

ich denke, hier kommen zwei Dinge zusammen, einmal, dass sein Leben total durcheinandergewirbelt wurde und er von seinem Vater vernachlässigt wurde (denn das ist es, wenn ich ein Kind einfach über Stunden in seinem Bettchen liegen lasse und mich nicht mit ihm beschäftige), und zum anderen, dass er jetzt gerade mitten in der Trotzphase ist und in dem Alter, in dem er sich von der Mutter immer mehr löst. D.h., ein Teil seines Verhaltens ist sicher für ein Kind in dem Alter normal (nicht aufräumen wollen, nicht beim ersten mal hören,...), ein anderer Teil (Wohnung auseinandernehmen) nicht.

Ich finde es ganz toll, wie Du Dir Gedanken dazu machst, und dass für Dich Gewalt/Aggression keine Lösung ist!

Ich kann Dir leider nichts raten ausser ganz schnell zu einer professionellen Familienberatungsstelle zu gehen. Es ist aus der Ferne schwer zu sagen, wie gross ein seelischer Schaden bei so einem Zwerg ist, wenn er ein halbes Jahr lang teilweise vernachlässigt wurde, bzw wie schwer diese Vernachlässigung wirklich war. Ich würde es allerdings nicht unterschätzen, Du sagst ja selbst, dass Du Bedenken hast, dass es später noch schlimmer werden könnte.

Es ist nicht Deine Schuld, dass es so ist, aber je früher Du jetzt handelst, desto besser!

LG und viel Glück,

Hanna

Beitrag von bine3002 05.03.10 - 09:15 Uhr

1. Ich würde den Bewegungsradius des Kindes durch ein Türschutzgitter vor der Kinderzimmertür einschränken. Er kann nicht angehen, dass er nachts die Wohnung zerlegen kann. Das ist ja möglicherweise auch gefährlich und deswegen musst Du ihn auf jeden Fall daran hindern. Und wenn Du ihn nicht "einsperren" möchtest, dann besorg dir einen Bewegungsmelder, der dich weckt, wenn das Kind sich auf den Weg macht. Es gibt da solche Dinger für den Garten: Frösche, die quaken oder Enten, die schnattern. Sind nicht teuer, aber effektiv, zumindest solltest Du davon wach werden.

2. Dass dein Sohn Regeln und Grenzen austestet und seinen eigenen Kopf hat, ist völlig altersgemäß und normal. Es wäre eher unnormal, wenn er Regeln so ohne weiteres akzeptieren würde. Wir würden noch in der Steinzeit leben, wenn unsere Vorfahren immer alles gemacht hätten, was ihre Eltern sagten ;-)

3. Dass er dich angegrinst, wenn er sich "ertappt" fühlt ist ebenfalls normal und keinesfalls "gehässig". Lachen ist eine Beschwichtigungsgeste und bedeutet so viel wie: "Och Mama, sei mir nicht böse." Es ist auch - in gewisser Weise - eine Aufforderung das Spiel mitzuspielen. Und dazu würde ich dir auch raten:

4. Sei ein bißchen lockerer. Regeln und Grenzen sowie ein fester Ablauf sind wichtig für Kinder, weil sie auch Halt geben. Aaaaaaaaber: Nicht jede Regel, die wir Erwachsenen so ganz willkürlich aufstellen, ist wirklich nötig und für die jeweilige Situation und das Kind angebracht. Überleg dir nochmal ganz genau, ob es wirklich so wichtig ist, dass er beim Essen still sitzt, mit dem Bobby Car nicht gegen den Schrank fährt usw. Manchmal kann man Regeln vielleicht etwas "aufweichen" oder ganz streichen, weil man z. B. den Schrank mit einer Matratze gesichert hat, wo er dann gegen fahren kann so oft er will. Oder weil man Situationen mit einem Spiel verbindet. Diese sog. "Mary-Poppins-Erziehung" bei uns sowieso noch am Allerbesten, Beispiele:

Wenn meine Tochter sich nicht anziehen will, dann verzaubere ich sie zu "Lilly". Das ist ein kleiner Hund. Meine Tochter geht auf die Knie und ich kann sie problemlos herum dirigieren: "Komm Lilly, mach sitz, gib schön Pfötchen... " Sieht vielleicht komisch aus, aber es hilft und wir können zügig und ohne Theater das Haus verlassen.

Wenn meine Tochter nicht laufen möchte, dann verzaubere ich sie in einen "Luftballon" und nehme sie an die "Schur". Sie "schwebt" und es ist nicht mehr anstrengend.

Sowas ist natürlich nicht in jeder Situation geeignet und manchmal hilft es auch nicht. Aber ein Versuch ist es allemal wert und es erspart viel Geschrei im Alltag. Du musst nur ein bißchen kreativ werden und auf dein Herz hören anstatt auf böse Geister, die dir über die Schulter flüstern: "Dein Sohn wird ein Tyrann, sei auf der Hut!!!!"

Beitrag von tarnfisch 05.03.10 - 09:26 Uhr

also das er ein Tyran wird glaube ich nicht ;)

Türgitter hatte ich auch schon im Kopf aber er kann sehr gut klettern und ist auch so ein verdammt inteligentes ding ;) (bekommt das sicher auf)

So einen Bewegungsmelder werde ich mir zulegen, darauf bin ich garnicht gekommen

Mir geht es ja darum, dass er nicht solchen gefahren ausgesetzt wird, ein gewisses maß an toben auf der couch z.b. ist ja ok, aber er darf sich eben nicht hinstellen und rum hüpfen, er ist sehr hektisch und aufgedreht ;)

Das er alles erkunden will ist mir ja auch klar ;) er muss die welt ja kennenlernen, deswegen frage ich mich ja, wie ich das gesund verbinde ;)

Beitrag von bine3002 05.03.10 - 09:35 Uhr

Klar, die Regeln legst Du selbst fest und wenn sie nötig sind, dann ist das eben so. Erwarte aber eben nicht, dass dein Sohn das alles so akzeptiert... nicht in dem Alter!

Hüpfen auf dem Sofa ist mit Sicherheit einer der häufigsten Regelverstöße überhaupt. Aus Sicht der Kinder macht es einfach nur total viel Spaß und die Gefahren sind ihnen nicht bewusst. Wenn wir ein hopsendes Kind sehen, dann sehen wir wie es vornüber mit dem Kinn auf die Tischkante aufschlägt, sich dabei 2 Zähne ausschlägt und blutend ins Krankenhaus geschafft werden muss. Und scheinbar gibt es Kinder, denen das wirklich erst passieren muss, bevor sie es lernen. "Ok, Du willst also 'Lerne durch Schmerz'" sagen wir dann immer scherzhaft. Das soll jetzt nicht heißen, dass Du deinen Sohn in eine Gefahr rennen lassen sollst, aber vielleicht fehlt ihm einfach mal die Erfahrung, dass Mama nicht immer ganz unrecht hat, wenn sie eine Warnung ausspricht.

Die Lösung zu "Hüpfen auf dem Sofa" könnte lauten "Trampolin zum 3. Geburtstag" und bis dahin noch etwas Stress beim "Zähne schützen"

Beitrag von xxtanja18xx 05.03.10 - 09:43 Uhr

Hallo!!!

Ich hatte auch die Situation, Kv verlassen umziehen, keine Zeit!!!

Mein Großer hat sich total zurück gezogen...er musste leider 2mal die kiga wechseln....

Er wurde zwar nicht so bockig, aber halt genau das gegenteil.

Weißt du was ich gemacht habe? ich habe mir einen Tag frei genommen und bin mit meinen Kindern in den Zoo gefahren und habe mich den ganzen Tag nur mit ihnen beschäftigt, viel mit ihm geredet, da er ja zu dem Zeitpunkt schon 5jahre alt war!!! Und dann sind wir zu dritt in die Kur.
Seid dem ist er wieder offen!

Gruß

Beitrag von tarnfisch 05.03.10 - 09:53 Uhr

ich habe nach dem umzug 2 wochen frei genommen und wir beide waren nur zu zweit unterwegs.

Über Weinachten gab es dann auch Urlaub, da habe ich dann nach dem ganzen Familienstress auch wieder eine ruige auszeit mit ihm gehabt.

Es ist ja nicht so, das er keine Aufmerksamkeit bekommt.

Am Wochenende gehen wir immer schwimmen, oder nur spazieren, letztens waren wir im Kinder theater.
Oder ich spiele mit ihm zusammen.

Die situationen eskalieren nur halt immer wieder. Letztes WE wurde schwimmen deswegen abgesagt, weil er mich wieder mit spielzeug beworfen hat .. hatte ihm das spielzeug weggenommen, dann hat er gehaun.

Da habe ich ihm dann gesagt, wenn er nicht artig ist, können wir nicht schwimmen gehen.
Da kahm dann nur der böse blick "Nein, Leonard schwimmen gehen" und er hat weiter gemacht ... das ist das schwierige .. ich weiss auch nicht ob es richtig war, deswegen das schwimmen gehen abzublasen

Beitrag von tarnfisch 05.03.10 - 09:58 Uhr

Lerne aus schmerz funktioneirt ja irgendwie nicht :( eine freundin sagte mir eben auch, ich soll beim arzt mal checken lassen wie sein schmerz empfinden ist.

Montag ist er ja erst mit der stirn gegen den tisch und hatte ne blutende dicke platzwunde.

Er hat ganz kurz geweint weil er sich erschrocken hat und war sofort wieder putzmunter und hat weiter gemacht ... auch nicht aua gesagt oder wollte das ich puste, nix ... das macht mir etwas angst ^^;

Das mal was passieren muss/wird, ist mir ja auch klar. ich versuche es nur in grenzen zu halten.
Bin da vielleicht auch etwas überführsorglich und auch extrem ängstlich ... weil ich bin alleine .. wenn etwas passiert habe ich auch angst einfach falsch zu handeln .. alles schwierig

Beitrag von carstella 05.03.10 - 10:44 Uhr

Lass Dich mal drücken!!! Ich finde, dass Du das sehr gut machst. Da sieht man mal, dass das Alter der Mama eigentlich völlig egal ist. Viele ältere wären mit der Situation völlig überfordert! Ganz ehrlich: ich wüsste nicht, ob ich in Deiner Situation so organisiert und vernünftig handeln könnte. Dafür schon einmal Respekt.

Als ich die Geschichte gelesen habe dachte ich nur, meine Güte - was muss der Kleine alles mitmachen. Es fing an mit einer Vernachlässigung, die für sich genommen schon schlimm genug ist. Dann der Verlust des Papas. Auch wenn es scheinbar kein Musterpapa ist, war er doch monatelang DIE Bezugsperson. Jetzt ist er von jetzt auf gleich weg. Dazu kommt ein Umzug, neue Kita und eine Mama, die sich zwar vielleicht nicht viel anmerken lässt, der es aber mit Sicherheit auch nicht besonders gut geht. Ich denke die Kleinen spüren das, auch wenn wir versuchen es zu überspielen. Wie soll ein 2,5 jähriger mit so vielen Veränderungen umgehen? Sich bei Freunden oder bei Mama aussprechen funktioniert in dem Alter leider auch nicht, also verarbeitet er alles auf seine Art. Ich würde es mit ganz viel Liebe und Verständnis versuchen. Die Regeln würde ich erst einmal reduzieren. Er hat genug Neues in seinem Leben, da muss er nicht noch zusätzlich mit Regeln, die bislang die längste Zeit des Tages auch nicht galten, überfordert werden. Bei dem Mindestmaß an Regeln, welche nötig sind, damit er nicht irgendwelchen Gefahren ausgesetzt wird, musst Du natürlich konsequent sein. Aber mal ehrlich: wen störts, ob er bei Essen sitzt oder steht??? Meine Erfahrung ist, dass es Kindern viel einfacher fällt Regeln zu akzeptieren und zu verstehen, wenn die Anzahl der Regeln übersichtlich ist. Außerdem ist Kindererziehung ein über viele Jahre hinweg dauernder Prozeß. Wie realistisch ist es, dass Kinder mit zwei schon perfekt erzogen sind: immer am Tisch essen, Bitte und Danke sagen, nicht mit dem Essen spielen, keine Schränke ausräumen, immer auf ein Nein hören, nie hauen oder frech sind,... was würde man denn dann die nächsten 16 Jahre zu tun haben???

Ich habe das Gefühl, dass Du Deinem Sohn viel Liebe und Aufmerksamkeit entgegenbringst. Er scheint Dir sehr sehr wichtig zu sein. Das wird er auch merken und die Situation wird sich mit etwas Zeit und Geduld normalisieren. Also: Sei tapfer und mach so weiter.

Viele Grüße
carstella

Beitrag von marion2 05.03.10 - 19:25 Uhr

Hallo,

herzlichen Glückwunsch! Dein Kind ist ganz normal ;-)

Türgitter helfen da nicht - Terrorzwerge dieser Sorte können die teuren Türgitter ziemlich schnell öffnen, da sie auf einer guten Höhe zum Experimentieren während Mama schläft angebracht werden.

Besser: An den Türdrückern sind kleine Schräubchen. Öffne die Tür, schraube den äußeren Drücker ab und drehe ihn nach oben und schraube ihn wieder an. Also so, dass der Drücker nicht mehr waagerecht, sondern senkrecht an der Tür ist. Damit lassen sich die Türen für dein Kind noch von innen öffnen, aber nicht mehr von draußen.

Das machst du bei allen Zimmern, außer Kinderzimmer, Schlafzimmer und Klo.

Sobald er anfängt, das Bad unter Wasser zu setzen, stellst du das Töpfchen vor die Klotür und schraubst auch diesen Türdrücker um.

LG Marion

Beitrag von lunasxx 05.03.10 - 19:29 Uhr

Hallo Du,

ich würde einen Kinderpsychologen hinzuziehen. Es scheint mir der Kleine, hat die ganze Vorgeschichte nicht wirklich verkraftet.

Viele Grüsse

Kerstin