Arbeitslosengeldanspruch DURCH Elternzeit?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von freyjasmami 05.03.10 - 10:01 Uhr

Hallo,

meine Frage steht ja schon oben.

Erwirbt man DURCH Elternzeit noch Anspruch auf AlgI?

Beim Erziehungsgeld war dies noch der Fall. Ich glaube (bin mir aber mit der Dauer nicht ganz sicher, weil ich den Anspruch wegen Arbeitsaufnahme nicht ausgeschöpft habe) man bekam dann 6 Monate Arbeitslosengeld nach 2 Jahren Erziehungsurlaub, obwohl man vor dem Erziehungsurlaub NICHT arbeiten war.

Ich bekam damals wegen des Einkommens von meinem Mann (damals noch unverheiratet) VOR der Geburt keine Arbeitslosenhilfe nach Arbeitslosengeldbezug und damit kein MuSchuGeld.
Nach dem Erziehungsurlaub musste ich mich ja dann arbeitslos melden und da wurde mir gesagt, das ich DURCH den Erziehungsurlaub Anspruch auf AlgI erworben hätte.

Ist das jetzt immernoch so?
Wo muss ich mich überhaupt melden nach der Elternzeit - Agentur oder Arge?

Vllt. kann mir ja eine von Euch weiterhelfen.

Vielen Dank!

LG, Linda

Beitrag von mysterya 05.03.10 - 10:22 Uhr

Hast Du vor deiner Schwangerschaft min. 1 Jahr zusammenhängend gearbeitet? Dann vielleicht.

Wenn du nicht gearbeitet hast oder nur kurzweilig, müsstest Du nur Anspruch auf ALG II also Hartz IV haben.

Beitrag von susannea 05.03.10 - 10:55 Uhr

DAs ist uninteressant wie lange sie vorher gearbeitet hat, sie erwirbt durch Eltenrzeit (ein Jahr) Anspruch auf ALGI sobald auch nur ein tag der Schutzfrist innerhalb des Arbeitsverhältnisses war bzw. sie vor der Schutzfrist in einem Beschäftigungsverhältnis gestanden hat!

Beitrag von biene81 05.03.10 - 10:31 Uhr

Nein, DURCH die ELternzeit erwirbst Du keinen Anspruch.

LG

Biene

Beitrag von susannea 05.03.10 - 10:56 Uhr

Klar erwirbt man durch die Elternzeit einen Anspruch:

Sie erwirbt durch Eltenrzeit (ein Jahr) Anspruch auf ALGI sobald auch nur ein tag der Schutzfrist innerhalb des Arbeitsverhältnisses war bzw. sie vor der Schutzfrist in einem Beschäftigungsverhältnis gestanden hat!

Beitrag von biene81 05.03.10 - 11:34 Uhr

Ja, aber nur wenn sie vorher gearbeitet hat, davon habe ich aber nicht gelesen und von daher erwirbst sie keinen Anspruch.

Beitrag von freyjasmami 05.03.10 - 11:41 Uhr

Warum war das beim Erziehungsgeld aber noch der Fall?

Wusste ich ja damals selbst nicht, bis ich mich wieder arbeitslos gemeldet habe.

Allerdings weiß ich jetzt immernoch nicht, wo ich mich nun überhaupt melden muss.#kratz

Beitrag von susannea 05.03.10 - 11:45 Uhr

Arbeitslos oder arbeitssuchend musst du dich immer bei der Argentur für Arbeit melden und die sagen dir, ob du Anspruch hast oder ob du zur Arge musst um evtl. ALGII zu beantragen.

Beitrag von nordengel 05.03.10 - 10:37 Uhr

Hallo,

ich habe 2 Jahre Elternzeit genommen und hatte danach wieder Anspruch auf 1 volles Jahr ALG I. Hätte von vorher nur noch 2 Monate "übrig" gehabt.

LG! Andrea

Beitrag von susannea 05.03.10 - 10:58 Uhr

Es ist uninteressant wie lange du vorher gearbeitet hat, du erwirbst durch Eltenrzeit (mindestens ein Jahr) Anspruch auf ALGI sobald auch nur ein Tag der Schutzfrist innerhalb des Arbeitsverhältnisses war bzw. du vor der Schutzfrist in einem Beschäftigungsverhältnis gestanden hast!

Ich habe z.B. durch meine Eltenrzeit nun Anspruch auf ALGI, habe vorher nur 2 1/2 Monate gearbeitet.

Beitrag von freyjasmami 05.03.10 - 11:13 Uhr

Hallo,

wie ich schrieb, habe ich vor der SS NICHT gearbeitet.
Wurde arbeitslos und hatte während der Arbeitlosigkeit (kein AlgI, weil auf 325 €-Basis) 2 OP's, Bewerbungen hatten also keinen Sinn gemacht, naja und dann war ich nach 3 Jahren üben schwanger und bekam dann auch Beschäftigungsverbot ab der 18.SSW.
Dabei hätte ich sooo gern gearbeitet #schmoll

Ich schreib mal von vor der 1. SS:

-arbeitssuchend ab April 2001
-Arbeitslosgeldanspruch endete Nov. '01 - keine Arbeitslosenhilfe wegen Einkommen vom Freund (jetzt mein Mann) und dadurch auch kein MuSchuGeld
-entbunden 01.04.2002 und seitdem in Erziehungsurlaub
-ab 01.04.04 arbeitssuchend und Anspruch auf Arbeitslosengeld DURCH Erziehungsurlaub

Ich hab also auch damals keine Bemessungszeiten gehabt und hatte DURCH den Erziehungsurlaub Anspruch.

Ich weiß eben nur nicht, ob das mit Elterngeld noch genauso ist #kratz

LG, Linda

Beitrag von susannea 05.03.10 - 11:44 Uhr

Wie schon geschriebn, es hat sich ja beim ALGI etwas geändert und das betrifft die Bemessungszeiten und das bedeutet, dass man mindestens einen Tag im Arbeitsverhältnis gestanden haben muss beim Eintreten der Schutzfrist oder Anspruch auf ALGI haben muss.

Das hat nichts mit dem Elterngeld zu tun!

Beitrag von freyjasmami 05.03.10 - 11:50 Uhr

Naja, mit der Zahlung des Elterngeldes meinte ich das ja auch nicht.;-)

Man ist ja während der Elternzeit nicht "ohne Aufgabe" daheim wie bei der Arbeitslosigkeit, sondern man betreut und erzieht ja das Kind. Also leistet man in meinen Augen auch etwas.

Wenn das geändert wurde ist das halt so.
Da sieht man allerdings mal wieder das "Elternarbeit" nicht angemessen geachtet wird.

Beitrag von susannea 05.03.10 - 11:55 Uhr

Klar wird sie geachtet, wenn du vorher gearbeitet hast. Wenn nicht warst du ja freiwillig ohne Aufgaben zu Hause und man geht davon aus, dass dies auch weiterhin so ist ;)

Also wird dafür auch nichts gezahlt!

Beitrag von freyjasmami 05.03.10 - 12:04 Uhr

Häh?

OHNE Aufgaben?

Also erzähl mir nicht, ich hätte durch die Geburt meines Kindes keine Aufgaben.
Andere geben ihre Kinder kurz nach der Geburt in die Betreuung und zahlen dafür Geld. Sie zahlen also für eine Leistung oder wie du es nennst "Aufgabe".
Ich mache das 2 Jahre lang selbst.

Es ist meiner Meinung ein deutlicher Unterschied ob man in Elternzeit daheim ist oder einfach so arbeitslos und das Kind ist in Betreuung.

Elternzeit und eine vorherige Tätigkeit oder Arbeitslosigkeit haben bis auf die Höhe des gezahlten Elterngeldes in meinen Augen nichts miteinander zu tun.

Mir geht es auch ehrlich gesagt weniger um das evtl. Arbeitslosengeld, als um die Förderung wenn es um einen neuen Arbeitsplatz oder berufliche Neuorientierung geht.

Beitrag von susannea 05.03.10 - 12:19 Uhr

Klar warst du freiwillig ohne Geld zu Hause. Du ahst doch geschrieben du warst nicht mehr in Elternzeit (kannst du eh nur mit AG sein!) und warst weder arbeitslos noch arbeitssuchend noch sonst was.

Alles andere ist dann privatvergnügen.

Klar liegt hier auch immer genug an, aber das machen andere auch in ihrem Urlaub.

Und man geht eben davon aus, dass du auch weiterhin dann nicht daran interessiert warst zu arbeiten wenn du es vorher nicht getan hast!

Beitrag von freyjasmami 05.03.10 - 13:36 Uhr

Ich glaube Du bringst hier was durcheinander.
Ich rede nicht von dem was VOR der Elternzeit war, sondern von der Elternzeit an sich.
Und da habe ich sehr wohl mein Kind betreut.
Betreust Du Dein Kind im Urlaub?
Wenn ich nicht in Elternzeit bin, warum bekomme ich dann Elterngeld?

Ich bekam kein AlgII, weil mein Mann "zuviel" verdient hat.
Und ich war nur das Jahr vor der 2. SS arbeitslos und eben krank durch 2 OP's.
Ich war von Juli 2004- Dezember 2006 in Arbeit. Teils sozialversicherungspflichtig, teils geringfügig.(Stichwort Betreuungszeiten...)

Als Schwangere bzw. wenn man durch Krankheit arbeitsunfähig ist, stellt einen nun einmal niemand ein.(ab der 18.SSW hatte ich so oder so Beschäftigungsverbot wegen vorzeitiger Wehen und wegen meiner Antikörper musste ich dauernd nach Berlin zum Spezial-US).

Und ich möchte eben sehr gern wieder arbeiten, die Förderung durch die Agentur ist aber besser als durch die ARGE.
Wie gesagt, das mit dem AlgI ist für mich aus diesem Grund eher nebensächlich.


Beitrag von susannea 05.03.10 - 13:45 Uhr

Dann melde dich arbeitssuchend und gucke, ob die dir weiterhelfen können.

Fürs ALGI gehts eben nur um das was davor war und das man davon ausgeht, dass es weiter so ist.

Achso und zum Elterngeld, Elternzeit ist keine Voraussetzung fürs Elterngeld ;)
Du warst also nicht in Elternzeit nach dem Gesetz, du hast lediglich dein Kind betreut und warst deshalb nicht arbeitslos oder arbeitssuchend!

Das ist ein himmelweiter Unterschied.

Beitrag von freyjasmami 05.03.10 - 14:01 Uhr

Komisch, meines Wissens darf man nicht mehr als 30 Std. die Woche arbeiten während der Elternzeit.
Und der Verdienst wird auf's Elterngeld angerechnet.
Heißt für mich, wer mehr als 30 Std. arbeitet bekommt kein Elterngeld und ist auch nicht in Elternzeit

Wenn ich nicht in Elternzeit bin, warum bekomme ich dann entsprechende Bescheinigungen zwecks Rentenversicherungszeiten?

Und auch wenn es Dir nicht passt, als es noch Erziehungsgeld gab, hatte man eben einen Anspruch DURCH die Erziehungszeit und was davor war, war völlig nebensächlich.
Ich wollte nur wissen, ob es noch immer so ist.

Beitrag von susannea 05.03.10 - 14:07 Uhr

Dir scheint nicht zu passen, dass es eine Änderung beim ALGI gab und seitdem interessiert nur noch, was davor war!

Versuche ich dir schon die ganze Zeit begreiflich zu machen. Diese Änderung gabs beim ALGI, die hat ncihts mit Elterngeld oder Erziehungsgeld zu tun.

Erziehungszeiten für die Rentenversicherung sind übrigens noch was ganz anderes als Elternzeit ,)


Guck dir das BEEG noch mal an, da steht drin, dass Elternzeit nur Arbeitnehmer haben können!

Du darfst 30h sowohl beim Elterngeld, als auch in Elternzeit arbeiten, du bekommst aber auch Elterngeld ohne Elternzeit (indem du normal weniger als 30h arbeitest oder indem du nie gearbeitet hast oder indem du studierst usw.)

Hat also nichts miteinander zu tun!

Nur die Grenze mit 30h ist bei beiden meist gleich (denn studieren darf man auch deutlich mehr, in Ausbildung darf man auch mehr arbeiten usw. und bekommt trotzdem Elterngeld!).

Also evtl. noch mal ein bißchen BEEG schnuppern und merken das man murks erzählt ;)

Beitrag von freyjasmami 05.03.10 - 14:20 Uhr

Wieso sollte es mir nicht passen?
Ich werd es kaum ändern können.:-p

Das kann ja gerne sein mit der Änderung, TROTZDEM erwarb man eben mit dem Erziehungsurlaub (der ja durch Elternzeit ersetzt wurde) Anspruch.
Demnach hatte das eine mit dem anderen wohl doch ein klitzekleines bissel zu tun...
Das passt DIR wohl nicht.
Ich habe das Gesetz nicht gemacht. Es war so und fertig.

Was mir nicht passt, ist Deine Art die Betreuungsarbeit der selbst betreuenden Eltern runterzumachen.
Und noch weniger, das Du so tust als wäre ich vor der SS nicht arbeiten gegangen, weil ich mir lieber zuhause nen bunten gemacht habe. Das das nicht der Fall war, habe ich wohl mehrmals ausgeführt.
Aber um es ganz genau zu machen:

einen klitzekleinen Anspruch auf ergänzendes AlgII hätte ich gehabt - habe aber verzichtet. Weil ich lieber den Gürtel etwas enger geschnallt habe, statt AlgII zu bekomen.
Andere dagegen schöpfen es aus bis zum geht nicht mehr.

Aber das ist jetzt auch Nebensache.
Meine Frage wurde beantwortet, vielen Dank dafür.

Beitrag von susannea 05.03.10 - 14:25 Uhr

Du liest scheinbar nur das, was du willst!!!

Du fragtest ob sich durchs Elterngeld etwas geändert hat, nein hat sich nicht. Durch die Elternzeit auch nicht, sondern durch Änderungen in den Bestimmungen zum ALGI!

DA ist es vollkommen egal obs nun Erziehungsurlaub (da hast du übrigens deinen Urlaub ;) ) oder Elternzeit heißt, das ist dort gar nicht interessant.

Und es macht hier auch keiner deine Erziehungsarbeit zunichte oder schlecht.

es wird nur einfach davon ausgeagen, dass du vor dem Kind nicht zur Verfügung gestanden hast, dann mit Kidn natürlich auch nicht, was aber nicht alleine durchs Kidn verursacht wurde und deshalb nun keinen Anspruch auf eine Ersatzleistung dafür hast, denn für was denn?

Du hast vorher ja nicht gearbeitet!