Stillen und Beikost

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von kuschel135 05.03.10 - 10:51 Uhr

Hallo,

ich habe jetzt sehr viel über das Stillen und die Einführung von Beikost gelesen und die Meinungen gehen echt auseinander.
Entweder: volle 6 Monate stillen sei das beste
oder
Einführung von Beikost bereits nach dem 4. Monat sinnvoll (anscheinend neueste Erkenntnisse)
oder
Einführung nach dem 6. Monat sinnvoll
oder oder oder

ich blick da nicht mehr durch....

zu uns:
es gibt keinerlei Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten bei uns in den Familien (mein Mann hat 5 Geschwister, ich zwei) (auch die Eltern haben keine Allergien).

wir haben keine Haustiere und rauchen nicht.

Unser kleiner wurde von mir volle vier Monate gestillt, er hat nichts anderes bekommen (auch nicht als ausnahme)
Jetzt haben wir letzte Woche mit beikost angefangen, da meine Milch nicht mehr reicht und er nicht mehr satt wurde, was er lautstark zum besten gegeben hat.
wir haben es auch einen Tag mit "Milchpulver" probiert allerdings musste er davon so viel trinken, dass er satt wird, dass er "übergelaufen" ist und jede Menge ausgespuckt hat.

wir haben dann mittags Möhrchenbrei gegeben und anschl. habe ich ihn noch gestillt. er ist jetzt sehr zufrieden und satt. das essen war gar kein Problem, das Lätzchen blieb super sauber, alles war im Mund.

Jetzt die Frage: haben wir doch zu früh damit angefangen?
Sollte er zur "abendbrotmahlzeit" trotzdem lieber eine Flasche bekommen oder ruhig auch nochmal Karotten? Oder ist das dann zuviel?

Ich würde mich über hilfreiche Antworten freuen und keine die mich ausschliesslich in der Luft zerreissen weil wir jetzt schon mit Beikost angefangen haben.
#danke

Beitrag von lilliana 05.03.10 - 11:08 Uhr

Hallo :-)

Empfehlungen gibt es viele und die Meinungen dazu gehen auseinander. Wichtig ist, dass du auf dein Kind schaust, wann es so weit ist.

Das die Muttermilch mit 4 Monaten nicht mehr reicht ist jedoch ziemlicher Quatsch. Und jetzt gibst du Karotten, die weitaus weniger Energie liefern? Wo ist der Sinn dabei?

Beitrag von kuschel135 05.03.10 - 11:15 Uhr

wieso ist es Quatsch, dass die Muttermilch mit 4 Monaten nicht mehr ausreicht?

was sollte ich deiner Meinung machen?

Beitrag von rmwib 05.03.10 - 11:29 Uhr

Weil die Milch immer reicht wenn Du nach Bedarf anlegst. Vor allem wenn das Kind noch nicht sitzen kann, sich nicht selbst Sachen in den Mund steckt um sie zu essen usw.

Und es lustig ist, dass weniger nahrhafte Möhren mit deutlich weniger Kalorien plötzlich zur Zufriedenheit helfen.

Solche Aussagen wie Deine verwirren andere und deswegen liest man hier auch ständig Verwirrte, die denken, ihr Kind wird nicht satt.

Dass Dein Kind Dir die Flasche vor die Füße bricht weil es übervoll ist sagt doch alles.

Aber das ist eine andere Geschichte ;-) zur Ausgangsfrage: es ist OK nach 4 Monaten anzufangen, wenn das Kind bereit dafür ist. Wenn Dein Kind gut isst, dann mach ruhig weiter, aber langsam. EINE ergänzte Mahlzeit reicht in dem Alter erstmal aus, nach einem Monat kannst Du dann mit der nächsten anfangen und wenn es nachher alleine sitzen kann auch ruhig vom Tisch mitessen lassen zu euren Mahlzeiten. Aber in dem Alter jetzt erstmal noch ganz in Ruhe ;-)

Beitrag von jumarie1982 05.03.10 - 11:31 Uhr

Was du machen solltest?

Stillen natürlich!

Die Milch "reicht" nicht irgendwann einfach nicht mehr!
Das is Quark.
Und dass er jetzt wegen n paar Gramm Möhren plötzlich satt und zufrieden ist, is noch größerer Quatsch!

Vergleiche: Nährwert 100ml Mumi = Nährwert 400g Karotten

Da musste ganzschön stopfen, um 400g ins Kind rein zu kriegen #rofl

Beitrag von misslila 05.03.10 - 11:13 Uhr

Hallo

also ich gehöre auch zu den Mamis, die früh mit Beikost angefangen haben. Ich kann dir nur beschreiben wie wirs gemacht haben. Ob das nun richtig oder falsch ist kann ich dir nicht sagen, da mir mal eine Kinderkrankenschwester, die sich auf Babyernährung spezialisiert hat gesagt hat: "Es gibt viele verschiedene Wege zum Thema Beikost"

So haben wir das gemacht
erst mal nur die Mittagsmahlzeit in Angriff genommen:
Da gabs immer ein bisserl Kürbisbrei (Karotte führte bei uns zu Verstopfung) als meine Kleine dann 100 gramm geschafft hat, hab ich erst mal gewartet mit dem Stillen bis sie sich gemeldet hat Achja und zum "Nachspülen" gabs Wasser!
Denn meine Meinung ist: Wer essen kann muss auch was trinken ;-)

so nach ungefähr 6 Wochen war dann die Mahlzeit ersetzt. Sie hatte dann immer so zwischen 120 und 170 gramm gegessen ! und hielt danach immer so zwischen 2,5 - 3 Std. aus !

Wir haben dann drei Wochen gewartet. Plötzlich wollte meine Maus nachmittags nimmer so wirkl. trinken, also hab ich ihr da dann Getreide-Obst-Brei angeboten fand sie toll.

Dann hab ich erst mal geguckt dass sie am TAg auch noch Wasser trinkt. Denn mir persönlich ist es nichts wenn sie schon was isst, aber nicht grad viel trinken will. Gut das hat sie dann auch angenommen und auf den TAg verteilt so ihre 100 ml - 150 ml Wasser getrunken.

Und dann kam das was kommen musste -

Ich esse immer zu ihrer 2. Stillmahlzeit ein Brot - auch ich muss ja mal frühstücken.
So und eines morgens wollte mein Kind statt die Brust mein Brot - sie hat es mir regelrecht aus der Hand gerissen - Seit dem gibts morgens Brot mit Obstmus ;-)

Lange Rede kurzer Sinn - jetzt mit 7 Monaten (ist sie dann am Montag genau) sieht unser Essensplan so aus

06 Uhr Stillen
09 Uhr Brot mit Obstmus
12 Uhr Gemüsebrei ab und an mit Fleisch
15 Uhr Getreide-Obst-Brei
18 Uhr Stillen

Eine Flasche hat Jasmin noch nie regelmässig bekommen sondern immer mal zum Probieren ob sienicht viell. doch hunger hat - aber das war dann meist nicth so!

Nur was meiner Meinung wichtig ist, ist dass man wenn man Mahlzeiten ersetzten will immer nach und nach vorgeht und nicht alles gleichzeitig macht - denn ich könnt mir vorstellen, das die kleinen da zimlich durcheinander kommen können

vlg
misslila mit Jasmin

Beitrag von kuschel135 05.03.10 - 11:20 Uhr

Ab wieviel Monaten/Wochen habt ihr denn angefangen?

Beitrag von kuschel135 05.03.10 - 11:21 Uhr

Macht es denn Sinn nochmals die 1er Milch auszuprobieren und die Karotten wegzulassen oder ist es "jetzt eh zu spät"?

Beitrag von misslila 05.03.10 - 11:47 Uhr

also mit flaschennahrung kenn ich mich nicht wirkl aus, Jasmin hat wenn mal flaschennahrung kam - nur pre bekommen, da die der Mumi am ähnlichsten ist.
in der 1er soll schon etwas stärke drin sein zum satt machen und in 2er und 3er soll es wohl dann immer mehr werden - aber das weiß ich nur vom Erzählen lassen.

Beitrag von misslila 05.03.10 - 11:44 Uhr


Jasmin war 4 Monate und 1 woche alt

Sie hatte aber schon mit 3.5 Monaten dem Papa die Banane "geklaut" also gelutscht, da hab ich erst mal 3 Wochen alles essbare vor ihr fern gehalten.

Und dann einfach losgelegt. sie hat so super gegessen, dass ich mir da dann auch keinen Kopf gemacht hab. Auch wenn die meisten leute mir ein schlechtes gewissen einreden wollten.

Beitrag von misslila 05.03.10 - 11:49 Uhr

wie alt ist er denn jetzt ?

Beitrag von kuschel135 05.03.10 - 11:50 Uhr

er ist jetzt 4 Monate und zwei Wochen alt

Beitrag von misslila 05.03.10 - 11:52 Uhr

Mein Tipp

egal was du jetzt tust

Entscheide nach dem Bauchgefühl - denn du bist die Mama und kannst am besten einschätzen was deinem Kind gut tut.

Klar ist es besser so lange wie möglich voll zu stillen.

Und wenn es dir damit besser geht tu es .


Mir gings damals mit dem Löffelchen besser ;-)