Sohn meines Partners will nicht mehr, dass wir dabei sind

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von 00poppi 05.03.10 - 11:26 Uhr

Seit einem Jahr lebt mein neuer Partner bei mir und meiner 3-jährigen Tochter. Er ist direkt nach der Tennung von seiner Frau zu uns gezogen. Die ersten 7 Monate kam uns sein 8-jähriger Sohn regelmäßig besuchen. Wir haben ihm ein eigenes Zimmer eingerichtet und alles war sehr harmonisch. Seit Weihnachten will er auf einmal nichts mehr mit uns gemeinsam unternehmen und wenn er bei uns schläft, ist er sehr bockig weint er regelmäßig, wenn nicht alles so gemacht wird wie er bestimmt. Wir versuchen ihm alles recht zu machen und meine Tochter und ich halten uns sehr zurück. Mein Parnter unternimmt mit seinem Sohn viel alleine an den Wochenenden und verbringt auch 2 Nachmittage in der Woche mit ihm und bringt ihn in der Wohnung der Mutter ins Bett, während die Kindsmutter ausgeht und Zeit für sich hat. Er ist aber sehr hin und hergerissen, weil er gerne wieder ein entspanntes Wochenende zu vier haben würde und auch mal etwas mit allen gemeinsam unternehmen würde. Er hat auch sehr starke Schuldgefühle, weil er seinen Sohn verlassen hat. Wir sind alle sehr angespant wegen der Situation und wissen nicht so recht, was wir tun können und woran es liegt, das der Sohn so reagiert.

Beitrag von blaue-rose 05.03.10 - 11:56 Uhr

Hallo,


kann es sein, das sein Sohn versucht seinen Vater mit allen Mitteln wieder zu seiner Mutter zu bekommen?

Ich vermute mal das sein Vater seit Weihnachten durch sein Verhalten mehr allein mit ihm unternimmt wie vorher und somit hätte er erreicht was er eventuelle wollte.

Es kann schon gar nicht sein das ihr alles macht was sein Sohn bei euch verlangt. Ihr seid eine Familie und dort sollte jedes Mitglied gleichberechtigt sein. Er hat sich an das Familienleben genauso anzupassen wie deine Tochter auch.

Ich vermute sein Sohn hat die Trennung der Eltern noch nicht verarbeitet und versucht jetzt auf seine Art Vater und Mutter wieder zusammen zu führen. Ich finde es wichtig das sein Vater ihm gegenüber einen festen Standpunkt vertritt und ihm sagt das es keine Beziehung mehr mit seiner Mutter geben wird.

Beitrag von lutzi123 05.03.10 - 14:55 Uhr

Die Tochter meines Mannes meinte auch mal, als ich geschumpfen habe, sie will zu ihrer Mutter und nie wieder kommen, oder wenn sie das nicht bekommt kommt sie nicht wieder, habe sie nur geschnappt gemeint ich fahr dich nun heim, da wollte sie dann doch nicht.

Nur nicht auf das Spiel eingehen, für ihn da sein und seine Sorgen ernst nehmen aber nicht erpressen lassen oder alles gewähren lassen

Beitrag von 00poppi 05.03.10 - 16:34 Uhr

Ich wäre mir nicht mal bewußt überhaupt schon mal mit ihm geschimpft zu haben.
Er ist eigentlich ein sehr lieber Junge und geht auch mit meiner Tochter sehr lieb um. Manchmal nervt sie ihn ein wenig, aber das ist wohl normal bei 5 Jahren Altersunterschied. Dann beschäftige ich mit ihr alleine und bis Weihnachten kam er dann immer wieder mit dazu.
Aber dazu kommt es ja gar nicht mehr, weil er sich jetzt einfach weigert zu uns zu kommen oder irgendwohin mitzukommen, wo wir auch sind.
Er hat seinem Vater leider auch keinen Grund genannt, warum er nicht mehr gerne mit uns zusammen ist.
Wenn er mit ihm darüber sprechen würde, wären wir wohl nicht so hilflos.

Beitrag von 00poppi 05.03.10 - 21:30 Uhr

Ja, sowas habe ich mir auch schon überlegt, aber mein Partner meint, dass ein Junge mit 8 Jahren sich sowelche Sachen noch nicht ausdenkt.

Die beiden unternehmen fast nur noch alles alleine und als wir doch mal dabei waren, hat er komplett zugemacht und sobald er anfängt zu weinen, fühlt mein Freund sich so schlecht, dass wir schon freiwillig nicht mehr mitkommen.

Meine Tochter fragt ständig nach den beiden und kann natürlich gar nicht verstehen, warum mein Freund und sein Sohn am WE gar nicht mehr bei uns sind.

Eine andere Idee die Freunde geäußert haben ist, dass der Junge eifersüchtig auf meine Tochter ist, aber die klebt eher an ihm oder an mir und nicht an meinem Partner.

Beitrag von cinderella2008 05.03.10 - 21:58 Uhr

Der Sohn Deines Partners ist wahrscheinlich eifersüchtig auf Dich und auch auf Deine Tochter.

Er weiß, dass sein Vater immer mit Dir und Deiner Tochter zusammen ist, dass Ihr eine Familie bildet und zusammen lebt. Der Sohn vermisst seinen Vater, gehört nur an den Wochenenden zu Euch. Dem Kind wurde direkt nach dem Auszug seines Vaters eine neue Familie präsentiert. Er hatte überhaupt keine Zeit, sich an die Situation zu gewöhnen, dass sein Vater seine Mutter und ihn verlassen hat. Das ist eine ganze Menge für ein Kind in dem Alter. In der ersten Zeit stand er vielleicht noch unter "Schock" bzw. war alles neu und interessant. Jetzt ist er zur Ruhe gekommen und sieht die Sache, wie sie wirklich ist.

Die Reaktion des Kindes ist für mich normal und menschlich.

Beitrag von cinderella2008 05.03.10 - 12:42 Uhr

Hallo,

das Verhalten des Sohnes halte ich für normal.

Ich war mal mit einem Mann zusammen, der eine Tochter in dem Alter hatte. Ich war nicht der Trennungsgrund. Die Tochter und ich wurden langsam aneinander gewöhnt und am Anfang ging auch alles gut. Mit der Zeit merkten wir dann, dass sie an den gemeinsamen Wochenenden immer nörgelnder wurde, hat viel geweint, man konnte ihr nichts recht machen. Mein damaliger Freund wollte mir nicht glauben, als ich sagte, dass das Mädchen mit mir nicht zurecht kommt. Sie war eifersüchtig. Sie merkte irgendwann, dass Mutter und Vater neue Partner hatten und mit Sicherheit nicht mehr zusammenkommen würden. Kinder hoffen das nämlich häufig, das wiede alles so wird, wie es mal war.

Ich habe mich dann ganz von den Kinderwochenenden zurückgezogen, da es immer schlimmer wurde. Wenn mein Freund mit ihr allein war, was dann auch alles gut.

Schließlich haben wir uns dann getrennt, weil es auf Dauer nicht gut gegangen wäre, praktisch zwei Leben zu führen. Er hätte ein Leben mit seiner Tochter ohne mich und ein Leben mit mir ohne seine Tochter auf die Reihe bringen müssen. Gemeinsame Urlaube wären für uns als Paar nicht möglich gewesen, da natürlich auch im Urlaub zu dritt große Probleme aufgetreten sind.

Cinderella

Beitrag von 00poppi 05.03.10 - 16:21 Uhr

Hallo,

Ihr habt Euch nur deshalb getrennt?#schock

Wir haben uns doch beide für das Leben miteinander entschieden und sind auch glücklich.

Sollen die Väter deren Kinder so eine Phase haben etwa für immer alleine bleiben?

Ich glaube fest daran, dass es für jedes Problem eine Lösung gibt und hoffe hier auf ein wenig Hilfe und Ideen.

Trennen wollen wir uns auf gar keinen Fall!#verliebt

Beitrag von cinderella2008 05.03.10 - 16:32 Uhr

Ja, haben wir.

Das Wohl des Kindes kommt nun mal an erster Stelle. Ich wäre auf Dauer in einer Beziehung, wo es dauernd Stress des Kindes wegen gibt, auch nicht dauerhaft glücklich geworden.

Und wer weiß, wie lange diese "Phase" angedauert hätte. Das ist jetzt schon einige Zeit her. Ich bin mit dem Mann noch lose befreundet, bisher hat er keine neue Beziehung eingehen können. Je älter seine Tochter wird, um so schlimmer wird ihre Eifersucht.

Beitrag von lutzi123 06.03.10 - 11:23 Uhr

Dann sollte er meiner Meinung nach mal ein Gespräch mit seiner Tochter führen. Sicher geht das eigene Kind immer vor, aber sein eigenes Leben nur darauf zu beschränken und Ihr jedesmal gewähren eine Beziehung zu beenden geht nicht. Man sollte es ihr dann Liebevoll aber bestimmend erklären und auch sagen das man Sie deshalb nicht weniger Liebt.

Beitrag von cinderella2008 06.03.10 - 12:07 Uhr

Sie ist nun mal Papas "Prinzessin". Er muss wissen, wie er sein Leben gestaltet. Ich bin jedenfalls froh, diesen Stress mit dem Kind nicht mehr zu haben. Auf Dauer wäre ich wahnsinnig geworden. Auch wenn es nur die Wochenenden waren, aber rund um die Uhr nach der Pfeife eines Kindes zu tanzen, das war mir zu viel.

Beitrag von lutzi123 08.03.10 - 06:58 Uhr

Das glaube ich dir gerne. Klar will man als Vater das es dem Kind so gut wie möglich geht nach einer Trennung, nur vorschreiben lassen mit wem ich zusammen bin, würde ich nicht zulassen

Beitrag von bruchetta 05.03.10 - 21:18 Uhr

Um ehrlich zu sein, so ungewöhnlich finde ich die Konsequenz nicht.
Er hat seine Ehe (oder Beziehung) in den Sand gesetzt und hinterläßt einen Sohn.
Er zieht umgehend zu einer neuen Frau.
Mit der ist er jetzt 1 Jahr zusammen, sein Sohn ist 8.
Wer sollte Deiner Meinung nach Priorität haben, wenn es drauf ankommt?
Im Zweifelsfall kann man wirklich auf eine Phase hoffen, die sich, wenn der Junge älter wird, erledigt, so dass man dann beruhigt eine neue Partnerschaft eingehen kann.

Beitrag von daisydonnerkeil 05.03.10 - 22:20 Uhr

Hallo,

zum einen denke ich nicht, dass die aktuelle Situation so bleiben muss. Das vorweg zum Trost.

Ich denke, dass man einem 8-Jährigen schon allerhand erklären kann. Insofern würde ich als Vater ihm weiterhin seine Quality-Time geben, ihm Sicherheit vermitteln und dem Jungen unmissverständlich signalisieren, dass der Vater ihn liebt. Aber gleichzeitig sollte der Vater ihm auch klar machen, dass die Familie des Jungen inzwischen halt etwas größer geworden ist und es noch dich und dein Kind gibt. Er gehört zu seinem Vater und sein Vater zu dir. Und Ihr vier gehört nun einmal auch zusammen. Das kann man einem Kind in dem Alter schon auch so sagen. Ich weiß nicht, ob man vielleicht etwas unternehmen kann, was zu viert besonders schön ist, damit er auch den Vorteil von der Situation spürt.

Ich weiß nicht, ob das organisatorisch und finanziell möglich ist, aber vielleicht würde es helfen, wenn Ihr Euch eine gemeinsame Wohnung suchen würdet. Wenn ich das richtig verstehe, wohnt Ihr jetzt in deiner Wohnung, er ist zu dir gezogen. Man sollte diese Revierfragen nicht unterschätzen. Mein Partner hat zwei Töchter (inzwischen 14 und 16) und es war am Anfang in seiner Wohnung immer schwierig und angespannt mit den Kindern. Ich habe mich da sehr unsicher und unwohl gefühlt, mehr wie ein Gast. Vielleicht geht es dem Jungen ähnlich. Auch wenn er sein eigenes, schönes Zimmer hat, ist es doch in DEINER Wohnung.

Wir sind vor 1 3/4 Jahren gemeinsam in eine neue Wohnung gezogen und das hat die Karten noch mal völlig neu gemischt. Es läuft erstaunlich gut, obwohl die Mädchen in einem "entzückenden" Alter sind, und ich bin ziemlich überzeugt, dass unsere Wohnsituation ein Grund für das vergleichsweise reibungsarme Miteinander ist.

Alles Gute,
Daisy






Beitrag von 00poppi 06.03.10 - 09:46 Uhr

Hallo,

danke für den Trost! Ich glaube ja auch, dass es nicht immer so bleibt! Aber mein Partner leidet unter der Situation im Moment sehr.

Umziehen kommt leider nicht in Frage. Wir haben ein Haus und das ist aus versch. Gründen auch nicht zu verkaufen.

Morgen treffen wir uns mit mehreren Paaren und vielen Kindern auf neutralem Boden und ich wünsch mir einfach ein Wiedersehen, ohne das der Junge schmollt, bockt oder weint.

Meine Kleine vermisst meinen Partner sehr an den WE´s die er mit seinem Sohn woanders verbringt. Sie ist regelmäßig bei ihrem Papa und liebt ihn auch über alles, aber sie macht keinen großen Unterschied zu meinem Partner mehr, weil er wirklich auf sie eingeht und sie ihn als sozialen Vater akzeptiert.

Ich freu mich jedenfalls auf morgen. Wir schaffen das schon!!!

Beitrag von daisydonnerkeil 06.03.10 - 10:33 Uhr

Okay, ein Haus verläisst man nicht mal so eben. Vielleicht kann man beiden Kindern die ZImmer neu gestalten und ihn mitgestalten lassen? So nach dem Motto "Wir brauchen hier mal einen Tapetenwechsel, was denkst du dazu?".

Aber noch einmal zum bocken: die Kleine von meinem Freund war 11, als wir uns kennen gelernt haben, und mit der habe ich mich die erste Zeit ständig gefetzt. Die war ständig bockig, trotzig, egoistisch und schnell beleidigt. Das war schon sehr anstrengend. Aber mit der Kleinen habe ich inzwischen einen besseren Draht als zu der Großen. Wie gesagt: Es muss nicht so anstrengend bleiben.

Wichtig ist, dass du und dein Partner im Gepräch bleiben. Sonst kann so ein Stress echt belasten.

Alles Gute,
Daisy

Beitrag von 00poppi 08.03.10 - 21:30 Uhr

Hallo,

Vater und Sohn haben sich am WE über alles unterhalten und am Sonntag waren wir den ganzen Tag alle zusammen. Wir haben einfach weitergemacht wie vor Weihnachten und als wir ihn am Nachmittag nach Hause zu seiner Mama gebracht haben, hat er gefragt, ob wir in zwei Wochen alle zusammen schwimmen gehen können.#huepf

Ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg!!!

Vielen Dank an alle, die uns wirklich helfen wollten!

Beitrag von manavgat 06.03.10 - 10:47 Uhr

Ich denke, Deine Tochter hat auch einen Anspruch auf harmonische Wochenenden.

Meine Lösung wäre ein Vater-Sohn-Gespräch. Und dann würde der Vater dem Sohn klar sagen, dass es so nicht geht und er jedes 2te Wochenende kommen kann, an den Nachmittagen an denen er was mit seinem Vater macht, das alleine tun kann und dass die WEs der Familie gehören, heißt: alle haben die gleichen Rechte.

Kinder von getrennten Eltern brauchen liebevolle Eltern, die klar kommunizieren.


Gruß

Manavgat

Beitrag von krokolady 06.03.10 - 13:48 Uhr

Du schreibst:

" Er hat auch sehr starke Schuldgefühle, weil er seinen Sohn verlassen hat."

Das ist eine total falsche eisntellung!
Denn er hat ja wohl nicht seinen Sohn verlassen, sondern sich von seiner Ex getrennt!

Ich denk mit 8 Jahren weiss der Junge sehr wohl wie er seinen Vater um den Finger wickeln muss.....und da der Vater das mitmacht.......

Der Vater soll mal ein ernstes Wörtchen mit seinem Sohn reden, und ihm erklären das er immer sein sohn bleiben wird, egal ob er wieder heiratet oder sonstiges.

ausserdem find ich es für den Sohn sicher eine komische Sitation wenn Papa ab und zu wieder "zu Hause" bei ihm ist, und alles so wie früher ist.

Beitrag von imzadi 07.03.10 - 00:33 Uhr

Nun, du hast ihn seinen Vater genommen! Das siehst du sicher anders weil du ja aus deiner Sicht nur seine Mutter oder die Frau an der Seite des Vaters ersetzt hat. Ihm ist das egal. Du hast seinen Vater jetzt, das neue/dein Kind darf ihn jetzt jeden Tag haben, er aber nur ab und zu.

Wenn man sich als einen neuen Mann im Leben einen Familienvater sucht darf man sich nicht wundern. Das dein Mann Schuldgefühle hat ist normal, er hat Schuld. Wer glaubt das man eine Familie gegen eine andere austauschen kann muss auch mit den Konsequenzen leben.

Wieviele Kinderherzen ist es Wert einem Schmetterling im Bauch zu folgen?

Beitrag von blacknickinblue 07.03.10 - 12:14 Uhr

Wahre Worte!#pro




Aber das gibt bestimmt noch Haue. #zitter
(Schließlich liebt sie den Mann und die Ex-Frau mit ihrem unmöglichen Verhalten ist sicher selber schuld, dass sie in vertrieben hat #bla Das muss das Kind einsehen und die Situation nehmen, wie sie nun mal ist.) *** Ironie off***

Beitrag von rameike 07.03.10 - 23:12 Uhr

dem kann ich mich nur anschliesen!#pro