gemeinsames Sorgerecht - UMZUG 450 km

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von zitroenchen26 05.03.10 - 13:16 Uhr

Hallo,

jetzt muss ich hier auch mal fragen, wie es bei Euch so abgelaufen ist, wenn ihr gemeinsames Sorgerecht habt und ihr nebst Kind weiter entfernt gezogen seid.

Mir ist klar, daß ich die Zustimmung des Vaters bräuchte, habe das Thema noch nicht angeschnitten, da es noch in der Schwebe ist und ich will nicht schon vorher die Pferde scheu machen.

Gesetzt der Fall, er stimmt nicht zu, dann muss ich die Zustimmung doch beim Familiengericht einklagen, oder??

Wie lief es denn bei Euch ab?? Mit oder ohne Zustimmung?? Ist jemand einfach so umgezogen, ohne es vorher abgesprochen zu haben??

Und falls er die Zustimmung nicht geben würde, ich das dann einklage, in der Zwischenzeit schon umziehen müßte, weil ich den Job dort anfangen müßte, ginge das??

Sorry, Fragen über Fragen, aber mich interessieren mal Eure Erfahrungswerte :-)

Noch kurz anzumerken ist, daß der Vater den Kleinen momentan so ca. alle 3 Wochen hat und wir über die Belange unseres Sohnes eigentlich gut miteinander reden können. Aber DAS ist doch ein anderer Schuh - etwas einschneidender ...

So, nun bin ich mal auf Eure Berichte gespannt und sag schon mal #danke

Beitrag von lutzi123 05.03.10 - 13:23 Uhr

Wie meinst du das er reagiert? Ich denke mal nicht das er begeistert wäre, ist doch auch verständlich. Ich denke das du dich dann aufjedenfall an den Kosten beteiligen musst, die ja 450 km dann anfallen werden. Und den Umgang trotzdem fördern musst, aber das ist dir ja sicher klar. Ihr habt schon mal ein gutes, ihr könnt miteinander reden.

Sprich es an wenn es sicher ist, schlag ihm vor wie ihr es handhaben könnt und komm ihm entgegen. Wie alt ist euer Kind denn?

Beitrag von zitroenchen26 05.03.10 - 13:56 Uhr

Tja, es ist für mich z. Zt. unheimlich schwer, es abzuschätzen, wie er reagieren könnte. Er hat seit über 1 1/2 Jahren eine neue Freundin mit der er auch zusammen wohnt und demnächst wohl ein Kind möchte. Ich denke, dann hätte er noch weniger Zeit für unseren Sohn. Ich finde ja auch die 3 Wochen zu lang - letztens waren es mal 4 Wochen ... aber angeblich geht es dienstlich nicht anders.

Einerseits denke ich, daß er im allerersten Impuls dagegen wäre ... würde ihm natürlich entgegen kommen, wenn den Kleinen sehen will. Entweder schlage ich vor, daß er sich das Fahrgeld vom Unterhalb abziehen kann oder wir uns auf halber Strecke treffen oder wir sowieso nach Berlin fahren um Freunde / Familie zu besuchen, nur wollen die den Kleinen ja dann auch sehen. Also daß ich Kompromisse schließen müßte wäre klar und bin ich auch bereit zu.

Wenn ich aber daran denke, wie sehr er sich "zurückgezogen" hat, seit er mit seiner Freundin zusammen ist, könnte ich mir vorstellen, daß sie dann auch ihr eigenes Leben aufbauen wollen und er nichts dagegen hat, wenn wir gehen würden. Echt schwer ...

Unser Sohn wird im Mai 4 :-)

Beitrag von lutzi123 05.03.10 - 14:04 Uhr

Das ist schade das man dann das erste Kind auf die Abstellgleise stellt. Aber noch ist es ja nicht soweit und du weisst doch nicht ob es so sein wird.

Arbeitet er soviel? Kann er da keine Ersatztermine finden wo er den kleinen nimmt?

Wie steht dein Sohn zu der sache? Leidet er darunter das sein Vater sich so verhält? Habt ihr den Umgang gerichtlich? Denn gut find ich das nicht das er ihn sieht nur dann wenn er lustig ist, hier geht es um ein, um sein Kind, und nicht um einen Hund

Beitrag von zitroenchen26 05.03.10 - 14:20 Uhr

Stimmt, es ist noch nicht so weit und das bleibt abzuwarten, wie es dann wäre - war reine intuitive Spekulation ;-)

Er ist Polizist und hat Schichten ... angeblich neuen Dienstplan und nicht mehr so viel frei. Und es kann auch schon vorkommen, daß wenn sie eigentlich ein WE frei hätten, ein Einsatz dazwischen kommt.

Anfangs war es mal so, daß er zwischen dem 3- Wochen - Rhytmus den Kleinen für 1 Nacht abgeholt hat; also z. B. heute gegen 15 Uhr aus der Kita geholt und am nächsten Morgen gegen 8 Uhr wieder in die Kita.

Ich empfand dieses als sehr unglücklich, weil der Kleine deutlich unruhiger vom Wesen war. Ich bat darum, hierzu eine andere Lösung zu finden ... ja, diese war dann, diese "Zwischentreffen" ganz ausfallen zu lassen.

Weißt Du, ich denke, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg und aus unserer gemeinsamen Zeit kenne ich das, daß er auch mal Überstunden abbummeln konnte oder so frei nehmen konnte ... naja, vom Urlaub rede ich mal lieber gar nicht. Das ist nämlich echt traurig ... Jan. 2008 war die Trennung und im September 2009 ist er erstmalig mit seinem Sohn (und neue Freundin) für 4 oder 5 Tage an die Ostsee gefahren. Und er hat immer 2 Urlaube im Jahr, die so um die 2 bis 3 Wochen jeweils lang sind!!!! Auch zwischendurch fragt er nie nach seinem Sohn, eventuell mal ein Anruf ... aber das ist auch nur selten ... schon schade, daß er sich so zurückzieht und als ich das mal ansprach kamen die üblichen Argumente mit der Arbeit etc.

Ich bin wirklich die letzte, die dem Kontakt im Wege stehen würde, aber ich finde, hier mangelts an Interesse seinerseits :-( Tja und der Kleine fragt schon nach seinem Vater, aber auch in unregelmäßigen Abständen.

Den Umgang haben wir nicht regeln lassen. Lediglich beim JA beurkundet, daß wir gemeinsames Sorgerecht haben, das war noch vor der Geburt.

Ich habe seit einigen Monaten einen neuen Freund, allerdings 450 km weit weg ... mein Sohn sieht ihn DEUTLICH öfter als den eigenen Vater. Die beiden kommen zum Glück auch super klar, es ist aber trotz allem nunmal nicht der leibliche Vater, obwohl er sehr liebevoll mit ihm umgeht.

Naja ... mal sehen wie alles kommen wird ...

Beitrag von krokolady 05.03.10 - 14:16 Uhr

Kommt auf den Grund an für den Umzug.
Ich bin vor einigen Jahren 250 km weit weggezogen......mein jetziger Mann hatte dort nen Job, ich war schwanger von ihm.....also hatte ich nen Grund für den Umzug.
Mittlerweile leben wir wieder hier in der Ecke meines Ex-Mannes........mein Mann arbeitet in nem weltweiten Konzern, ist nun unter der Woche ca. 280 km weit weg von zu Haus.
Wir überlegen auch ob wir im Sommer da komplett hinziehen.

Ich hab meinen Ex damals nicht gefragt, und werds auch diesmal nicht tun.
Ich mach das ja nicht um ihn zu ärgern.

Und selbst wenn er versuchen würde gegen anzugehen täte er den Kürzeren ziehen - eben weils es gute Gründe hat.

Bist Du aber z.B. arbeitslos, hast auch keinen Job in Aussicht, und ziehst nur so um, also ohne wirkliche Gründe, kann dir der Vater des Kindes schon Steine in den Weg legen!

Beitrag von zitroenchen26 05.03.10 - 14:48 Uhr

Ich würde umziehen wollen, um mit meinem neuen Freund zusammen zu sein. Er kann beruflich gar nicht weg und ich bin Landesbeamtin und habe einen Versetzungsantrag laufen. Sollte dieser durchgehen (natürlich nur mit Tauschpartner :-( ) könnte ich ziehen.

Bei meinem neuen Freund hätten wir auch eine neue "Familie". Denn wir verstehen uns total super mit seinen Eltern, die in meinem Sohn fast ihren Enkel sehen und die Schwester meines Freundes hat ebenfalls 2 Kinder (Junge 4 J. und Mädchen 6 J.) und die beiden Jungs, also ihrer und meiner, sind wie Zwillinge und verstehen sich soooo super - als hätten sie sich gesucht und gefunden :-)

Und im Vergleich zu der Familie väterlicherseits: Mein Ex hat Bruder nebst Familie, Tochter 8 Jahre ... kaum Kontakt zu meinem Sohn, Oma und Opa nur megasporadisch, zu Feiern oder Weihnachten. Oma arbeitet ca. 3 min Fahrweg von der Kita und unserem Zuhause ... es wäre also ein leichtes, zu sagen, sie holt ihn mal aus der Kita, geht Eis essen oder ähnliches und bringt ihn mir zum Abendbrot. Aber in der Hinsicht kommt - leider - so rein gar nichts!!! Echt traurig!!!!

Beitrag von krokolady 05.03.10 - 14:55 Uhr

also wenn Du beruflich umziehen willst, auch wenn du freiwillig getauscht hast.....und du mit Deinem Freund zusammenziehst.....und der da nen festen job hat - kannste dem Ganzen gelassen entgegen sehen!

Da kann Dein Ex sich auf den Kopf stellen - er kommt nicht gegen an.
Ausser Dein neuer Freund ist Alki, brutal, drogenabhängig oder so.

Allerdings bist du dann "verpflichtet" den umgang zwischen Vater und Kind weiterhin zu fördern!
Und bei dieser Entfernung wirst auch zustimmen müssen wenns Kind mal mehrere Tage bei seinem Vater ist.

Beitrag von zitroenchen26 05.03.10 - 14:57 Uhr

Ja sicherlich würde ich den Kontakt weiter fördern ... sofern das vom Vater gewünscht ist ... aber wie gesagt, das bliebe dann abzuwarten. Ich befürchte eher, es würde sich im Sande verlaufen ...

Beitrag von krokolady 05.03.10 - 15:02 Uhr

das kenne ich leider.....

als wir damals umzogen bot ich meinem Ex and as er jederzeit zu uns kommen kann, und gern bei uns schlafen kann.....so kann er Zeit mit seinen Kindern verbringen, wenns auch nur mal 1 - 2 Tage sind.
Und natürlich in den Ferien jederzeit wenn er mag - wir boten an das wir eine Strecke fahren, und er halt die andere.

Nunja.....in 2 Jahren pennte er einmal bei uns, und die Kinder waren 2 mal bei ihm!

Beitrag von zitroenchen26 05.03.10 - 15:05 Uhr

Ja ist schon traurig ...

Ich hab mich auch schon gefragt, ob das egoistisch ist, wenn wir wegziehen würden und denke auch dran, was mein Sohn später darüber denken wird, wieso Mama so weit vom Papa weggezogen ist.

Aber ich glaube, wir würden dort eben glücklicher werden und sein Vater reißt sich ja jetzt auch nicht gerade den "Hintern" auf ...

aber kleine Gewissensbisse würden bleiben ...

Beitrag von krokolady 05.03.10 - 15:10 Uhr

Du musst aber auch bedenken das Du das Leben von dir und Deinem Sohn so weiterführen musst das es ihm gut geht!
Und das kannst du nur wenns auch Dir gut geht!

Also denk auch mal an dich, und nicht an Deinen Ex!

Dein Sohn wirds verstehen!

Beitrag von zitroenchen26 05.03.10 - 15:13 Uhr

vielen Dank - vielleicht muss ich doch ein wenig egoistischer werden #hicks

Beitrag von gey24 07.03.10 - 18:47 Uhr

mir geht es ähnlich.

mein verlobter hat ein super jobangebot in seiner heimatstadt,wir haben schon oft darüber geredet dort hin zu ziehen aber bisher war es noch nicht spruchreif.

aber jetzt wo dieses jobangebot da ist, würden wir es gerne wahrnehmen, nur habe ich das gemeinsame sorgerecht mit meinem ex- partner (unsere tochter wird 11 und unser sohn 10) und die kinder leben aus verschiedenen gründen bei ihm. das heißt:

ich habe meine kids jedes zweite we und in der hälfte der ferien.

wenn ich keine kinder hätte würde ich sofort umziehen nur so müsste ich meine kids mindestens noch ein jahr bei ihm lassen weil sie dann einen schulwechsel haben und ich sie vorher nicht aus der schule nehmen will.

noch dazu haben wir uns geeinigt das die kids selbst entscheiden können bei wem sie wohnen wollen, sofern wir beide die möglichkeiten haben sie aufzunehmen.

bei mir besteht im moment nicht die möglichkeit was sich aber ändern würde wenn wir umziehen, nur ist die neue whg 500 bis 600 km vom jetztigen wohnort entfernt.

da sind noch einige fragen offen:

1. wird er zustimmen?
2. wie organisieren wir es das ich meine kids trotzdem weiterhin regelmäßig sehen kann? (wir haben beide kein auto)
3. wenn die kids bei mir leben wollen, wird er es wirklich aktzeptieren?

wir müssen uns jetzt bis ende mai entscheiden und dann alles in die wege leiten damit der umzug (falls wir ja sagen) leichter von statten geht.