geteilter Wohnsitz

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von hannah696 05.03.10 - 15:54 Uhr

Hallo,
ich habe mal ein paar Fragen für meine Freundin die neben mir sitzt :)

Also, die Liebe ist alleinerziehend und im Studium, sie hat nen 400 Euro Job, erhält Wohngeld und Unterhaltsvorschuss (Ex studiert auch noch und hat neuerdings auch Nebenjob, da verdient er ca 800 Euro)...somit wird Unterhaltsvorschuss wohl wegfallen und richtiger Unterhalt vom Ex dazukommen.

Nun möchte ihr Ex-Freund, dass der Wohnsitz ihrer gemeinsamen Tochter auf beide geteilt wird. Laut dem Ex geht das, wenn das Kind zu mindestens 30% der Zeit beim Vater ist.
Der Ex möchte das, da er sonst Studiengebühren in Höhe von 800 Euro im Semester zahlen müsste.
Nun zur Frage: wie sieht das denn dann mit dem Wohngeld meiner Freundin aus? Um wieviel ungefähr würde es sinken? Sie bekommt im Moment 300 Euro Wohngeld.
Der Ex würde ihr 140 Euro Unterhalt im Monat zahlen können...! Er könnte ja dann quasi auch Wohngeld für die Kleine beantragen, oder?
Wäre es denn für meine Freundin finanziell sinnvoll, das zu machen? Ehr nicht, oder?
Der Ex wohnt in einer WG und sie in einer 60 qm Wohnung. Die "Homebase" für die Tochter ist die Wohnung meiner Freundin.

Hmmm, ich glaub, es ist etwas verworren geschrieben, viell. versteht es ja doch jemand und hat einen Tip.

Vielen Dank und liebe Grüße #herzlich

Beitrag von miss.cj 05.03.10 - 16:06 Uhr

Hallo,

das klingt heikel. Lebt das Kind denn 2 Tage/Nächte pro Woche bei ihm? Regelmäßig? Bzw. 10 Tage pro Monat?

Deine Freundin muß bedenken, dass sie dann nicht mehr als alleinerziehend gilt, somit der Grundbedarf herabgerechnet wird und der Unterhalt wesentlich gekürzt wird. Also eine erhebliche finanzielle Kürzung.

Wie sich das genau berechnet, weiß ich nicht.

Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, wo das Kind in einer WG untergebracht sein soll. Ich denke der Vater versucht nur seinen eigenen finanziellen Vorteil herauszuschlagen.

Lg Conni

Beitrag von hannah696 05.03.10 - 16:15 Uhr

Die beiden verstehen sich eigentlich sehr gut und es ist auch ein netter, verantwortungsbewusster Vater.
Er hat in der WG zwei Zimmer (eins davon Kinderzimmer). Außer ihm wohnen in der Wg noch ein Junge und ein Mädchen (Kommilitonen von ihm).
Also man muss sich das nicht vorstellen, wie eine versüffte Studi-Wg.

Stimmt, sie gilt dann nicht als alleinerziehend. Aber was für Unterschiede macht das genau? Doch nur beim Wohngeld, oder? Andere Ansprüche oder Leistungbezüge hat sie ja nicht.

Die Frage war ja, um wieviel sich das Wohngeld dann kürzen würde. Wenn er ihr die Differenz irgendwie dadurch ausgleichen könnte, das er ja keine Studiengebühren zahlen muss, dann ginge es ja.

Zu wem geht man denn bei solchen Fragen? Wohngeldstelle?
LG

Beitrag von miss.cj 05.03.10 - 16:47 Uhr

Was die Berechnungen für das Wohngeld betrifft, auf alle Fälle auf der Wohngeldstelle anrufen und nachfragen.

Wegen dem Wohnsitz am Besten auf dem Einwohnermeldeamt nachfragen, da ja dort der Wohnsitz gemeldet wird. Ich denke, die Tochter wird dann beim Vater mit eingetragen, bleibt aber bei der Mutter ebenfalls gemeldet. Sicher wird auch dort eingetragen, in welchem Umfang das Kind beim Vater verbleibt. Also so ähnlich wie Zweit-oder Nebenwohnsitz bei Erwachsenen.

Lg Conni

Beitrag von hannah696 05.03.10 - 16:23 Uhr

Ach so...
und es ist tatsächlich so, dass das Kind an 2- 3 Tagen in der Woche fest beim Vater ist. (abgesehen von flexiblen Absprachen).

Beitrag von susanne85 05.03.10 - 17:59 Uhr

hallo

ich persönlich würde die finger davon lassen.

wenn die beiden sich die betreuung teilen, ist er nicht mehr im vollen umfang für das kind unterhaltspflichtig soweit ich was weiss. zumindenst sollte sie rechtsanwaltliche hilfe in anspruch nehmen