Mal eine Frage zum Stillen

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von regenschein 05.03.10 - 17:31 Uhr

Hallo,

ich hab hier schön öfter gelesen, wie schwer das Stillen zu Anfang sein soll.

Ganz ehrlich frage ich mich aber, WAS denn daran so schwer bzw. kompliziert sein kann? #kratz Klar, bei einigen Frauen kommt keine Milch oder es gibt auch mal Entzündungen. Das verstehe schon. Aber der Rest will mir nicht so ganz in den Kopf.

Ich möchte sehr gern stillen und ich hab auch keine Sorgen davor, außer ich könnte vielleicht gar keine Milch haben.

Bin ich da zu sorglos oder sind die ganzen "Schwierigkeiten" nur Gerüchte? Ich mein ganz früher ging das doch auch ohne viel Federlesen. #kratz

Ich will jetzt niemanden damit angreifen, ich verstehe es nur nicht.

Lg
Nina mit Krümeline 24+4

Beitrag von 1374 05.03.10 - 17:37 Uhr

Hallo!
Also gerade das "ich habe keine Milch" ist eher das was am wenigsten zutrifft!!
Falls das ein Problem ist, liegt es in der Regel an der falschen technik oder das die Milchproduktion erst richtig in gang kommen muss und das kann auch mal ein bischen dauern.
Brustentündungen sind doof, schmerzhaft und echt ein problem. Aber behandelbar.
Tja, dann gibt's wohl noch anatomische Schwierigkeiten wie sehr flache warzen, aber da helfen zur Not Stillhütchen.
Wenn jemand auf jeden Fall stillen möchte, dann gibt es zwar ab und an hindernisse, aber meist keine Gründe es nicht zu "können"!
Soweit meine Erfahrung!
Lg,
1374

Beitrag von sessy 05.03.10 - 17:47 Uhr

naja das kann man nicht auf alle beziehen....trotz häufigem anlegen und tralala ging bei mir die Milch zurrück ich habe alles in meiner macht stehende getan aber es wollte nicht 1 1/2 Monate dann war alles vorbei und ich habe auch die extrem entündete und schmerzhafte Brust hingenommen!!!

Liegt vill.auch an den genen,meine Mama konnte beim erten Kind kaum stillen,beim zweiten gings noch weniger und beim dritten hat sie es gar net mehr gekonnt!!!!


Nichts desto trotz werde ich es diesmal wieder versuchen!!!

Beitrag von 1374 05.03.10 - 18:14 Uhr

wie ja auch gesagt, ist es in den MEISTEN Fällen eben nicht das Problem des nicht könnens (also körperlich, seelisch, etc), und nicht "gar nicht"! ;-)
Es gibt viele verschiedene gründe und geschichten über das nicht stillen!

Dir wünsche ich alles Gute und geduld und Zuversicht und eine hoffentlich schöne und lange Stillbeziehung!!
lg,
1374

Beitrag von s.klampfer 05.03.10 - 17:40 Uhr

Ach Gottchen, ich hätte so gerne gestillt. Leider hatte ich solche Depri nach der Geburt das überhaupt nix hingehauen hat.
Es muss halt alles zusammenpassen. Ich hatte damals auch viele ängste usw.
Du hast vielleicht genug milch (wie bei mir zb) nur der kleine war zu faul zum trinken, er ist immer eingeschlafen!

Beitrag von mike-marie 05.03.10 - 17:42 Uhr

Früher stand aber auch jeder frisch Gebackenen Mutter eine Oma/Mutter/Tante/Hebamme zur Seite die angeleitet hat und beraten hat. Da war man nicht mit seinem Säugling alleine in der 3 Zimmer Wohnung.

Wenn man sich vorher nicht über das Stillen informiert dann kann man viele Fehler machen wie z.B. falsches Anlegen oder man lässt sich beim ersten Wachstumsschub von anderen so verunsichern das man gleich ganz abstillt.

LG

Beitrag von 1374 05.03.10 - 18:11 Uhr

aber dafür hat man ja Anspruch auf eine nachsorgehebamme. die sich eben auch um das stillen kümmern sollte......

Beitrag von verita 05.03.10 - 17:44 Uhr

Hi Nina,
naja, es kann halt etwas dauern,bis das Baby kapiert hat, wie es saugen muss und du raus hast, wie du es richtig anlegst. mit der richtigen betreuung im Wochenbett ist das aber fix in den Griff zu kriegen (normalerweise). Bei mir war eher problematisch, dass ich tierische Schmerzen hatte durch den Milcheinschuss, mein Brust teilweise total heiß war und die Brustwarzen nach dem dritten Tag wund waren. Genießen konnte ich das Stillen dann so nach drei Wochen. und ich kann es nur empfehlen, sich durch die anfangszeit zu kämpfen. Wichtig ist eine gute, erfahrene Nachsorgehebamme und ein Krankenhaus mit geduldigen Schwestern bzw. Hebammen.

Alles Gute
Vera

Beitrag von binci1977 05.03.10 - 17:46 Uhr

Hallo!

Also ich habe 3 Kinde3r gestillt und bis auf einen Milchstau hatte ich noch nie Probleme. Hab die Kinder immer gleich im Kreissaal, wenn es etwas ruhiger war(Dammnaht fertig, Wiegen und Messen vorbei ect) angelegt. Bis jetzt hat es super geklappt.

Ich denke, meistens (natürlich NICHT IMMER) kommen die Probleme davon, dass die Frauen unsicher sind, wenn es nicht auf Anhieb klappt, oder einfach zu ungeduldig sind und schnell zum Fläschchen greifen.

Meine Schwägerin und eine Freundin konnten immer nur Abpumpen, da sie solche Schlupfwarzen haben, wo das Stillen schwierig ist, oder gar nicht geht. Das kann ich auch nachvollziehen. Aber ich denke, meistens ist Ungeduld daran schuld.

Ich vermeide es auch immer, "vorsichtshalber" Fertigmilch zu kaufen. Wenn man es schon zu Hause zu stehen hat, greift man auch schneller dazu.



LG Bianca 31.SSW

Beitrag von angelblueeyes 05.03.10 - 17:57 Uhr

Hi!

Es ist toll das du stillen möchtest und ich drück dir die Daumen, dass es klappt.

Ich kann nur aus Erfahrung von meinem Sohn sprechen. Ich wollte auch unbedingt stillen, schon aus dem Grund, die Mutter-Kind-Bindung zu stärken.
Ich war total happy das ich gleich total viel Milch hatte. Aber dann fing das ganze Problem erst an. Mein Sohn hat 2-3 min gesaugt, dann hat er gemerkt er hat was im Bauch und dann war alles andere interessanter. Er schaute in der Gegend herum und interessierte sich überhaupt nicht mehr fürs trinken. Erst hab ich gedacht, naja das wird schon, sind ja die ersten Tage. Aber es wurde nicht besser. Und durch die viele Milch musste ich dann auch abpumpen, sonst wäre mir die Brust geplatzt ;-) Dadurch bekam er dann ja seine Milch mit der Flasche. Und jedes Mal wenn er die Flasche bekam, konnte er sich ja umschauen und dann hat er auch ordentlich getrunken. Da hab ich mir dann gedacht, dann muss ich wohl weiterhin meine Milch mit der Flasche geben, damit er ordentlich trinkt und ich nicht so einen Stress habe.

Also du siehst, es muss nicht immer an irgendwelchen Entzündungen oder der Technik liegen. Es kann auch einfach am Kind liegen :-) Man steckt da einfach nicht drin, also abwarten, keinen Stress machen und sehen wie es läuft.

LG
angel

Beitrag von silberlocke 05.03.10 - 20:51 Uhr

Hi
tja, das frag ich mich manchmal auch.... ich habe 3 Kinder problemlos gestillt, ohne große Einweisung.

Man muss 2-3 Dinge beachten, dann läuft das auch harmonisch ab.

1. Zeit nehmen zum stillen - vor allem die erste Zeit

2. So viel wie möglich von der Brustwarze dem Kind in den Mund schieben (sieht aus wie knebeln), NICHT das Kind reinziehen lassen, sondern wirklich mit etwas Druck in den Mund geben (C-Griff)

3. Mit kurzen Stilleinheiten pro Brust und Mahlzeit beginnen - 5min je Brustseite am 1. Tag bei jeder Mahlzeit - die dann ruhig alle 2H stattfinden kann, 7min 2. Tag, 10min,.... man sieht ja, ob die 10min dann noch zu lange sind und die Brust wund wird.
Also langsam die Brust ans Stillen gewöhnen.

Die Kleinen essen ja Anfangs nur wenige ml pro Mahlzeit - lieber öfter - alle 2H zb - anlegen und wenn die Stillzeit pro Seite länger gelingt ohne Wund zu werden, dann einfach die Stillzeit verlängern, dann ändern sich auch automatisch die Stillabstände und werden länger.

4. Restmilch nicht wegwischen, sondern an der Brustwarze trocknen lassen und es gibt Gel-Stilleinlagen, die Wundsein und Entzündungen super im Zaum halten, Brustwarzensalbe und viel frische Luft ran lassen, dann klappt das und das normale Wundsein hält sich in Grenzen.

Schwer finde ich stillen nicht, ich hoffe meine Kleine findet das dann auch ... grins


LG Nita