Tantrums, Trotz und Tollerei

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von aleha 05.03.10 - 20:44 Uhr

Hallo,

Bei uns ist derzeit jeder krank. Begonnen hat es mit meiner Tochter (2,5) letztes Wochenende. Zum Wochenbeginn - ich musste (leider) arbeiten - hat am Montag ihr Vater auf sie aufgepasst, am Dienstag die Oma und am Mittwoch der Opa. Das sind alles Menschen, die sie absolut liebt und vertraut. Am Donnerstag war ich dann endlich auch so krank, dass ich zum Arzt gehen konnte und mich krank schreiben ließ bis einschließlich heute.

Gestern fing es dann bei meiner Tochter mit den Tantrums an. Auf dem Weg von meinem Arzt nach Hause hat sie sich heulend auf den eiskalten Boden geschmissen und wir haben für einen Weg von 20 Min. eine Stunde gebraucht. Zuhause angekommen ging es so weiter. Eine Schreitirade nach der anderen. Dann hat sie mich auch noch geschlagen, gebissen und gekratzt vor Wut. Ihr geht es sicherlich auch noch nicht gut, hat zwar kein Fieber mehr, isst aber fast nichts und hat noch nachts wie tagsüber Probleme mit dem Schlafen. Ich brauche wohl nicht dazusagen, dass ich fix unf fertig bin, weil ich selbst die Grippe habe. Aber dieses permanente Geschrei gibt mir den Rest. Ich kenne sie so garnicht. Sie hat zwar schon so ihre Eigenheiten (alles selber machen wollen etc. und das derzeit sehr beliebte "nein, so auch nicht"), aber dass sie einen Nasenpopel, den ich ihr weggemacht habe, aus dem Taschentuch kratzt und sich wieder in die Nase steckt, finde ich nur noch annähernd lustig.

Kennt ihr das? Wie geht ihr damit um?

Vieln Dank,

Aleha

Beitrag von hedda.gabler 05.03.10 - 21:06 Uhr

Guten Abend.

>>> aber dass sie einen Nasenpopel, den ich ihr weggemacht habe, aus dem Taschentuch kratzt und sich wieder in die Nase steckt, finde ich nur noch annähernd lustig. <<<

Sorry, aber das ist echt #rofl
Das sind ja mal ganz ausgeprägte Verlustängste, manch einer lässt sich nicht die Haare und Nägel schneiden, andere wollen nicht aufs Klo und Deine Kleine will eben ihre Popel nicht hergeben;-)

Ansonsten gehe ich durch solche Tage mit dem berühmten Mütter-Mantra:
"Es ist eine Phase, es ist eine Phase, es ist eine Phase ... "

Aus solchen Dingen einen Kriegsschauplatz zu machen, hat wenig Sinn ... ich stehe es halt irgendwie durch.
Zum Glück können die Kleinen ja auch meistens anders:-)

Gruß von der Hedda.

Beitrag von aleha 05.03.10 - 21:09 Uhr

Hihi, du hast ja recht. Aber das mit den Verlustängsten sehe ich auch. Ich habe so eine Panik, dass ich sie verkorkse. Habe ja selbst jahrelang auf der Couch verbracht...

Vielen Dank,

Alexandra

Beitrag von hedda.gabler 06.03.10 - 09:11 Uhr

Keine Panik ... ich sprach von völlig normalen Verlustängsten, die jedes Kind in seiner (Kleinkind)entwicklung hat und dazu führt, dass sie nichts von sich abgeben wollen ... sie entdecken gerade diese ganzen spannenden Dinge, wie Pipi, Aa, Popel, Fingernägel, Haare usw, an sich und möchten das natürlich behalten. Und das legt sich ganz von selbst ... und bei Popel zurück in die Nase stecken, kommt sicher auch noch die "Ich weiß, dass Mama das total ärgert"-Komponente dazu.

All das hat nichts damit zu tun, ein Kind so zu verkorksen, dass es auf die Couch muss ...

Beitrag von aleha 06.03.10 - 15:54 Uhr

Glaub mir, ich war gestern wirklich total von der Rolle. Vielen Dank für den Zuspruch.

Alexandra