Mädchen ohne Vater- Pubertät

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Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von palesun 06.03.10 - 08:59 Uhr

Guten Morgen!

Vielleicht eine Silo-Frage, aber ich mache mir echt Gedanken und sogar leichte Vorwürfe.

In einer Zeitung stand, dass Kinder die keinen Kontakt zum Vater haben, früher in die Pubertät kommen.
Stimmt das?

Meine Tochter ist erst 8 und schon in der Pubertät, Launen, brust wächst usw.
Habe ich ihr ein Stück Kindheit genommen?
Aber andererseits, woher soll der Körper wissen, dass der Vater nicht da ist?
#hicks

Danke für nette Antworten
palesun

Beitrag von manavgat 06.03.10 - 10:34 Uhr

Mädchen brauchen männliche Bezugspersonen um in der Pubertät ihre Geschlechtsindentität zu finden.

Das kann aber auch der Stiefvater/Partner der Mutter, ein Onkel, der Opa oder ein Nachbar/Freund der Familie sein. Wichtig ist jedoch dass diese Person, das natürliche Flirten - was Mädchen dann ausprobieren - nicht missversteht und klar eine Grenze setzt.

Zu dem Thema gibt es jede Menge Literatur.

Grundsätzlich ist die ganze Diskussion, habe ich was weggenommen, falsch.

Väter die mißhandeln, schlagen, ignorieren (auch die Mutter), verantwortungslos-, bindungsunfähig etc. sind, sind kein Gewinn, schon gar nicht wenn sie im gleichen Haushalt leben.

Hat ein Kind einen verantwortungsvollen KV, der sich kümmert, für das Kind da ist + sich um das Kind sorgt, dann ist es nicht erforderlich, dass die Eltern eine Paarbeziehung haben und dass beide mit dem Kind zusammenwohnen.

In der Zeitung steht eine Menge (auch Blödsinn). Wenn Du ein Kind in einer funktionierenden Paarbeziehung vergleichst, mit einem Kind, dessen Eltern sich getrennt haben, dann kannst Du keine! empirische Aussage treffen, ob es für das Kind besser gewesen wäre, wenn die Eltern zusammengeblieben wären. Es gibt Untersuchungen in denen Personen die mit beiden, bzw. mit einem Elternteil aufgewachsen sind, verglichen werden. Richtig ist, dass Kinder mit getrennten Eltern häufiger von Armut und damit verbunden von Ausgrenzung betroffen sind. Das hat aber mit der Rollenfindung nichts zu tun und ist nicht ursächlich dem Fehlen eines Elternteils zuzurechnen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von palesun 07.03.10 - 09:12 Uhr

Hallo Manavgat!

Du hast mir sehr geholfen, danke.

Meine Tochter und ich leben seit 5 Jahren alleine. Sie hat keinen Kontakt zum Vater, weil er es nicht will.
Ausserdem habe ich keinen Partner.

Ihren Opa und ihren Onkel sieht meine Tochter vielleicht 2 mal in der Woche. Ob das reicht?
Und wenn nicht? Wird sie dann später durch alle Betten hüpfen?

Ich werde mal in die Buchhandlung gehen und mir ein Buch kaufen...

Mir fällt ein, dass auch ich in der Pubertät keinen Vater und auch keinen Ersatz hatte und ich auch ganz vernünftig war. Okay, fast.#schein

Gruß zurück
palesun

Beitrag von manavgat 07.03.10 - 09:45 Uhr

Ich sag jetzt mal:

Wenn sie durch alle Betten hüpft, selbstbestimmt, verantwortungsvoll und mit Freude, dann musst Du Dir keine Gedanken machen....

Wie wäre es, wenn Du mit dem Opa auch mal sprichst?

Ich habe eine sehr gute Freundin aus Jugendtagen. Sie hat 3 Kinder, Hund+Katze, chaotischen Haushalt und vor allen Dingen einen Mann, der sich um meine Tochter gekümmert hat, wie um seine eigenen Kinder. Sie kann immer dort hin gehen und Familie genießen und sie tut das auch - jetzt ist sie 17, als ich allein erziehend wurde, war sie 3.

Der andere wichtige Mann war ihr Opa (Lebenspartner meiner Mutter), der an Krebs gestorben ist, ausgerechnet zu einem Zeitpunkt erkrankte als sie 10 war und starb, da war sie 12. Jede Minute die er mit ihr verbracht hat, ist wertvoll.

Kuck mal, wie Du es organisierst.

Gruß

manavgat

Beitrag von palesun 07.03.10 - 09:59 Uhr

Ja, ich werde mal mit meinem Bruder und meinem Vater reden..
gute Idee.

Als ich in der Vergangenheit einen Mann kennenlernte, hat meine Tochter tatsächlich versucht, mit diesem zu flirten. Saß auf seinem Schoß und versuchte mich zu "toppen".
Sie wollte seine Nr. 1 sein.

Sollte ich wirklich mal einen Partner haben, wird es nicht einfach, da bin ich mir sicher. Das wird Arbeit.

Habe schon bei Amazon gestöbert, aber noch nichts gefunden. Werde aber am Ball bleiben, lieber zu früh als zu spät.

danke
und nen schönen Sonntag
palesun

Beitrag von katzeleonie 08.03.10 - 14:24 Uhr

Hallo,

generell denk ich eigentlich nicht, daß ein Mädchen deshalb früher in die Pubertät kommt, aber ich habe das auch schon gehört. Allerdings kenne ich zwei Mädchen, die in der Klasse meiner Tochter sind, beide alleine mit der Mutter lebend, die sehen beide aus wie 13/14 (sind 11 wie meine Tochter), schminken sich,interessieren sich schon für Jungs. Ganz anders und viel weiter wie die anderen.

Aber wie hier schon gesagt wurde, hängt vllt. eher damit zusammen daß sie schneller selbständig sein müßen, Partnererstz sind usw. und deshalb schneller reifen.

lg
Anja

Beitrag von bianca1988 06.03.10 - 11:42 Uhr

Die kommen heute alle schon so früh im alter in der Pubertät, meine Nichte ist genauso alt und hat einen Stiefvater, sowie kontakt zum richtigen vater und trotzdem schon in der Pubertät.

Meine schwägerin hat auch shcon gesagt, die lernen sogar schon in der 2.Klasse wie das so langläuft mit den babys usw., und was mens sind...weil die mittlerweile so früh in die Pubertät kommen und das habe ich gerade mal erst in der 7.klasse gelernt.

Beitrag von babybaer4 06.03.10 - 20:42 Uhr

Hallo,

in der Klasse meiner Tochter (9j)sind 4 Mädels(auch meine Tochter)die bereits seit längerem Brustwachstum....haben.
Alle Mädchen leben mit Mutter und Vater zusammen.
Meiner Meinung nach ist es Quatsch ,das was diese Zeitung schreibt.

Lg Sabine

Beitrag von palesun 07.03.10 - 09:14 Uhr

Hallo Sabine.

danke.:-)
Gut zu wissen, dass es bei Kindern mit beiden Elternteilen auch so ist. Das beruhigt mich.

LG palesun

Beitrag von suriya 06.03.10 - 21:46 Uhr

meine älteste hatte bereits mit 11 ihre mens,ihr vater ist gestorben.aber das glaub ich wenig das es daran liegt das sie so früh in die pupertät gekommen ist.
ich hatte mit 12 schon meine mens und meine eltern sind heut noch verheiratet-also...

Beitrag von tristimonia 08.03.10 - 13:45 Uhr

Ich sehe eher ein Problem darin das Mütter ihre Kinder sehr früh als "Partnerersatz" mit Themen konfrontieren die es überfordern. Das läßt Kinder schneller erwachsen werden und nimmt ihnen ein Stück Kindheit.

Aber das Kinder durch den fehlenden Vater (oder auch Mutter) früher in die Pubertät kommen, finde ich ist eine unhaltbare These.

Viele Grüße

Beitrag von flonni 08.03.10 - 19:26 Uhr

Ich habe meine Tage kurz nach meinem 11.ten geburtstag bekommen bin also sehr früh auch in der pubertät gewesen und mein Vater war da!!!

lg flonni