Kündigung trotz Schwangerschaft?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von ellenhirth 06.03.10 - 11:42 Uhr

Hallo Ihr Lieben!

Also habe am 11.2. meinen Arbeitsvertrag unterschrieben.
Dieser fing am 1.3. an und wurde als Probearbeitsverhältnis auf die Dauer von 6 Monaten befristet abegschlossen.

Am 1.3. habe ich dann angefangen zu arbeiten und am 2.3. bekam ich beim Frauenarzt das Ergebnis schwanger zu sein in der 6.Woche. Habe das meinem AG direkt persönlich gesagt sie meinte sie braucht den MuPass oder aber eine Bescheinigung vorher kann sie da nicht viel dran machen und muss das erst einmal so stehen lassen.
Gestern dann gings mir sehr schlecht hatte Husten musste erbrechen und bekam kaum Luft habe dann nach der Arbeit den Arzt aufgesucht der schrieb mich von gestern an bis 12.3. einschl krank.
Heute dann stand ein Bote der Arbeit vor der Türe mit der fristgrechten Kündigung innerhalb der Probezeit. Habe die Kündigung nicht angenommen, weil ich der Meinung bin das ich im MuSchu bin.

Habe ich da recht?Oder kann der AG mich fristgerecht kündigen habe Donnerstag einen Termin beim FA und bekomme dann meinen MuPass.

Lg die verzweifelte Ellen

Beitrag von 19jasmin80 06.03.10 - 11:44 Uhr

Nein kann er nicht!

Beitrag von ellenhirth 06.03.10 - 11:44 Uhr

also habe ich auch mit Probearbeitsvertrag Kündigungsschutz im Sinne des Mutterschutgesetzes?

Beitrag von 19jasmin80 06.03.10 - 11:46 Uhr

Japp!
Würde ich Deinen AG mal nett drauf hinweisen ;)

Beitrag von mupfel-83 06.03.10 - 11:49 Uhr

schau mal hier: http://www.kinder-aktuell.de/recht-sicherheit/schwangerschaft-probezeit-kuendigung-1213/

Beitrag von dominiksmami 06.03.10 - 11:49 Uhr

Huhu,

das kommt, so weit ich das noch so weiß *g*, auf den Vertrag an.

Hast du einen Vertrag der für die Dauer der Probezeit befristet ist? Dann ist die Kündigung rechtens, bzw. läuft diese Probezeit dann einfach aus und der AG ist nicht verpflichtet einen Verlängerungsvertrag zu unterschreiben.


lg

Andrea

Beitrag von mupfel-83 06.03.10 - 11:51 Uhr

#pro

Beitrag von 19jasmin80 06.03.10 - 11:51 Uhr

Die Probezeit darf Dein AG auslaufen lassen bzw. nicht verlängern und somit endet das Arbeitsverhältnis automatisch aber kündigen darf Dich Dein AG nicht.

Beitrag von dominiksmami 06.03.10 - 11:55 Uhr

man darf dabei aber nicht übersehen das viele AGs zum Ende der Probezeit, obwohl die ja eigentlich einfach nur ausläuft, dennoch eine Art Kündigungsschreiben, bzw. einen Bescheid schicken in dem steht das man nicht übernommen wird.

Das ist in dem Sinne keine Kündigung und auch rechtens.

Beitrag von shy 06.03.10 - 11:49 Uhr

da hast du absolut richtig gehandelt!!!!

auch in der probezeit gilt der kündigungsschutz von schwangeren und ob er da schon die bescheinung vom FA hat oder nicht ist irrelevant.

es gibt nur ganz wenige ausnahmen in den der AG eine schwangere kündigen darf und das bedarf auch der zustimmung vom betriebsrat.

selbst wenn du unmittelbar nach der kündigung erst von der schnwangerschaft erfährst kannst du das innerhalb 2 wochen nach der künding mitteilen und dann ist die kündigung auch nichtig!!

lass dich nicht abspeisen.

lg Melli

Beitrag von saskia33 06.03.10 - 11:51 Uhr

http://www.frag-einen-anwalt.de/Kündigung-in-der-Probezeit-trotz-Schwangerschaft-__f7087.html

Vieleicht steht da was passendes drinn???

lg

Beitrag von saskia33 06.03.10 - 11:52 Uhr

Geht leider nicht #schmoll

Beitrag von timosmaus 06.03.10 - 11:52 Uhr

Hi!!
Vielleicht hilfts dir, wenn ich dir erzähle, wie es bei uns auf der Arbeit mal abgelaufen is:

Also, mein Chef hat eine neue Kollegin eingestellt, die er auch noch innerhalb der Probezeit kündigte, weil er einfach nicht mit ihr klar kam.

Dann hat sie erfahren, dass sie schwanger ist, d.h., sie war schon schwanger, bevor er sie gekündigt hat. Und er hatte keine Chance mehr, sie zu kündigen - auch wenn sie noch in der Probezeit war.

Da er sie unter den Verhältnissen dann auch nicht mehr unbedingt beschäftigen wollte, hat sie von ihrer FÄ ein Beschäftigungsverbot bekommen, und damit war beiden geholfen. Er hat ihr weiter das Gehalt bezahlt, dass er dann von ihrer Krankenkasse zurückbekam, und sie war dafür die ganze SS zu Hause.

Dein AG kann dich nicht kündigen. Aber an deiner Stelle würde ich da auch nicht mehr arbeiten wollen. Es gibt solche Idioten, echt!!

Wünsch dir viel Glück :)

Gruß, timosmaus...

Beitrag von keep.smiling 06.03.10 - 13:02 Uhr

Es gibt solche Idioten, echt!!

Na mal ehrlich - klar ist es für sie voll blöd jetzt, aber stell dir vor, du bist der Arbeitgeber, stellst jemanden neuen ein, auf dessen Arbeit du auch angewiesen bist, hattest nen Haufen Bewerbungsgespräche und Kosten und Aufwand. Dann fängt deine neue Mitarbeiterin an, sagt dir am zweiten Arbeitstag, dass sie ss ist und ist dann gleich mal einige Tage krank geschrieben.

Ist auch nicht toll!!! Dass sie nichts dafür kann, ist was anderes. Wobei - muß man gleich schwanger werden, wenn man wo neu anfängt (viell. war es auch ein Unfall)...

Dazu gehören immer zwei Seiten!

LG ks

Beitrag von lilly22 06.03.10 - 11:52 Uhr

Bist im Recht!!!

Möchte dir jetzt nicht unterstellen,aber wenn ich deine Vk richtig versthe, wolltest du ja schwanger werden. Ist für deinen neuen AG auch net so toll. Wenn du am 11.02 den Vertag unterschreibst und am 17.02 positiv testes.

Lg Lilly

Beitrag von keep.smiling 06.03.10 - 13:04 Uhr

#pro

Beitrag von engel2405 07.03.10 - 07:06 Uhr

Guten Morgen ...

Hätte sie denn weiter arbeitslos bleiben sollen, weil sie evtl.(!) 7Tage später einen positiven SS-Test machen könnte?

Manchmal muß man einfach egoistisch sein, nichts im Leben ist umsonst und wie singen die "Prinzen" so schön:

"Du mußt ein Schwein sein in dieser Welt ...."

LG Ina

Beitrag von tina279 06.03.10 - 11:54 Uhr

Kündigen kann er dich auch in der Probezeit nicht, aber wenn der Vertrag nur für 6 Monate befristet aufgesetzt wurde, dann gehe ich mal davon aus, dass dein AG diesen nicht verlängert, dh du bist dann nach den 6 Monaten wieder ohne Arbeit.
Befristete Verträge bedürfen ja keiner Kündigung, um das Arbeitsverhältnis zu beenden und da hast du dann auch kein Recht auf einen weiterführenden Vertrag.

viele Grüße
Tina

Beitrag von emmy06 06.03.10 - 11:54 Uhr

die antworten im forum finanzen waren doch allesamt korrekt und informativ? warum reagierst du dort nicht und antwortest, stattdessen fragst du hier erneut....



gruß

Beitrag von ellenhirth 06.03.10 - 12:02 Uhr

Ich danke euch allen für die aufmunternden Worte.

Liebe Grüße

Ellen

Beitrag von manja. 06.03.10 - 12:28 Uhr

Er kann dich nicht kündigen, wenn du zum Zeitpunkt der Kündigung bereits SS bist undihm dies bis spätestens 14 Tage nach Kündigung schriftlich (Zeugen, Einschreiben) schriftlich mitteilst. Du musst gegen diese ungerechtfertigte Kündigung innerhalb von 21 Tagen bei zuständigen Arbeitsgericht Klage erheben, wenn der AG sie bis dahin nicht schriftlich! zurückgenommen hat.
Auch während der Probezeit kannst du nicht gekündigt werden. Ist diese alledrings befristet, muß sie nach Ablauf der Frist nicht verlängert werden.
Du bekommst keine Lohnfortzahlung, wenn deine Krankheit innerhalb von 4 Wochen nach Antritt des Arbeitsverhältnisses beginnt. Du bekommst jedoch dein Gehalt weiter, wenn du vom FA ein Beschäftigungsverbot bekommst.
Alles Gute
Manja
Guckst du MuSchuG und Lohnfortzahlung

Beitrag von miststueck84 06.03.10 - 13:32 Uhr

Da du die SS schon mittgeteilt hast, kann dich dein AG nicht kündigen. Nur du hast es nicht schriftlich gemacht. Daher kannst du nicht beweisen, das du das schon mitgeteilt hast.

Und nach Ablauf der 6 Monate ist dein AG aber nicht verpflichtet den Vertrag zu verlängern.