Wie würdet ihr entscheiden?!

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von 0908578 06.03.10 - 14:10 Uhr

Hallo,

unser Großer wird in 2,5 Wochen 6 Jahre alt!

Schon immer ist er ein eher sensibles und nachdenkliches Kind gewesen und hat es sich damit oft selbst schwer gemacht!

In der letzten Zeit war es deutlich besser, doch nun fängt es wieder damit an. Vielleicht weil der Schulstart im Herbst bevor steht und es ihm jetzt schon Kopfzerbrechen macht!

Heute morgen wäre er mit seiner Schwester auf einem großen Kindergeb. eingeladen gewesen. Aber es gab schon vorher und auch beim Anziehen nur Tränen und Theater von ihm.

Letztendlich habe ich ihn dann die Wahl gelassen zu Hause zu bleiben und das nahm er auch an. Allerdings war er einerseits dann doch traurig und hin und her gerissen.

Ich war tief traurig, enttäuscht und es tat mir unendlich leid für ihn.

Seine kleine Schwester kam mittags freudestrahlend nach Hause und hat erzählt, das hat ihn wiederrum nachdenklich gemacht.

Hätte ich ihn einfach schicken sollen, wenn er erstmal dort ist, wäre es sicher schön gewesen.
Aber vielleicht ist es im Moment für ihn einfach wichtig diesen Rückhalt zu haben?

Jetzt ist eh alles rum, aber was mach ich beim nächsten Mal?

Wie hättet ihr reagiert? "Muss" man auf einen Geb. gehen wenn man eingeladen ist?

Im März hat er ja jetzt selbst Geb. und läd 4-5 Kinder ein, obwohl er bei mehreren vorher auf Geb. war möchte er davon 3 nicht einladen weil er sie eigentlich nicht sooooo gerne mag, würde ihr das so akzeptieren? Bestimmt er wen er einläd, was werden die anderen Kinder dazu sagen?

LG Tanja - die gerade einfach durcheinander ist und wie ihr Sohn einfach immer zuviel denkt!

Beitrag von silbermond65 06.03.10 - 15:08 Uhr

1.Ich hätte ihn auch zu Hause gelassen und würde es auch beim nächsten mal wieder so machen.
Ich denke mit 6 Jahren kann er alleine entscheiden,ob er dort hin möchte oder nicht.
2.Es ist sein Geburtstag ,also sollte er auch entscheiden ,wen er einlädt.
Meine Tochter (knapp 3 ) ist heute zum Kindergeburtstag eingeladen und die Kleine (3) durfte sich ihre Gäste (Freunde aus der Krippe) selbst aussuchen.

Beitrag von cinderella2008 06.03.10 - 15:59 Uhr

Hallo,

ich hätte ihn auch zu Hause gelassen. Und ich kann Dir sagen, er muss Dir nicht unendlich leid tun. Wenn ein Kind nicht zu einer Geburtstagsfeier möchte, wird es seine Gründe haben. Ich war auch ein sehr ruhiges und schüchternes Kind und bin wirklich nur zu meinen allerbesten Freundinnen freiwillig zum Geburtstag gegangen. Bei allen anderen habe ich mir Ausreden einfallen lassen, zur Not bekam ich kurz vorher Bauchschmerzen. Wenn ich dann doch mal auf einen Geburtstag gehen musste, zu dem ich nicht wollte, hatte ich auch meist keinen Spaß.

Was die Geburtstagseinladungen für den Geburtstag Deines Sohnes betrifft: Er kann mit 6 Jahren durchaus selber entscheiden, wen er einladen möchte. Und nicht jede Einladung, die er selbst erhalten hat, bedarf einer Gegeneinladung, wenn er das nicht möchte. Warum sollte er "heucheln", wenn er jemanden nicht mag und ich somit den eigenen Geburtstag vielleicht verderben?

Wir Erwachsenen laden in der Regel auch nur die Leute ein, die wir bei uns haben möchten.

LG, Cinderella

Beitrag von xxtanja18xx 06.03.10 - 16:08 Uhr

Mit 6jahren kan er das wohl schon entscheiden, ob er will oder nicht.

Und es ist doch dann sein Geburtstag...natürlich entscheidet ER wen er einläd oder nicht!!!
Wenn du Geburtstag hast, willst du doch bestimmt auch nicht das jemand kommt, den du nicht magst....Meine Jungs dürfen und sollen selber entscheiden, wen sie Einladen und wen nicht.

Beitrag von dominiksmami 06.03.10 - 16:09 Uhr

Huhu,

ich hätte ihm auch die Wahl gelassen.

Wenn die freudigen Erzähungen deiner Tochter ihn nachdenklich machen ist das doch gut...vielleicht überwindet er sich dann beim nächsten Mal.

Wenn nicht...auch gut.

ich halte es für sehr wichtig das Kinder lernen für sich und ihre Bedürfnisse einzustehen und diese zu verteidigen.

Zu sagen...ich will nicht auf eine große Feier, gehört dazu.

Da wäre ich nicht enttäuscht, sondern eher stolz.

lg

Andrea

Beitrag von nightwitch 06.03.10 - 17:30 Uhr

Hallo,

ich hätte ihn gefragt, ob er nicht vielleicht erstmal schauen möchte und dann, wenn er doch merkt, dass es nichts für ihn ist, dass er jederzeit nach Hause kommen darf (oder eben von mir abgeholt wird).

So nach dem Motto: erst testen, dann entscheiden.

Allerdings hätte ich ihn auch nicht gegen seinen Willen dahin geschleppt. Wenn er nicht gewollt hätte, hätte er auch nicht gemusst.
Ich hätte ihm halt nur noch eine Alternative aufgezeigt.


Bzgl. seines Geburtstages: Er läd die Kinder ein, die er mag. Kein anderes, nur weil er evtl auf deren Geburtstagen war.
Wo kommen wir denn dahin, wenn ein Kind an seinem Geburtstag nicht mit den Menschen (Kindern) feiern darf, mit denen er gerne feiern möchte, nur weil dann andere Kinder evtl sauer werden könnten?

Nee, also: sein Geburtstag, seine Freunde, seine Entscheidung.

Gruß
Sandra

Beitrag von gismomo 06.03.10 - 18:53 Uhr

Hallo Tanja,

mein ältester Sohn ist auch so. Und er hat es ebenfalls nicht gestohlen - er ähnelt mir ;-)

Ich habe meinem Sohn immer die Wahl gelassen, wen er zum Geburtstag einladen will. Das waren dann nur sehr wenige Kinder, aber OK - seine Entscheidung, sein Geburtstag. Ich forciere dann eher mal sanft, dass er zum Spielen andere Kinder einlädt (was er oft auch nicht will, aber sehr oft klappt es dann trotzdem gut wenn andere Kinder da sind. Nicht immer. Aber so ist mein Sohn, das hab ich zu akzeptieren gelernt.) In der Schule hat er jedenfalls keine Probleme, die Lehrerin hat sein Sozialverhalten mit sehr gut bewertet und findet ihn völlig unkompliziert, er kommt mit allen Kindern gut aus (man höre und staune...)

Mein Sohn war auch schon bei Kindern auf dem Geburtstag eingeladen, die er dann partout nicht einladen wollte. Da muss man durch.

Ich würde ihn auch nicht auf einen Geburtstag schicken, wenn er nicht will. Trau ihm zu, dass er fähig ist, selbst zu entscheiden. Ich musste das erst lernen, ich habe aber gemerkt, dass mein Sohn wirklich selbst entscheiden wollte und es immer schief ging, wenn ich meinte aus irgendeinem Grund anders entscheiden zu müssen. Man braucht sehr viel Vertrauen in sein Kind - trau ihm zu, dass er trotzdem, dass er keine große Gruppe zum Wohlfühlen braucht, ein sozial kompetentes Kind ist und auch noch werden kann.

Mein Sohn bezeichnet alle Kinder seiner Klasse als Freunde, würde aber maximal drei Kinder davon gerne zu sich zum Spielen einladen. Das war aber schon im Kiga nicht anders. Alle wollten immer mit ihm spielen, aber er nicht mit ihnen. Er wollte lieber daheim mit seinem Bruder oder meiner Nichte und meinem Neffen (die einiges älter sind) spielen. Und er beschäftigt sich sehr gern allein, mit Lesen, Klavierspielen, experimentieren und Sachen erfinden. Er redet aber sehr viel und ist sehr kommunikativ, überhaupt nicht verschlossen.

Also - kein Grund zur Beunruhigung! Auch sensible und etwas zurückhaltendere Kinder gehen ihren Weg, und manchmal (wenn sie richtig von uns unterstützt werden) sogar besser als andere. Heute war ein Besuchskind im Alter meines Sohnes da, und da war ich auf einmal froh, dass mein Sohn so vernünftig und sensibel war - als ich hörte, wie der Junge zu ihm sagte: "Traust du dich, von deinem Schrank zu springen?" und mein Sohn antwortete: "Spinnst du? Da kann man so krank werden, dass man ins Krankenhaus muss oder sogar tot ist. " Und mein Sohn ist sicherlich kein furchtbar braves Kind - aber zum Glück eben auch keins, das sich vor anderen beweisen muss.

lg
K.

Beitrag von annetteingo 06.03.10 - 20:35 Uhr

Hallo Tanja,
ich hätte ihn auch zuhause gelassen. Zumindest was Geburtstage angeht. Das sind ja keine Pflichtprogramme.
Und auch würde ich ihn selbst entscheiden lassen, wen er einladen möchte. Es ist ja schließlich sein Geburtstag. Und mal angenommen, er war auf 8 Geburtstagen eingeladen und darf nur 4-5 Kinder einladen, würde er zwangsläufig welche nicht einladen können. Also da würde ich mir keinen Kopf machen. Man ist auch nicht verpflichtet ebenfalls einzuladen.

LG Annette + Jeremy (05.08.05), Zoe (22.03.07) + Jesse (22.12.08)