Bei Probezeit wegen Schwangerschaft gekündigt?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von stafford22 06.03.10 - 18:42 Uhr

he,

ich habe da mal eine Frage.
Ich arbeite auf Minijob-basis mit 6 monatiger Probezeit,die noch nicht zuende ist.Nun bin ich aber schwanger und wollte dort noch solange ich kann arbeiten (Bin Reinigungskraft)
Können die mich kündigen?In der Probezeit? Ja,oder?

LG

Beitrag von biene81 06.03.10 - 18:48 Uhr

Erstmal Herzlichen Glueckwunsch zur Schwangerschaft.

Nein, auch in der Probezeit hast Du Kuendigungsschutz wenn Du schwanger bist.
Lediglich wenn Du einen befristeten Vertrag hast laeuft dieser ganz normal aus.

LG

Biene

Beitrag von stafford22 06.03.10 - 18:51 Uhr

ach so,ja nein der ist ja unbefristet.War erst teilzeit ist jetzt aber wieder in basis übergegangen

Beitrag von biene81 06.03.10 - 18:54 Uhr

Dann sollte es kein Problem sein.
Du solltest aber sichergehen, dass die Reinigungsmittel die Du benutzt fuer eine Schwangerschaft unschaedlich sind.

Beitrag von kimmy1978 06.03.10 - 21:00 Uhr

Hallo!
Zitat aus Rechtsforum:

Für Arbeitnehmerinnen, die innerhalb der Probezeit schwanger werden, gelten die besonderen Regelungen des Mutterschutzgesetzes. Während der Dauer einer Schwangerschaft ist die Arbeitnehmerin vor dem Verlust des Arbeitsplatzes geschützt. Nach § 9 Mutterschutzgesetz darf der Arbeitgeber während der gesamten Dauer der Schwangerschaft und bis zu vier Monaten nach der Entbindung nicht kündigen.

Dieses Kündigungsverbot greift dann, wenn der Arbeitgeber vom Vorliegen der Schwangerschaft weiß oder Sie ihm innerhalb von zwei Wochen nach Ausspruch der Kündigung mitteilen.

Unerheblich ist, in welcher Weise der Arbeitgeber Kenntnis von der Schwangerschaft bzw. der Entbindung erlangt hat. Fehlte es dem Arbeitgeber an einer entsprechenden Kenntnis, so kann die Arbeitnehmerin die Schwangerschaft bzw. Entbindung ihrem Arbeitgeber noch zwei Wochen nach Zugang der Kündigung nachträglich anzeigen, um sich so den Kündigungsschutz zu erhalten.

Die Arbeitnehmerin ist insoweit im vollen Umfang darlegungs- und beweispflichtig. Die Schwangerschaft muss in diesem Fall unverzüglich nach Kenntniserlangung dem Arbeitgeber angezeigt werden. Auch für die "Unverzüglichkeit" ist die Arbeitnehmerin darlegungs- und beweispflichtig.


LG
Kimmy