Eigene Mutter - übertreibe ich?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von nightwitch 06.03.10 - 19:13 Uhr

Hallo,

um es kurz zu machen:

für meine Mutter sind meine Kinder (fast 11 Mon und 2,5 Jahre) ihr ein und alles. Sie ist so richtig stolz drauf und hat bislang immer versucht, dass sie regelmässig Kontakt haben (also zumindest telefonierten wir bislang häufig innerhalb einer Woche).

Meine Mutter wohnt leider ca 150km weiter weg, Fahrtzeit mit Auto (sie hat keins) ca 2 Stunden, Fahrtzeit mit Bahn (dank umsteigen etc) gute 3 Stunden.

Da ist es klar, dass man sich nicht jedes Wochenende besucht.
Allerdings haben wir es schon so gehalten, dass wir uns mindestens einmal im Monat gesehen haben (meist ist sie zu uns gekommen, weil es eben leichter war).

So, bislang also wirklich alles bestens (klar, kleinere Probleme gab es immer mal, aber die waren nur zwischen mir und ihr).

Nun hat sie seit Neujahr einen neuen Partner. Ich freue mich wirklich für sie und habe generell damit auch kein Problem. Ist ja auch ihr Leben, sie ist alt genug und lebt ihr eigenes Leben usw.

Das Problem was ich aber JETZT mit dem Partner habe (naja eigentlich nicht mit dem Partner, ich kenn ihn ja überhaupt nicht, sondern eher mit ihrem Verhalten) ist folgendes:

Sie war Mitte Januar das letzte Mal hier, im Februar sollten wir zu ihr kommen, um ihren Geburtstag mitzufeiern.
Dazu muss ich sagen, sie wohnt in einer kleinen 45 qm Wohnung und wir hätten dort auch schlafen müssen. Sie nimmt zwar selbst Rücksicht auf die Kinder (raucht also nur auf dem Balkon, wenn wir mit den Kindern da waren), aber während des Geburtstages hätten alle Gäste (fast ausnahmslos Raucher) in der Wohnung geraucht.
Dann gab es natürlich auch Alkohol. Da ich meinen Vater an Alkoholkonsum verloren habe, komme ich damit nicht klar, wenn Leute viel trinken (und auf ihren Feiern werden einige Liter Alkohol vernichtet, so ist aber die ganze Clique, nicht nur meine Mutter).
Also alles in Allem, kein Ort wo ich meine Kinder haben wollte.
Das habe ich ihr auch so gesagt und sie meinte, dass sie sich das schon gedacht hätte und das es auch überhaupt nicht schlimm sei. Sie könne es ja verstehen und sie würde dann einfach im März nochmal für nen Wochenende kommen.

Das hat sie wirklich ernst gemeint und war wirklich nicht beleidigt (ich merke es meiner Mutter an, wenn ihr was nicht passt).

So, mal abgesehen davon, dass sie in der letzten Zeit (eigentlich schon seit Anfang das Jahres) fast JEDES Telefonat abwürgt und auch so kaum noch anruft oder auch nicht zurückruft, wenn wir angerufen haben, will sie diesen Monat auch nicht kommen.

Wenn meine große Tochter sie anruft, dann "erzählt" sie gerne was. Ich muss gestehen, es ist nicht deutlich, was sie sagt, es ist eher son Geplapper mit ab und an einem Wort, was man versteht. Aber sobald Leandra neuerdings "anruft" um mit Oma zutelefonieren kommt von ihr ständig:
och, ich hab keine Zeit, ich muss noch mit Opa Manfred ....."

Leandra ist natürlich immer sehr enttäuscht. Lange haben die Telefonate übrigens nie gedauert. Maximal 15 Minuten alles in Allem.

3 x hat sie auch schon geweint, weil Oma einfach aufgelegt hat. Ich musste mich echt zusammenreissen um nicht direkt zurückzurufen und ihr die Meinung zu sagen.

Nun zum eigentlichen Knackpunkt:

"Opa Manfred" gibt es für uns noch nicht. Ich habe diesen Mann noch nie gesehen und auch Leandra kann mit Opa ansich nichts anfangen. Sie hat nämlich in dem Sinne keinen (mein Vater ist tot, der Vater von meinem Freund will keinen Kontakt zu uns, es gibt zwar noch den Uropa, aber den hat sie auch noch nicht häufig gesehen).

Dann das Thema "Besuchen kommen". Wie gesagt, einmal im Monat haben wir uns eigentlich IMMER gesehen.
Diesen Monat klappt es angeblich nicht, weil sie kein Geld übrig hat. Okay, kann ich verstehen, bei ihr ist es oft etwas knapper.
Sie hat dann gemeint, wir sollten doch vorbei kommen.
Aber ehrlich gesagt, ist das ein zu großer Aufwand. Da habe ich ihr angeboten, dass wir ihr die Fahrkarten bezahlen. Finanziell würde es genauso viel kosten, als wenn wir da mit dem Auto hinfahren würden.

Aber nein, dass will sie (plötzlich?) nicht mehr.

Ich versteh echt nicht, was ich davon halten soll.

Dann meinte sie, sie würde aber auf jedenfall kommen, wenn Kathleen ihren 1. Geburtstag feiert (15. April). Da es ein Donnerstag ist, und sie am Freitag noch Arbeiten muss, würde sie also erst Freitags kommen. Ist für mich kein Problem.

Aber dann halt schon wieder der "fahle" Beigeschmack.
"Das Datum würde ihr ganz gut passen, weil an dem Wochenende ist Manfred auch nicht da" und:
"Im Juni ist ja auch langes Wochenende, da wollte Manfred auch übers Wochenende zu seiner Tochter, da wäre ich dann sonst ja auch alleine und könnte deswegen kommen".

Äh, sorry wenn ich den Anschluss verpasst hab, aber kommt es mir nur so vor, dass sie uns (vornehmlich ihre Enkel) nur noch dann besuchen will, wenn ihr neuer Partner auch keine Zeit hat?!

Nochmal zur Erklärung: sie ist seit Neujahr mit ihm zusammen, seit dem Tag hat er laut ihrer Aussage her 2 oder 3 Mal bei sich zu Hause geschlafen und ist sonst immer bei ihr.

Wäre es da echt soviel verlangt, wenn sie sich mal 2 Tage nicht sehen?


Mein Partner meint, ich übertreibe und würde irgendwo Gespenster sehen, die nicht da wären.

Aber wie gesagt, so kenne ich meine Mutter nicht. In den Monaten bevor sie ihn kennengelernt hat (bzw kennen tut sie ihn ja schon länger), hat sie sich sogar Geld geliehen, damit sie zu uns kommen kann. Und jetzt will sie noch nicht mal kommen, obwohl wir ihr das bezahlen würden.


Ich bin echt enttäuscht. Nicht direkt für mich, aber für meine Kinder. Vorallem für die Große. Die hängt wirklich an der Oma und jedes Mal, wenn wir am bahnhof entlang fahren, kommt von ihr entweder "oma abholen" oder "oma anrufen" oder ähnliches.

Es zerbricht mir jedes Mal das Herz, wenn sie wieder mit Oma telefonieren will und diese sagt, ich hab keine Zeit und sie einfach abwürgt.

Neue Liebe und Verliebtsein schön und gut, aber wieso verletzt man dann so kleine Kinder?
Wenn ich nicht immer anrufen würde, hätten wir wahrscheinlich die letzten 2 Wochen nicht miteinander telefoniert. Und das, obwohl sie sonst immer nach 2 - 3 Tagen angerufen hat und gefragt hat, ob was passiert sei.

Sind wir (die Kinder) jetzt so uninteressant geworden?

Ich würde ihr am liebsten sagen, dass sie zu dem Geburtstag auch nicht kommen brauch. Aber ich weiss eh, dass ich das a) nicht durchziehen kann und b) es auch bereuen würde.


Danke fürs Auskotzen und eure Meinungen

Gruß
Sandra

Beitrag von tabea33 06.03.10 - 19:56 Uhr

Hallo,

deine Frage war:

"Wäre es da echt soviel verlangt, wenn sie sich mal 2 Tage nicht sehen?"

Und ich sage JA, wäre es. Mensch, deine Mutter ist frisch verliebt! Die ersten drei Monate sind doch immer die verrücktesten, hast du das vergessen? Ich kann mich jedenfalls noch genau erinnern, es kam ein paar Mal vor...

Freu dich für sie und gönn ihr einige Wochen (vielleicht auch Monate), in denen sie sich nur um sich und ihre neue Liebe kümmert. Sie liebt euch deshalb doch nicht weniger. Hast du alle zwei Tage mit deiner Mutter telefoniert, als du das letzte Mal frisch verliebt warst? Oder denkst du, das ist was anderes?

Wenn deine Tochter wirklich so traurig ist, dann sprich mit deiner Mutter. Sag ihr, dass sie sich die Zeit für die Telefonate nehmen soll. Es fällt ihr vielleicht im Moment nicht mal auf, weil ihre Gedanken zu sehr hüpfen und springen. Also gib ihr eine Chance.

Die Besuche pendeln sich sicher wieder ein. Gib ihr halt Zeit. Oder fahrt mal hin (preiswerte Ferienwohnung?) und lernt Manfred kennen.


Gruß Tabea


Beitrag von nightwitch 06.03.10 - 20:10 Uhr

Hallo,

natürlich gönne ich ihre Verliebtheit.

Aber komischweise kann sie ein Wochenende ohne ihren Manfred mit ihren Kegelschwestern "saufen" fahren. Aber zu ihren Enkelkindern kann sie nicht?

Vorallem, wo sie mir doch fast ständig vorheult, dass sie die Kleinen ja schon fast 2 Monate nicht gesehen hat und sie ja so schnell wachsen...


Das ist es ja, was mich so dermaßen stört.

Gruß
Sandra

Beitrag von cinderella2008 06.03.10 - 20:04 Uhr

Hallo Sandra,

ich kann Dich schon verstehen und finde es von Deiner Mutter auch nicht o.k., die Enkelin am Telefon "abzuwürgen", ihre (ohnehin seltenen) Besuche bei Euch wegen dem neuen Partner auch noch einzuschränken.

Ich bin auch geschieden, habe einen neuen Partner, mit dem meine (erwachsenen) Kinder nicht wirklich warm werden. Aber ich würde nie auf die Idee kommen, meine Besuche bei meinen Kindern davon abhängig zu machen, ob der Mann an meiner Seite gerade selber etwas vor hat oder nicht. Wenn ich meine Kinder besuchen möchte und eingeladen bin, dann mache ich das auch. Erst recht an Geburtstagen etc.

Mir drängt sich da der Gedanke auf, dass Deine Mutter evtl. starke Verlustängste hat, also dem neuen Mann gegenüber. Dass sie "klammert" und Angst hat, er würde sie verlassen, wenn sie nicht immer verfügbar ist. Da Du den Mann noch nicht kennengelernt hast, ist es natürlich unmöglich für Dich, seinen Einfluss auf Deine Mutter einzuschätzen. Ist sie ihm vielleicht hörig?

Kannst Du nicht mal einrichten, Deine Mutter, an einem Wochenende zu besuchen und den Mann dann auch zu treffen, damit Du Dir mal einen Eindruck verschaffen kannst? Wenn Ihr nicht am gleichen Tag zurückfahren wollt, könntet Ihr vielleicht im Hotel/in einer Pension übernachten.

LG, Cinderella

Beitrag von nightwitch 06.03.10 - 20:17 Uhr

Hallo,

danke für deine Einschätzung.

Also Verlustängste - könnte sein. Sie hat halt in den letzten Jahren sehr viel negatives mit Männern durch.

Aber hörig - nein ich glaube nicht.

So wie sie schreibt, ist er eher die treibene Kraft (also bzgl. nicht nach Hause fahren usw) und er hat wohl auch von sich aus gemeint, dass sie ruhig mal wieder zu uns fahren könnte (zumindest hat sie das so erzählt).

Ich habe ja auch kein Problem damit, ihn kennenzulernen.
Und dass er dann ggf. bei uns mitübernachten kann, wenn wir uns dann vorher mal getroffen haben.

Immerhin scheint es was wirklich festes zu sein und ich bin die letzte, die ihr da Steine in den Weg legen will.

Ich finde es halt nur schade für die Kinder. Die Jüngste läuft jetzt ihre ersten freien Schritte (eigentlich schon recht viele), die Große lernt auch jeden Tag neues. Sie ist dann immer richtig stolz, wenn ich ihr das am Telefon erzähle, aber gleichzeitig auch traurig, dass es "noch so lange dauert", bis sie wieder zu Besuch kommt.

Und ständig sagt sie Leandra "Oma kommt bald, wenn Oma dann da ist, dann machen wir...."

Und dann will Leandra natürlich Oma abholen.


Ach, es ist echt nen Teufelskreis.

Wenn wir zu ihr fahren würden, dann stände es ausser Frage, dass er bei sich übernachtet. Anders würde es auch garnicht gehen und sollte meine Mutter wirklich von uns verlangen, dass wir mit den Kindern ausserhalb übernachten (wo wir auch nicht soviel Geld haben), dann war es - sorry für die harten Worte - das letzte Mal, dass wir sie besucht hätten. Zumindest, solange diese Phase des Nicht-zusammen-wohnenes mit ihm andauert.

Gruß
Sandra

Beitrag von cinderella2008 06.03.10 - 20:20 Uhr

Vielleicht könnte man Eure Übernachtung auch so lösen, dass Du mit Deiner kompletten Familie in der Wohnung Deiner Mutter bleibt, während Deine Mutter für die Nacht bei Ihrem Freund schläft? Oder wohnt er zu weit weg von ihr?

Beitrag von nightwitch 06.03.10 - 20:28 Uhr

Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung :-D

Meinetwegen kann er ja da auch schlafen. Ich bin die Letzte, die ihn "rausschmeisst", nur weil wir da sind. Aber ich fände es nicht gut, dass wir "ausziehen" müssten, nur damit er da schlafen kann.

Aber so wie ich ihn einschätze (von den Erzählungen her), würde er von sich aus schon sagen, ich fahr nachts nach Hause und bring Morgen früh Brötchen mit ;-)

Gruß
Sandra

Beitrag von cinderella2008 06.03.10 - 20:46 Uhr

Ich dachte nur, dass vielleicht nicht genug Platz für alle ist.

Aber was Du sonst so schreibst, scheint er ja ein netter "Kerl" zu sein.;-)

Beitrag von nightwitch 06.03.10 - 21:06 Uhr

Naja, "Platz" ist in der kleinsten Hütte, oder wie war das ;-)

Gehen würde es schon - keine Frage.
Aber die Frage ist halt, wie bequem es dann die einzelnen Personen hätten.

Zumindest hört sich das "nett" an, was sie so über ihn erzählt.

Aber das ist ja alles subjektiv.
Ihr letzter Freund war ja auch erst "nett" und ist dann zu einem Arschloch hoch 10 mutiert.

Zumindest ist er in der Clique bekannt und diese mag ihn wohl auch - zumindest erzählt sie das ;-)

Naja, letztendlich ist es ihre eigene Entscheidung, wann sie vorbei kommt.
Bei uns hat sich das höchstwahrscheinlich auch erstmal erledigt.
Unser Auto hat den Geist aufgegeben und ein neues ist momentan irgendwie für unseren finanziellen Spielraum nicht zu bekommen.
Und mit Zug zur ihr fahren - den Stress tu ich mir im Lebtag nur dann an, wenn es wirklich unbedingt sein muss.

Zumindest nicht mit einem absoluten "ich nutze keine Öffis, ich habe einen Führerschein"-Muffel und zwei kleinen Kindern, die keine 10 min ruhig sitzen bleiben können ;-)

Gruß
Sandra

Beitrag von glu 06.03.10 - 21:59 Uhr

Einmal im Monat bei der Entfernung findest Du selten?

Beitrag von nochmal 07.03.10 - 19:30 Uhr

auch ich finde es wie Cinderella selten.
Das ist doch keine Entfernung - ich fahre täglich 135km um zur Arbeit und zurück zu kommen!

LG

Beitrag von glu 07.03.10 - 19:34 Uhr

Also meine Eltern wohnen auch 150 km weit weg und ich finde das nicht selten!

Meine Mutter arbeitet noch und hat nebenbei auch noch Hobbys und einen Freundeskreis. Soll sie das alles aufgeben weil sie jetzt Oma ist?

lg glu

Beitrag von nochmal 08.03.10 - 08:34 Uhr

Ich finde deine Antwort masslos übertrieben!

Ich schrieb nicht, das deine Mutter sich 30 Tage im Monat sich um ihre Enkel kümmern soll.
1-2 Tage im Monat finde ich extrem wenig, es sei denn sie lebt in einem anderen Staat -aber es sind nur 150 km.

Meine Mutter sieht ihre Enkel jede Woche (mal Freitags, mal WE, mal Wochentags - so wie es IHR gerade passt) und hat trotzdem noch wenigstens 24 Tage Zeit für sich und ihre Freunde und ihre Hobbys, ihren Mann ect. ...
Ach ja mein Mutter ist ebenfalls voll berufstätig!

LG
D

Beitrag von glu 08.03.10 - 11:32 Uhr

Wer wohnt denn in einem anderen Land und kommt bis zu 2x im Monat seine Kinder/Enkelkinder besuchen?

Fährst Du denn auch zu Deinen Eltern? Dann wäre es ja noch mal was anderes, aber hier fährt ja immer nur die Mutter!

Dann muss man auch mal sehen das es sich nicht jeder leisten kann jede Woche die Strecke zu fahren!

Ich fahre auch nicht nur für einen Tag diese Strecke, da haben weder meine Eltern noch wir was von, das ist einfach nur Stress. Also bleiben wir mindestens eine Nacht, das geht aber nunmal nicht jede Woche!

Davon mal abgesehen finde ich es aber auch nicht schlimm das ich meine Eltern nur einmal im Monat sehe, ich bin froh wenn ich mal einen ruhigen Tag mit meinem Mann habe, wenn ich mal Freunde sehen kann, das könnte ich alles nicht wenn meine Eltern hier jedes WE auf der Matte stehen würden!
Man sollte vielleicht auch mal bedenken das nicht jeder so lebt wie man selbst, wir arbeiten im Schichtdienst, wie fast all unsere Freunde, da ein Treffen zu vereinbaren grenzt oft an ein Wunder!

Sofern es meinen Eltern passt fahre ich alle drei Wochen ein volles WE mit Kind und Hund (dafür leider ohne Mann, der arbeitet dann nämlich) zu ihnen. Sie haben also ihr Enkelkind das ganze WE und dürfen es auch allein haben, dann hab ich nämlich etwas Zeit alte Freunde zu besuchen!
Das macht die ganze Sache viel intensiver, wenn mein Sohn älter wird und sie mehr mit ihm unternehmen können wird er sich auf solche WE freuen. Ich finde das schöner als immer mal nur ein Tag.

Ich hab meine Grosseltern auch nicht oft gesehen, dafür dann aber immer länger und ich hab es geliebt!

lg glu

Beitrag von nochmal 08.03.10 - 12:05 Uhr

Hallo,

meine Freundin ist Spanierin und ihre Eltern kommen 2x im Monat-das gibt es also durchaus.

Wie gesagt, ich finde so wie ihr es handhabt zu wenig. Meine Eltern wären schon traurig ihre Enkel so selten zu sehen.

Gruss

Beitrag von glu 08.03.10 - 12:08 Uhr

Na die müssen ja Geld haben!

glu

Beitrag von nochmal 08.03.10 - 13:43 Uhr

es gibt auch flüge die günstig sind!

Was sie haben ist Sehnsucht :-)

gruss

Beitrag von glu 08.03.10 - 18:16 Uhr

Naja, günstig ist relativ ;-)

Beitrag von diebina 06.03.10 - 20:06 Uhr

Hallo Sandra - puh, das war je ne ganze Menge Geschreibsel...und ich hoffe ich habe alles richtig verstanden :-)

eins vorab: ich verstehe nicht, warum deine Mutter immer den Weg auf sich nehmen muss. Auch wir haben 2 kleine Kinder, packen die 1x im Monat ins Auto und fahren für 1-2 Tage zu meiner Familie 180km weit weg. ich find es merkwürdig, dass das immer von ihr abhängt. meine Eltern haben eine 70qm Wohnung ohne Gästezimmer, so dass wir entweder abends wieder heimfahren (was man bei knapp 150km ja gut mal machen kann) oder schlafen in Pension, Hotel oder so.

ich finde es sehr schön für Deine Mutter, dass sie einen neuen Lebensgefährten gefunden hat, denn auch die beste Tochter ;-) ersetzt den Partner nicht.

von ihrer Seite betrachtet will sie wahrscheinlich viel Zeit mit ihm verbringen und darunter leidet die Familie. wenn Dich das stört musst Du es ihr sagen. Aber lass ihr doch etwas Zeit sich mit der neuen KOnstellation neu zu finden.

Allerdings wäre ich an ihrer Stelle etwas pikiert, dass Du keinen Wert darauf gelegt hast an ihrem Geb.. den "Neuen" kennenzulernen. Wäre es denn nicht möglich gewesen, die Kinder bei Schwiegereltern, Freunden, Paten unterzubringen und hinzufahren??

meine Meinung: sei ein wenig tolerant, erklär deinen Kindern, dass Oma frisch verliebt ist und ganz bald wieder mehr Zeit für sie hat und sprich - wenn du es von der Seele haben möchtest - mit deiner Mom und erklär ihr deine Gefühle.

LG
bina

Beitrag von nightwitch 06.03.10 - 20:26 Uhr

Hallo,

nun, sie "muss" nicht ständig den Weg auf sich nehmen.

Es war bislang nur immer die einfachste - und auch preisgünstigste Lösung.

Nun wird es aber wohl die einzige Möglichkeit bleiben (zumindest erstmal), weil wir momentan auch kein Auto haben. Die Zugverbindungen sind nicht so berauschend, so dass ich wirklich nur im aller nötigsten Falle mit dem Zug zu ihr fahren würde. Unsere Kinder sind übrigens auch keine "Autofahrer". So eine lange Strecke war bislang immer recht stressig für die Beiden.

Es hat sich halt immer so ergeben, dass sie gekommen ist. Weil a) mehr Platz und b) es einfacher war. Es war auch nie ein Problem und von "Muss" war wirklich nie die Rede ;-) Das Angebot, dass sie kommt, kam ja auch immer von ihr.


Nun, zum Thema "neuen" kennenlernen. Sie weiss genau, wie ich auf das Thema Alkohol reagiere. Letztes Jahr zu ihrem Geburtstag waren wir da und sind später nach Hause gefahren.
Es stand im Grunde auch nie wirklich zur Debatte, dass wir direkt an ihrem Geburtstag (sie hatte an einem Montag) kommen, sondern wenn, dann das Wochenende darauf.

Am Montag (also ihrem Geburtstag) erzählte sie mir, dass es vielleicht doch nicht so gut sei, wenn wir das Wochenende kommen würden, da sie dort mit ihren Freunden feiern wollte.
Die Absage kam also letztendlich von ihr - nicht von uns (bzw hat sie mit dem Thema angefangen).

Wie gesagt, ich kann verstehen, dass sie soviel Zeit mit ihm verbringen will, wie es geht. Aber was ich halt nicht gut finde ist, dass sie der Großen Versprechen macht und diese nicht einhält.

Und ich bin der Meinung, meine Tochter ist noch zu klein um zu verstehen, wieso Oma jetzt nicht mehr telefonieren möchte ;-)

Sie merkt halt nur, dass Oma auflegt, wenn sie eigentlich noch was erzählen will.

Gruß
Sandra

Beitrag von carrie23 07.03.10 - 11:20 Uhr

Darf ich zum ersten Absatz was sagen?
Meine Eltern haben es geschafft mit vier Kindern 5 Stunden lang im Zug zu fahren wenn wir zu unserem Haus aufs Land gefahren sind.
Auto war keines vorhanden.
Das Reisen erzieht man Kindern an, ganz einfach.
Ich muss ehrlich sagen dass die Mamis heutzutage es sich sehr einfach machen und in allem ein unüberwindbares Problem sehen wo meine Eltern früher mit wesentlich mehr Kindern keines hatten.

Ist nicht böse gemeint, ist aber wahr.

Beitrag von chaosotto0807 06.03.10 - 21:14 Uhr

hallo,

schlage doch deiner mutter mal vor, dass sie mal MIT manfred kommt. dann könntet ihr euch auch kennelernen ;-).

lg

Beitrag von glu 06.03.10 - 22:04 Uhr

Ich kann nur sagen, Straßen führen immer in zwei Richtungen!

Ich versteh nicht wo das Problem ist die zwei Kinder ins Auto zu setzen und loszufahren #kratz
Zug fahren mit Umsteigen ist auch nicht gerade toll!

Ihr nun die Schuld zu geben weil Ihr Euch plötzlich so selten seht geht unter diesen Umständen gar nicht!

Dann ist sie frisch verliebt, gönn ihr doch diese Zeit! Hast Du vergessen wie das war?
Wo ist das Problem wenn sie an dem WE kommt wo ihr Manfred nicht da ist?

Opa Manfred, wenn Dir nicht passt das sie das so sagt, dann sag ihr das doch einfach!

Dein Mann hat Recht, Du siehst Gespenster ;-)

lg glu

Beitrag von nightwitch 06.03.10 - 22:34 Uhr

Hallo,

natürlich ist es generell nicht das Problem, 2 Kinder ins Auto zusetzen und loszufahren.

Aber, wenn man zwei Kinder hat, die generell nicht gerne Autofahren (für kurze Strecken ja, aber nicht länger als 30 Min am Stück, auch nicht mit Pausen oder wenn Mama mit hinten sitzt), dann kann aus dem "einfach ins Auto setzen" schon mal eine ganz schöne Tortur werden ;-)

Ausserdem WILL sie ja auch eigentlich garnicht, dass wir kommen (ist vielleicht nicht so explizit geschrieben worden).

Wenn ich den Vorschlag gemacht habe, dann hiess es immer:
och nee, da wollte ich eigentlich
oder
nee, das Wochenende passt mir so nicht.


Und der Vorschlag, dass sie sich lieber in den Zug setzt und zu uns kommt, kam von ihr. Sie hat bislang immer gemeint, es macht ihr nichts aus.

Wie gesagt, ich gönne es ihr auch, ich finde es nur nen bissle blöd, dass sie mir immer "vorheult", dass sie die Kinder so lange nicht gesehen hat und wenn man ihr dann eine Möglichkeit bietet, diese abgelehnt wird.

Letztendlich ist es für mich egal. Ich finde es für meine Tochter (vorallem das nicht mehr telefonieren und wenn, dann Versprechungen machen und nicht einhalten) so schade.
Sie versteht schon, wenn Oma sagt: "Wenn ich wieder da bin, dann gehen wir ... oder machen wir"
Aber sie versteht halt noch nicht, dass es noch dauert, bis Oma dann auch wirklich kommt.


Gruß
Sandra

Beitrag von suriya 06.03.10 - 23:56 Uhr

ich find deine mama hat auch noch ein eigenes leben und wird sich wohl die erste zeit mit ihrem manfred nicht stören lassen-und das ist voll gut so.
denk doch mal:jetzt ist sie nicht mehr allein,hat wieder kribbeln im bauch,ist sooo verliebt und kann an nichts anderes mehr denken.also so ging´s mir zumindest.
die kommt schon wieder und bringt den manne mit,warts ab.
ich würd der kleinen halt mal ne zeit lang sagen das omi grad nicht kann.du darfst jetz auf keinen fall das kind nachdem deine ma au´fgelegt hat immer in arm nehmen und sagen sowas oh du armes kind oder so.du kannst es entschärfen und sagen sowas wie:mei die oma muss aber viel schaffen und erledigen da rufen wir lieber an wenn die arme oma nicht mehr soviel geschäft hat.nur mal so

grüssle suriya

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