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Archiv des urbia-Forums Trennung.

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von glueckskind04 06.03.10 - 20:57 Uhr

Hallo,
mein Mann ist vor 1 Jahr ausgezogen und meine Tochter (8 J.) und ich wohnen seitdem allein. Wir hatten es bisher so vereinbart, dass unsere Tochter ca. alle 2 Wochen von Fr.-So. beim Papa ist. Zum Anfang fand sie es auch noch sehr schön, es wurde meistens etwas unternommen (Kino, Tierpark etc.). Die unangenehmen Aufgaben wie Hausaufgaben, Arztbesuche etc. blieben immer an mir hängen. Ich ermögliche ihr schon im Rahmen meiner Möglichkeiten (6 Std. Arbeit + Hartz IV) vieles wie Tanzen, Töpfern, Schwimmbad etc. Eben die Dinge, die ihr Spaß machen. Lieber stecke ich zurück, hauptsache ihr geht es gut!
Doch im Februar musste ihre Klassenlehrerin (sie war ebenfalls eine wichtige Bezugsperson für sie) schwangerschaftsbedingt die Klasse abgeben und dann kam auch noch der Schwimmunterricht dazu. Sie hat eine große Angst vor dem Schwimmen! Dies war jetzt alles wohl zu viel für sie.
Sie hatte nach dem Auszug ihres Papas nur selten darüber geredet und auch die Leistungen in der Schule waren top. Doch jetzt klagt sie jeden Tag früh und abends über Bauchschmerzen und weint sehr viel. Sie isst auch sehr schlecht. Ich versuche, sie zu beruhigen und zu trösten, aber irgendwie wird es immer schlimmer. Sie wurde nun schon bei der Ärztin untersucht, aber alle Werte (Blut, Urin) sind ok. Sie hat mir geraten, einen Kinderpsychologen aufzusuchen, aber die Wartezeit ist extrem.
Mittlerweile bin ich selbst schon nervlich am Ende und weiß mir keinen Rat! Mit meinem Exmann kann ich darüber auch nicht wirklich reden. Meine Tochter ruft jetzt vom Papa aus ständig an und weint am Telefon und möchte nach Hause. Ich hatte ihm gesagt, dass es vielleicht besser ist, wenn wir erst mal eine Pause einlegen und sie nicht ständig hin und her schubsen. Sie sagt jetzt auch öfters, dass sie nicht zum Papa möchte und lieber zu Hause bleiben möchte. Es ist momentan auch nicht möglich, bei meinen Eltern zu übernachten. Sie will einfach nur nach Hause.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?? Was kann ich tun?

Beitrag von petra1982 07.03.10 - 07:21 Uhr

Wenn sie den Wunsch äussert mit 8 das sie nicht zu Papa will würde ich diesen auch ernst nehmen. Die Töchter meines Mannes sind 4 und 6 Jahre alt und wenn sie nicht selbst wollen zwingen wir sie auch nicht. Wann hast du den einen Termin bekommen?

Beitrag von zenturio 07.03.10 - 14:44 Uhr

Den Umgang mit dem Vater auszusetzen, halte ich für den falschen Weg, abgesehen davon, dass Dir die alleinige Entscheidung darüber nicht obligt.

Ein Kinderpsychologe wäre empfehlenswert, wobei der Vater aber auch mit einbezogen werden muss, vor allem, wenn die Ursache in eurem Verhältnis als Eltern begründet liegen sollte.

Beitrag von nyad 08.03.10 - 00:18 Uhr

Vielleicht gibt es die Möglichkeit, dass er sie bei Euch besucht und sie nicht mit ihm allein ist?

Man sollte das aufjedenfall ernst nehmen, ich möchte nicht den Teufel an die Wand malen,
aber du würdest es dir nie verzeihen, wenn sich später herausstellt, dass er ihr in irgendeiner Weise schadet und du sie trotzdem immer hingeschickt hast.

Soweit ich weiß organisiert das Jugendamt auch betreuten Umgang, da kann eine unvoreingenommene Person regelmäßig mitgehen und herausfinden, wo das Problem liegt.

Du solltest dir so bald wie Möglich mal Zeit nehmen und mit ihr genauer darüber reden, wieso sie nicht zu ihrem Vater möchte, warum sie so traurig ist etc.
Wichtig ist dabei, ihr konsequent zu zeigen, dass du sie liebst, ganz gleich was mit ihrem Vater ist.

Wenn man den ehemaligen Partner abstößt, fühlen sich die Kinder oft genauso abgelehnt, den er ist schließlich auch ein Teil von ihnen und dieser Teil ist nun offenbar unerwünscht, so zumindest die häufige Befürchtung von Scheidungskindern.
Sätze wie; "das hat sie vom Vater!" bei eigenschaften die als negativ gelten verstärken solche Ängste.

Nimm dir aufjedenfall Zeit für sie. Macht etwas zusammen wobei man gut plaudern kann, auch wenn dafür mal irgendwas anderes hinten anstehen muss.

Beitrag von lucky00 10.03.10 - 15:00 Uhr

Hallo ...

oh ja das kenne ich.

Lass Dich auf Wartelisten setzen und geh es an weil Du nicht in sie reinsehen kannst.
Wir haben es so gemacht, dass wir in einer Klinikambulanz waren und von dort aus weiter vermittelt wurden zu einer Therapeutin mit der wir alle 1,5 Jahre intensivst zusammengearbeitet haben.
Der Knoten ist geplatzt und mein Sohn kommt nun wesentlich besser klar ... mit uns und besonders mti sich selbst.

Ich würde den Weg gehen... und biete Deinem Ex doch erst mal an, zu Euch nach Hause zu kommen.
Zwingen ist ungünstig .... sagt sie garnichts wieso sie nicht hinmöchte??
Was sagt er denn dazu? Hat er ne Erklärung?

LG,

lucky00