AG ignoriert mein BV

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von mingo 06.03.10 - 22:17 Uhr

Hallo!
Habe seit November ein BV. Erst wegen einer anderen Diagnose und nun seit 2 Wochen wegen starkem Schwindel. Da ich im Außendienst tätig bin, meinten bereits zwei FÄ, das es zu gefährlich wäre, ,so viel Auto zu fahren.
Nun schreibt mein AG mir heute, das er keine Grund für ein BV sieht, und ich bitte ab nächste Woche meine Arbeit wieder aufnehmen soll.
Der Weg zum Büro, wo das Gespräch wäre, liegt über 50 km entfernt.
Seit Nov. erhalte ich auch kein Gehalt, da es zur Klärung vor Gericht liegt. Aber das zieht sich alles wie Kaugummi.
Wenn ich pech habe, ist das Kind schnelller da, wie das Geld.
Weiß echt nicht mehr weiter...
Liebe Gruß, Mingo

Beitrag von babe-nr.one 06.03.10 - 22:19 Uhr

dein ag sieht keinen grund?#schock
wenn dein fa anderer meinung ist, kann er da GARNICHTS machen.
dein bv geht bis zum mutterschutz, oder etwa nicht?
also muss er auch zahlen!

Beitrag von schmerle123 06.03.10 - 22:20 Uhr

das kann dem ag herzlich egal sein, wenn du ein bv hast. das ist eine ärtzliche entscheidung. er kann höchsten eine zweite meinung einholen lassen, aber von welchem arzt, das bestimmst du dann!!

Beitrag von honeygirly18 06.03.10 - 22:22 Uhr

Also wenn du ein BV vom FA hast, kein dein AG da überhaupt nichts machen. ich hab auch ein BV und mein AG fand es auch nicht toll.

Es geht hier um deine Gesundheit und um die deines Babys....

Also dein AG hat überhaupt kein Recht das Geld nicht zu bezahlen.....würd mir nen Anwalt suchen!!

LG

Beitrag von m_sam 06.03.10 - 22:23 Uhr

Montag gehst Du einfach nicht zur Arbeit, sondern stattdessen zu Deinem Anwalt!
Dein AG wird sich in ein paar Monaten schon eines besseren belehren lassen müssen, denn das BV entscheidet der Arzt und nicht er.
Ist halt blöd, dass sich ein Verfahren oft lange hinzieht, aber dafür kannst Du ihm dann grinsend im Gerichtssaal gegenübersitzen. Ist doch auch ein schönes Gefühl.

LG Samy

Beitrag von mingo 06.03.10 - 22:27 Uhr

Ich hoffe es.
Ich suche noch etwas schriftliches, wo drin steht, das bis zur Klärung (mein AG hat sich 4 Monate nicht gemeldet) mir das Gehalt zusteht.
Habe schon stundenlang im I-net gesucht, aber leider nichts gefunden.

Beitrag von canadia.und.baby. 06.03.10 - 22:30 Uhr

I. Nach § 3 Abs. 1 MuSchG dürfen werdende Mütter nicht beschäftigt werden, „soweit nach ärztlichem Zeugnis Leben oder Gesundheit von Mutter oder Kind bei Fortdauer der Beschäftigung gefährdet ist“. Außerdem besteht grundsätzlich ein Beschäftigungsverbot in den letzten sechs Wochen vor der Entbindung (§ 3 Abs. 2 MuSchG).

Besteht ein Beschäftigungsverbot nach § 3 Abs. 1 MuSchG, darf die werdende Mutter also allein aufgrund eines ärztlichen Attests nicht beschäftigt werden, so schuldet der Arbeitgeber ihr Mutterschaftslohn. Zu zahlen ist „mindestens der Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen oder der letzten drei Monate vor Beginn des Monats, in dem die Schwangerschaft eingetreten ist“.

Diese Verpflichtung endet grundsätzlich mit Beginn des allgemeinen Beschäftigungsverbotes nach § 3 Abs. 2 MuSchG, denn innerhalb der Schutzfrist des § 3 Abs. 2 MuSchG – d. h. in den letzten sechs Wochen vor der Entbindung – wird von den gesetzlichen Krankenkassen ein Mutterschaftsgeld gezahlt.

Dieses beträgt allerdings höchstens 13,00 € pro Kalendertag. Liegt der durchschnittliche kalendertägliche Nettolohn über diesem Betrag, so ist der Arbeitgeber verpflichtet, einen Zuschuß zum Mutterschaftsgeld in Höhe der Differenz zu zahlen (§ 14 Abs. 1 MuSchG).

II. Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang auf § 1 Abs. 2 AAG (Aufwendungsausgleichsgesetz). Danach erstatten die Krankenkassen den Arbeitgebern sowohl das nach § 11 MuSchG bei Beschäftigungsverboten gezahlte Arbeitsentgelt als auch den nach § 14 Abs. 1 MuSchG gezahlten Zuschuß zum Mutterschaftsgeld.

Beitrag von fraeulein-pueh 06.03.10 - 22:35 Uhr

Aber... wenn ich das richtig verstanden habe, dann bekommt der AG doch eh das Geld von der Krankenkasse wieder zurück, oder?
Denn dann ist es mir ein Rätsel, wieso der AG da so ein Problem drauß macht.

Beitrag von canadia.und.baby. 06.03.10 - 22:37 Uhr

Ist richtig

Beitrag von mingo 06.03.10 - 22:52 Uhr

Danke!
Aber der AG darf es ja enfechten bzw. einen zweiten Arzt einschalten.
Aber das dauert ja meistens.
Und da suche ich etwas schriftliches drüber, ob der AG bis dahin auf jedenfall zahlen muß.

Beitrag von petitange 06.03.10 - 22:24 Uhr

Kann dein FA dich nicht krank schreiben, dann bekommst du doch von der Krankenkasse eine Entschädigung, oder (kenne mich da nicht so aus, da ich nicht in Deutschland lebe...)

Beitrag von babe-nr.one 06.03.10 - 22:26 Uhr

#kratz- darüber schreibt sie doch;-)

Beitrag von canadia.und.baby. 06.03.10 - 22:27 Uhr

Wenn sie sich normal Krankschreiben lassen würde , würde sie nach 6 Wochen nur noch einen Teil des Gehaltes bekommen.

Bei einer BV steht ihr das volle gehalt zu!

Beitrag von babe-nr.one 06.03.10 - 22:32 Uhr

danke, ich weiß, was der unterschied ist, aber die dame kommt nicht aus deutschland, und mir wäre es jetzt zu kompliziert gewesen, ihr zu erklären, das der ag nur 6 wochen zahlt, und dann die kasse dafür eingesteht;-)

Beitrag von canadia.und.baby. 06.03.10 - 22:39 Uhr

ging ja auch an die dame vor dir^^

Beitrag von babe-nr.one 06.03.10 - 22:46 Uhr

achso#schein

Beitrag von canadia.und.baby. 06.03.10 - 22:26 Uhr

Wie die anderen schon geschrieben haben , dein AG hat kein recht........

Du hast ein BV und es ist zum wohl des Kindes und der Mutter!

Frag mal deinen FA nach dem Zuständigen Amt bei euch wo die Schwangeren registriet sind.
Die gönnen deinem Chef dann auch noch bissel auf den Schlips treten und ihm beine machen was das Geld angeht.

Alles Gute und lass dich nicht Unterkriegen.

LG
Canadia mit Jasmin im Arm *15.11.09

Beitrag von mela05 06.03.10 - 22:33 Uhr

Hallo,

wie die anderen schon geschrieben haben dein Gehalt steht dir zu, ich verstehe deinen AG nicht weshalb er sich so dagegen sträubt dir dein Gehalt zu zahlen, er holt sich das doch von deiner Krankenkasse zurück und kann somit einen anderen einstellen, echt es gibt Arbeitgeber die sind echt zum kotzen, ich sollte auch ein BV bekommen da aber aber mein Vetrag nur bis Ende März läuft haben die mir gesgat ich solle mich weiter krankschreiben und der Vertrag wird nicht verlängert obwohl mir vorher eine definitive mündliche Zusage zur Verlängerung gegeben wurde.

Such dir am besten einen kompetenten Anwalt, ich würde mir sowas nicht gefallen lassen dein Gehalt wird er dir zahlen müssen ob er will oder nicht und falls du Glück hast sogar mit Überziehungszinsen.

Kopf hoch, lass dich nicht unterkriegen, denk an deinen Krümmel.

ICh wünsche dir alles erdenklich liebe und Gute

Mela mit #ei 12SSW

Beitrag von mela05 06.03.10 - 22:45 Uhr

Scheib mal deinem Ag diese Artikel unter der Nase dann wird er bestimmt nicht mehr gut lachen können

http://www.vnr.de/b2b/personal/lohn-und-gehalt/beschaeftigungsverbot-in-der-schwangerschaft-wie-sie-die-entgeltfortzahlung-berechnen.html

www.regierung.unterfranken.bayern.de/.../merkblatt_indiv_beschaeftigungsverbot.pdf -

habe ich gerade auf die Schnelle im Net gefunden.

LG
Mela

Beitrag von peg83 06.03.10 - 22:52 Uhr

meine chefin hatte mich damals gekündigt, und auf einmal wußte sie nichts von meiner Schwangerschaft.

Tja ich war auf den Arbeitsgericht und der bearbeiter ist mit mir zur Arbeit gefahren udn hat dieses berufsverbot nochmals mit meiner Chefin besprochen, auch das sie mich kündigen will, ende vom lied, sie hat eine vor den Deckel bekommen, da sie es nicht gemeldet hat das sie eine Schwangere beschäftigt( ich habe an einer tankstelle gearbeitet- da hat man sofort Berufsverbot).

mein geld kam weiter, vorallem warum bezahlt er nicht, er bekommt das geld doch komplett erstattet, nicht direkt die krankenkasse sondern irgendne andere Organisation, hab ich bergessen.Ihn entsteht eigentlich kein finanzieller schaden dadurch.

ich würde beim Arbeitsgericht udn dann einen Anwalt aufsuchen, viell kann dir das Arbeitsgericht genauso schnell helfen wie mir.

Lg Peg

Beitrag von mingo 06.03.10 - 22:56 Uhr

Wir hatten ja breits einen Gütetermin vor Gericht. Da wurde vom Richter ein Gutachten von einem anderen Arzt beantragt. Das war vor einem Monat und bis jetzt habe ich noch nicht über einen Arzttermin gehört.
Das dauert alles viel zu lange.
Bin privat Krankenversichert und muß für mich und meinem Sohn fast 700 Euro im Monat zahlten.
Aber woher??? Es muß schneller gehen.

Beitrag von peg83 06.03.10 - 22:58 Uhr

hmmm, hoffe es kann dir noch jemand helfen, das wäre mein rat gewesen, dann anwalt der sofort ein schriftstück aufsetzt

Beitrag von analena78 06.03.10 - 22:59 Uhr

dann sag deinem Anwalt mal, das er druck machen soll! und wenn dein AG das BV nicht anerkennt, würd ich ihn mal fragen an welcher uni er sein medizinstudium gemacht hat....

Beitrag von 19jasmin80 06.03.10 - 23:02 Uhr

Wenn Dein FA ein BV ausstellt, dann kann Dein AG nichts dagegen anrichten. Lass Dich anwaltlich beraten!

Beitrag von flieder1982 06.03.10 - 23:43 Uhr

Ich verstehe gar nicht warum Dein AG sich aufregt, denn im Falle eines BV bekommt er Dein Gehalt von einer Versicherung und muss es noch nicht einmal aus eigener Tasche zahlen... #klatsch Außerdem muss er ein BV akzeptieren, es sei denn die Firma hat einen eigenen Betriebsarzt, in dem Fall kan nur der ein BV ausstellen. Ist das nicht der Fall MUSS er ein BV von Deinem behandelnden Arzt akzeptieren... Also es gibt schon bescheuerte Chefs, machen einem unnötig das Leben schwer...
Kopf hoch, das wird schon... #liebdrueck

LG Isa