Depression?

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Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von schnuffieundschmusie 07.03.10 - 06:17 Uhr

Hallo,

anfang des Jahres hatte ich schwere Depressionen. Wurde über Wochen behandelt mit Ventafaxin (?). Nach 8 Wochen fühlte ich mich wieder so gut, dass ich endlich wieder arbeiten gehen konnte. Es ging auch von Tag zu Tag immer besser.

Ich war wieder ganz die "Alte". Habe nach ca. 10 Wochen meine Medikamente abgesetzt. Ist jetzt ca. 2 Wochen her.

Merke, dass ich wieder an Schlafstörungen leide. Werde wieder mitten in der Nacht wach und kann nicht einschlafen. Fühle mich aber auch nicht müde.
Bin seit einigen Tagen wieder sehr nervös und gereizt.
Denke viel über mich nach.

Nun habe ich natürlich wieder Angst, dass ich auf eine erneute Depression zusteuer.
Oder ist das alles auf Grund meiner Schlaflosigkeit. Der Körper ist unausgeruht, also leicht reizbar usw.

Anfang des Jahres bin ich erst zum Arzt gegangen, als ich mitten drin steckte.

Nun bin ich aufmerksam. Sind das die Anfänge?
Muß ich wieder mit den Tabletten anfangen? Hätte ich sie nie weglassen dürfen?

Diese unendliche Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit empfinde ich noch nicht. Merke allerdings, dass ich da ganz schnell reinfallen würde, wenn ich es zulasse.

Möchte nicht immer nur meckern, brüllen und streiten. Ich liebe meine Familie doch. Möchte aber auch nicht der "zugedrönte" Zombie sein. Ich möchte real sein ohne Medikamente. Einfach nur ich.

Stecke ich schon wieder drin?

Vielen Dank für Eure (hoffentlich) Hilfe.

Gruß
Karola

Beitrag von lea03 07.03.10 - 07:11 Uhr

Hi Karola,


ich nehme Trevilor ( Venlaflaxin) schon seit zwei Jahren. Ich würde mich nun nicht als zugedröhnter Zombie beschreiben.

Man sollte immer erst nach ärtzlichem Rat absetzen, und die Einnahmedauer bei Dir war zu kurz!

Nach Besserung der Symptome sollte man sie ne nach dem 1-1,5 Jahre weiternehmen! So hat man es mir in der Klinik auch gesagt.

Liebe Karola, such Dir einen anständigen Neurologen und Psychotherapeut. Lass Dich nochmal auf das Medikament einstellen. Fang sie jetzt nicht von alleine an, würde ich sagen, da diese ja auch eingeschlichen werden. So war es bei mir.

In der Klinik habe ich damals sehr viel über Depressionen gelernt und was man für sich tun kann. Ich selbst leide nicht unter einer reinen Depression sondern einer Angsterkrankung mit depressiver Komponente. Mir geht es aber zur Zeit sehr gut.

alles Gute
Katrin

Beitrag von schnuffieundschmusie 07.03.10 - 10:06 Uhr

Hallo,
vielen Dank für Deine Antwort.
Mit dem Ausdruck wollte ich nicht sagen, dass ich mich zugedrönt fühle. Ich hasse es nur, wenn ich irgendwelche Sachen nehmen muß, um eine psychische Wirkung hervorzurufen. Ich habe auch nie Drogen genommen, weil ich die Wirkung hasse. Ich bin ein Kontrollfreak. Ich muß mich immer unter Kontrolle haben. Und wenn ich Medikamente nehme, denke ich, mein Handeln ist wegen der Medis so und nicht, weil ich es möchte. Hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt.
Ich weiß nicht, ob mein Psychologe anständig ist. Er verschreibt mir die Tabletten, gibt mir auf Wunsch eine Krankschreibung und das war es dann.
War mir in der schlimmen Phase zu wenig, wußte aber nicht, wie ich einen anständigen Arzt finde. Angebot und Nachfrage sind sehr weit auseinander. Woran er4kenne ich einen guten Arzt?
Mein Arzt wollte mich auch in die Klinik stecken. Bin aber alleinerziehend und wußte nicht, was ich mit meinem Kind mache. Wüßte es jetzt auch nicht. Obwohl ich weiß, dass ich unbedingt Hilfe brauche. Nur Medikamente sind zu wenig.
Gruß Karola

Beitrag von sandra7.12.75 07.03.10 - 12:10 Uhr

Hallo

Es gibt Einrichtungen wo das Kind mit kann.Ich habe auch eine Angsterkrankung mit dep.Verstimmung.Ich war letzties Jahr 5 Wochen in Reha und habe mein Leben geändert.Ich würde einen anderen Arzt aufsuchen und nochmal von vorne anfangen.

lg

Beitrag von nicola_noah 07.03.10 - 07:17 Uhr

Hallo,

Du hast einen ganz entscheidenden Fehler gemacht: Nähmlich shon nach 10 Wochen die Tabletten abgesetzt.

Man hat Depressionen - Man bekommt Tabletten - Plötzlich geht es einem wieder Super und meint die dann absetzen zu können - Falsch!!!!

Antidepressiva brauchen eine lange Zeit bevor sie überhaupt im Körper wirken, meistens so 3-4 Wochen.
Erst dann setzt die Stimmungsaufhellende Wirkung ein.
Die Tabletten dann abzusetzen halte ich für einen Fatalen Fehler.

Was sagt denn dein Arzt dazu?

LG

Nicoa

Beitrag von hannah696 07.03.10 - 09:21 Uhr

Hallo!

Hast du etwa eigenmächtig die Medis abgesetzt??? #schock Ohne ärztliche Begleitung? Oje, das darfst du doch nicht machen!!!!!
10 Wochen sind für Antidepressiva viel zu kurz, da beginnen die doch meist erst richtig zu wirken.
Eine Depression ist doch keine Erkältung, die man kurz medikamentös behandelt und die dann verschwindet. Meist bedarf es einer langen Therapie, um die Depressionen in den Griff zu bekommen.

Also ganz ehrlich, such dir einen guten Arzt und versuch nicht, dich eigenmächtig zu therapieren.

Ich wünsche dir alles, alles Liebe #herzlich