LRS festgestellt, Schule wechseln oder nicht?

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Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von misiri 07.03.10 - 16:02 Uhr

Hallo,
wir haben unseren Sohn auf anraten der Schule auf LRS testen lassen und es kam herraus, dass er es hat. Jedenfall wissen wir jetzt nicht ob wir ihn an seiner Schule lassen sollen oder auf eine spezielle LRS Schule schicken sollen. Ist alles so schwierig gibt soviele ja und nein`s. Müssen uns bis Freitag entschieden haben. Was würdet ihr denn tun?

Beitrag von butler 07.03.10 - 16:21 Uhr

Wenn die Möglichkeit besteht und in der Nähe eine LRS Schule ist, würde ich mein Kind umschulen.
- kleinere Klassen
-eigendlich gleicher Schulstoff
- keine "extra Wurst" in der Klasse( was ja mit Attest sonst der Fall ist)
Lg.

Beitrag von mansojo 07.03.10 - 16:23 Uhr

Hallo,

Jonas hat in der 4 Klasse einen LRS intensiv Kurs über 3 Monate mitgemacht
und bekommt 1xwöchentlich Nachhilfeunterricht
ich meine das das reicht

was sagen denn die Lehrer ,gibt es ANgebote?

LG manja

Beitrag von misiri 07.03.10 - 20:31 Uhr

Hatten am Freitag gleich ein Gespräch mit der Lehrerin sie rät uns ihn in die Schule umzuschulen, denn sie sagt sie kann ihn nicht so fördern wie die in der Schule das könnten. Was mich halt auch ziemlich stört ist das ihm dadurch 1Jahr verloren geht und er die 4.Klasse in seiner alten Schule in einer ihm völlig fremden Klasse macht und ja dann nach der 4.Klasse gleich wieder Schulwechsel hat, weiß nicht ob er das alles verkraftet, denn mein Sohn ist da sehr sensibel. Ich will halt auch die richtige Entscheidung treffen, aber zur Zeit weiß ich echt nicht was richtig oder falsch ist.#heul

Beitrag von mansojo 07.03.10 - 21:19 Uhr

Hallo,

also wenn es kein angebot der schule gibt ihn zu fördern würde ich ihn umschulen

die lrs wird ihn das ganze schulleben begleiten und hindern
er braucht förderung

es gibt hier auch ein club schau mal rein da findest du mehr ratschläge

lg manja

Beitrag von thalia.81 07.03.10 - 17:29 Uhr

Es wundert mich, dass die Schule nicht getestet hat.

Bei uns in Hessen muss die Lehrkraft die besondere Schwierigkeit im Lesen und Rechtschreiben feststellen, im besonderen Fall mit Hilfe des BZF oder Schulpyschologen.

- Externe Diagnosen "zählen" nicht. So stellen zum Beispiel diese ganzen LOS-Institute gerne die "Diagnose" LRS, um den Eltern systematisch Geld aus der Tasche zu ziehen. -

Danach müssen in einer Klassenkonferenz mögliche Maßnahmen (für das nächste halbe Jahr) beschlossen werden. Schließlich folgt die Information und Beratung der Eltern.
Ein individuelle Förderplan wird erstellt und die Fördermaßnahmen werden mit den Eltern besprochen, eingeleitet, durchgeführt und evaluiert.

Ich finde, die Schule macht es sich einfach, wenn anstelle einer Förderung (ja, das macht viel Arbeit und man scheut sich gerne davor) gleich eine spezielle LRS-Schule empfohlen wird. Vor allem, wenn man so eine weitreichende Entscheidung lediglich eine Woche Zeit hat.

Beitrag von emmapeel62 08.03.10 - 13:04 Uhr

"Bei uns in Hessen muss die Lehrkraft die besondere Schwierigkeit im Lesen und Rechtschreiben feststellen, im besonderen Fall mit Hilfe des BZF oder Schulpyschologen. "

Das ist mir neu.

Bei allen mir bekannten Kindern wurde LRS vom SPZ festgestellt. In der Regel wurden die Eltern noch nicht mal angesprochen bzw. wenn die Eltern das Thema ansprachen, kam dann eher ein " Ach ja, gute Idee, machen Sei doch mal einen Termin beim SPZ" ...

Gruß
emmapeel

Beitrag von thalia.81 08.03.10 - 14:29 Uhr

So wurde uns dasausführlichst! im STS niedergebetet. Die VOLRR musste ich quasi auswendig lernen.

http://www.kultusministerium.hessen.de/irj/servlet/prt/portal/prtroot/slimp.CMReader/HKM_15/HKM_Internet/med/1b8/1b841dc5-cf39-b01b-e592-697ccf4e69f2,22222222-2222-2222-2222-222222222222,true

Beitrag von 3erclan 07.03.10 - 20:19 Uhr

Hlalo

wo liegt denn der Unterschied zwischen der LRS Schule und der jetzigen???

Meine hat es auch und bleibt auf der regulären Grundschule alleien wegen dem Freundeskreis.

Was möchte denn dein Kind???

Beitrag von misiri 07.03.10 - 20:39 Uhr

Also an der Schule sind die Klassen viel kleiner, haben dort alle das gleiche Problem und er hat da mehr Zeit zum lernen er hat also für die 3.Klasse 2Jahre Zeit und danach geht er wieder zurück an seine Schule wo er die 4.Klasse macht. Ihm würde halt 1 Jahr verloren gehen was mich auch etwas stört. Mein Sohn weiß es auch nicht mal sagt er ihm würde es nicht stören und dann stört es ihn doch wieder.

Beitrag von manavgat 08.03.10 - 10:15 Uhr

Man "hat" kein LRS, so als wäre es eine Krankheit.

Fest steht nur, dass Dein Kind nicht altersgemäß (und das ist ein weiter Begriff) lesen und schreiben kann.

Was aber nicht heißt, dass Dein Kind das nicht lernen kann. Bevor Du also in irgendeinen Schulwechselaktionismus kommt, mach folgendes:

Seh- und Hörtest.

Beide unauffällig, dann: Wahrnehmungstests

Bei den ersten beiden: Brille, Hörgerät. Bei den Wahrnehmungsproblemen hilft Ergo.

Ist alles unauffällig, dann sollte er üben (mit Hilfe).

Du kannst Dich auch an ein SPZ wenden, zwecks Testung und Hilfe.

Gruß

Manavgat

Beitrag von frauke131 08.03.10 - 14:02 Uhr

Habe mal ne Frage. Wie waren die Anzeichen, die Euch zum Testen veranlassten? Kannst mich gern über VK anschreiben!

Beitrag von grunerclaudia 14.01.12 - 17:01 Uhr

Ich habe genau das gleiche Problem. Mein Sohn ist sehr sehr sensibel und möchte nicht die schul wechseln da dieses Schuljahr auch noch sein kleiner Bruder auf dieser schule Eingeschult wird. Außerdem haben wir noch das Problem das mein Sohn in einer sogenannten Streber Klasse ist und die Lehrerin nun denkt das unser Felix genauso gut sein muss wie der Rest der klasse. Die Lehrerin kann mann echt vergessen. Aber ich denke mir ich habe lieber ein Glückliches Kind was Problem beim schreiben hat, als wie ein trauriges Kind das schreibt wie eine . Ich lasse meinen Sohn auf gar keinen Fall umschulen.

Mit freundlichen Grüßen Claudia

Ps.: last euch alle nicht so irre führen von den Lehrern bzw. den sogenannten Pädagogen es sind doch unsere Kinder und nicht die von denen

Beitrag von misiri 15.01.12 - 14:33 Uhr

Hallo,
also wir haben unseren Sohn dann doch Umschulen lassen und ich muß sagen das es für ihn das beste war. Am anfang hatte er echt keine Lust drauf, aber nach dem ersten Schultag hat es ihm schon Gefallen. Er ist jetzt im 2Jahr dort und ich muß sagen er hat jetzt ein Selbstbewußtsein bekommen das ist einfach Klasse. Deutsch ist jetzt sein Lieblingsfach man mag es nicht glauben, seine Zensuren in allen Fächern sind top. Das einzige was halt traurig ist, ist das sie nur noch dieses Schuljahr zusammen sind und dann in der 4.Klasse wieder an ihre alte Schule zurück müssen :-(.

Beitrag von grunerclaudia 15.01.12 - 14:55 Uhr

Es ist echt erstaunlich, wie viele Kinder dieses Problem haben.
Ich muss dazu sagen das mein Sohn wirklich nur beim Schreiben Probleme hat, sie haben vor den Weihnachtsferien eine erfassungs Kontrolle geschrieben und mein Sohn kam mit einer 2 nach hause.
Das gleiche ist wenn er Gedichte oder kleine Vorträge halten muss, er steht momentan in Deutsch auf einer 2 und er besucht zweimal wöchentlich eine LRS Nachhilfe.
Also ich denke mir das wird schon noch, hoffe ich jedenfalls.
Ich habe morgen ein Gespräch mit der Klassen Lehrerin, mir wird jetzt schon übel wenn ich daran denke, weil ich morgen mitteilen werde das wir unseren Felix auf dieser Schule lassen werden.
Sie wird nicht begeistert sein.
Meine Frage an dich, findest du das leichtsinnig.

Beitrag von misiri 17.01.12 - 17:30 Uhr

Hallo,
nein leichtsinnig finde ich das überhaupt nicht jeder muß ja für sich und sein Kind den besten Weg finden. Meine Kollegin zum Beispiel hat ihren Sohn auch an seiner Schule gelassen und hat nebenbei LRS Nachhilfe gemacht und er wird in der 5 Klasse das Gymnasium besuchen. Für uns war es im nachhinein die richtige entscheidung ihn an eine LRS Schule zu tun, aber das muß ja für euch nich auch der richtige Weg sein. Was hat denn sein Lehrerin nun gesagt das er an der Schule bleibt? Lg

Beitrag von grunerclaudia 17.01.12 - 20:42 Uhr

Schönen Abend,
zu meinen entsetzen war die Lehrerin gar nicht so schlimm wie ich dachte und sie nahm es relativ gelassen.
Ich legte ihr unsere gründe dar und auch Sie bestädigte mir das es möglich wäre das unser Sohn sich dann quer stellt.
Damit ist ja nun wirklich keinen geholfen.Sie sagte sogar das ich mir für nächstes Schuljahr von der Nachhilfe Lehrerin ein Schreiben mitgeben lassen soll wie sie ihn als Lehrerin noch besser fördern kann.
Ich hätte das absolut nicht erwartet und bin erleichtert aus dem klassen Zimmer gegangen.
Also alles halb so schlimm.#winke
Danke der nachfrage. #huepf