Ständige Wutanfälle bei fast 4 Jährigem - Hilfe - wie verhalten?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von mick 07.03.10 - 18:36 Uhr

Hi ihr Lieben!
Seit etwa 2 Wochen hat mein Sohn (fast 4) gehäuft Wutanfälle. Es vergeht bald kein Tag mehr, an dem es nicht "knallt". Wer kennt das?

Er kann es zum Beispiel nicht akzeptieren wenn ich mich mit meinem Mann mal zwischendurch unterhalte und er mal nicht dran ist. Auch telefomieren ist kaum möglich!
Er hält sich auch wenig an Regeln oder kann nicht hören. Wenn ich zum Beipiel sage, zieh dir bitte deine Hausschuhe an, sagt er: mach ich nicht. Oder wenn ich ihn bitte irgendwas zu unterlassen, macht er es extra weiter.Ständig provoziert er.
MEist eskaliert die Situation und ich muss ihn in sein Zimmer bringen. Er hat auch ständig das letzte Wort, was mich tierisch nervt!

Ich muss sagen, dass ich SS bin und im Moment natürlich auch schnell auf die Palme zu brigen bin, noch dazu habe ich ein schwierige Schwangerschaft und schon viele Soregn gehabt.

Mein ihr, er fühlt sich schon zurückgesetzt, weil sich durch viele Komplikationen einfach auch ganz viel um meine Schwangerschaft dreh`?

Gerade haben wir ihn schon wieder ins Bett bringen müssen, weil er trotz mehrfacher Verwarnungen gegen die Regeln verstoßen hat und auch gehauen hat.
Es tut mir einfach dann immer so leid, und würde gerne wissen, warum er in letzter ZEit so trotzig ist und leider auch anfängt zu hauen!!
Bin echt traurig

Gehts euch auch so?
Habt ihr Tipps? Wie geht ihr mit socleh Situationen um?

Oh Gott - wie wird das nur, wenn das Baby da ist????
#schock

Ganz liebe Grüße

Mick

Beitrag von yale 07.03.10 - 18:50 Uhr

Die nummer mit dem ins bett bringen wenn er trotzig ist hab ich auch gemacht.

Das ende vom lied er schläft nicht mehr in seinem Bett.

ich denke er sieht sein Bett bzw. wenn er ins Bett soll als Strafe an.

ich hab auch zur zeit so ein kleinen Trotzkopf daheim,und kann auch nichts dagegen machen.

Er ist frech,vorlaut und blüht nur so vor Wutausbrüchen.

Das ist normal,ich lass meinen mittlerweile links liegen wenn er so ist und er merkt das genau das er was falsch gemacht hat und kommt keine 5 min. Später wieder an und Endschuldigt sich.

Beitrag von nudelmaus27 07.03.10 - 19:29 Uhr

Hallo!

Meine Tochter (3 1/2 J.) hat auch in letzter Zeit gehäuft Wutanfälle, bei uns meist jedoch wenn wir beide Elternteile zu Hause sind. Man könnte meinen sie will immer im Mittelpunkt stehen und das mit allen Mitteln.

Ich bin auch schwanger (26. SSW) und sie provoziert permanent, besonders Papa hat es ihr als Opfer angetan. Sie kneift, haut, spukt, schreit rum, demoliert usw. Es ist wirklich schwer gerade und wenn man sie bestrafen will, interessiert es sie so garnicht.

Ich persönlich gehe garnicht mehr drauf ein, wenn sie meint rumzuzicken, dann habe ich nachher eben auch keine Lust mit ihr was zu machen. Und wenn sie rumtrödelt, tja dann ist eben für manche Sachen keine Zeit. Papa geht eher auf die Provokationen ein und erntet nur noch mieseres Verhalten; fazit bringt also null!

Ich denke ist eine extreme Phase, die nicht an der SS liegt, denn das Baby mag sie schon. Sie verabschiedet sich auch immer wenn ich sie in die Kita bringe von meinem Bauch ;-).

Was du meiner Meinung nach aber auf keinen Fall machen solltest, ihn zur Strafe ins Bett. Damit erzeugst du nur, dass er einen Hass auf sein Bett kriegt und dann will er nicht mehr dort schlafen! Da hast du wieder ein neues Problem!

Ich habe jetzt noch einen Termin mit unserer Kita-Erzieherin in der Hoffnung, dass sie mir einen Tipp geben kann, ansonsten hatte ich schon mal erwogen mich an eine Erziehungsberatung zu wenden, da es manchmal extremst eskaliert und sie leider wie von Sinnen ist. Dann hilft auch nur ins Zimmer stecken und sie immer wieder reinschicken, bis sie ausgebockt hat.

Alles Gute,
Nudelmaus

Beitrag von twins 07.03.10 - 19:39 Uhr

Hi,
Puh - das hört sich anstrengend an!!!

Wenn Du aber auch nicht 10000% bester Laune ist, kann das leider super ansteckend sein. Ich merke das bei uns, wenn ein Kind auf 100 ist, bin ich schnell auf 120....kann ein super Kreislauf sein, der über Wochen andauern kann.
Es hilft oft eine Auszeit von der Familie. Ein freier Nachmittag, ein schwatz mit der besten Freundin, oder mit dem Mann mal wieder etwas unternehmen ohne Kind.

Was ich gelernt habe, ist -
konkrete Ansagen und durchziehen von Konsequenzen.

...ich sage es Dir nur noch 1x und wenn es jetzt nicht klappt, dann gibt es z.B. keine Gute-Nacht-Geschichte, kein NAchtisch, kein TV.....es muss etwas sein, was man sofort umsetzen kann und nicht erst in ein paar Tagen oder irgendwann (dann gehen wir nicht mehr ins Kino, oder so). Es brint nämlich nichts, wenn er am Morgen stinkig ist und er am Abend deswegen keine Nachtgeschichte mehr bekommt, wenn der Tag sonst gut war.

Oder unsere Kinder müssen dann ins Zimmer und ruhig spielen, oder ein Buch lesen.
Was auch immer gut ankommt, wenn mama sagt, sie ist krank und hat keine Lust zum Streiten.....Kopfschmerzen, etc.
Da sind die Kinder wie ausgewechselt und wollen helfen wo es nur geht.

Und was auch immer wieder gut ankommt, wenn wir einen tollen Tag hatten, dann gab es auch mal eine Belohnung: eis essen, ein Malbuch oder das Lieblingsgericht......oder wir gehen einfach ins Spielwarengeschäft und sie dürfen sich etwas kleines aussuchen.

Wir hatten eigentlich bis dahin keine Trotzphase, die länger als 1-2 tagen gedauert hat, wenn überhaupt so lange. Oftmals muss man sich selber an die eigene Nase fassen und überlegen, was man falsch gemacht hat.

Grüße
lisa

Beitrag von eddi1511 07.03.10 - 20:00 Uhr

Oooohh ich glaube ihr schriebt gerade alle von meiner Tochter #schwitz sie hatte eben gerade auch wieder so einen Wutanfall ( der damit endete das sie nun im Bett liegt und pennt #schein )

Sie hat in letzter Zeit immer mal wieder Tage an denen sie richtig zickig ist > hat immer das letzte Wort> macht vieles erst nach mehrmaligen Auffordern > Gibt patzige Antworten *Ich weiß es Mama du hast es mir schon 100 mal gesagt#augen*

Ich handhabe es dann meistens auch so , das sie z.b heute Abend kein Fernsehen mehr schauen durfte > nach ein paar mal * Ich will aber nicht ins Bett bzw. ich will aber Fernsehen gucken * hat sie es akzeptiert #schwitz

Ich hoffe mal das geht auch gaaaaaaanz schnell wieder #cool

Sie akzeptiert es auch wenn wir sie ins Zimmer schicken nach ein paar Minuten ist dann wieder Ruhe und sie spielt dann mit ihren Puppen als wenn nichts gewesen wäre #liebdrueck

Eine schöne und stressfreie Woche wünscht Euch

Steffi und Alina ;-)

Beitrag von mick 07.03.10 - 20:15 Uhr

Hallo Steffi!
Huii- dann war dein Abend ja ähnlich wie unserer :-))) Kein Sandmann und sofort in die Heia - Geschrei! Genau wie bei dir! Wir haben unser Kind 2 Mal umgezogen. Nachdem er nämlich das erste Mal seinen Schlafanzug anhatte, hat er sich komplett wieder angezogen und tauchte zum TV-Gucken wieder im Wohnszimmer auf #augen - gut, was?
Also das ganze von vorne :-)))
Er ist echt hartnäckig. PAtzige Antworten bekomme ich auch und er schlägt nich ständig mit meinen eigenen Waffen. "Oh Mama, du musst es akzeptieren, dass ich auch mal was sagen will".

Cool finde ich auch die "BEste Freund"- Masche: "Wenn du weiter so böse zu mir bist, bin ich nicht mehr dein bester Freund" :-p

Die Kleinen versuchen echt ständig den Thron zu erobern.

Ist schon harte Arbeit

Viel Erfolg und gute Nerven

Mick

Beitrag von brigitte77 08.03.10 - 11:53 Uhr

Zur Info. Das hab ich gelesen von einem Kinderarzt.

Erfahrungsgemäß steigen die Trotzanfälle noch einmal zwischen 3,5 und 4 Jahren an. Das ist dann der letzte Höhepunkt der Trotzanfälle.

Uns gings genauso. Mein Sohn wird am 1. April 4 Jahre alt. Im Moment ist es grad wieder ein bisserl besser.

Haltet durch!

LG Biggi