Frage zu BV bei ALG I... wer kennt sich aus??

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von eddi23 07.03.10 - 19:08 Uhr

Hallo ihr Lieben!

Ich habe da mal ne Frage. Undzwar bekomme ich zur Zeit ALG I (wurde nach 7 Jahren vom AG "betriebsbedingt" gekündigt...) Naja, lange Geschichte.
Ich habe in der Gastronomie gearbeitet, habe eine Ausbildung in dieser Branche gemacht.
Naja nun, meine Arbeitsvermittlerin beim AA will mich natürlich wieder in der Gastro unterbringen und ich soll Bewerbungen schreiben.
So weit, so gut...

Ich möchte das aber nicht, versteht mich bitte nicht falsch, ich bin weiß Gott nicht faul. Ich würde gerne arbeiten, aber nicht mehr in der Gastro und schon gar nicht schwanger... Ich war bisher schon 2x schwanger und habe in dieser Zeit im Restaurant gearbeitet, beide Schwangerschaften endeten in einer FG.

Was kann ich jetzt tun? Mit meiner Vermittlerin reden und um "Verständnis bitten" wird nichts bringen, die sind knallhart...
Gibt es legale Möglichkeiten dem zu entgehen, z.b. ein BV von meiner FÄ?? Würde es für mich irgendwelche Nachteile geben??

Wer hat ähnliche Erfahrungen und kann mir helfen??

eddi mit #ei 6.ssw.


Beitrag von sterni2005 07.03.10 - 19:14 Uhr

Hallo,

du könntest mit deinem FA darüber sprechen und ihm die Situation erklären.
Dein ALGI erhälst du trotzdem,da die Arbeitsagentur dein "Ersatzarbeitgeber" ist und müssen daher wie jeder andere Arbeitgeber auch die Kosten für ein Beschäftigungsverbot nach dem Mutterschutzgesetz tragen.

Ich würde aber trotzdem mit deiner Vermittlerin reden und ihr auch die Situation erklären.
Aber bitte verstehe mich nicht falsch.Ich denke nicht,dass du 2 FG hattest wegen der Gastro.Ich komme selber aus der Gastro und bin bei meinem ersten Kind dort auch noch tätig gewesen-schwanger.
Es ist klar,dass das AA dich dorthin vermitteln möchte,da du dort deine Ausbildung gemacht hast.

Aber wie gesagt mit einem BV hast du keine Nachteile-nur deine "Lücke" im Lebenslauf.

LG,
Sterni (33.SSW)

Beitrag von eddi23 07.03.10 - 19:22 Uhr

Hallo Sterni!

Erstmal danke für deine Antwort! Nein, nein, ich denke auch nicht, dass es passiert ist wegen der Arbeit in der Gastro. Aber es ist schon ein Knochenjob und ich möchte einfach nichts auf´s Spiel setzen.
Außerdem fühle ich mich momentan überhaupt nicht in der Lage schwer Teller durch die Gegend zu schleppen.

Ich habe sowieso eine neue Ausbildung in der Tasche, die ich nun statt September 2010 erst Sep. 2011 beginnen kann. Ich will auch gar nicht mehr in die Gastro zurück, das macht nur kaputt, ich habe starke Rückenprobleme bekommen dadurch...

Ja klar muss ich auch mit meiner Beraterin sprechen, habe aber den nächsten Termin erst in einem Monat.

LG, eddi

Beitrag von sterni2005 07.03.10 - 19:41 Uhr

Ja,dass stimmt schon.Es ist ein Knochenjob und der ist auch noch absolut unterbezahlt.
Ich arbeite auch nicht mehr in der Gastro,muss ich dazusagen :-D

Sprich mit deiner Beraterin,erkläre ihr die Situation.Das du aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Gastro arbeiten kannst.
Vielleicht zeigt sie gleich Verständnis.Ansonsten mit einem Arzt sprechen,der dir entweder einen "Wisch" ausstellt,dass du aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr dort arbeiten kannst oder dir ein BV ausstellen lassen.
Wobei ich zu dem 1. tendieren würde,damit du dich weiterhin dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehst und bei dir diese Lücke nicht ensteht.

LG und viel Glück

Beitrag von eddi23 07.03.10 - 20:15 Uhr

danke dir #liebdrueck

Beitrag von buebi19 07.03.10 - 19:27 Uhr

bei bezug von alg 1 und einem bv entfällt dein anspruch da du dem arbeitsmarkt nicht zur verfügung stehst.

ich bekomme auch alg1, gehe nebenbei noch arbeiten. muss 5 bewerbungen im monat schreiben. es wird jetzt nichts mehr bringen, da ich schon eine schöne kugel habe, aber ich machs halt wenn sie es wollen(bewerbungen für den einzelhandel).

du hast mehrere möglichkeiten. zum einen..erstmal bewerben und im gespräch erwähnen das du schwanger bist,meinst du dich nimmt dann einer? oder du hast ne gute fä die dich lange krankschreibt.





Beitrag von sterni2005 07.03.10 - 19:37 Uhr

Das stimmt nicht.Sie bekommt trotzdem weiterhin ALGI

Beispiel:

Einer schwangeren Frau, die nicht arbeiten kann, muss die Bundesagentur für Arbeit trotzdem Arbeitslosengeld zahlen. Das geht aus einem Urteil des hessischen Landessozialgerichts hervor. Im vorliegenden Fall hatte ein Arzt zum Schutz des ungeborenen Kindes ein Beschäftigungsverbot für eine schwangere Frau verhängt, da er ihre Schwangerschaft wegen drei vorangegangenen Fehlgeburten als risikobehaftet eingeschätzt hat.

Die Arbeitsagentur meinte daraufhin, die 32-Jährige stehe dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung und könne folglich auch kein Arbeitslosengeld erhalten. Das sahen die Richter des hessischen Landessozialgericht jedoch anders. Ihrer Meinung nach stellt die Agentur für Arbeitslose eine Art Ersatzarbeitgeber dar und müsse daher wie jeder andere Arbeitgeber auch die Kosten für ein Beschäftigungsverbot nach dem Mutterschutzgesetz tragen. Die Arbeitsagentur hatte die Frau auf Krankengeld beziehungsweise Sozialhilfe verwiesen und muss nun das Arbeitslosengeld nachzahlen. Die Revision wurde nicht zugelassen (LSG Hessen, Az.: L 9 AL 35/04)

LG

Beitrag von eddi23 07.03.10 - 20:16 Uhr

du kennst dich aber super aus ;-)