Wünscht ihr Euch auch manchmal sie wären schon älter?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von littlesam2007 07.03.10 - 21:16 Uhr

Hallo zusammen!

Ich habe zwei süße Jungs die 2,5 Jahre und 1 Jahr alt sind. Beide liebe ich abgöttisch und würde sie nicht mehr hergeben. Aber an manchen Tagen wünsche ich mir, sie wären schon ein paar Jährchen älter. Zumindest soweit, dass sie allein essen könnten und sich alleine an und ausziehen könnten und vor allem alleine die Toilette benutzen würden. Geht es Euch auch manchmal so?

Von allen Seiten hört man immer nur, genieß die Zeit, es geht soo schnell vorbei. Bisher habe ich nur eine einzige Mami kennengelernt, die auch meinte, sie habe sich das öfter mal gewünscht. Genießen das alle wirklich so sehr, oder gibt es auch solche Mami's wie mich?

Liebe Grüße
littlesam

Beitrag von pinklady666 07.03.10 - 21:26 Uhr

Hallo

Meine Maus ist auch 2 1/ 2 Jahre alt.
Eherlich gesagt ist mir die Zeit bisher viel zu schnell vergangen.
Sie ist so selbständig. All das, was du dir wünscht, macht sie schon alleine. Sie auf Toilette begeleiten - vergiss es, komme ich schon in die Nähre schickt sie mich lautstakt wieder zurück. Ist doch schließlich kein Baby mehr. Sie mal wieder umziehen - keine Chance. DAS macht sie alleine, da braucht sie Mama nicht mehr.
Helfen lassen tut sie sich schon ewig nicht mehr. Jetzt wirds Zeit für ein Geschwisterchen ;-)

Aber ich verstehe super gut, dass du dir die Selbständigkeit der Beiden herbei wünscht.
Auf nichts in der Welt würde ich es mehr missen wollen jemanden zu haben, der mir Türen öffnet, wenn ich voll beladen bin; den ich mal schicken kann um mir was zu holen, wenn ich verhindert bin etc. und der noch nicht mal nen blöden Spruch dabei bringt (wie mein Mann es gerne tut). Das ist wirklich super praktisch (seit Marie mir Toilettenpapier bringen kann bin ich absolut im Glück)

Liebe Grüße

Bianca

Beitrag von paula83 07.03.10 - 21:29 Uhr

Hallo,

manchmal ja und manchmal nein.
Meine Maus ist 16 Monate alt und es gibt Tage da wünsche ich es mir sehnlichst herbei das sie älter ist und an anderen Tagen bin ich froh das sie noch so "klein" ist. #verliebt
Kann dich schon gut verstehen und ich glaube es gibt ganz viele Mütter und auch Väter die das denken.

Lieben Gruß
Steffi

Beitrag von puschl 07.03.10 - 21:31 Uhr

hehe nein
ich wünsche mir sie oft zurück sie sollen wieder sein wie brave babys die sich nur alle 4 bis 5 Stunden melden.

Jetzt bin ich im dauerstreß

einmal fast 3 1/2 jahre und 15 monate

lg puschl

Beitrag von shorty23 07.03.10 - 21:34 Uhr

Hallo littlesam,

ja, mir geht's auch manchmal so ... gerade, wenn ich größere Kinder sehe und was sie schon alles "können". Aber die Kirschen in Nachbarsgarten sind doch immer besser als die eigenen, oder?

LG

Beitrag von littlesam2007 07.03.10 - 21:46 Uhr

Hallo shorty23!

Das mit den Kirschen stimmt wohl. Sage auch immer, dass ich gerade das möchte, was ich nicht haben kann.

Es ist ja auch nicht immer so. Heute habe ich mit meinem Kleinen auf dem Arm getanzt und er hat lauthals gelacht und die Augen haben richtig gestrahlt. Das war dann das Glücksmoment pur.

Später habe ich mit dem Großen noch sein erstes Spiel gespielt (Farbsteine auf ein Bild sortieren) und er hat das super hinbekommen - war soo stolz.

Also heute waren meine Kids der Hit #verliebt

Aber gibt halt auch andere Tage, da kommen dann schon mal so Gedanken, aber wenn man das zu jemanden sagt, kommt eben nur: genieß es so lange wie Du kannst. Da fragt man sich eben schon, ob das anderen nicht so geht. Naja, die Antworten hier bestätigen mich ja, dass ich nicht so alleine damit bin wie ich dachte.

Liebe Grüße
littlesam

Beitrag von mysterya 07.03.10 - 21:39 Uhr

Ich fand das Baby-Alter schon toll, ich habe dem sicher auch mal weinerlich hinterher geschaut, aber ich bin höllisch froh nun ein recht selbstständiges Kleinkind zu haben und weine dem keine Träne nach. Endlich normalisiert sich mal wieder meine Körperhaltung...dieses ständige Tragen kann einen kirre machen. Und natürlich habe ich gerne 11 Monate gestillt, aber ist auch wieder ein prima Gefühl, wenn da nix milchiges rauskommt und ich alle meine Körperteile wieder für mich hab :-P.

Ich bin auch überhaupt nicht traurig, dass ich mal ab und an Zeit für mein persönliches voran kommen habe, wenn die Julie in der Kita ist.

Und was bin ich froh, dass das Kind jetzt kleinere Strecken ohne Kiwa zurück legt und Treppen steigt....

Ich finds ganz prima zu sehen, wie meine Maus sich entwickelt und damit auch zu sehen, was wir schon alles geschafft haben. Alzu rückwärtsgewand bin ich nicht. Ich mag Kleinkinder auch mehr als Babys...einfach weil man da schon viel mehr machen kann, erklären kann, sie eine eigene Meinung haben.

So süß die Babys auch immer sind, sie machen viel Arbeit. 3 Jahre hintereinander bräuchte ich das nicht.

:-P Ich finds einfach ein bisschen albern, ständig rumzujammern, wenn das Kind was neues kann...so nach dem Motto. Es ist so groß, die Zeit vergeht so schnell... Das ist doch schön... Mein Ziel ist jedenfalls aus meiner Tochter einen glücklichen stabilen jungen erwachsenen Menschen zu machen, der dann selber sich seinen Weg sucht. Und darauf arbeite ich hin...

... und deswegen genieße ich jeden Tag so wie er eben ist mit allen Vor und Nachteilen und freue mich über alles was sie so dazu lernt.

Beitrag von littlesam2007 07.03.10 - 21:49 Uhr

<< Ich finds einfach ein bisschen albern, ständig rumzujammern, wenn das Kind was neues kann...so nach dem Motto. Es ist so groß, die Zeit vergeht so schnell... Das ist doch schön... Mein Ziel ist jedenfalls aus meiner Tochter einen glücklichen stabilen jungen erwachsenen Menschen zu machen, der dann selber sich seinen Weg sucht. Und darauf arbeite ich hin... >>

Genau so sehe ich es ja eigentlich auch ... aber manchmal könnte es halt ein bißchen schneller gehen. Gut es gibt auch Tage da denke ich auch, man wo ist nur die Zeit geblieben? Aber die Medaille hat nunmal immer zwei Seiten.

Liebe Grüße
littelsam

Beitrag von freyjasmami 07.03.10 - 23:41 Uhr

Albern?

Ich find das völlig normal und natürlich!

Ich bekomme doch kein Kind und denke nur daran, wann es erwachsen ist.

Denk doch mal zurück und überlege wie schnell die Zeit vom positiven Schwangerschaftstest bis heute vergangen ist.
Wie schnell du nicht mehr Mittelpunkt ihrer kleinen Welt bist und wie oft sie dich gar nicht mehr brauchen.
Und nun stell Dir vor wie rasant sie dann selbst erwachsen sind und Du OMA!!!!:-p

Ich denke schon, das man da ein wenig wehmütig sein darf, vor allem wenn man bedenkt, das man gleichzeitig und scheinbar unbemerkt rasant altert...

Beitrag von mysterya 08.03.10 - 12:04 Uhr

Ähm ich hab echt überhaupt nichts dagegen gesagt, dass man nicht ein bisschen wehmütig sein darf, aber dieses Gejammere nervt mich eben doch. So als wären einem die Kinder nur Recht, wenn sie Windeln tragen und auf dem selben Fleck bleiben.

Ich finde die Entwicklung die Kinder durchlaufen toll- in allen Phasen. Ich hab wirklich überhaupt kein Problem damit, dass man Kind groß wird. Ich will das, für mein Kind und für mich.

Ich habe eben eine positive Einstellung dazu und bekomme die Kriese, wenn ich sehe wie andere Mütter ganz ernsthaft tot unglücklich vor mir sitzen und darüber jammern, dass das Kind nun schon laufen kann und Dinge durch die Wohnung schleppt. Ich meine Hallo? Es läuft...ist doch super.

Ich finde stillstand und rückwärtsgewandheit hemmend. Mal träumen und daran denken wie es war, sollte jeder tun. Aber jammern, dass früher alles viel besser war? Ne , dass muss echt nicht sein.


Und klar ist die Zeit schnell vergangen und wird schnell vergehen, aber wenn sie eben mal so erwachsen ist, dass sie mich nicht mehr braucht, werde ich mich erstrecht darüber freuen, wenn wir dann trotzdem ein gutes Verhältnis haben, telefonieren, Sachen zusammen machen ohne das es so sein müsste, eben weil sie nicht mehr abhängig von mir wäre. Irgendwann in 20 Jahren...

Ich identifiziere mich nicht nur über meine Mutterpflichten. Wenn sie mich nicht mehr braucht, brauchen mich andere. Und wenn mich niemand braucht, dann such ich mir halt jemanden dem ich trotzdem helfen kann.

Und aufs Oma sein freue ich mich jetzt schon. Es muss toll sein, zu sehen wie die Familie wächst, man Zeit mit den Enkeln verbringt ohne in 1. Linie für sie zuständig zu sein, sondern als Ergänzung.

Aber wer weiß, ob ich jemals Oma werde ;-)


im übrigen hast du mich völlig falsch verstanden. Ich sehne überhaupt nicht dem Tag entgegen, an dem sie groß genug ist um auszuziehen, sondern ich ackzeptiere nur, dass sie wächst und freue mich an ihrer Entwicklung gerade so wie sie eben ist und was sie eben kann. Und denk mir nicht, aaaah als sie noch Krabbeln konnt war alles viel ruhiger.

Beitrag von freyjasmami 07.03.10 - 23:47 Uhr

NEIN!!!!!#schock#zitter

Ganz im Gegenteil.

Wart mal ab, meine Große ist 7, wird in 3,5 Wochen 8 Jahre.
Mensch, eben hat man sie mir im Kreissaal auf den Bauch gelegt und nun diskutiert Madame schon in feinster Teenie-Manier mit mir und geht ab Herbst in die 3. Klasse (gestern war ich quasi noch entsetzt, meine "Kleine" in die Schule zu geben #schein) #schock

Der Kleine genauso, gerade eben noch verkündet das ich schwanger bin, ist er übermorgen schon 17 Monate alt und kann schon soooo viel...
Gott sei Dank ist aber noch immer nur Mami zum schlafen gut :-p

Nee, wegen mir könnte die Neugeborenenphase SOFORT wiederholt werden und mindestens 2 Jahre dauern #verliebt

Aber ich glaub, das liegt auch an dem kleinen Altersabstand bei Euch.
Geht einer oder beide schon in die KiTa?
Dann wird es auch nochmal anders.
Einerseits freust Du Dich über zurückgewonnene Zeit, andererseits kommst Du Dir irgendwie unnötig vor.

LG, Linda

Beitrag von germany 08.03.10 - 10:53 Uhr

Morgen,

genau so habe ich auch gedacht damals. Tja, man stellt sich das so toll vor alles wenn die größer sind.. Man denkt dann: Die können alleine auf die Toilette, sich anziehen, sagen was sie wollen usw.

Die Wirklichkeit ist eine andere.. Als Mutter eines fast 6-Jährigen muss ich dir leider deine Illusionen rauben.

Natürlich können sie sich alleine anziehen, aber es dauert oftmals stunden, weil man ja keine Lust hat usw.

Alleine essen, ok das kann er. Auf Toilette sowieso, aber das hat auch Nachteile, weil er muss ja immer dann wenn wir ganz dringend müssen:-[

Außerdem reden Kinder in dem Alter ohne Pause.- Ich denke oft mit Sehnsucht an die Zeit wo er noch nicht einen so ausgeprägten Wortschatz hatte. Er redet von morgens bis abends..


So lange sie so klein sind, sind sie wirklich pflegeleichter, glaub es mir. Es hat zwar alles seine Vorteile, aber die kleinen machen laaaaange nicht so viel Arbeit wie die großen. Und man muss unheimlich aufpassen was man sagt oder wie man es sagt. Unser kleiner gibt manchmal Antworten, da klappt mir dieKinnlade runter und dann überlegt man und einem fällt irgendeine blöde Situation in in der man total genervt war und seinem Kind in einem unfreundlichen Ton geantwortet hat. Man ist eben nur ein Mensch, aber sie übernehmen das wahnsinnig schnell und man bekommt das nur schwer wieder raus..


Wirklich genieß die Zeit mit den kleinen! Ich wünschte oft meiner wäre nochmal so klein. Es ist auchs chön das man sich richtig unterhalten kann und so, aber irgendwie hab ich immer das Gefühl den Tag verpasst zu haben an dem er sooo groß geworden ist.#schmoll

Irgendwie sind die letzten 5 1/2 Jahre nur so davon gerast und ich habe so wenige Fotos aus der Übergangszeit, vom Kleinkind zum Schulkind, dass ich immer ganz wehmütig werde und traurig bin, dass ich so vieles vergessen habe aus dieser Zeit.


Sie werden einfach viel zu schnell groß. Du drehst dich um, passt einen Augenblick nicht auf und schon stehen sie vor dir, mit einer Zahnlücke. Dann drehst du dich wieder um und sie halten ihr Abschlusszeugnis in den Händen. Und irgendwann, wirst du dich etwas zu lange umschauen und plötzlich hälst du dein Enkelkind im Arm..

Die Zeit ist wie der Hauch des Windes, wir spüren ihn, können ihn aber nicht halten und auf einmal, ist der Hauch weg und wir sind erschrocken und blicken uns um, spüren noch die seichte Berührung, aber können uns nicht erinnern woher es kam.

Versuche diese kleinen Momente zu halten, auch wenn es jetzt manchmal so schwer erscheint.



lG germany

Beitrag von littlesam2007 09.03.10 - 21:40 Uhr

Hallo germany!

Das hast Du wirklich schön geschrieben. Wie gesagt, es sind halt nur manche Tage an denen es dann einfach mal total streßig zugeht und man denkt sich: jetzt könnte sich doch auch mal jeder selber die Jacke anziehen und vorallem SELBER zum Auto laufen - wäre doch schön.

Gegen das große VERGESSEN habe ich im übrigen angefangen Tagebuch zu führen. Das habe ich früher immer schon ausführlich getan und das ging im "Erwachsenenalltag" ein bißchen unter. Jetzt habe ich das wieder angefangen und immer wenn ich schreibe (ca. jeden zweiten Tag) steht da mein "Highlight" für meine Söhne drin. Das ist dann irgendwas was sie neu können oder ein lustiger oder lieber Satz den sie gesagt haben, wie heute mein Sohn als ich mit Kopfschmerzen auf dem Sofa lag und er kam an: Mama, bist Du traurig? Und guckt auch noch mit seinem Hundeblick.

Irgendwann in zwanzig Jahren kann ich das ausgraben und kann die Erinnerung besser aufleben lassen.

Liebe Grüße
littlesam