mit 45 noch Kiwu? kann Freundin nicht mehr verstehen

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Forum: Unterstützter Kiwu

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Beitrag von twins 07.03.10 - 21:22 Uhr

Hi,
am Anfang habe ich meine Freundin unterstützt, die mit 45 jetzt in der Kiwu-Klinik ist. Aber es klappt einfach nicht.....
Sie will auch nicht aufhören und plant und plant und plant. Manchmal habe ich auch das Gefühl, das die Ärzte es als Herausforderung sehen, da noch irgendetwas zu bewirkstelligen.

Aber langsam - auch wenn sie jung geblieben ist - denke ich, das mal Schluss sein sollte. Sie hat übrigens schon eine erwachsene Tochter.

Eigentlich ist mit das Alter egal, wann die Frauen ihre Kinder bekommen. Ich habe meine auch erst mit mitte dreißig bekommen und fand das für mich ideal (auch künstlich).
Am Anfang habe ich sie noch untersützt, wo ich nur konnte nur merke ich, das ich versuche mich da rauszuhalten. Ich mag jetzt auch nicht zu ehrlich sein, weil ich Angst habe, das die Freundschaft dann zu Ende ist.

Was meint Ihr, wie kann ich mich da am Besten verhalten?

Grüße & Danke
Lisa

Beitrag von bw1975 08.03.10 - 06:48 Uhr

Hallo,

wenn es eine Freundin ist, dann unterstütze sie.

Das leben ist nicht planbar und nun hat sie eben mit 45 noch einen Kinderwunsch. na und?

Die Strapazen nimmt sie ja auf sich, ich finde man sollte als freundin unterstützen und nicht werten!

Und so alt finde ich 45 jetzt noch nicht ;-)

Lg bw

Beitrag von yumiyoshi 08.03.10 - 08:41 Uhr

Naja, gerade wenn es eine gute Freundin ist, sollte man ihr auch sagen, was man von ihrem Vorhaben hält.

Als gute Freundin ist man meiner Meinung nach NICHT verpflichtet alles zu unterstützen bzw. alles gut zu finden.


Beitrag von daisydonnerkeil 08.03.10 - 09:27 Uhr

Das ist richtig. Aber es ist nicht der Job der guten Freundin für die andere zu entscheiden "wann Schluss sein soll". Meine Freunde sollen mich gerne kritisieren (und das tun sie auch), aber von Freunden erwarte ich, dass sie meine Entscheidungen respektieren und akzeptieren.

Beitrag von daisydonnerkeil 08.03.10 - 09:24 Uhr

Hallo,

ich kann die Frage nachvollziehen, ob man mit 45 nicht zu alt ist, um Mutter zu werden. Ich selbst werde dieses Jahr 42 und habe einen Kinderwunsch. Und ich frage mich natürlich auch, wann Schluss ist bzw. habe zwischendrin immer wieder Zweifel, ob ich nicht zu alt, zu unflexibel und zu müde bin, um ein Kind großzuziehen. Ich hinterfrage mich schon selbst und habe kein Problem damit, wenn andere das tun.

Was ich an deinem Thread schwierig finde, ist der Satz "langsam sollte mal Schluss sein". Das ist nichts, dass du entscheidest oder wo es dir zusteht zu urteilen. Das entscheiden deine Freundin und ihr Partner. Zumal ich es merkwürdig finde, dass du sie erst unterstützt und dann die Unterstützung aufkündigst, weil du meinst, es ist zu viel.

Für mich bedeutet Freundschaft, dass ich meine Freunde unterstütze, wenn denen etwas wichtig ist und nicht, wenn ich das richtig finde. Eine Freundin von mir ist über einen langen Zeitraum fremd gegangen, was ich wirklich das letzte finde. Das habe ich ihr auch so gesagt (und sie hat sich regelmäßig eine Kopfwäsche abgeholt), aber trotzdem hätte ich ihr nie die Unterstützung versagt. Das ist der freundschaftliche Eiertanz zwischen Loyalität und kritischem Feedback.

Ich würde an deiner Stelle ergründen, warum du diese Widerstände hast und warum du ihren Standpunkt nicht stehen lassen kannst.

Alles Gute,
D.





Beitrag von twins 08.03.10 - 19:40 Uhr

Hi D,
danke für Deine Antwort. Natürlich kündige ich nicht die Freundschaft auf, nur wenn ich sehe, welche Behandlungen und welche Tabletten sie ständig nehmen muss - nee, das hätte ich selber wohl nicht lange mitgemacht.
Erst wird versucht Eizellen ranreifen zu lassen - mehr wie 1-2 schafft sie nicht - dann Spritze zum Eisprung....bis dahin ja alles normal....bloß sie springen nicht, also 12 Tage Tabletten nehmen, damit sie springen und dann auf die Tage warten und wieder von vorne anfangen.
Die Hormone spielen verrückt, sie ist aufgedunsten und wenn es so weiter geht bald psychisch labil.

Sie tut mir einfach leid, weil sie leidet. Ich weiß nicht wie ich ihr helfen kann. Noch nicht einmal die Ärzte machen ihr große Hoffnungen. Ich kann jetzt auch nicht daneben stehen und sagen....ja probiere es weiter...Hoffnungen ohne Ende machen...und dann wieder nichts.
Sie hatte schon vorher fünf Fehlgeburten (normale Empfängnis)....

Ach Mist, ich weiß auch nicht mehr weiter.

Grüße
Lisa

Beitrag von tosca71 08.03.10 - 09:55 Uhr

Hallo,

also ich denke das kann nur deine Freundin selbst und ihr Partner entscheiden. Wenn ihre hormonelle Situation es zulaesst, warum sollte sie dann kein Kind mehr bekommen? Es gibt ja Frauen die auch in diesem Alter noch auf normalem Weg Kinder bekommen. Eine Bekannte von mir ist mit 46 zum FA gegangen, weil sie dachte sie sei in den Wechseljahren und der sagte zu ihr "herzlichen Glueckwunsch, sie sind in der 13. Woche SS!!!" - das Kind ist uebrigens gesund und sie hatte eine komplikationslose SS und Geburt. Jede Frau ist anders, manche Frauen haben mit 45 noch mehr Power als andere mit 25 - das ist sehr individuell!!

Ich finde als ihre Freundin solltest du nicht versuchen ihr das auszureden...

Lg Tosca

Beitrag von pedas 08.03.10 - 19:57 Uhr

Also ehrlich gesagt finde ich deine Einstellung ihr gegenüber nicht ok. Ich meine, wenn sie diesen Wunsch hat, warum nicht. Wichtig wäre, ihr zu vermitteln, dass sie sich mit dem Gedanken anfreunden sollte, das es vielleicht wirklich nicht klappt und das sie schon ein Kind hat, nämlich dieses Wunder schon 2x erleben durfte, alles andere ist Nebensache.

Aber wenn du wirklich eine Freundin bist, dann urteile nicht.

Lg, P