Monogamie wird unerträglich - Fremdgehen wahrscheinlicher

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von artemis84 08.03.10 - 01:36 Uhr

Hallo erst einmal, an alle Leser dieses Beitrags.Dies ist mein Erster Post in diesem Forum.

Ich bin hier, weil ich hoffe auf Gleichgesinnte zu treffen, die das selbe Problem haben wie ich.

Ich habe eine Partnerin mit der ich nun ein Jahr zusammen bin.

1. bis ich 18Jahre alt war hatte ich keinerlei sexuelle Kontakte. Ich glaube mich zu entsinnen, dass ich dieser "bestefreundtyp" war dem man seine Probleme erzählen kann aber der sonst zu nichts zu gebrauchen ist für eine Frau.

Als ich dann ziemlich verletzt wurde - wie es ja meist so ist, wenn man sich halsüberkopf verliebt lach - habe ich mich plötzlich um 180° gewandelt. Ich glaube so werden dann diese scheinbar emotionslosen Machoarschlöcher geboren.

Habe meine Prioritäten ganz neu definiertt. Sie mehr auf Sport, Schule/Studium und Freunde/Familie. gesetzt.

Frauen wurden dann für mich als Objekte eingestuft.
Ich denke das habe ich zu meinem Schutz getan.

Durch den Sport wurde ich kräftiger und da ich etwa 2meter groß bin (was vorher eher ein Nachteil war) und durch den einsatz von kontaktlinsen wuchs das Interesse der Frauen auf einmal rapide an.

Daraus resultierte leider, dass ich 5Jahre das sexuell nachgeholt habe was ich verpasste. Ich war so versessen neue Frauen kennenzulernen, diese zu hintergehen mit ihnen zu schlafen, dass ich vor nichts halt gemacht habe.

Es wurde wirklich sowas wie eine Freizeitbeschäftigung in die man sicht immermehr vertiefen konnte.
Man konnte sich den ganzen Tag damit beschäftigen, vor allem wenn man mehrere Frauen gleichzeitig hatte. Man musste neue Frauen anwerbe, da viele, die endlich merkten, dass sie nur ausgenutzt wurden absprngen und gleichzeitig die man hatte bei laune halten und ihnen die Rolle vorzuspielen auf die sie abfuhren.

Allerdings war mir klar, dass das auch nichts entgültiges, sondern eher armseeliges ist. Der verzweifelte versuch alles Kontrollieren zu wollen, vor allem die eigenen gefühle.


Auf einmal war eine dabei, bei der alles perfekt war. Sie war genau das was ich immer wollte. Normalerweise hab ich mir immer einen Grund gesucht (Und sei es die falsche haarfarbe), um mir selber einzureden, dass eine Bez. mit ihr eh nichts wird. Doch diesmal war es anders. (An einer bleibt man halt immer hängen).

Allerdings war es KEIN hochgefühl in dem sinne "Kribbelnder bauch" oder so ähnlich. Es war eher eine Art totales grundvertrauen in diese Person. Vielleicht sogar einfach eine Kopfentscheidung.


Aber was jetzt?? Ich hatte mich so ans Single sein gewöhnt. Früher wollte ich unbedingt eine Freundin haben sie lieb haben alles für sie tun. Doch dann habe ich das Single leben sowas von liebengelernt, dass es mir in den ersten Wochen wie ein Drogenentzug vorkam.

Versteht das nicht falsch. Ich mag meine Freundin über alles - ich sage bewusst mag, da ich noch nie zu einer Frau die ich "wirklich" mag ich liebe Dich gesagt habe-
jetzt bin ich ein Jahr ihr partner und bin nicht ein einziges mal fremdgegangen, denn ich habe es schon mit offenen Beziehungen probiert, hatte auch schon mehrere dreier etc. mmf ffm usw. aber in einer wirklichen Beziehung kann ich das halt einfach nicht.

Deshalb ist meine willkrülich gefällte Entscheidung eien moralische entweder beide leben Monogam oder trennen sich.

Allerdings halte ich es langsam nicht mehr aus. Ich erwische mich wie ich andere Frauen anspreche und mir einrede es nur platonisch zu tun. Ich speichere sie dann unter männernamen in mein Handy. Allerdings habe ich bislang nie angerufen...
Es ist wie, als würde ich an dem essen immer kurz rieschen und das reicht mir dann erst mal ne weile..

Mein Pornokonsum hat "IMMENS" zugenommen. Dadurch verliere ich jetzt auch die Lust im Bett.

ich hatte nach und nach alle nummern etc. von früheren Sexualpartnerinnen gelöscht. Allerdings trifft man immerwieder aufeinander ob in der Uni, in der Stadt/Bahn/Fitnesstudio usw.
Jetzt hat mich eine Angesprochen und ich bin wirklich am ringen mit mir. Es ist nicht dieses

"ich habe angst was zu verpassen wenn ich nur noch mit einer Frau schlafe" syndrom.

Es ist wirklich wie ein Zwang/Sucht, die raus will.
Ich werds nicht Fremdgehen, da mache ich eher schluss, weil ich mir danach nicht mehr in den Spiegel gucken könnte, da meine Freundin wirklich alles für mich tut sowohl im bett wie im leben generell.

Aber was soll ich gegen diese innere Zerissenheit tun. Ich habe mir schon überlegt die spirituelleschiene zu fahren.










Beitrag von _Heavy_ 08.03.10 - 02:29 Uhr

Mach eine Therapie.
So ganz habe ich nicht verstanden, was du sagen wolltest, aber hört sich irgendwie nach Sexsucht an.

Beitrag von So nicht 08.03.10 - 03:31 Uhr

Ich stimme meinem/r Vorschreiber/in zu. Du musst dieser Sache auf den Grund gehen, wenn Du etwas ändern willst.
Betonung liegt hier auf dem letzten Teilsatz. Willst Du Dich wirklich ändern? Und wenn ja - für wen?

Meine Vermutung ist, dass Du Dich - vielleicht bedingt durch die Erstverletzung - emotional verweigerst. Du wagst es nicht, Dich ernsthaft zu verlieben oder wirkliche tiefe Liebe zu empfinden. Es könnte ja sein, dass es wieder weh tut. Also ist Schnellkost besser, da bleibt am Ende nichts.. vor allem kein Schmerz.
Du wagst es ja nicht einmal, tiefe Gefühle zu Deiner Freundin zuzulassen, die nach einem Jahr durchaus schon da sein dürfen.

Such Dir einen Coach oder einen Psychotherapeut und schau mal, wo Du stehst und was Du willst. Geh auf die Suche nach Dir selbst (da hast Du sie, Deine spirituelle Schiene).
Oder trenn Dich von Deiner Freundin und leb weiter das unkomplizierte Vergnügen. Moral wird von Menschen gemacht, aber das besagt nicht, dass ein solcher Lebenswandel falsch oder verwerflich ist.

Die Frage ist nur, was Dich glücklich macht.

Beitrag von dominiksmami 08.03.10 - 08:18 Uhr

Huhu,

ich habs gar nicht ganz gelesen...bis hierher >>Als ich dann ziemlich verletzt wurde - wie es ja meist so ist, wenn man sich halsüberkopf verliebt lach - habe ich mich plötzlich um 180° gewandelt. Ich glaube so werden dann diese scheinbar emotionslosen Machoarschlöcher geboren. <<

hat mir völlig gereicht.

NEIN so werden keine Machoarschlöcher geboren, die benutzen das höchstens als billige Ausrede.

Wenn es nämlich so wäre wie du dir das hier zusammenzimmerst....dann wären wir alle solche Arschlöcher...oder zumindest der aller, aller größte Teil von uns ( egal ob Mann oder Frau), denn ich denke das jemand nie ernsthaft verletzt wird ist eine glorreiche Ausnahme die, die weniger glorreiche Regel bestätigt.

Wenn ich da, und andere Beispiele habe ich ja nicht zur Verfügung, an meine "Beziehungen" denke...oha....da hats, bevor ich mit meinem mann zusammen gekommen bin NUR Verletzungen ( bis hin zur Vergewaltigung) gegeben.

Na und? Da kann mein Mann nichts für!

Arbeite an deiner Denkweise....oder lebe sie einfach aus, dann aber nicht auf Kosten beziehungsfähiger Frauen.

Gruß

Andrea

Beitrag von dominiksmami 08.03.10 - 08:19 Uhr

tz....der letzte Satz sollte so aussehen:

Arbeite, wenn möglich MIT Hilfe, an deiner Denkweise....etc.

Beitrag von similia.similibus 08.03.10 - 09:30 Uhr

#pro#pro#pro

Beitrag von beluleleba 08.03.10 - 08:39 Uhr

Erwerbe innere Reife, doch die erreichst du in keinem Fitnessstudio.
Such dir Hilfe!

LG
H.

Beitrag von ...buh... 08.03.10 - 12:58 Uhr

hallo,

also ich bin eineFrau aber ich war auch mal so...
nach einer Beziehung in der ich 3 jahre war,.. habe ich mich getrennt weil ich betrogen wurde.. (nicht nur einmal wie ich im nachhinein erfahren hab)

mit 21 dann bin ich jedes wochenende unterwegs gewesen hab neue bekanntschaften aufgerissen und ein ONS ist nie einer geblieben,... das ging immer über ca 1 monat... dann kam der nächste dran... .alles sehr diskret da man ja als Frau gleich als "Schlampe" abgestempelt wird....

da fällt mir ein, es gab so gar männer mit denen ich keinen Sex hatte,... nur bei denen übernachtet, ausgeheult... usw...

naja,.. dann kam ER.... ich hatte noch einen anderen am Laufen,... aber ER war anders..... .... tja,.......
er hatte auch wilde Jahre (so ca wie du) hinter sich...
hat jedes wochenende mädels abgeschleppt.... und im morgengrauen rausgeworfen....

ich bin jetzt mit ihm Verheiratet und wir kriegen unser 2. kind...

ich glaube bei euch ist einfach der alltag eingekehrt und dir ist fad....,... sie ist wohl nicht die richtige,.. den uns ist noch nicht fad...

lg such weiter,... bist ja noch jung...

Beitrag von das PRoblem 08.03.10 - 15:21 Uhr

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Ich werds nicht Fremdgehen, da mache ich eher schluss, weil ich mir danach nicht mehr in den Spiegel gucken könnte, da meine Freundin wirklich alles für mich tut sowohl im bett wie im leben generell.
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Das ist wahrscheinlich das Problem.
Dein Freundin fängt an dich u langweilen.
Es gibt ncihts mehr zu erobern!

Beitrag von vergangenheitliestmit 08.03.10 - 17:09 Uhr

Hi,

ich bin zwar keine 2m groß, und habe erst 30 werden müssen, bis ich in diese Phase gekommen bin (immer was Neues, mehrere gleichzeitig, hintergehen, spielen, ausnutzen, belügen, zum 3er verführen) aber das war bei mir auch schlagartig vorbei, als ich *die Eine* kennengelernt habt.

Und ich glaube, nicht viele können das nachvollziehen wie es ist, wenn man auf einmal zur Ruhe kommt und merkt, dass jetzt alles richtig ist.

Wir sind jetzt verheiratet, die Kinder sind da, das Haus und eigentlich ist alles wunderbar... eigentlich?

Stimmt, denn auf einmal kribbelt es wieder. Will man sich was beweisen, wird das heile Leben zu langweilig?

Mal schauen, wie einfach es heute noch ist? Wie nah kann man ans Feuer ohne sich zu verbrennen? Mal wieder was Riskantes tun? Ausbrechen?

Ich kann widerstehen - vielleicht weil ich Glück habe und die Gelegenheit fehlt, vielleicht, weil ich zu viel Angst habe, alles zu verlieren.

Aber ich weiss, was ich habe: Meinen Anker im Leben, meinen Ruhepol und meinen Daseinszweck. Wenn ich etwas bewegen will, dann mit meiner Frau, wenn mir der Sinn nach Neuem steht, dass mit meiner Frau.

Ich weiss, dass es nie besser wird, der Alltag und die Routine schleichen sich wie der Hausstaub durch jede Ritze ins Haus - und nur ein regelmäßiger Hausputz hilft dagegen - Umziehen nicht.

Es gehört wahrscheinlich zum Erwachsenwerden dazu (hat bei mir seeehr lange gedauert) zu dieser Erkenntnis zu kommen: Wenn man eine Beziehung will, dass muss man auch an ihr arbeiten - und das ist nicht immer so leicht wie in den ersten 4 Wochen.

Alles Gute,
vergangenheitliestmit
(die von dieser Erkenntnis nicht profitiert hat)

Beitrag von asimbonanga 08.03.10 - 18:45 Uhr

<< Ich weiss, dass es nie besser wird, der Alltag und die Routine schleichen sich wie der Hausstaub durch jede Ritze ins Haus - und nur ein regelmäßiger Hausputz hilft dagegen - Umziehen nicht.<<

#freu Gut ausgedrückt---------------


@TE


irgendwann wirst auch du dich aus getobt haben-dann wird es leichter treu zu sein.Das ist eine zutreffende Binsenweisheit, finde ich.
Ich nehme mal an du bist ein großer gut aussehender Mann, bald .............müsste es dir reichen das du könntest ,wenn du wolltest.Zumal du ja auch Gefühle hast für deine Freundin.

Ich finde es jetzt nicht ganz so schlimm, wenn man sich mit 25 Jahren die Hörner noch nicht abgestoßen hat.;-)
Trotzdem sieh zu ,das es nicht zur Sucht wird--------

L.G.