Ein Hund... und dann?

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von mofisofi82 08.03.10 - 10:22 Uhr

Hallöchen,

mein Mann und ich denken in letzter Zeit immer mehr darüber nach, einen Hund aufzunehmen. Vorher wollen wir aber noch einen Allergietest machen lassen :-D.

Für uns steht fest, dass es ein Hund aus dem Tierheim sein soll. Wie läuft so etwas ab? So weit ich weiss, führt man ein Gespräch und darf den Hund dann gleich mitnehmen, vorausgesetzt, die Chemie stimmt. Zumindest ist das im Berliner Tierheim so (Belehrt mich, falls ich mich irren sollte.). Dann würden wir den Hund also mit nach Hause nehmen. Und dann? Was macht man mit einem ,,neuen'' Hund am Anfang? In der Wohnung rumschnüfffeln lassen? Wie geht man zum ersten Mal mit dem Hund spazieren, wenn er einen noch nicht so gut kennt und ich mich mit Hunden auch (noch) nicht so richtig auskenne? Was muss ich beachten?

Würde mich über Antworten sehr freuen.

Liebe Grüße,
mofi#blume

Beitrag von chaoskitty 08.03.10 - 10:29 Uhr

Wie lange überlegt ihr schon einen Hund haben zu wollen? Das hört sich so spontan an.
Gibt das Tierheim bei euch wirklich gleich den Hund mit.
Eigentlich gucken sich die Pfleger doch erstmal an, wie ihr euch mit dem Hund auseinander setzt.
Ihr solltet euch vielleicht vorher mal richtig informieren. Soll jetzt kein Vorwurf sein, keineswegs.
Aber sich einen Hund zu holen und nicht zu wissen was man machen soll, ist nicht sehr ratsam.
Informiert euch im Internet, im Bekanntenkreis mit Hund oder in einer Hundeschule.

Beitrag von mofisofi82 08.03.10 - 10:37 Uhr

Hallo,

wir versuchen ja gerade herauszufinden, ob ein Hund zu uns passt. Natürlich werde ich mich intensiver informieren, so bald ich weiss, dass weder ich noch mein Mann und mein Kind auf Hunde allergisch reagieren. Wenn überhaupt, dann erst Mitte des Jahres. Also bleibt noch Zeit, genügend Fragen zu stellen.
Keine Angst, als Vorwurf kam es nicht rüber ;-). Ich bin für jede Information und Kritik dankbar.

LG
mofi

Beitrag von chaoskitty 08.03.10 - 10:42 Uhr

Hier wird ja leider immer alles gleich negativ aufgefasst, wenn man mal ein wenig Kritik abgibt. Aber schön das es Leute gibt, die das dann auch mal vertragen ;)

Dann habt ihr ja noch Zeit, euch zu informieren. Seit ihr denn so anfällig, was Allergien betrifft?
Ist nicht einfach was zu finden. Soll er ruhig sein, soll er aktiv sein oder doch ein gemütlicher?
Könnt ihr seinen Ansprüchen entgegen kommen, was Zeit etc angeht.
Viel Vergnügen dabei :-p

Beitrag von mofisofi82 08.03.10 - 10:53 Uhr

Mein Sohn hat eine Katzenallergie. Am Mittwoch erhalten wir die Auswertung vom aktuellen Test. Wir hoffen sehr, dass es ,,nur'' die Katzen sind.
Wir wollen einfach auf Nummer sicher gehen und nicht erst später bemerken, dass wir reagieren - deshalb die ganze Testerei!

LG
mofi

Beitrag von glu 08.03.10 - 11:51 Uhr

Sie versucht doch gerade sich zu informieren und wer sich spontan einen Hund holt, der macht vorher keinen Allergietest ;-)

lg glu

Beitrag von petra1982 08.03.10 - 10:40 Uhr

Ich würde erst im TH mal Probegassi gehen da merkst du ob der Hund auch wirklich für euch gut ist oder nicht, denn so etwas sollte doch dauerhaft sein und nicht nach ner woche enden weil der hund zieht, bellt andere an usw. Lernt den Hund erst kennen bevor ihr in da rausholt

Beitrag von mofisofi82 08.03.10 - 11:06 Uhr

Mir wäre es auch lieber, einen Hund erst gut kennenzulernen. Deshalb überlegen wir auch, vielleicht ein anderes Tierheim zu nehmen, z.B. Tierheim Brandenburg. Dort gibt es nämlich eine sogenannte Kennenlernphase zwischen Mensch und Tier.

Beitrag von chaoskitty 08.03.10 - 11:12 Uhr

So gehört das auch. Es kann nämlich eigentlich nicht sein, dass sie einem das Tier einfach so mit geben.
Da könnte doch jeder hin kommen #kratz
Also ich finde es spricht nicht nicht unbedingt für das TH.
Aber das werdet ihr schon hin bekommen.

Beitrag von mofisofi82 08.03.10 - 11:30 Uhr

Hallo,

habe gerade nochmal im Tierheim Berlin angerufen. Der Erstkontakt dauert ca. 2-3 Stunden, in welchen man mit dem Hund spazieren gehen kann. Danach kann man ihn mitnehmen, vorausgesetzt es passt.

LG
mofi

Beitrag von chaoskitty 08.03.10 - 11:33 Uhr

Das finde ich trotzdem nicht viel.
Soweit ich das kenne, ist es schon über mehrere Tage verteilt, diese Kennlernphase. Ein paarmal besuchen und spazieren gehen.
Wenn es in 2-3 std klappt ist ja schön, aber verwundert bin ich trotzdem.

Beitrag von petra1982 08.03.10 - 15:10 Uhr

Man kann doch in 2-3 Stunden nicht rausfinden ob dieser Hund zu einem passt. Ich meine das sind meist ausgewachsene Hunde, und keine welpen die man noch formen kann, die ihre eigenarten haben und die in 3 stunden kennenlernen find ich krass. Und das das tierheim nicht wissen will wohin der Hund kommt ist auch eigenartig.

Beitrag von mofisofi82 08.03.10 - 16:01 Uhr

Hallo,

ja, 3 Stunden sind wirklich nicht viel. Der Pfleger meinte, dass es nach diesen 3 Stunden drei Möglichkeiten gibt:
1. Die Chemie stimmt - der Hund wird sofort mitgenommen.
2. Es passt nicht und man schaut sich nach einem anderen Tier um.
3. Man ist sich nicht sicher und behält den Hund für 3-4 Tage und Nächte und legt sich dann fest.

Im Tierheim Brandenburg dagegen gibt es wohl eine intensivere Kennenlernphase, die mehrere Termine voraussetzt. Vielleicht wäre es besser, sich dahin zu wenden.

Doch wenn man bedenkt, dass im Berliner Tierheim momentan ca. 300 Hunde sitzen, kann ich mir schon vorstellen, dass es mit der Vermittlung etwas schneller gehen muss. Andererseits sollten sich die Pfleger auch vergewissern, dass man den Hund auch versorgen kann.

LG
mofi

Beitrag von petra1982 08.03.10 - 11:15 Uhr

Mach das aufjedenfall. Bei uns im Kuh dorf wird kein Hund gleich mitgegeben, da muss man oft kommen und eine Beziehung aufbauen zu dem Hund. Und ich finde dies auch wichtig, denn ich will das tier ja eine weile haben und nicht nach paar wochen merken das es nicht zu uns passt

Beitrag von sora76 08.03.10 - 11:42 Uhr

Hallo!

Also ich kann dir nur sagen, wie es bei mir damals war. Vor über 10 Jahren ist man mit dem Hund erstmal 2-3 mal Gassi gegangen. Eben um zu schauen obs passt. Danach wurde alles soweit fertig gemacht und dann brachte man uns den Hund bei uns Zuhause vorbei. Also die schauten sich das Umfeld an, indem der Hund dann sein wird. Ob das alles so passt.
Denke mal, das es heute etwas 'schneller' geht.

Am Anfang sollte man den Hund in Ruhe die Wohnung/Haus erkunden lassen. Auch sollte man etwas öfter mit dem Hund am Anfang gehen, bis sich eine gewisse Routine eingeschlichen hat.
Später erkennt man auch die Zeichen wenn der Hund raus muß. Das geht alles aber quasi von ganz alleine.
Wir sind dann bei 3 mal Gassigehen hängen geblieben. Also Morgens, Nachmittags und Abends. Am Anfang bin ich noch Stunden gelaufen, später wurde das dann etwas weniger.

Informiert euch, ob der Hund eine Hundeschule gemacht hat. Wenn nicht, solltet ihr das machen. Lasst Euch den Umgang mit dem Hund erklären. Eben was er so kann und wie ihr das fördern könnt. Da erfahrt ihr auch ein wenig über das Wesen des Tieres.

Habt ihr so Erfahrung mit Hunden?! Wenn nicht ist es eh nicht verkehrt eine Hundeschule zu besuchen um den richtigen Umgang zu lernen. Ich habe mir damals - trotz Hundekenntnisse - ein Buch über Hunde gekauft und bin zur Hundeschule gegangen.

Denkt bitte daran, das ein Hund sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und man sich mit ihm sehr beschäftigen muß. Man ist auch nicht mehr so flexibel.
Habt ihr diese Möglichkeit nicht, würde ich euch nicht zu einem Hund raten.

LG Sonja

Beitrag von glu 08.03.10 - 12:05 Uhr

Erstmal solltet Ihr Euch klar werden was ich von einem Hund erwartet. Wollt ihr einen der auch mal mit Euch faulenzt oder seid Ihr eher sportlich und er soll Euch begleiten?
Wie sieht es mit Hundesport aus? Interesse? Wenn ja, welche Disziplinen?
Grösse und Fellbeschaffenheit?
Erwachsen oder Welpe?

Wenn Ihr das wisst, dann schaut welche Rassen in Frage kommen.

Nun habt Ihr die Möglichkeit ins Tierheim zu gehen oder Euch an einen Tierschutzverein zu wenden. Es gibt zu fast jeder Hunderasse einen Verein der sich um Notfälle kümmert sowie Vereine die sich nicht auf Rassen festgelegt haben.
Mischlinge sind immer Überraschungspakete, Pfleger und Tierschützer können aber meist gute Tipps abgeben bzw. kennen das Tier und somit das Temperament ja auch.

Ein seriöses TH bzw. ein seriöser Tierschutzverein gibt Euch den Hund nicht einfach mit, da werdet Ihr öfter hin müssen. Das ist aber auch für Euch von Vorteil, manchmal stimmt die Chemie einfach nicht.

Wenn Ihr den Hund dann irgendwann zuhause habt, dann lasst ihn erstmal ankommen und stellt Euch auf Chaos ein ;-)
Hunde werden in solchen Situationen nicht selten unsauber, das legt sich aber wieder. Einige reagieren mit Durchfall und/oder Erbrechen.

Wenn Ihr Gassi geht, dann erstmal an der Leine.
Ich würde auch eine Hundeschule empfehlen, allerdings würde ich da erst hingehen wenn der Hund sich etwas eingelebt hat. Sollte es zu Problemen kommen kann man natürlich vorher schon einen Hundetrainer um Rat fragen. Ihr werdet dort mehr lernen als der Hund und das ist auch gut so ;-)

Wenn Du noch fragen hast, frag ;-)

lg glu

Beitrag von mofisofi82 08.03.10 - 14:11 Uhr

Hallo,

zunächst danke für deine Antwort.
Kannst du mir ein Buch für Hunde-Anfänger empfehlen?

LG
mofi

Beitrag von glu 08.03.10 - 18:18 Uhr

http://www.amazon.de/Calming-Signals-Die-Beschwichtigungssignale-Hunde/dp/3936188017/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1268068616&sr=8-1

Das Buch wird immer wieder empfohlen, ich selbst hab es leider noch nicht gelesen, aber es hilft den Hund zu verstehen!

lg glu

Beitrag von sjbaby 08.03.10 - 14:17 Uhr

Hallo

als wir uns auf die Suche nach unserem ersten Hund gemacht haben, sind wir erst mal über 2 oder 3 Wochen mit dem Hund öfters Gassi gegangen und haben ihn besucht, haben mit ihm trainiert usw. (bei unserem TH gibt es einen großen Übungsplatz). Dann hatten wir ein Gespräch mit einem Hundetrainer, der öfters dort im TH ist, der uns einiges an Grundlagen erklärt hat usw.

Unseren zweiten Hund haben wir selbst aus schlechten Verhältnissen geholt, da haben wir uns dann nicht mehr so viele Gedanken gemacht wie beim ersten, er musste da einfach raus und wir hatten zu der Zeit Platz ;-)

Vielleicht wäre es ja auch eine Idee, einen Pflegehund zu nehmen für den Anfang? Es gibt momentan ja so viele Hunde aus dem Ausland, die erst mal wohin müssen, so könntet ihr auch testen ob es klappt und wie so ein Alltag mit Hund so ist und ihn dann evtl. gleich behalten. Damit haben wir auch schon ganz gute Erfahrungen gemacht. Es gibt viele Organisationen, die euch da bestimmt auch beraten.

Ich weiß nicht, wie das in Berlin ist, aber hier auf dem "Land" muss man im Tierheim eigentlich nichts überstützen. Meine Eltern haben ihre Hündin z.B. erst mal "auf Probe" mit nach Hause nehmen können und sind dann im Nachhinein zum Vertrag machen ins Tierheim gekommen, später ist dann noch mal jemand zur Kontrolle gekommen.

LG