Wir dürfen einfach nicht sterben... lang

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von wollschaf 08.03.10 - 10:29 Uhr

Sagt mal, habt ihr Vorsorge betrieben und Festlegungen getroffen, wo eure Kinder hinkommen, wenn euch und eurem Partner was passiert?

Mein Mann und ich sind jetzt mal die Möglichkeiten durchgegangen:

1. Meine Eltern geb. 1954 und 1956, meine Mutter gesundheitlich beeinträchtigt, keine wirkliche Besserung möglich. Würden sich für Alex sonstwas ausreißen...

2. Meine Schwiegereltern geb 1950 und 51, gesund und fit, allerdings finde ich, das in der Familie alle ein recht distanziertes Verhältnis zueinander haben, kenn ich so nicht, find ich auch nicht besonders gut.

Bei beiden Varianten stört mich auch das Alter. Mein Sohn ist noch nichtmal ein Jahr, wenn er erwachsen ist, sind seine Gr0ßeltern Mitte 70, Anfang 80... da kann man noch fit sein, muß es aber nicht mehr...

3. Meine Schwägerin + Mann. Alter passt, sie ist auch gerade schwanger, wäre also auch richtig "Familie" Aber sie leben in einer anderen Stadt und werden auch definitiv nicht zurückkommen. Unser Kind würde also im Fall der Fälle nicht nur seine Eltern verlieren, sondern auch die Nähe zu den Großeltern bzw sein komplettes Umfeld. Find ich nicht unbedingt optimal...

4. Freundin 1 hätte ich früher mal gedacht, bis sie selber ein Kind bekommen hat. Vieles was sie da macht finde ICH nicht okay (schreien lassen, EGF, kein "verwöhnen"). Die Einstellung, die dahinter steht, würde ich nicht wollen für mein Kind. Vor allem, wenn es schon traumatisiert ist...

5. Freundin 2 ist jetzt schon im absoluten Dauerstreß, mit 3jährigem Kind, vielbeschäftigtem Ehemann, 40 Stunden woche (kommt 3x/Woche erst gegen halb acht abends) und renovierungsbedürftigem Haus.
Verkneift sich aus diesem und finanziellen Gründen selber das zweite Kind.

Fazit unserer Überlegungen: Da wir niemanden haben, wo wir unser Kind in guten Händen wissen, dürfen mein mann und ich einfach nicht beide sterben. Fahren wir also in Zukunft mit zwei Autos...

LG, Das Wollschaf

Beitrag von arienne41 08.03.10 - 10:41 Uhr

Hallo

Ja ich habe es festgelegt.

Mein Sohn kommt zu seiner Patentante.
Das war der Grund warum sie Patin wurde.
Klar reicht die Patenschaft nicht .

LG

Beitrag von dominiksmami 08.03.10 - 10:42 Uhr

Huhu,

wirklich festlegen kann man das als Eltern leider sowiso nicht, man kann die eigenen wünsche testamentarisch festlegen...aber ob die dem Kindeswohl wirklich entsprechen entscheidet im Ernstfall das Vormundschaftsgericht.

Bei uns ists auch ein wenig verzwickt. Meine beste Freundin würde sich sicher um meinen Sohn und auch demnächst dann um das Baby kümmern, hat aber selber schon 3 Kinder.

Meine Eltern sind nicht mehr die jüngsten, meine Schwiegereltern erst recht nicht.

lg

Andrea

Beitrag von krokolady 08.03.10 - 10:54 Uhr

meine 10jährige täte zu ihrem Vater kommen, also meinem Ex

Sollten mein jetziger Mann und ich beide sterben bliebe für unsere 4jährige nur ihre Patentante die auch ihre große Schwester ist - die ist 20.
Allerdings hoffe ich das es nie so kommt, denn Kimberly ist schwerbehindert, und das Leben mit ihr nicht leicht.

Beitrag von blahblah 08.03.10 - 10:54 Uhr

Würde uns etwas passieren kämen meine Kinder zu ihrem leiblichen Vater, wenn der aber schon vor uns gegangen wäre würden sie zu meinen Schwiegereltern kommen.

Mein jüngster ist 5, meine Schwiegermutter ist 47, das passt also...

LG

die#bla

Beitrag von wort75 08.03.10 - 10:55 Uhr

ja klar, wir haben uns gedanken gemacht und das auch testamentarisch festgehalten. klar prüft erst das JA aber eine empfehlung, einen wunsch wollen wir schon äussern. ausserdem haben wir mit der ausgewählten familie natürlich geredet, offen gelegt wo wir im fall der fälle unser schwarzgeld deponiert haben (das ist ein witz für schweizer!) und rudimentare wünsche für die kinder betreffend ausbildung, religiöser erziehung und so getroffen.

sollte es hart auf hart kommen, werden diese leute nicht perfekte ersatzeltern werden. weil wir schon keine perfekten eltern sind. aber die kinder werden es dort gut haben. wohnort und umfeld könnte auch wechseln, wenn ihr beruflich wechseln müsst - das sind kleine sachen. wichtig ist, dass die kinder schon heute einen guten draht zu diesen personen haben, sie kennen und sie dort willkommen sind.

dass sie ggf. dann nicht studieren werden, weil das geld schlicht nicht für alle reicht - die haben immerhin auch eigene kinder - das sie wohl eher sonntags in die badi als die kirche gehen... das sind kleinigkeiten...

wichtig ist auch, im auge zu behalten, was man entschlossen hat. wenn der erzeihungsstil der ausgewählten person mal verrutscht - das kann man tolerieren. wenn aber grundsätzlich verschiedene erzeihungsansätze herrschen, dann muss ein testamentarisch gemachte entscheidung auch wiederrufen werden.

genauso haben wir übrigens einen klaren auschluss vorgenommen. wir haben klar und namentlich definiert, bei wem die kinder NICHT leben sollen. und das wird (wenn man nicht kindsmutter oder kindsvater ausschliesst) zu 100% akzeptiert.

ich habe übrigens meine schwester eingesetzt - gemeinsam mit meinem mann, meiner schwester und meinem schwager geredet. auch bei wichtigen vorkomnissen nochmals geprüft, obs noch gilt. z.B. als sie sich ein haus kauften, als noch ein kind bei ihnen kam, als dann noch ein kind bei uns kam....

Beitrag von wollschaf 08.03.10 - 11:05 Uhr

"wohnort und umfeld könnte auch wechseln, wenn ihr beruflich wechseln müsst - das sind kleine sachen. "

Ich finde schon, das es ein ganz gewaltiger Unterschied ist, ob man als Familie alle zusammen umzieht ODER ob ein Kind nachdem es gerade seine Eltern verloren hat, auch noch auf anderen wichtigen Bezugspersonen, Freunden etc verzichten muß.



" wichtig ist, dass die kinder schon heute einen guten draht zu diesen personen haben, sie kennen und sie dort willkommen sind."

Wie willst du sowas bewerkstelligen, wenn beide Familien ca 2 Autostunden auseinanderwohnen? Sollen wir uns jetzt gegenseitig jedes WE besuchen, nur damit guter Kontakt da ist, falls der Super-Gau eintritt? M.M. nach nicht praktikabel...

Das Wollschaf

Beitrag von wort75 08.03.10 - 11:13 Uhr

doch, bei uns ist das praktikabel.
wir wohnen - nicht zufällig - bisher vis a vis. sie zügeln jetzt in ein haus - keine 3 kilometer weg. die wahl des ortes war nicht zufällig. dass wir (nach der geburt ihrer ersten tochter) uns gemütlich nach einer wohnung in der nähe umsahen, war kein zufall. zwei jahre später hatten wir dann eine - für mich toll, denn ich war gerade schwanger.

natürlich denken wir nicht ständig daran, dass wir abkratzen würden... aber wir wollen füreinander da sein. auch wenn es kompromisse bedeutet. nicht nur im falle dass wir sterben - sondern auch wenn eins früher vom kindergarten kommt, eine ausfällt, überstunden machen muss...

wenn wir 2 autostunden auseinander wohnen würden, würden wir tatsächlich öfters ferien beieinander machen, wochenenden mit allen oder ohne kinder organisieren, im gleichen reitstall stunden nehmen oder in den gleichen eiskunstlauf kurs. irgendwo halt in der mitte. ich denke, ein guter draht von kindern zu stiefeltern ist wichtiger, als das wechseln einer stadt.

Beitrag von wollschaf 08.03.10 - 11:44 Uhr

Ja schön, wenn das bei euch so klappt...
aber meine Schwägerin arbeitet und lebt in Magdeburg und wir in Dresden. Und ich denk schon, das es eher ungewöhnlich ist in der heutigen Zeit, wo man ja flexibel sein muß (ich verweise auf unzählige Posts, das man zur Arbeitsaufnahme halt auch mal umziehen muß und nicht mit dem A... in der Heimatregion kleben bleiben darf), das Geschwister so eng beieinander wohnen bleibnen können.

Ich hab ehrlich auch keine Vorstellung, wie man da regelmäßig was organisieren könnte. Meine Schwägerin und ihr Mann sind beide im Sportverein sehr engagiert (sowohl sportlich als auch organisatorisch) und jeder auch seinen eigenen Freundeskreis am Wohnort hat, wüßte ich nicht, wie man das gemanagt bekommt. Zumal mein Mann auch stark beruflich eingespannt ist (kommt zwischen sieben und acht heim, hat dann ca. noch 1,5h zu tun und muß morgens um drei aufstehen. du kannst dir sicher vorstellen, das wir da dasWE auch brauchen, um bestimmte dinge zu erledigen, die in der woche einfach liegen bleiben)

Das wollschaf

Beitrag von wort75 08.03.10 - 12:12 Uhr

kannst du mir mal verraten, warum du gegen mich hier agressiv auftritts? ich habe dir geantwortet, wie wir das gelöst haben und wie wir die entscheidung getroffen haben. absolut ohne zu sagen, dass es bei anderen auch so sein muss!
ich nehme mal an, das thema schafft dich so und antworte trotzdem nochmals.

gut, dann geht das wohl nicht, bei euch. wir haben unsere familienleben, die auch ganz anders waren, irgendwie getaktet, aber das war für uns keine last, es lief ganz einfach plötzlich so ab... wir haben total unterschieldiche ideen was ernährung anbelangt, sind andere erzeihungstypen und es braucht geduld und kompromisse, um so nahe so gut miteinander zurecht zu kommen. aber es vereinfacht auch viel.

aber wenn es ein krampf wäre, würde ich wegen der potentiell mögichen verwaisung meiner kind nicht leiden und mein eigenes leben vernab davon leben.

ABER ich würde als stiefeltern die personen aussuchen, die am besten zu meinen kindern passen. nicht die umgebung oder den freundeskreis.
klar, bei pubertierenden kanns sogar besser sein, die kinder sind in einem heim im wohnort der freunde, als alleine bei einer kauzigen omi auf dem land, wo sie nie waren... aber wenn die kauzige omi die frau meines vertrauens wäre, würde ich beruhigt annehmen, dass sie wohl die vormundschaft übernehmen, nicht aber zwingend auch die kinder zu sich rufen würde. ich würde also die personen als vormund für meine kinder bestimmen, von denen ich annehme, dass sie die richigen entscheidungen für das kind treffen werden. und das kanns ein, dass sie im wohnort bleiben, bei freunden unterkommen - im heim dort sind und die normale schule besuchen...
du siehst, ich würde eine person wählen, die ich für klug genug einschätze, sich ggf. sogar gegen eine aufnahme der kinder bei sich imhause zu entscheiden - die vormundschaft aber in jedem fall übernehmen würde. denn wer weiss das schon: mit 13 braucht junior noch eine familie die ihn hätschelt - mit 15 ggf. mehr den freundeskreis. und alle zwei jahre macht man kein testament. weisst du was ich meine? so war das gemeint mit erst die person, dann die umgebung. und wenn die person die kinder übelstenfalls nicht so genau kennt, dann muss sie doch fähig sein, sich einzufühlen, dich zu kennen und einschätzen zu können und entscheidungen zu treffen.

Beitrag von wollschaf 08.03.10 - 12:40 Uhr

Es ut mir leid, wenn meine Anwort aggresiv "klang" für dich, das ist der Fluch des geschriebenen Wortes. Hab es jedenfalls nicht böse gemeint.
Und ja, ich finde es schön, das es bei euch so klappt, mit dem nah beieinander Wohnen, das ist wirklich ideal. Nur leider geht das halt wirklich nicht immer und überall. Mehr wollte ich damit nicht sagen.

Versöhnliche Grüße, das Wollschaf

Beitrag von schwarzbaer 08.03.10 - 11:19 Uhr

ein guter Draht ist "naturgegeben", der erfordert keine permanenten Besuche. Entweder die Sympathie ist auf beiden Seiten da, oder eben nicht.

Meine Eltern wohnen derzeit noch 350 km von uns weg, wir sehen uns so alle 2 Monate mal. Trotzdem lieben meine Kinder meine Eltern heiß und innig und fahren sogar alleine mit ihnen in den Urlaub. Meine Schwiegereltern sehen wir genauso häufig, da sie ebenfalls weit weg wohnen - und beide Kinder werden mit ihnen nicht grün. Da fehlt einfach das gewisse Etwas, was den guten Draht ausmacht.

Beitrag von wollschaf 08.03.10 - 11:53 Uhr

Wie ich im Ausgangspost schon schrieb, gehen in meiner Schwigerfamilie alle sehr distanziert miteinander um, zumindest wenn ich es mit meiner eigenen Herkunftsfamilie und anderen mir bekannten Familien vergleiche.
Einfach mal so anrufen, plaudern etc ist zwischen den Geschwistern nicht üblich, warum weiß ich nicht.
Gesehen hat sich die komplette Familie das letzte Mal Weihnachten, der nächste Besuch ist Ostern geplant. Als ich gestern meine Schwiemu fragte, wie es meiner Schwägerin ginge (ist schwanger nach einer FG im letzten Jahr) bekma ich zur Antwort das Anfang Februar!!! alles i.O war und sie seitdem noch nicht wieder miteinander geredet hätten. Schwägerin wäre wohl im umzugsstreß und schwiegis waren jetzt im urlaub mit skifahren beschäftigt...
Für mich ist dieser (in meinen Augen gleichgültige) Umgang miteinander unverständlich und ich kann damit auch nur schwer umgehen. Die einzige Person in meiner schwiegerfamilie, mit der ich richtig gut kann (außer meinem mann natürlich) ist die Mutter meines Schwiegervaters. Sie ist die einzige, bei der man Interesse für die anderen spürt.

Das wollschaf

Beitrag von schwarzbaer 08.03.10 - 12:36 Uhr

bäh, das ist gemein. Aber solche Familien gibt es vermutlich mehr als man denkt. Dann hilft alles nix - dann darf Euch wirklich nix passieren. Ich drück Euch die Daumen, und - rein statistisch gesehen - stehen Eure Chancen auch ziemlich gut.

gruß, schwarzbaer

Beitrag von kruemlschen 08.03.10 - 11:04 Uhr

Hallo,

weißt Du, Du wirst nie jemanden finden bei dem Du Deine Kinder zu 100% genauso gut aufgehoben weißt wie bei Euch. ;-)

Schließlich seit ihr die Eltern und nur ihr vertretet zu 100% Eure eigenen Erziehungsmaßnahmen und Zukunftswünsche für Euer Kind.

Also muss man im worst case einfach Abstriche machen und überlegen wo die Kinder im Falle des Falles unter Berücksichtigung aller Möglichkeiten noch am Besten aufgehoben sind. Nicht, "wo ist es am ehesten so wie bei uns".

In 1. Linie ist für mich da die Liebe für mein Kind entscheidend und die äußeren Umstände (Alter, Wohnort, etc.) sind nebensächlich.

Für mich war immer klar, mein Sohn soll zu meinen Eltern kommen, das war gar keine Frage, aber nun ist mein Vater schwer krank und wird seine Einschulung aller Wahrscheinlichkeit nicht mehr erleben.

Nun sieht die Sache schon anders aus. Denn nachdem mein Sohn schon ohne Vater aufwachsen muss (es gibt keinen Kontakt zum KV) wollte ich ihm doch zumindest seinen Opa als wichtigste männliche Bezugsperson mit auf den Weg geben. Nun hätte ich "die Wahl" zwischen meiner Mutter und Dominic's Patin.
Da ich meiner Mutter trotz allem von allen in meinem Umfeld als einzige zu 100% vertraue wird zumindest meine Wahl trotzdem auf meine Mutter fallen.
Auch wenn sie 1955 geboren ist, noch Berufstätig und vermutlich bald verwitwet.

Die entscheidende Frage ist aber doch in 1. Linie: Wollen die "Auserwählten" im Falle des Falles überhaupt die Verantwortung für Euer Kind übernehmen und es behandeln als wäre es das Eigene?

Dazu kommt noch, wie ja schon beschrieben wurde, dass am Ende das Familiengericht entscheidet wo Weisen hin kommen, das Testament der Eltern ist lediglich "eine Empfehlung".

LG Krüml

Beitrag von schwarzbaer 08.03.10 - 11:14 Uhr

wir haben in einem Sorgerechtstestament dokumentiert, daß wir möchten, daß im Fall der Fälle unserer Kinder zu meiner Schwägerin und ihrem Mann kommen.

Allerdings werden wir das demnächst ändern. Meine Schwägerin und ihr Mann leben seit 2 Jahren in einer Pendelbeziehung, weil er 700 km weg arbeitet. Daran wird sich vermutlich auch nichts mehr ändern. Sie müsste also trotz Fulltimejob mit den beiden Mädels alleine klarkommen. Sie wohnen nicht weit weg, aber weit genug, das die Kinder komplett aus ihrer Umgebung gerissen würden.

Meine Eltern ziehen dieses Jahr zu uns, bauen hier ein Haus für ihren Ruhestand. Und: sie würden alles, aber auch wirklich alles für meine Kinder tun. Sie sind Baujahr 59 und 61 und noch ziemlich fit. Mama arbeitet ab Ende des Jahres nicht mehr, könnte sich also komplett um die Mädels kümmern. Die Umgebung würde die gleiche bleiben, auch optimal. Also werden wir das Sorgerechtstestament auf meine Eltern ändern.

Beitrag von baerchen110403 08.03.10 - 20:47 Uhr

...wow, da hast Du ja super junge Eltern :-) Nur 11 und 13 Jahre älter!

Schreibfehler?????

Beitrag von schwarzbaer 09.03.10 - 11:30 Uhr

OOps... ja klar, Baujahr 49 und 51 natürlich ;-)

Beitrag von raena 08.03.10 - 11:26 Uhr

Hallo Wollschaf,

bei uns ist es genau die gleiche Situation, nur mit dem Unterschied, dass meine Mama und meines Schwiegereltern heute schon stamm auf die 70 zugehen bzw. drüber sind und daher schon rein vom Alter völlig ausscheiden. Dann habe ich noch meine Schwägerin mit Familie (2 Kinder, der kleine ist im Alter meiner Tochter) eigendlich perfekt, aber wenn ich ihr Haltung zum Thema Erziehung sehe, dann könnte ich kotzen (sorry für die Ausdrucksweise aber das war noch sehr gelinde ausgedrückt) darüber hinaus führen sie ein sehr unstetes Leben derzeit in Kathar.

Meine Schwester (inkl. Familie) lebt 450 km entfernt von uns und wird nicht hierher ziehen, aber bei ihr wissen wir unsere Tochter in guten Händen. Sie ist auch die Patentante. Meine Schwester und ihr Mann lieben unsere Tochter, und unsere Tochter liebt ihr beiden großen Cousin abgöttisch (12 und 14 Jahre). Unsere Wertevorstellung zum Thema Familie sind ähnlich und auch unsere Erziehungsstile. Ebenso wie ich im Falle des Falles das Sorgerecht für ihre Söhne bekommen werde, wird sie das Sorgerecht für unsere Tochter bekommen.

Es ist jetzt nicht so, dass wir uns häufig sehen, aber wir verbringen schon mal den Urlaub zuammen und so 4, 5, 6 mal im Jahr besucht man sich so gegenseitig. Klar ist das nicht ideal, aber ich weiß das es unsere Tochter dort gut haben wird, das sie geliebt wird und ein gutes Umfeld haben wird und das ist das wichtigste.

LG
Tanja

(p.s. Schwiegis und meine Mama wohne alle hier in der Nähe)

Beitrag von wemauchimmer 08.03.10 - 12:51 Uhr

"Unser Kind würde also im Fall der Fälle nicht nur seine Eltern verlieren, sondern auch die Nähe zu den Großeltern bzw sein komplettes Umfeld."

Du glaubst offenbar ernsthaft, einem kleines Kind, das zur Vollwaise wird, sollte man besser nicht noch einen Tapetenwechsel zumuten, denn damit könnte es dann überfordert sein.

Was meinst Du denn, wie das für kleines Kind ist, wenn seine beiden Haupt-Bezugspersonen nicht mehr da sind?!

Hier ist die Botschaft: Wir alle sind sterblich und es ist sinnlos, über den Tod hinaus zu planen. Sorge lieber dafür, daß Dein Kind es gut hat, solange Du am Leben bist. Aber verschwende nicht Deine Energie auf Themen, die Du nicht beeinflussen kannst.
Wenn der unwahrscheinliche Fall eintritt, dann werden sich die Hinterbliebenen eine Lösung für Euer Kind überlegen. Und da werden viele, viele Faktoren eine Rolle spielen, aber sicher wohl nicht, was Euch am liebsten gewesen wäre. Es ist dann nämlich nicht mehr Euer Problem, sondern ihr Problem.

LG

Beitrag von xyz74 08.03.10 - 13:03 Uhr

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Wenn der unwahrscheinliche Fall eintritt, dann werden sich die Hinterbliebenen eine Lösung für Euer Kind überlegen.
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Das würde bei uns in einem grausamen Kampf um die Kinder ausarten.
und wir wissen, dass es Verwandte gibt, die auf keinen Fall die Kids bekommen sollen.
Meine Schwägerin wäre zb für das JA die erste Wahl, da sie in der Nähe wohnt und in einem noch guten Alter ist.
Für UNS ist sie aber die letzte Wahl, da wir weder wollen, dass unsere Kinder in einem Schweinestall aufwachsen (sie ist ein Messi) noch bei einem Alki (ihr Mann trinkt) noch bei einer Tante, die an chronischer Meckeritis leidet, da sie mit ihrem Leben komplett überfordert ist.

Beitrag von wollschaf 08.03.10 - 13:07 Uhr

ja schön, leben wir alle im Hier-und-Jetzt TakaTukaLand...

Sicher können wir kaum beeinflussen, wann es uns dahinrafft, aber es ist unsere verdammte Pflicht und Schuldigkeit und ganz nebenbei auch ein dringendes Bedürfnis, unsere Angelegenheiten ordentlich geregelt zu haben für den Fall der Fälle.
Und dazu gehört in meinen Augen die finanzielle und soziale Absicherung meines Nachwuchs.
Der Verlust der Eltern ist ganz sicher schon schwer genug, da muß Kind nicht noch miterleben, wie dann erstmal hin- und her überlegt wird, was nun wird... erstmal zur Oma, dann doch zur Tante oder vielleicht zur Abwechslung doch in eine Pflegefamilie???

In meinen Augen ist es absolut verantwortungslos, keine Vorsorge für solche Fälle zu treffen.

Das Wollschaf

Beitrag von wemauchimmer 08.03.10 - 14:27 Uhr

"In meinen Augen ist es absolut verantwortungslos, keine Vorsorge für solche Fälle zu treffen."
Siehst Du, und in meinen Augen zeugt es von massivem Realitätsverlust, wenn man glaubt, seinem Kind den Verlust beider Eltern irgendwie angenehm gestalten zu können.
LG

Beitrag von xyz74 08.03.10 - 14:35 Uhr

man muss es einem Kind aber auch nicht noch schwerer machen als es eh schon ist!

Beitrag von wollschaf 08.03.10 - 14:46 Uhr

#pro #pro #pro #pro

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