Schnuller weg

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von jollymax 08.03.10 - 11:50 Uhr

Hallo ihr Lieben,
seit Samstag bekommt unsere Tochter keinen Schnuller mehr. Nachdem ich schon seit langer Zeit unsere Tochter vom Schnuller entwöhnen will, ging es jetzt ganz plötzlich und viel leichter als gedacht (toi, toi, toi, ich hoffe es bleibt so).

Ich hatte ihr von der Schnullerfee erzählt, aber unsere Tochter hatte sich als Geschenk von ihr auf Anfrage immer einen "Didi" = Schnuller gewünscht. Macht ja nicht so viel Sinn. Dann habe ich ein Buch gekauft, dort sucht man gemeinsam mit einem Mädchen deren Schnuller und zum Schluss als sie ihn findet, nimmt sie ihn nicht mehr, weil sie ja schon so groß ist. Unsere Tochter erzählt seitdem, dass sie auch schon so groß ist und will kurz darauf immer ihren Didi wieder. Nun habe ich angefangen kleine Löcher in den Schnuller zu stechen (Tip aus dem Forum), damit er ihr nicht mehr so gut schmeckt. Nach dem ersten Loch hat sie einen Magen-Darm-Infekt bekommen und war echt arm dran. Also habe ich aufgehört weitere Löcher zu bohren, da ihr der Schnuller nach bestimmt zwanzigfachem Erbrechen einfach gut getan hat. So alles endlich überstanden. Am Samstag hatte ich einen Termin und mein Mann hat auf die Kids aufgepasst. Danach wollte ich weitermachen mit dem Löcher bohren. Ich komme abends heim, die Kinder sind am Einschlafen, hören mich und rufen nach mir. Die Kleine wollte gleich ihren Didid. Darauf mein Mann, den bekommt sie nicht mehr, ich habe ihr erklärt, dass er schlecht für ihre Zähne ist. Ich fand es ziemlich übereilt und hart, wollte meinem Mann aber nicht in den Rücken fallen. Also habe ich sie inzischen schon zweimal ohne Schnuller ins Bett gebracht. Klar hat sie ein bisschen geweint und nach dem Schnuller gefragt, aber lange nicht so dramatisch, wie ich es mir vorgestellt hatte. Also jetzt etwas übereilt und hart eingeführt, aber endlich ohne Schnuller!

Ich hoffe heute in der Kita gibt es keinen Rückfall. Bitte drückt mir die Daumen.

Liebe Grüße
Jollymax

Beitrag von murmel72 08.03.10 - 11:53 Uhr

Hm, so wie sich das liest, braucht deine Tochter den Schnuller noch sehr.
Warum so viel Zwang ausueben, wenn sie offensichtlich noch Bedarf hat?
Das Ganze macht ueberhaupt nicht den Eindruck, als waere es unproblematisch.

Beitrag von jollymax 08.03.10 - 12:06 Uhr

Liebe Murmel72,
es ist aber viel weniger problematisch, als wenn sie ihn weiter nimmt und ihr Kiefer sich noch weiter verschiebt.
Natürlich hat sie ein bisschen nach dem Schnuller geweint, aber eben nicht dramatisch und sie hat sich von mir beruhigen lassen, darauf kommt es meiner Meinung nach an.

Wenn ich den Eindruck hätte, sie bräuchte ihn tatsächlich noch, dann würde sie ihn natürlich auch kriegen. Während der letzten Woche, die wirklich schrecklich war (Erbrechen und Durchfall im Dauerwechsel), habe ich ihr den Schnuller ja auch gelassen. Aber jetzt ist das überstanden und durch den radikalen Schritt von meinem Mann, habe ich begriffen, dass der Schnuller einfach eine liebgewordene Gewohnheit war, aber keinesfalls unbedingt notwendig.

Inzwischen bin ich einfach froh, dass jetzt die Zähne nicht weiter verschoben werden (und wir hatten den Dentistar!!!). Natürlich machen ich mir Gedanken, wie es jetzt in der Kita läuft. Da sind ja genug Kinder mit Schnuller und deshalb finde ich es einfach auch etwas schwieriger für sie, als zu hause wo nur ihr Puppe einen Schnuller hat.

Liebe Grüße
Jollymax

Beitrag von ivik 08.03.10 - 12:10 Uhr

Dem kann ich mich nur anschließen. Was nützt das ganze Theater zu Hause, wenn man Bedenken haben muss, dass es in der Kita wieder weitergeht?
Meine Tochter hat auch sehr lange genuckelt. Na und? DIe Zähne sind in Ordnung. Sie hat erst mit drei Jahren ihren Nuckel aussortiert. Das ging aber wirklich ohne Probleme. Beim ersten EInschlafen brauchte sie meine Hand; am zweiten Abend hat sie nur noch mal bestätigend gefragt, ob die Schnullerfee auch wirklich die Nunus holt. Bis dahin war die Schnullerfee noch nicht mit dem Austauschgeschenk gekommen. Am nächsten Morgen stand sie empört an meinem Bett, weil sie das Geschenk nicht gefunden hat #rofl
Seit dem hat sie nie wieder nachgefragt.

lg ivik

Beitrag von jollymax 08.03.10 - 12:15 Uhr

Hallo Ivik,
wenn bei uns, wie bei deiner Tochter, die Zähne in Ordnung wären, hätte ich auch kein Problem mit dem Schnuller. Das ist aber leider nicht so. Bei unserer Tochter haben sich die Zähne durch den Schnuller (obwohl wir den Dentistar haben) verschoben und sie hat einen offenen Biss. Ich bin mir nicht sicher, ob du in diesem Fall auch weiter mit gutem Gewissen den Schnuller hättest geben können. Ich kann es nicht, da ich mir Sorgen um die Zahnstellung unserer Tochter mache.
Grüße Jollymax

Beitrag von ivik 08.03.10 - 12:32 Uhr

Meine Tochter hatte vorne leicht verschobene Zähne. Die Kinderzahnärztin meinte zwar dazu, sie sollte mal so langsam das Nuckeln reduzieren, aber wir sollten das behutsam machen und nichts erzwingen! Jetzt ist an den Zähnen nichts mehr zu sehen.
Ich selber muss zu meiner Schande gestehen, dass ich seeeehr lange einen Nickel hatte. Irgendwann hatte ein Arzt mir gesagt, dass er das an den Zähnen sieht. Da war ich so geschockt, dass ich das DIng nicht mehr angerührt habe. Aber eine Klammer musste ich nie tragen.
Was nützt es, wenn das Kind durch "brutale" Entwöhnung Stress bekommt?

Beitrag von jollymax 08.03.10 - 12:44 Uhr

Eine brutale Entwöhnung sieht sicher ganz anders aus. Es ging etwas schnell und hart, aber sicher nicht brutal zu. Wir erziehen unsere Kinder liebevoll, das kannst du mir glauben.

Und was hättest du an meiner Stelle gemacht? Wärst du deinem Mann in den Rücken gefallen und hättest deiner Tochter gesagt, was der Papa macht ist nicht richtig, hier hast du deinen Schnuller???? Wahrscheinlich wirst du jetzt antworten, dass mein Mann und ich mehr miteinander reden und uns abstimmen sollten. Ja, dem stimme ich zu, das würde ich sehr gerne tun. Leider wurde mein Mann vor ein paar Monaten versetzt und seitdem bin ich unter der Woche mit den Kindern alleine. Und wir haben tatsächlich sehr sehr wenig Zeit uns abzustimmen. Nun ja und nun hat mein Mann einen Weg eingeschlagen, den ich so nicht gegangen wäre, der aber das gleiche Ziel vor Augen hat. Und da ich meinen Mann liebe und respektiere und meine Tochter sich wundervoll in meinen Armen durch Streicheln und Liebkosungen beruhigen ließ, sehe ich keinen Grund die Erziehung meines Mannes zu untergraben. Ich denke, das wäre wirklich brutal. Mein Mann sieht seine Kinder nur noch am Wochenende und wenn ich in dieser kurzen Zeit an seinem Verhalten herumkritisieren würde, wie ging es da unsern Kindern?
Grüße
Jollymax

Beitrag von estate 08.03.10 - 23:13 Uhr

Ich finde, das hoert sich doch super an! An Deiner Stelle haette ich das genauso gemacht. :-)

Beitrag von jollymax 09.03.10 - 05:50 Uhr

Danke!