In Ausbildung und Kind Dauerkrank - wann kann ich gekündigt werden?

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Beitrag von incuria 08.03.10 - 14:56 Uhr

Hallo,

ich habe eine immer größer werdende Sorge. Bzw. 2.

Mein Sohn ist seit Dezember permanent krank. Und damit meine ich nicht wirklich ständig. Im Monat gibt es vielleicht eine Woche wo er Fieber frei ist.

Bis zur vorletzten Woche hieß es noch, dass es alles im Rahmen ist. Jetzt schrillen die Alarmglocken und es geht auf Ursachensuche.

Meine 2. Sorge, die unmittelbar damit zusammen hängt ist die, dass ich eine Ausbildung mache. Und wie man sich vorstellen kann, ist mein Arbeitgeber langsam nicht mehr begeistert.

Ich mache zwar eine spezielle Ausbildung, als alleinerziehende Mutter in Teilzeit über Kolping. Nichts desto trotz habe ich Berufschule und einen Betrieb in dem ich wie jeder Andere auch arbeiten muss.

Jeden Tag schrumpft das Verständnis und die Angst wird größer. Ich kann das natürlich verstehen aber ich möchte auf keinen Fall diese Ausbildung abbrechen.
Langsam bekomme ich aber Angst, dass mir gekündigt wird, wenn das so weiter geht.

Jetzt ist die Frage ob das denn geht, ob mir vorher abgemahnt werden muss?
Natürlich fehle ich immer entschuldigt und meine Leistungen in der Berufschule sind auch super.
Und was mache ich, wenn ich mal für 2-3 Wochen ausfallen muss weil mein Sohn etwas hat, das nunmal nicht mehr mit Anitbiotika und Nasenspray gekämpft werden kann?

Es ist schrecklich und ich fühle mich schlecht das ich mir solche Gedanken um meine Ausbdilung mache und nicht zu 1000 Prozent bei meinem Kind bin aber für mich ist das die letzte Chance mit Kind ordentlich im Berufsleben durch zu starten.





Beitrag von susanne85 08.03.10 - 15:20 Uhr

hallo,

ich verstehe deine sorge. gibt es denn keine familie, die dein kind auch krank betreut? ansonsten evtl. eine tagesmutter suchen , die zu euch heim kommt? ein babysitter?

im 1. kindergartenjahr ist immer schrecklich, doch 3 von 4 wochen fieber ist wirklich heftig. vielleicht müssen bei ihm die polypen raus eh das ganze auf hört.

liebe grüße aus deiner nähe
susanne

Beitrag von incuria 08.03.10 - 15:39 Uhr

Hallo,

ja wir haben morgen einen Termin beim HNO. Vor einem Jahr kamen die Polypen schonmal zur Sprache wegen seiner häufigen Ohrschmerzen.
Aber da war er noch zu klein.

Ich habe mir auch sagen lassen das dass 1. Kindergartenjahr schrecklich sein soll aber das ist mehr als schrecklich.

Leider gibt es keinen hier. Mein Ex wohnt 70 KM entfernt und ich selbst vollzeit Berufstätig. Ich bin hier erst vor fast einem Jahr zugezogen.
Die Leute die ich kenne haben selbst Kinder und/ oder gehen arbeiten.

Babysitter kann ich mir leider nicht leisten auf diese Zeiten.

6 Stunden am Tag sind 30 Euro :-( Da ich in Ausbildung bin, ist unser Geld eh schon knapp.
Eine Tagesmutter bekomme ich leider nicht mehr, da mein Sohn bereits über 3 Jahre alt ist!

Beitrag von jacky 08.03.10 - 16:03 Uhr

Dein Arbeitgeber kann sauer sein, wie er will. Einen Azubi bekommt man nur in Härtefällen raus. Dazu zählen z.B. Diebstahl, extrem häufiges unentschuldigtes Fehlen, Schweigepflichtverletzungen etc. So lange du immer ein Attest vorlegst, kann man dir nicht kündigen. Ausgeschlossen.

Beitrag von incuria 08.03.10 - 16:07 Uhr

Ok. Nunja, das ist ja überhaupt nicht Fall.

Bei mir wird alles entschuldigt und irgendwelche Schwänzerein gibt es nicht.

Vielen Dank, da geht es mir ein wenig besser.

Beitrag von arkti 08.03.10 - 19:08 Uhr

Na ob das richtig ist?
Man hat ja nur begrenzte Tage zur Betreuung eines kranken Kindes. #kratz

Beitrag von jade63 08.03.10 - 19:08 Uhr

So, jetzt habe ich mich mal ein wenig schlau gemacht.
Du machst also BaE bei Kolping.
Dann hast du dort auch einen Sozialpädagogen.

Was sagt der denn dazu?
Hat er mit der Berufsschule gesprochen? Was sagt die dazu? Kannst du den Lernstoff (Lernfelder)?
Und wie sieht das aus mit dem Kooperationsbetrieb?

Wie ist es mit dem Stützunterricht?
Dort könntest du z.B. aufholen, was du in der Berufsschule versäumst.

Hat dein Sozpäd mit dir schon mal über eine Verlängerung der Ausbildung gesprochen? Das ist durchaus drin.

Ich denke mal, du hast jetzt jetzt so viele Tage Berufsschulunterricht versäumt, dass die Zulassung zur Prüfung in Frage steht.
In solchen Fällen wird normalerweise die Ausbildung verlängert und die Prüfung zu einem späteren Zeitpunkt abgelegt.

Es ist ja nicht deine Schuld, dass du so oft fehlst, und genau für solche Leute wie dich gibt es ja diese Ausbildungen. Dass es dabei eben zu genau diesen Problemen während der Ausbildung kommt, darauf müsste der Bildungsträger als dein Ausbildungsbetrieb vorbereitet sein.

Also Kündigen geht nicht einfach so.

Und unterschreibe bloß keinen Aufhebungsvertrag, sollte man dir einen unter Nase halten!

Beitrag von incuria 08.03.10 - 19:45 Uhr

Hallo,

also noch ist es wohl noch nicht so kritisch, als das ich nachholen müsste. Bislang komme ich gut nach und schreibe auch gut Noten.
Mein "Betreuer" ist darüber nicht erfreut, hat sich aber auch noch nicht über weitere "Maßnahmen" ausgelassen.

Meint nur ich solle das in den Griff bekommen.

Und über eine Verlängerung wurde auch noch nicht gesprochen. Eigentlich wollte ich sogar verkürzen :-(

Aber das wird wohl ins Wasser fallen.

Beitrag von incuria 08.03.10 - 19:49 Uhr

Ich habe jetzt in dem halben Jahr ungefähr 22 Krankheitstage gehabt. In diesem Jahr allein 12.

Wegen Sport hatte ich jedoch ein Problem. Das hatten wir nur ein halbes Jahr und ich konnte nicht benotet werden. Da dieses Fach aber nicht Prüfungsrelevant ist, steht jetzt auf meinem Zeugnis nur: Teilgenommen.

Bislang habe ich jedoch jeden Test und jede Klausur anstandslos mitgeschrieben also Fehlnoten in anderen Fächern gibt es nicht.

Beitrag von jade63 09.03.10 - 01:20 Uhr

BaE und Verkürzung ist so eine Sache.
Das sollte auf alle Fälle mit der Agentur abgestimmt werden. Ist aber nicht deine Aufgabe, sondern die deines Sozpäds.
Allgemein gilt, dass man mit einem Notendurchschnitt von 2 verkürzen kann.

Ansonsten verstehe ich deinen Sozpäd nicht.
Du kommst trotz deiner Fehlzeiten in der Schule gut mit, mit dem Betrieb scheint es auch keine Probleme zu geben, du weißt was du willst und begreifst die Ausbildung ganz richtig als Chance.
Was will er also?

Wenn ich dein Sozpäd wäre, dann würde ich mit dir absprechen, was du tun kannst, damit dein Kind gesund wird.
Stress machen wäre da für mich völlig fehl am Platz.
Vielmehr würde ich dich um Erlaubnis bitten, mit dir gemeinsam mit dem Kinderarzt zu sprechen.

Vielleicht hilft ja einfach nur mal eine etwas längere Auszeit, damit dein Kind mal ordentlich gesund wird.
(Hat meinem großen Sohn damals sehr geholfen.)
Oder ein Mittel, das das Immunsystem des Kindes stärkt.

Das Ganze würde ich in einer Zielvereinbarung festschreiben.
Soclhe Vereinbarungen mahe ich mit meinen Azubis auch, obwohl ich "nur" Stützlerer bin. Aber diese Sozpäds manchmal... nee, ich reg mich jetzt nicht auf...

Beitrag von incuria 09.03.10 - 10:16 Uhr

Hallo,

ja der Schnitt von 2 sollte kein Problem darstellen, ich hatte danach auch vor auf unserem Berufskollege den staatl. geprf. Betriebswirt zu studieren. Dafür braucht man auch einen guten Schnitt.

Letztendlich geht es mir aber vorerst nicht darum sondern wie Du schon sagst, dass man mir die Angst nimmt.

Es ist eine furchtbare Belastung. Es allen Recht zu machen kaum noch Möglich.
Einerseits möchte ich für meinen Sohn da sein und nehme uns die Zeit die er braucht um gesund zu werden. Andererseits habe ich alle im Nacken sitzen mit dummen Sprüchen, dämlichen Geläster und missbilligen Blicken.
In der Schule habe ich bereits den Respekt von meiner Klassenlehrerin verloren, mit der ich mich in übrigen Anfangs super verstanden habe. Sie denkt wohl ich absichtlich weg bleibe oder renne wegen jedem Husterchen zum Arzt.
Blöde Antworten und Sprüche sind an der Tagesordnung.

Ich habe manchmal das Gefühl das aussenstehende Personen das überhaupt nicht billigen. Sie sehen eine junge Mutter, eine Ausbildung bei Kolping und direkt hat man den Stempel "Asozial" aufgedrückt.
Das dahinter eine junge Frau steht deren Intellekt nicht von Alkohol und Drogen verballert wurde und eigentlich genau so wie "ihr" alle ist - interessiert keinen.



Ich weiß nicht ob mein Betreuer Sozialpädagoge ist. Ich persönlich betrachte mich auch nicht sonderlich als "Betreuungsfall" wie das bei den anderen Mädchen zu 80 % der Fall ist.

In der Ausbildung bin ich tatsächlich "nur" weil es für eine alleinerziehende Mutter irrsinnig schwer ist eine normale Ausbildung zu machen. Geschweige denn einen Ausbildungsplatz zu bekommen.
Ich habe einen guten Realschulabschluss mit einem 2er Durchschnitt und ansonsten läuft auch alles ok. Ich betrachte die Leute da auch nicht als meine "Betreuer" sondern meine Chefs.

Vielleicht bekomme ich deswegen auch so eine Resonanz zurück.

Mein Sohn wird nun in 2 Wochen operiert und ich hoffe, dass dann erstmal die Ursache behoben ist. Ansonsten wird weiter geforscht.