Unser Rüde ...

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von maria2012 08.03.10 - 16:59 Uhr

Hallo liebe Hundefreunde!!!

Ich schildere euch mal unser Problem, vielleicht hat jemand eine Antwort:

erstmal vorweg: unser Hund ist 2einhalb Jahre alt und NICHT kastriert, womit wir schon beim Problem wären. Vor ca. 4 Wochen haben wir bei einem Spaziergang einen unfreiwilligen Kontakt mit einer läufigen Hündin hergestellt, das heisst, er durfte schnuppern, was er vorher noch nie durfte. 20 Minuten später, als ich dachte, es wäre ihm längst nicht mehr ein Thema hab ich ihn abgeleint, da is er mir schnurstracks abgehauen. Ich fand ihn dann nach einem Laufmarathon wieder bei der netten läufigen Dame, die jedoch Gott sei Dank schon auf den Armen des Besitzers hockte, und wartete, bis ich sie wieder von unserem Burschen erlöse ...#rofl

Gott sei Dank ist nichts passiert. Nun das wär ja noch nicht das Problem, denn das ist ja wohl normal für einen unkastrierten Rüden. Aaaaaber seitdem ist irgendwie alles anders: er verhält sich wirklich unmöglich, wenn er irgendwelche Hunde von weitem sieht (winseln, zerrt an der Leine), was er vorher nicht tat. Manchmal winselt er laut unserer Nachbarin, wenn er mal allein ist, hat er vorher auch nie gemacht. Und das, was ich als schlimmstes Übel empfinde: er reitet überall auf, bei jedem Weibchen und bei jedem kastrierten Rüden. Heute grad ist er sogar auf eine 4Monate alte Dame rauf, das hat er das letzte Mal gemacht, als er im Junghundealter war. Über dieses Verhalten sind wir eigentlich schon längst drüber ...

Kann das einzig und allein mit der Begegnung von damals zusammen hängen?? Sieht hier jemand eine Chance, über eine Kastration hinweg zu kommen?

Ich bedanke mich schonmal im Voraus für die netten Antworten ...

LG
Maria #herzlich

Beitrag von lillystrange 08.03.10 - 17:46 Uhr

Hallo,
scheint so als ob er auf den Geschmack gekommen ist,
dieses Problem haben viele Freunde mit Rüden.
Einer hört sogar zum Fressen auf und jault 24 h am Tag.
Geholfen hat leider nur die Kastration.
Meine Tante hat vor 6 Wochen eine chemische Kastration probiert, das Ergebnis kannst du leider hier unten unter "Saudumme Geschichte" lesen.
Heute meinte die TA dann nur, hat wohl ned gewirkt.
Hast du so arge Bedenken wegen der Kastration?
Im Wesen sollte sich ja mit über 2 Jahren nix mehr ändern.
Ich drück dir die Daumen das du eine Lösung findest,
wie ist er denn sonst so?
Lg Lilly

Beitrag von maria2012 08.03.10 - 17:54 Uhr

Ich dachte bereits als er 2 Jahre alt war, da würde sich am "Sexualverhalten" nicht mehr viel ändern, er wäre sozusagen gefestigt. Dass sich das aufgrund EINER Begegnung ändern kann ...#aerger

Was heisst Bedenken ... es ist halt ein operativer Eingriff, wenn auch nur ein Kleiner. Noch dazu kommt einfach die Angst vor einer Wesensveränderung ...

Ansonsten ist er total agil, intelligent, aufgedreht, will ständig gefordert werden. So ein richtiger Springball ... aber auch sehr sehr verschmust und lieb! #verliebt

Beitrag von maria2012 08.03.10 - 17:55 Uhr

Ach ja: und Rüden gegenüber sehr dominant ... #augen

Beitrag von lillystrange 08.03.10 - 18:05 Uhr

Naja, dann traut euch den Schritt, in diesem Alter sollte sich im Wesen echt nix mehr ändern.
Unsere Hündin ist mit 13 mon. kastriert worden und sie ist etwas ausgeglichener als vorher, aber der Pfeffer im Popo ist definitiv geblieben.
Sie lässt sich mit 4 Jahren immernoch von jedem zu ner Runde spielen verleiten.
Ich persönlich finde es schlimmer ein Verlangen zu haben und ihm nicht nachgehen zu dürfen, als dieses Verlangen nicht mehr zu haben.
Unsere häufigen Gastkastraten sind alle nicht faul und träge, nur sie hängen halt nicht immer auf unserer Dame drauf.
Hol dir mal Infos beim TA, hab im Okt. einen Rüden zum kastrieren "begleitet", er war sehr arm, aber auch nur weil es nix zum Essen gab.:-p
Nach dem Abendessen war alles wieder in Ordnung!
Lg Lilly

Beitrag von chaoskitty 08.03.10 - 20:45 Uhr

Ähm, warum lässt du deinen Hund denn an einer läufigen Hündin schnüffeln, wenn er das vorher noch nie gemacht hat?
Da hat er doch gleich Blut geleckt.

Meiner kam leider auch nicht um die Kastration rum.

Beitrag von maria2012 08.03.10 - 20:51 Uhr

Warum????


Hmmmm ... vielleicht weil ich an der Nase der Hündin nicht sehen kann, ob sie läufig is und der Besitzer sie frei laufen hatte und keine Anstalten machte, etwas zu sagen?

Glaubst du ich mach sowas absichtlich? #kratz


Komisch das es immer Leute geben muss, die nicht wirklich eine Antwort auf die Frage haben sondern immer etwas anderes zum Aussetzen!

Beitrag von maria2012 08.03.10 - 20:55 Uhr

Aber dein Murphy ist ja eine Schönheit .... #verliebt#verliebt#verliebt

Beitrag von chaoskitty 08.03.10 - 21:15 Uhr

Danke...Und ich hab ihn bei einem Wettbewerb mitmachen lassen, für Deutschlands schönste Hunde. Er war nicht mal unter den ersten 100 :(

ich hab nichts dran ausszusetzen. Man muss ja auch nicht immer gleich denken, dass es negativ gemeint ist.
Aber man lässt den Hund dann auch nicht von der Leine, wenn er kurz vorher geschnüffelt hat ;-) Das dann ganz klar das er weg ist.

War meiner ja auch, des wegen alles ab.

Beitrag von maria2012 08.03.10 - 21:31 Uhr

Tja wie gesagt, so eine Erfahrung hab ich nie gemacht, aber dass er da davon gerannt ist, war ja auch nicht das Thema ... hab ich ja bereits eingangs bemerkt, dass das meine Schuld war!

Beitrag von maria2012 08.03.10 - 21:45 Uhr

Von dem abgesehen wäre DAS (er rennt weg, wenn er eine andere Hündin riecht) für mich nicht Grund genug, ihn kastrieren zu lassen, da man sowas wie bereits unten erwähnt mit Erziehung auch schaffen kann. Nur hatten wir das Problem bis jetzt nie, ich war einfach nicht gefasst! Und definitiv selber schuld! ;-)

Beitrag von smr 08.03.10 - 20:48 Uhr

Na, wird ihm wohl gefallen haben, was er da gerochen hat....manche Rüden reagieren aber sowieso so auf läufige Hündinnen, laufen weg, jaulen, fressen nicht mehr etc.

Es kann natürlich auch sein, daß seine Begegnung mit der läufigen Hündin zeitgleich mit einer erneuten "Flegelphase" zusammengetroffen ist. Manche Hunde kriegen nochmal so eine Phase in dem Alter. Beobachte in den nächsten Wochen einfach mal sein weiteres Verhalten und brich wg. der Kastration nichts übers Knie.
LG
Sandra

Beitrag von maria2012 08.03.10 - 20:54 Uhr

Ja, von dieser Flegelphase hab ich auch schon gehört ... da bin ich ja mal gespannt, wie es weiter geht.

Danke für eure Antworten!!

Beitrag von hunaro 08.03.10 - 21:32 Uhr

Naja, ich würde den vorangegangenen Post noch etwas konkretisieren: Nicht nur sein Verhalten beobachten, sondern konsequent an einer Verbesserung arbeiten!

Eine Kastra löst keine Erziehungsprobleme, und ein überall aufreitender Hund ist selten hypersexuell, sondern allermeist unerzogen und rotzlöffelig.

Ich habe zig Jahre mit zwei großen unkastrierten Rüden in einem Haushalt gelebt, und die haben in ihrem Leben mehr als nur eine läufige Hündin gerochen. Aber durch eine gute Grunderziehung und ein bischen Weitsicht waren sie immer händelbar und für niemanden eine Belästigung.

Grüßchen, Ute

Beitrag von maria2012 08.03.10 - 21:44 Uhr

Hallo!!!

Danke für deine Antwort, aber rein am Grundgehorsam kanns gar nicht liegen, zumal wir vorher dahingehend keine Probleme hatten. Das ist ganz plötzlich aufgetreten.

Klar werden wir klare Grenzen setzen und dieses Verhalten nicht dulden, aber aufgrund mangelnder Konsequenz ist dieses Problem bestimmt nicht entstanden, da wir so ein Verhalten noch nie geduldet haben und meiner Meinung nach auch die nötige Konsequenz und Weitsicht besitzen.

Trotzdem wären wir natürlich froh, wenn sich das mit bleibender Konsequenz wieder legen würde, ich hoffe das Beste und wir werden auch unser Bestes tun!

LG und danke nochmal! #herzlich