Eng an eng mit "Fremden"- total andere Erziehungsstile :-(

Archiv des urbia-Forums Erziehung.

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von pittjes 08.03.10 - 19:01 Uhr

Hallo,

ich bin mit meinem Sohn seit fast 3 Wochen in einer Spezialklinik. Wir liegen auf dem Zimmer zusammen mit einem Mädchen und dessen Mutter. Es ist einfach nur schwierig. Mal abgesehen, dass man bei einer solchen Situation ja keinerlei Privasphäre hat und keinen Rückzugsort ist es bei uns nun auch noch so, dass wir total unterschiedliche Erziehungsziele verfolgen - wobei, eigentlich müste ich sagen: sie verfolgt garkeine Ziele..... das Mädchen isst den ganzen Tag, ist schon stark übergewichtig, liegt viel im Bett rum und guckt TV. Sie kennt alle der Sendungen, die ab mittag auf RTL und Konsorten kommen - und mal abgesehen davon finde ich, dass diese Sendungen überhaupt nichts für 9jährige Kinder sind. Wenn die Kleine abends wegen Heimweh weint im Bett, dann drückt die Mutter ihr den DS-Nintendo in die Hand "anders beruhigt sie sich nicht". Der DS "schläft" mit im Bett, falls sie nachts mal wach wird. Abends bleibt sie (angeblich nur hier) bis 22.00 Uhr auf - morgens ist hier Schule, also um 7.00 Uhr aufstehen. Meiner geht soll so gegen 20.00 Uhr schlafen und ich habe hier jeden Abend Diskussionen darüber, dass wir dann den TV abstellen wollen. Meiner kann nicht schlafen bei TV - ich übrigens auch nicht. Mir ist schon klar, hier sind ständig Komprommisse gefragt und ich streng mich auch an. Aber es ist so nervenzehrend, so lange Zeit hier schon und eine Ende ist nicht in Sicht. Verlegen lassen trau ich mich fast nicht, wer weiß, was dann ist. Ich stell es mir immer schwierig vor, mit "fremden" so dicht an dicht.

Ach, ich weiß auch nicht, bin ziemlich down. Meinem Sohn gehts eher schlechter als es war, als wir herkamen und es heißt immer: Geduld Geduld. Achja, woher nehm ich die denn mal.....

Gute Nacht
pitti

Beitrag von 3erclan 08.03.10 - 19:20 Uhr

Hallo

ich würde das mal dem Stat. Arz im Einzelgespräch schildern.

lg

Beitrag von twins 08.03.10 - 19:48 Uhr

Hi,
versuche mit dem Doc oder Ober-Krankenschwester zu reden. Vielleicht gibt es ein Kind, das so ähnlich wie Eures ist, wo ihr zusammen ein Zimmer teilen könnt. Denn das bringt der Gesundheit ja gar nichts, wenn man keine Ruhe hat#schwitz.

Weiß noch, als ich zur Geburt der Zwillinge im Krankenhaus war. Ich war so kurz vor der Geburt und die Bettnachbarin hatte von 8-21.00 Uhr immer nur Besuch, teilweise 15 PErsonen um ihr Bett herum. Boah, da war an Schlaf oder Ruhe überhaupt nicht zu denken. Ich war Fix und fertig und habe nur noch geheult und habe mich dann verlegen lassen. Hatten dann ein Einzelzimmer#ole

Nee, Gespräch suchen und viel schlimmer kann es doch gar nicht werden, oder?


Gute Besserung und das ihr nicht mhr soooo lange dort bleiben müßt.
Grüße
Lisa

Beitrag von mansojo 08.03.10 - 19:53 Uhr

Hallo,

neien da musst Du keine Kompromisse machen

das hat auch nix mit erziehung zu tun ,ehr mit wie schaff ich es das mein Kind mich in Ruhe läßt

wie die anderen schon schrieben versuch in ein anderes Zimmer zu kommen

die Situation ist kontraproduktiv

alles Liebe und gute Besserung
Manja

Beitrag von kraxy 08.03.10 - 21:54 Uhr

Erstmal ein #liebdrueck

Als ich mal mit meinem Sohn im Krankenhaus war, haben wir immer sehr viel gespielt - ich habe immer das Mädchen bei uns im Zimmer gefragt, ob sie mitspielen möchte - und dann war es meist sehr lustig. Auch Nintendospiele kann man schonmal vernetzen und das macht auch Laune für die Kids.
Fernsehen ging nur über Kopfhörer und da hat das Mädchen dann meistens den Fernseher weggedreht - außerdem haben wir uns dermaßen schlafend gestellt, dass es ihr unangenehm wurde ;-)

Vielleicht hilft dir das ja weiter.

Alles #klee euch!

kraxy

Beitrag von rienchen77 09.03.10 - 07:45 Uhr

mich wunderts das die Mutter mit aufgenommen worden ist, bei uns im Krankenhaus werden Kinder ab 7 Jahre nur noch allein stationär aufgenommen...

ich könnte auch gar nicht die ganze Zeit dort bleiben....

was das andere Kind macht und die Mutter meint es für richtig zu halten ist deren Entscheidung, auch wenns nervt...

wegen den dauernden Fernsehgeplänke würde ich mit der Stationsschwester reden... die haben die "Macht"....

meine Tochter fand das damals auch fies, als sie statinär lag, das die Schwester um 20 Uhr einfach die Glotze ausgestellte hat... grinz.. nichts mit Hotel tolles Leben...

und den DS haben die auch nach Dauergebrauch einkassiert....

Beitrag von frauke131 09.03.10 - 08:28 Uhr

Ich würde versuchen, mich verlegen zu lassen. Ich habe irgendwann aufgehört, auf die Gefühle von Leuten Rücksicht zu nehmen, denen meine auch egal sind (z.B. setze ich mich einfach weg, wenn in der S Bahn jemand stinkt!).

Beitrag von olivia76 09.03.10 - 09:56 Uhr

"Ich habe irgendwann aufgehört, auf die Gefühle von Leuten Rücksicht zu nehmen, denen meine auch egal sind "

Das kommt mir grad wie eine Erleuchtung vor - Danke!

O.

Beitrag von frauke131 09.03.10 - 10:14 Uhr

Da brauchst du gar nicht so eine dumme Antwort geben. Ich bin zur Höflicheit erzogen worden, etwas, was viele hier im Forum nicht gelernt haben! Und eben leider auch nicht im realen Leben. Für andere ist es selbstverständlich, sich unhöflich zu verhalten, für mich immernoch nicht, ich reagiere nur auf Unhöflichkeit, andere sind unhöflich! So wie Du mit Deiner dämlichen Antwort!

Beitrag von olivia76 09.03.10 - 10:34 Uhr

Ups!
Du hast mich komplett falsch verstanden! Ich meinte damit, dass ich das noch nie so gesehen habe, ich halte mich auch immer zurück und versuche andere nicht zu verletzen. Aber ich finde Du hast recht, man muss nicht immer auf andere Rücksicht nehmen, wenn denen die Gefühle anderer auch egal sind.

Owei, Deine Antwort ist ja ganz schön krass.

Erschrockene Grüße,
O.

Beitrag von frauke131 09.03.10 - 10:50 Uhr

Dann entschuldige ich mich für meine Antwort. #blume
Nur leider kommen manche hier sehr schnell mit irgendwelchen dummen Anworten! Ich dachte, Du willst mich hier verschei...n!

Für mich ist es oft noch schwer, vermeintlich verletzend zu reagieren, wenn z.B. jemand unangenehm riecht und ich einfach aufstehe und mich woanders hinsetze.

Also nochmal Entschuldigung! Ich nehme meinen Beitrag zurück!

Beitrag von olivia76 09.03.10 - 10:28 Uhr

Hallo!

Kenne das gut, war mit unserem Großen auch schon öfter und für längere Zeit im KKH-ätzend, aber so ist das nunmal.
Ich würde es davon abhängig machen, wie lange Dein Sohn noch bleiben muss. Wenn Ihr noch einige Wochen vor Euch habt, würd ich mal das Gespräch suchen. Da lohnt es sich aber nach dem Grundsatz "erst MIT - dann ÜBER" vorzugehen, also erst mit der Mutter versuchen, einen Kompromiss auszuhandeln. Wenn das scheitert, frag nach einem anderen Zimmer. (Wobei meine Erfahrung die ist, dass das meist nicht gemacht wird, aber probieren kannst Dus ja)
Ich lese ein bisschen raus, dass die Situation wohl eher für Dich als für Deinen SOhn belastend ist. Das kann ich auch absolut nachvollziehen.Aber vielleicht kannst Du darüber auch ein wenig Brisanz aus der Sache nehmen. Wenn es aber so ist, dass Dein Sohn sich mit der Dauerbeschallung unwohl fühlt, wäre das für mich wieder ein Punkt, das Gespräch zu suchen.
Ich habe den Eindruck, dass Du vorrangig aufgrund des ungewissen(?) Gesudheitszustands Deines Sohnes angeschlagen bist. Wenn dann die Rahmenbedingungen noch so unglücklich sind, kann man schon schnell mal verzweifeln. Versuch Dich da nicht so dran aufzuhängen. Könnt Ihr raus? Dann macht das. Können die zwei miteinander spielen? Dann reg das an. Bring der anderen Mutter mal einen Kaffee mit, macht Smalltalk, dann ist sie evtl auch eher dazu bereit, Dir bei Deinen Wünschen entgegenzukommen.
Ist schwierig, ich weiß.

Wünsche Euch, dass sich die Situation entspannt,
und Deinem Sohn Gute Besserung,
O.

Beitrag von manavgat 09.03.10 - 11:02 Uhr

Kläre das mit der Stationsleitung und gut ist.

Gruß

Manavgat